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Hupenalarm im Toyota Yaris Cup
Frankenhout sichert sich vorzeitig die Meisterschaft

Nach ihren beiden letzten Rennen ist der Toyota Yaris Cup wieder im Rahmen der BERU Top 10 mit von der Partie. Verzehn Tage vor dem Saisonfinale in Oschersleben reisten die Fahrerinnen und Fahrer vom 16. bis 17. September nach Österreich. Auf dem ultraschnellen Hochgeschwindigkeitskurs dem Salzburgring, welcher in der Nähe der Mozartstadt liegt, standen die beiden vorletzten Läufe auf dem Programm. Als souveräner Tabellenführer kam der Niederländer Christiaan Frankenhout, er konnte acht der bislang zehn ausgetragenen Saisonläufe gewinnen, ins Alpenland gereist. Mit seinen 24 Jahren zählt er eigentlcih im Cup der Tourenwagen-Youngster schon fast als Senior. Denn hier können bereits Piloten mit 16 Jahren ihr Können unter Beweis stellen. Mit seinen 18 Jahren ist die Leistung seines Verfolgers Heiko Hammel beachtenswert. Denn er schlägt sich als Meisterschaftszweiter und Führender in der Juniorwertung bravorös.


Foto: YS

An diesem Wochenende werden einige neue Gesichter zu sehen sein. Gleich drei Rookies geben sich hier die Ehre und zwar Tim Scheerbarth aus Dormagen, Bastian Koberg (Fürstenau) und der aus Peckatel stammende Robin Frenz. Mit der Niederländerin Thea de Vos meldet sich eine weitere Dame am Start und zu guter letzt kommt ein alter Hase und Routinier wieder in den Cup zurück. Es ist kein anderer als Steve Kirsch aus Hohenstein-Ernstthal.


Insgesamt 27 Pilotinnen und Piloten nahmen am Samstag Morgen am Qualifying für das Rennen am Nachmittag teil. Hier ging es schon in der ersten Runde zur Sache und zwar flog Christopher Mies (MSC Neviges-Tönisheide e.V. im ADAC) rückwärts, nachdem er zuvor auf dem Dreck von den Ford Fiestas ausgerutscht war, von der Strecke und schlug dann in die Leitplanken ein. Auch Pascal Ziegler war von einem Abflug nicht verschont geblieben. Dabei hatte er noch Glück, das er weiter fahren konnte. Am Schluss kam für Christopher Mies dann der elfte Startplatz heraus. Pascal Ziegler hingegen musste vom Ende des Feldes starten. In dieser Sitzung dominierte dann der Routinier Steve Kirsch von Frensch-Power-Motorsport. Er holte sich mit dreizehn absolvierten Runden und einer Zeit von 1:46.153 Minuten die Pole-Position vor dem Tabellenführer Christiaan Frankenhout und Dennis Busch. Heiko Hammel (HWRT-Wohlmuthausen), der Zweitplatzierte in der Meisterschaft musste sich mit Startplatz vier zufrieden geben. Als beste Dame konnte sich die Niederländerin Sandra Douma (Douma-Frensch-Power Autosport) auf Rang vierzehn schieben.


Foto: YS

Am Samstag Nachmittag stand nun der erste Lauf des Wochenendes auf dem Programm. Beim Ausschalten der Startampel ging es weit gefächert auf die Schikane zu. Der Pole-Setter Steve Kirsch konnte seine Position behaupten und führte das Feld dort hinein. Doch die Attacken des Niederländers wurden schon härter. Das gesamte Feld kam dort sehr diszipliniert hindurch. Im Mittelfeld wurden harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Die ersten sechs Piloten hatten sich bereits in der ersten Runde etwas absetzen können. Nach dieser Runde führte Steve Kirsch vor Christiaan Frankenhout und Dennis Busch.


Zwischenzeitlich war Steve Heide in langsamer Fahrt in die Box gekommen. Heiko Hammel konnte seinen vierten Rang behaupten. An der Spitze hatten sich nun zwei Duo`s gebildet, in denen es mächtig zur Sache ging. Immer wieder versuchte der Niederländer die Führung zu übernehmen, doch jedes Mal schlug Steve Kirsch ihm die Tür vor der Nase zu. Genauso hart hatte Heiko Hammel mit Dennis Busch zu kämpfen. Zu dieser Zeit hatte Benedikt Boeckels einen Rang gut machen können. In der zweiten Runde hatte Dennis Busch es geschafft sich Christiaan Frankenhout zurecht zu legen und diesen niederzuringen. Die ersten drei Piloten konnte man mit dem berühmten Handtuch zudecken. In diesem Moment hatte Rouzbeh Rahi einen Fehler gemacht, mit der Folge, dass er in den Kies schoss und am Ende in der Leitplanke landete. Sofort schickte die Rennleitung das Safety-Car hinaus, um den Havaristen in der Fahrerlagerkurve zu bergen. Er konnte aber unverletzt und alleine aus dem Fahrzeug steigen.


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Christiaan Frankenhout hatte nun wieder Rang zwei eingenommen. Alle herausgefahrenen Vorsprünge waren nun erst einmal futscht. Denn wie an der Perlenschnur aufgezogen führte das Safety-Car die Meute hinter sich her. Gianluca Ferraro war nach fünf absolvierten Runden in langsamer Fahrt in die Box zurückgekommen. Nach sechs gefahrenen Runden erfolgte dann der Re-Start, der zu Gunsten von Steve Kirsch ausging. Sofort versuchten die ersten sich direkt wieder vom übrigen Feld abzusetzen. Der Druck des Zweit und Viertplatzierten auf den Vordermann wurden immer härter. Doch weder Steve Kirsch noch Dennis Busch ließen sich aus der Ruhe bringen. Sie verteidigten hart aber fair ihre Positionen.


Bei noch fünf zufahrenden Minuten lag Benedikt Boeckels auf dem achten Rang. Er versuchte nun näher an Raffi Bader heranzukommen. Doch diese beiden trennten 2,0 Sekunden. Als beste Dame fuhr die Niederländerin Sandra Douma auf dem dreizehnten Platz. Um Platz fünf wurde genauso hart gekämpft wie um die vorderen Plätze und zwar ging es hier zwischen Charlie Geipel, Marc Busch und Raffi Bader zur Sache. In der Endphase hatte Raffi Bader den Anschluss an Marc Busch verloren. Er konnte das Tempo der beiden Vordermänner nicht mehr mitgehen und musste sich nun mit Rang sieben zufrieden geben. Damit hatten sich nun drei Duo`s an der Spitze gebildet.


In der letzten Runde scherrte Heiko Hammel aus und setzte sich neben Dennis Busch und konnte dann innen an ihm vorbeigehen. Damit lag er nun auf Rang drei. Der Niederländer Christiaan Frankenhout riskierte nichts mehr und gab sich mit dem zweiten Platz zufrieden. Am Ende bekam er aber die volle Punktzahl, da Steve Kirsch nur als Gaststarter unterwegs war. Sieger nach dreizehn Runden wurde Steve Kirsch vor Christiaan Frankenhout und Heiko Hammel. Sandra Douma beendete auf Platz zwölf als beste Dame das Rennen. Benedikt Boeckels wurde als Zehnter abgewunken.


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Nach Überprüfung der Fahrzeuge von Christiaan Frankenhout, Nicky Kormelink und Franklin Kormelink wurde festgestellt, dass dort keine Hupe eingebaut war. Daraufhin wurden sie vom elften Wertungsausschluss ausgeschlossen und müssen deshalb am Sonntag das Rennen aus der letzten Startreihe aus aufnehmen.


Als zweite Rennserie machte sich der Toyota Yaris Cup am Sonntag Mittag bereit, seinen zweiten Lauf an diesem Wochenende zu absolvieren. Da auch hier die ersten sechs Piloten ihre Plätze nach dem Zieleinlauf des Vortages tauschen, stand nun Raffi Bader auf der Pole-Position, gefolgt von Marc Busch und Charlie Geipel. Auch dieser Start klappte ohne Probleme. Weit gefächert ging es auf die Schikane zu. Dort musste man sich nun ordentlich wieder sortieren. Einen sehr guten Start hatte Raffi Bader. Durch diese Schikane kamen sie alle sehr gut hindurch. Außer Steve Kirsch er kam etwas in den Dreck. Dies ist aber bei ihm nichts Neues, denn er ist immer in wilden Drifts unterwegs. Überall im Feld wurden schon harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen.


Nach der ersten Runde führte Dennis Busch vor seinem Bruder Marc und Steve Kirsch. Zu dritt ging es auf die Start und Zielgeraden zu. Christiaan Frankenhout, der von hinten starten musste, war nach der ersten Runde schon bis auf Platz neun vorgefahren. Heiko Hammel fuhr zu dieser Zeit auf Rang fünf und versuchte Raffi Bader unter Druck zu setzen. Die Busch-Zwillinge hatten sich unterdessen etwas vom übrigen Feld absetzen können. Benedikt Boeckels hatte sich zu dieser Zeit dem Niederländer geschlagen geben müssen. Im Verlauf der dritten Runde hatte Raffi Bader ein kleines Problem, denn er war bis auf Platz zehn zurückgefallen. Wiederum hatte der Niederländer Boden gut gemacht und befand sich hinter Heiko Hammel auf Rang sechs. An der Spitze hatte es einen Führungswechsel gegeben und zwar hatte Steve Kirsch sich die beiden Busch-Zwillinge zurecht gelegt und war vorbeigegangen.


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Doch eingangs Start und Ziel hatte Steve Kirsch plötzlich Probleme bekommen, denn er rollte langsam auf der Wiese aus. Dies konnten nun die nachfolgenden Piloten ausnutzen. An der Spitze war es nun drunter und drüber gegangen, denn Charlie Geipel hatte nun das Zepter übernommen, gefolgt von Dennis Busch und Christiaan Frankenhout. In der Fahrerlager-Kurve musste irgendetwas sein, denn dort flogen Hendrik Still, Steve Heide, Nicky Kormelink und Marc Busch ab und schlugen in die Leitplanken ein. Es führte immer noch Charlie Geipel mit nur 0,2 Sekunden vor Christiaan Frankenhout und Dennis Busch.


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Wenig später flog auch Tim Scheerbarth, ein weiterer Frensch-Power-Piloten ab. Heiko Hammel befand sich zu dieser Zeit auf Rang vier. Als beste Dame lag Sandra Douma nach sieben gefahrenen Runden auf Rang acht. Zur gleichen Zeit war Philippe Dubach in der Fahrerlagerkurve abgeflogen und steckte im Kies fest. In der Endphase wurde der Zweikampf zwischen Dennis Busch und Heiko Hammel immer härter. Genauso hart wurde auch um die Führung gekämpft.


Nach diesen beiden Duo`s riss das Feld erst einmal ab. Benedikt Boeckels führte einen D-Zug von vier Fahrzeugen an. Hier ging es um die fünfte Position. Bei noch zweieinhalb Minuten verbleibender Zeit hatte Pascal Ziegler ein Abflug im Bereich der Schikane zu verzeichnen. Frühzeitig musste er nun dort das Rennen aufgeben. In der vorletzten Runde bekam Heiko Hammel ein technisches Problem, denn er war in langsamer Fahrt in die Box gekommen. Damit fuhr nun Benedikt Boeckels auf Rang vier. Sieger nach vierzehn Runden wurde Charlie Geipel vor Christiaan Frankenhout, der damit vorzeitig Meister wurde und Dennis Busch. Benedikt Boeckels wurde als Fünfter gewertet. Sandra Douma kam auf Platz sieben als beste Dame ins Ziel.


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Mit 209 Punkten sicherte sich Christiaan Frankenhout vorzeitig die Meisterschaft vor Heiko Hammel mit 163 und Raffi Bader mit 155 Punkten.


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