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< Start-Ziel-Sieg für Andy Prilaux im ersten Lauf Im zweiten Lauf beide Müller`s auf dem Treppchen Nach dem Premierenjahr 2005 gastiert die Tourenwagen Weltmeisterschaft (WTCC) als einzige weitere Rennserie neben Formel 1 und Ralley-WM mit Weltmeisterschafts-Prädikat in Oschersleben in der Motorsport Arena. Vom 02.-04. Juni werden die Läufe sieben und acht in der Magdeburger Börde absolviert. Die hochrangigste Tourenwagen-Serie ist nach drei Jahren als Europa- und dem Peremierenjahr als Weltmeisterschaft anno 2006 bereits zum fünften Mal zu Gast in Oschersleben. Als Tabellenführer reise der Franzose Yvan Muller mit 32 Punkten hier an. Dirk Müller, Jörg Müller und Peter Terting, die drei deutschen Piloten liegen jeweils auf den Rängen sieben, acht und neun mit 18, 16 und 15 Punkten. Mit Siegchancen gehen diese drei Fahrer hier auf dem anspruchsvollen Kurs in Oschersleben an den Start. Dieser Kurs bietet der Tourenwagen-Elite nicht nur den richtigen Mix aus schnellen und langsamen Kurven sowie anspruchsvollen Schikanen, sondern auch einige Bsonderheiten. ![]() Als Gaststarter wird Florian Gruber (Fischer Racing im Seat Leon Cuper Copa) auf seinem SEAT Leon Super Copa mit von der Partie sein und versuchen in dem großen Startfeld sein Bestes zu geben. Mit diesem Pilot hat SEAT sein Aufgebot für den vierten Saisonlauf in der WCC verstärkt. Er ist nun der siebte Fahrer der für den spanischen Hersteller an den Start gehen wird. Für Florian Gruber ist es eine Auszeichnung, hier beim einzigen Gastspiel der WTCC in der Motorsport Arena Oschersleben und zwar für das erfolgreiche Abschneiden beim "European Masters" der SEAT Leon Supercopa-Piloten aus Deutschland, Spanien, Großbritanien und der Türkei in der vergangenen Saison. Der 23-jährige hatte das Finale in Barcelona für sich entscheiden können. ![]() Jörg Müller: "Die "Hasseröder-Kurve" ist eine 180-Grad-Kehre, die eine Ausnahme im Motorsport bildet. Diese Linkskurve ist leicht überhöht - das findet man auf aktuellen Rennstrecken nur noch selten. Die "Dreifach-Links-Kehre" Triple durchfährt man nur mit Teillast und man muss in der Kurve bremsen, um die folgende Rechtskurve richtig anfahren zu können.Hat man den Kurveneingang gut erwischt, ist das kein wirkliches Problem mehr. Ein besonders aufregender Streckenabschnitt ist die Schikane vor der Gegengeraden, in dem man richtig schön über die Randsteine fliegen muss. Das ist besonders spektabkulär für Fans und Fotografen. Hier haben wir mindestens zwei Räder in der Luft. In Oschersleben gibt es drei gute Möglichkeiten, um zu überholen. Neben der letzten Kurve vor Start und Ziel ist die folgende Links-Rechts-Kombination eine Stelle, an der man es probieren kann. Auch wenn man hier nicht mehr hereinrollt als hart bremst. Die zweitbeste Möglichkeit, an einem Gegner vorbeizugehen, bietet das Ende der Gegengeraden vor einer schnellen Schikane." ![]() Für die 27 Piloten der FIA WTCC Tourenwagen-WM ging es am Samsgtag Morgen zum ersten Mal für eine halbe Stunde zum ersten freien Training hinaus. Gegenüber dem Vortag hatte sich das Wetter verschlechtert und zwar war es leicht am regnen. Hier konnte sich der Italiener Alessandro Zanardi auf seinem BMW 320si gegenüber seinen Konkurrenten durchsetzen und fuhr mit 1:43.624 Minuten die schnellste Zeit, gefolgt von dem Niederländer Tom Coronel auf einem Seat Leon und dem Schweden Rickard Rydell, ebenfalls auf einem Seat Leon. Florian Gruber, der Gaststarter musste sich zunächst mit Rang 26 zufrieden geben. Unter den ersten zehn Plätzen befanden sich gleich sechs Seat Leon Fahrzeuge, danach kamen zwei BMW`S, ein Chevrolet Lacetti und ein Alfa Romeo 156. Die Seat Leon-Piloten belegten die Ränge zwei bis sieben, es waren Tom Coronell, Ricakrd Rydell, Yvan Muller, James Thompson, Peter Terting und Gabriele Tarquini. Die nachfolgenden Positionen gingen an Robert Huff auf dem Chevrolet Lacetti, Salvatore Tavano auf einem Alfa Romeo 156 und Andy Prilaux auf einem BMW 320 si. Jörg Müller und Dirk Müller mussten sich mit den Plätzen dreizehn und 15 zufrieden geben. ![]() Von 12.15 Uhr bis 12.45 Uhr stand dann am Samstag Mittag das zweite freie Training auf dem Programm. Da es nun stärker angefangen hatte zu regnen, waren sie auch alle auf Regenreifen hiaus gefahren, denn das Wasser stand teilweise auf der Strecke. Zunächst einmal gab es an der Spitze immer wieder Positionswechsel. Zu dieser Zeit fuhr Florian Gruber auf einem guten Platz im Mittelfeld. Bei noch sieben Minuten verbleibender Zeit hatte sich Gabriele Tarquini mit einer Zeit von 1:48.430 Minuten auf Rang eins gestellt, gefolgt von Rickard Rydell und Dirk Müller. Auf Rang 18 fuhr Florian Gruber mit einer Zeit von 1:50.257 Minuten. Alessandro Zanardi lag auf dem fünften Rang. In der Endphase war Andry Prilaux mit seinem BMW 320si auf Abwegen unterwegs. Er konnte das Fahrzeug aber abfangen und wieder auf die Strecke zurück kommen. ![]() Wenig später hatte sich der Spanier Marcel Costa mit seinem BMW 320si tief im Kiesbett eingegraben, zuvor war er noch in die Reifenstapel eingeschlagen. Fast gleichzeitig war auch der Chevrolett Lacetti-Pilot Nicola Larini etwas neben der Strecke unterwegs. Bei noch drei Minuten verbleibender Zeit wurde dieses Training mit der roten Flagge abgebrochen, da Marcel Costa an einer sehr gefährlichen Stelle parkte und dort in aller Ruhe geborgen werden musste. Bei der Fahrt zur Box hatte auch der Belgier Pierre-Yves Corthals mit seinem Honda Accord Euro R so seine Schwierigkeiten, denn er war in wilden Drifts unterwegs. Nachdem dann der Havarist in aller Ruhe geborgen worden war, wurde dieses Training nochmals frei gegeben und somit begaben sich die Fahrer nochmals hinaus auf die 3,667 Kilometer lange Strecke für ungefähr drei Minuten. ![]() Am Schluss dieses zweiten freien Trainings hatte niemand die Zeit von Gabriele Tarquini mit 1:48.430 knacken können. Rang zwei und drei gingen an Rickard Rydell und Peter Terting. Damit lagen auf den ersten drei Plätzen gleich drei Seat Leon-Piloten. Kurz vor Toresschluss hatte dann der Italiener Gianni Morbidelli seinen Alfa Roemo 156 noch weggeschmissen. Die beiden Müller`s Dirk und Jörg fuhren auf den Rängen vier und dreizehn. Florian Gruber hatte sich zwischenzeitlich noch um zwei Plätze verbessern können und belegte Rang 16. Der Tabellenführer Yvan Muller befand sich nur auf Platz neun. ![]() Am Samstag Nachmittag wurde es nun endlich ernst, denn jetzt mussten sie ihr entscheidendes Qualifying für die Startaufstellung am Sonntag hinter sich bringen. Zunächst einmal gingen sie alle auf Regenreifen noch binaus. Es hatte zwar zuvor aufgehört zu regnen, doch die Strecke war noch zu nass. Bei noch 16 Minuten verbleibender Zeit hatte sich Alessandro Zanardi in der Hotelkurve gedreht, nachdem er zuvor auf die Körbs gekommen war. Fast zur gleichen Zeit grub sich der Italiener Diego Romanini mit seinem BMW 320i im Kiesbett tief ein. Sofort brach die Rennleitung das Zeittraining zunächst einmal ab, um ihn aus der Gefahrenzone bergen zu können. Nun kamen sie alle nacheinander in die Box gefahren, wo die Slicks schon bereit standen. Da die Strecke und besonders die Ideallinie nun immer mehr abtrocknete, konnten so langsam die Slicks aufgezogen werden. Zu dieser Zeit lag Peter Terting mit einer Zeit von 1:46.961 Minuten auf Rang eins, gefolgt von Dirk Müller und Jörg Müller. Florian Gurber befand sich auf Rang vierzehn. ![]() Als Erster ging nun Augusto Farfus mit seinem Alfa Romeo 156 hinaus auf die Strecke. Da sie nun mit Slicks hinausgefahren waren, konnten zunächst keine sehr schnellen Zeiten erwartet werden, da die Fahrzeuge noch recht unruhig auf der Strecke unterwegs waren. Es musste jetzt noch etwas abgewartet werden, bis die Ideallinie komplett trocken war. Es standen noch zehn Minuten auf der Uhr, als Florian Gruber Probleme bekommen hatte, denn er stand auf der Strecke, war aber schon am Abschlepphacken befestigt, als plötzlich Tom Coronell von der Strecke abflog, quer über die Wiese schoss und nur ein paar Meter neben Florian Gurber zum Stehen kam. Wiederum wurde mit roter Flagge abgebrochen. Auf Rang eins stand immer noch Peter Terting,diesmal gefolgt von Robert Huff und Tom Coronell. Nach kurzer Zeit ging es dann wieder von vorne los und sie fuhren alle wieder aus der Boxengasse heraus. Damit war das Hauen und Stechen wieder freigegeben. ![]() Florian Gruber war bei der zweiten Freigabe nicht mehr mit von der Partie, denn er war ins Park Fermey hinausgefahren und hatte dort das Fahrzeug abgesgtellt. Es hatte nun keine vier Minuten gedauert da hatte Jörg Müller eine Zeit von 1:42.190 Minuten hingeknallt und führte nun vor Andy Prilaux. Eine Minute später hatte sich dann der Tabellenführer noch einiges hinzugelegt und nahm nun Rang eins mit einer Zeit von 1:40.814 Minuten ein. Nun ging es an der Spitze rund. Dort wechselten die Positionen in den letzten vier Minuten immer wieder. Kurz vor Schluss hatte der Italiener Maurizio Ceresoli einen heftigen Einschlag vorne links zu verzeichnen. Er schlug in die Reifenstapel ein und kam wie ein Bumberrang wieder auf die Strecke zurück, dabei hatte er noch Glück, das der nachfolgende Pilot ihm ausweichen konnte. Mit völlig zerstörtem Vorderbau blieb er auf der Strecke liegen und so wurde nun zum dritten Mal mit der roten Flagge abgebrochen. Die Streckenposten mussten erste einmal die verstreuten Trümmer und dann noch den Havaristen bergen. Der Fahrer konnte aber alleine und unverletzt aus dem Fahrzeug steigen. ![]() Alle hatten sich inzwischen wieder in der Box versammelt und warteten nur darauf, dass die letzten drei Minuten frei gegeben wurden. Bei Abbruch des Qualifyings lag Yvan Muller in Führung, gefolgt von James Thompson und Gabriele Tarquini. Nach einiger Zeit gingen sie dann wie an der Perlenschnur aufgezogen wieder zusammen hinaus auf die Strecke. Mit etwas Verspätung machten Alain Menu und der Tabellenführer auf den Weg. Diese beiden hatten nun keinen Verkehr mehr vor sich und die Strecke war schon wieder trockener geworden. Als die Ampel Null anzeigte ging es an der Spitze richtig zur Sache, denn zunächst war Peter Terting vorne, dann Dirk Müller. Danach wurde James Thompson auf Rang eins gezeigt, doch am Ende hatte sich Andy Prilaux mit einer Zeit von 1:35.661 Minuten die Pole-Position geholt, gefolgt von James Thompson und Rickard Rydell. Der Tabellenführer wird von Startplatz acht aus das Rennen aufnehmen. Dirk Müller und Jörg Müller mussten sich mit den Rängen sechs und elf zufrieden geben. Florian Gruber wird das Rennen aus der dreizehnten Startreihe aus aufnehmen und versuchen weiter nach vorne zu kommen. ![]() Andy Prilaux: "Ein sehr hartes Qaulifying. Jeder Pilot hatte nur einen einzigen Anlauf und es fühlt sich natürlich gut an, diese knifflige Situation mit Bravour bestanden zu haben. Ich hatte etwas Glück, das ich mir auf der Strecke eine Lücke zum Vordermann bewahren konnte. James Thompson: "Heute war nicht die richtige Strategie sondern ein gut kalkuliertes Risiko der Schlüssel zum Erfolg. Neben der richtigen Position im Pulk war entscheidend, so schnell wie möglich zu fahren, ohne dabei einen Fehler zu machen." ![]() Von 9.20 Uhr bis 9.35 Uhr machten sich Fahrer der WTCC am frühen Sonntag Morgen bei trockenem Wetter bereit, um ihr Warm up hinter sich zu bringen. Da es beim Qulifying am Vortag nass war und das Wetter sich nun gebessert hatte, nahmen sie nun alle daran teil. Hier konnte sich der Gaststarter Florian Gruber vor allen anderen in Szene setzen. Er hatte mit 1:33.649 Minuten die schnellste Zeit gefahren, gefolgt von dem Italiener Augusto Farfus und dem Spanier Jordi Gene. Dirk Müller und Jörg Müller lagen auf den Rängen sechs und dreizehn. Der Pole-Setter Andy Prilaux fuhr die neunt schnellste Zeit. ![]() Für den BMW-Pilot Alessandro Zanardi war es am Sonntag Morgen eine Überraschung, als Prof. Walter Schaffartzik nach Oschersleben kam. Es war der Arzt, der dem Italiener nach dessen Champ-Car-Unfall 2001 auf dem EuroSpeedway Lausitz durch mehrere Operationen das Leben rettete. Alessandro Zanardi wird im Rennen von Startplatz vierzehn aus starten. Beim Warm up, welches im trockenen stattfand, hatte er sich verbessern können und befand sich auf Platz sieben. ![]() Der siebte Lauf der WTCC stand am Sonntag Nachmittag auf dem Programm. Dieser fand bei trockenem aber kühlem Wetter statt. Damit gingen sie alle auf Slicks hinaus. Als sie dann in der Startaufstellung standen, wurde der Himmel sehr dunkel. Der Start über vierzehn Runden funktionierte ohne Probleme und der Pole-Setter hatte einen sehr guten Start und konnte das weit gefächerte Feld in die erste Kurve hineinführen. Dirk Müller hatte zu dieser Zeit einen kleinen Quersteher. Überall im Feld wurde nun hart um jede Position gekämpft. Unterdessen war schon einiges an Lack ausgetauscht worden. Nach der ersten Runde führte Andy Prilaux vor James Thompson und Rickard Rydell. Dirk Müller befand sich auf Rang vier. Er hatte durch die Aktion beim Start einen Platz verloren. ![]() Alessandro Zanardi hatte auch schon Plätze gut machen können. Florian Gruber konnte sich auch schon um einen Platz verbessern. Der Abstand zwischen dem Ersten und Zweiten war nun auf 0,3 Sekunden geschrumpft. Die ersten vier Piloten konnten sich etwas vom übrigen Feld absetzen. Der Tabellenführer befand sich zu dieser Zeit auf Rang acht. Im Mittelfeld rückte das Feld nach drei gefahrenen Runden auch wieder näher zusammen. Überall ging es im Feld mächtig zur Sache. Man zackte nach rechts und links, um den Vordermann in einen Fehler zu treiben. Da sich nun hinter dem Führenden das übrigen Feld nicht ganz einig war, konnte dies Andy Prilaux ausnutzen und setzte sich nun mit 1,4 Sekunden vom Feld ab. ![]() Im Verlauf der sechsten Runde hatte Dirk Müller Rickard Rydell niederringen können und nahm nun dessen dritten Rang ein. Zu dieser Zeit war der Wiechers-Pilot Emmet O`Brien in die Box gekommen. Einen harten Zweikampf lieferten sich nun Yvan Muller und Jörg Müller. Hier ging es um Rang sieben. Wenig später hatte Jörg Müler dann einen Weg gefunden, an dem Tabellenführer vorbeizugehen und dessen siebten Rang eingenommen. James Thompson auf Rang zwei hatte alle Hände voll zu tun, den BMW-Pilot Dirk Müller in Schach zu halten. Immer wieder versuchte der Deutsche am Briten vorbeizugehen. Es dauerte dann auch nicht lange und er konnte an ihm vorbeiziehen. Nun versuchte Dirk Müller den Anschluss an Andy Prilaux zufinden, doch dieser war mit 2,4 Sekunden auf und davon gefahren. ![]() Zwischenzeitlich hatte der Tabellenführer seinen siebten Platz wieder zurückgeholt. Nun ging der Zweikampf mit Jörg Müller Runde um Runde wieder von vorne los. Bei noch fünf zu fahrenden Runden hatte sich Florian Gruber schon auf Rang 21 vorgearbeitet. Der Abstand des Führenden war nun auf 1,8 Sekunden geschrumpft. Immer wieder klopfte Jörg Müller am Heck von Augusto Farfus an. Unterdessen hatte Ryan Scharp Probleme bekommen, denn er war in die Box gerollt. An der Spitze schrumpfte nun Runde um Runde der Vorsprung von Andy Prilaux. Hinter den beiden Führenden hatte sich nun ein D-Zug mit fünf Piloten gebildet. Zur gleichen Zeit hatte Alessandro Zanardi zuviel riskiert, er hatte Yvan Muller getroffen, mit der Folge das er im Hasseröder Kies landete und sich dann weit hinten anschließen musste. Danach kam er früher in die Box gefahren als geplant. Auch Yvan Muller musste danach durch die Wiese und hatte auch einige Plätze verloren. ![]() Unterdessen war Dirk Müller mit 0,8 Sekunden an den Führenden dran. Ein sehr gutes Rennen fuhr Florian Gruber, der sich nach dreizehn Runden auf Rang 15 vorgarbeitet hatte. Sieger nach vierzehn Runden wurde Andy Prilaux vor Dirk Müller und Rickard Rydell. James Thompson war bis auf Rang fünf zurückgefallen. Der Tabellenführer kam auf Rang sieben ins Ziel. Florian Gurber überquerte die Ziellinie als Fünfzehnter. Dirk Müller: "Mit Startplatz sechs als Ausgangsposition ist der zweite Platz natürlich großartig. Ein oder zwei Runden mehr, und es wäre sogar der Sieg drin gewesen." ![]() Nach einer Pause von einer dreiviertel Stunde ging es dann zum zweiten Mal hinaus auf die 3,667 Kilometer lange Strecke. Da die ersten acht Fahrer in umgekehrter Reihenfolge ihres Zieleinlaufs vom letzten Lauf starten, stand nun Peter Terting auf der Pole, gefolgt von Dirk Müller und Augusto Farfus. Auch der zweite Start an diesem Wochenende ging ohne Probleme von statten. Einen guten Start hatte Jörg Müller, der das Feld in die erste Kurve hinein führte. Er konnte sich direkt um einige Wagenlängen absetzen. Einen genauso fantastischen Start hatte auch Dirk Müller, denn er war von Rang sieben gekommen und fuhr nun schon auf Platz drei. Wenig später hatte Luca Rangoni es übertrieben, denn er schoss von der Strecke und musste dann das Rennen dort aufgeben. Nach der ersten Runde führte Jörg Müller mit einem Vorsprung von 1,0 Sekunden vor Augusto Farfus und Dirk Müller. Florian Gruber hatte seine Platzierung behaupten können. ![]() Der Pole-Setter musste sich zunächst mit Rang vier zufrieden geben und versuchte nun Dirk Müller unter Druck zu setzen. Nach zwei gefahrenen Runden war Florian Gruber auf Platz vierzehn vorgefahren. Das Feld war zu dieser Zeit noch dicht beieinander. Zwischenzeitlich hatte Alain Menu unfreiwillig das Fahrzeug verlassen. Denn dieses stand stark zerknittert neben der Strecke. Alessandro Zanardi war unterdessen von Florian Gruber niedergerungen worden. Damit lag Florian Gruber auf Rang dreizehn. An der Spitze ging es nun mächtig zur Sache, denn immer wieder versuchte Augusto Farfus die Führung zu übernehmen. Doch Jörg Müller schlug ihm jedes Mal die Tür vor der Nase zu. Dieser musste aber auch einen Blick in den Rückspiegel tun, da dort nämlich Dirk Müller angeflogen kam. ![]() Hinter diesen drei hatte sich nun eine Armada von fünf Seat-Piloten gebildet. Diese wurde angeführt von Peter Terting. Das Schlusslicht hier bildete der Tabellenführer Yvan Muller. Jörg Müller musste schon absolute Kampflinie fahren. Bei Halbzeit des Rennens hatte sich der Führende etwas frei schwimmen können. Unter den Seat-Piloten ging es auch mächtig zur Sache und zwar zwischen Rickard Rydell, James Thompson, Gabriele Tarquini und Yvan Muller. Peter Terting hatte nach hinten etwas Luft. Nach neun Runden hatten sich die Gemüter der Seat-Piloten beruhigt, so dass sie alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her fuhren. Unterdessen war Florian Gruber an Tom Coronel dran. Er musste aber aufpassen, denn ihm saß Alessandro Zanardi im Nacken. Überall im Feld wurde um jede Position hart gekämpft. ![]() An der Spitze hatte sich Jörg Müller mit 1,1 Sekunden abetzen können. Um Rang zwei ging es zur Sache zwischen Augusto Farfus und Dirk Müller. In der zwölften Runde musste sich Florian Gruber Alessandro Zanardi geschlagen geben. Der Sieger vom Vorlauf befand sich zu dieser Zeit nur auf Platz zehn wieder. Rang acht nahm der Tabellenführer ein. In der letzten Runde wurde es im gesamten Feld noch einmal spannend. Selbst auf den letzten Metern versuchte Dirk Müller sich noch Augusto Farfus zu schnappen, um auf Platz zwei zu fahren. Doch der Brasilianer machte immer die Tür rechtzeitig zu. Sieger nach vierzehn Runden wurde Jörg Müller vor Augusto Farfus und Dirk Müller. Florian Gruber konnte seinen vierzehnten Platz nicht halten und musste sich in der Endphase von Jordi Genè geschlagen geben und wurde danach als Fünfzehnter abgewunken. ![]() In der Meisterschaft führt nun Andy Prilaux mit 33 Punkten vor Yvan Muller mit ebenfalls 33 und Dirk Müller mit 32 Punkten. Jörg Müller: "Wir haben zwischen den beiden Rennen etwas an der Abstimmung geändert. So wie sich die Meisterschaft entwickelt, entscheidet erst das letzte Rennen in Macau. Wer dort das beste Paket hat, hat die besten Chancen auf den Weltmeistertitel. Und ich hoffe, dass ich das sein werde." ![]() Im Anschluss an das Rennen begannen die logistischen Vorbereitungen für die nächsten zwei Überseerennen in Brasilien und Mexiko. 3 Schwerlastkräne und 27 Sattelschlepper, beladen mit Containern, rollten in das Fahrerlager der Motorsport Arena Oschersleben um das gesamte Equipement für die lange Reise aufzunehmen. Insgesamt werden 25 WTCC- Fahrzeuge, 200 Tonnen Zubehör und über 1500 Reifen verschifft. Von Oschersleben aus, geht die Fahrt nach Hamburg wo die Container auf das Frachtschiff NYK Espirito verladen werden. Das Schiff verlässt am Donnerstag den Hafen in Richtung Paranagua / Brasilien, wo es am 21. Juni erwartet wird. Vom Zielhafen aus geht es dann über Land etwa 100 Kilometer bis zur Strecke nach Curitiba, wo die Container am 24. Juni erwartet werden. ![]() Tabellen: | ||||||||||||||||||||||||||