Bahrain
10.03. - 12.03.2006

Imola
21.04. - 23.04.2006

Nürburgring
05.05. - 07.05.2006

Barcelona
12.05. - 14.05.2006

Monaco
26.05. - 28.05.2006

Silverstone
09.06. - 11.06.2006

Indianapolis
30.06. - 02.07.2006

Magny Cours
14.07. - 16.07.2006

Hockenheim
28.07. - 30.07.2006

Budapest
04.08. - 06.08.2006

Monza
08.09. - 10.09.2006


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Richard Lietz sichert sich souveränen Start-Ziel-Sieg
Bruno Senna Gaststarter in Monaco

Zum fünften Lauf des Porsche-Michelin-Supercup ging es auf dem 3,3 Kilometer langen Stadtkurs durch das Fürstentum Monaco, wo es fast keine Auslaufzonen gibt. Die Mauern und Leitplanken stehen nur wenige Zentimeter neben der Fahrbahn. Zudem machen häufige Belagwechsel die Grand Prix-Strecke an der Cote d’Azur unberechenbar und fordern höchste Präzision von den Fahrern. Der Kurs verzeiht nicht den geringsten Fehler. Bereichert wird das Feld der Supercup-Routiniers durch Bruno Senna und Colin McRae, die die Starterliste als Gastfahrer ergänzen. Bruno Senna aus Brasilien, Neffe des dreifachen Formel 1-Weltmeisters und sechsfachen Monaco-Rekordsiegers Ayrton Senna, steuert den seriennahen 911 GT3 Cup mit der Startnummer 88 auf Einladung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart. Der 22-jährige Brasilianer nimmt zum ersten Mal bei einem Rennen in Monaco teil. Zum zweiten Mal in diesem Jahr nimmt der Brite Colin McRae im Cockpit eines 911 GT3 Cup Platz.


Foto: Poleposition

Bruno Senna, Porsche AG: "Es macht extrem viel Spaß, den Elfer zu fahren. Über den Start in Monaco freue ich mich riesig. Ich werde alles geben, um ein gutes Resultat zu erzielen."

Auch im Fürstentum konnte sich Richard Lietz im entscheidenden Qualifikationstraining die Poleposition sichern. Rund acht Minuten vor Ende der Sitzung benötigte er 1:37,646 Minuten auf dem Stadtkurs an der Cote d’Azur. Nur zwei Hundertstel Sekunden hinter Lietz folgte der derzeitige Tabellenführer Richard Westbrook. Noch spannender als der Kampf um Platz eins gestaltete sich das Duell um die Positionen in der zweiten Startreihe. David Saelens verdrängte den amtierenden Supercup-Champion Alessandro Zampedri auf den vierten Startplatz, indem der Belgier die letzte Runde des Qualifyings in 1:37,731 Minuten bewältigte. Saelens, der den vierten Wertungslauf in Spanien gewann, bestreitet das 16-Runden-Rennen am Samstag von Platz drei.


Foto: Porsche

Auf Platz fünf und sechs folgen die beiden deutschen Rennfahrer Uwe Alzen und Christian Menzel. Lance David Arnold aus Duisburg und Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach) starten als UPS Porsche Junioren von Position zehn und elf. Gastfahrer Bruno Senna, zum ersten Mal an einem Rennen in Monaco teilnimmt, beendete das Qualifikationstraining auf Rang 22. Colin McRae, der am Nürburgring zum ersten Mal am Porsche-Michelin-Supercup teilgenommen hatte, bestreitet das Rennen am Samstag von Position 14.

Nach einem Unfall im freien Training am Donnerstag nahm Fabrice Walfisch nicht am Qualifying teil. Walfisch, der derzeit Platz drei in der Fahrerwertung belegt, war zu einer vorsorglichen Untersuchung im Krankenhaus, wobei keine Verletzungen festgestellt wurden.


Foto: Porsche

Richard Lietz, tolimit Motorsport (Pole Position): "Es war heute sehr schwierig eine gute Zeit zu erzielen. Eine wirklich freie Runde gab es praktisch nicht. Dennoch hat es mit meiner zweiten Pole nach Barcelona geklappt. Darüber bin ich sehr glücklich. Hier in Monaco auf Startplatz eins zu stehen ist ein tolles Gefühl. Für morgen hoffe ich, dass ich mehr Glück habe als bei dem Rennen in Spanien."

Richard Westbrook, Racing Team Morellato PZ Essen (Startplatz zwei): "Mit dem Start aus der ersten Reihe bin ich nicht hundertprozentig zufrieden. Ich hätte heute definitiv die Pole Position herausfahren können. Leider hatte es immer wieder eine Trainingsunterbrechung gegeben, wenn ich gerade auf einer schnellen Runde unterwegs gewesen bin. Die Strecke in Monaco liebe ich und beim Rennen werde ich beweisen, dass hier noch mehr drin ist."

David Saelens, Kadach Racing Team (Startplatz drei): "Es sah so aus, als hätte ich zum Schluss nochmals richtig Glück gehabt. Richtig ist aber, dass ich auf meiner letzten Runde, in der ich auf Startplatz drei vorgefahren bin, zwei Elfer überholt habe. Das heißt, für morgen erwarte ich nochmals eine Steigerung. Zumal der Stadtkurs hier einfach traumhaft ist. Dass mein Teamkollege Fabrice nicht am Start sein kann, ist wirklich sehr schade. Zusammen mit ihm macht es einfach doppelt so viel Spaß."

Bruno Senna, Porsche AG (Startplatz 22): "Um ehrlich zu sein, bin ich nicht sehr glücklich mit meinem Ergebnis. Mit dem ersten Satz Reifen hatte ich immer einen langsameren Wagen vor mir. Das war wirklich schade, weil sich der Elfer toll fuhr. Beim zweiten Satz hatte ich dann plötzlich Probleme mit der Federung und der Steuerung. Das Auto vibrierte sehr stark und wurde auf Grund der vielen Bodenunebenheiten sowie Belagwechsel sehr unruhig. Auf das Rennen am Samstag freue ich mich jedoch sehr."


Foto: Porsche

Beim Start zum fünften Lauf des Porsche-Michelin-Supercup in Monaco konnte Richard Lietz seine Poleposition behaupten und umsetzen und fuhr im Rennen an der Cote d’Azur ein Start-Ziel-Sieg heraus. Knapp fünf Sekunden hinter Lietz folgte eine Dreiergruppe um David Saelens, den Zweiten der Fahrerwertung, Tabellenführer Richard Westbrookund Uwe Alzen. Nach 16 Runden auf dem 3,3 Kilometer langen Stadtkurs im Fürstentum Monaco überquerte Christian Menzel auf Rang fünf den Zielstrich. Der 34-Jährige lieferte sich in den letzten vier Runden einen spannenden Zweikampf mit Patrick Huisman, der das Rennen auf Rang sechs beendete. Dahinter folgte der amtierende Supercup-Champion Alessandro Zampedri.

Ex-Rallyeweltmeister Colin McRae aus England, der in Monaco sein zweites Rennen in einem Porsche-Rennsportwagen bestritt, sah die Zielflagge als Zehnter. Pech hatte Brasilianer Bruno Senna. Der Porsche-Gastfahrer schied bereits in der ersten Runde mit einem Kupplungsschaden aus.


Foto: Poleposition

In der Meisterschaft nimmt Richard Westbrook weiterhin die Spitzenposition ein. Der Engländer liegt mit insgesamt 90 Punkten vor David Saelens mit 84 Punkte. Auf Rang drei liegt der Franzose Fabrice Walfisch mit 58 Punkte, dicht gefolgt von Uwe Alzen (57 Punkte) und Patrick Huisman (56 Punkte).

Richard Lietz, tolimit Motorsport (Sieger): "Ich habe an diesem Wochenende das Maximale erreicht. Pole Position und Sieg in Monaco – mehr geht nicht. Das Auto war von Anfang an hervorragend. Jetzt bin ich überglücklich, das ist ein großartiges Gefühl. Ich habe in jeder Runde alles gegeben, das zeigen nicht nur die Rundenzeiten, sondern auch der Vorsprung am Ende. Momentan machen wir alles richtig. So kann es weitergehen."

David Saelens, Kadach Racing Team (Zweiter): "Es war ein spannendes Rennen. Uwe und Richard haben mir bis zum Schluss richtig Druck gemacht. Letztlich hat es gereicht und ich bin sehr glücklich über den zweiten Platz. Insbesondere freut mich das Ergebnis mit Blick auf die Meisterschaft. Jeder Punkt zählt und ich bin Richard zwei Punkte näher gekommen. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Rennen noch ein Stück näher an ihn herankomme. Die Spannung und der enge Zweikampf tun der Serie gut."


Foto: Porsche

Richard Westbrook, Racing Team Morellato PZ Essen (Dritter): "Ganz zufrieden kann ich nicht sein. Ich hatte einen schlechten Start. Alle sind richtig schnell losgefahren und ich saß zu lange auf meinem Platz. Im Rennen wollte ich das dann wieder gutmachen, aber es gibt in Monaco kaum Gelegenheit, um zu überholen. Das nächste Rennen kommt. Dann habe ich eine neue Chance, zu zeigen, dass momentan mehr drin ist."

Lance David Arnold, UPS Porsche Junior Team (Platz acht): "Ich bin mit dem achten Platz sehr zufrieden. Das Loch auf meine Vorderleute ist dadurch entstanden, dass die Bremse zu stark nach vorne eingestellt war und überbremste. Deshalb musste ich etwas Gas zurücknehmen und nicht abzufliegen. Zum Schluß war auch noch Kühlwasser auf der Strecke was die Sache nicht unbedingt leichter machte."

Colin McRae, Morellato Stars Team (Platz zehn): "Um ehrlich zu sein, war es etwas frustrierend. Ich habe gemerkt, dass ich wesentlich schneller fahren kann. Der Kurs bietet jedoch kaum Möglichkeiten, um zu überholen, ohne gleichzeitig einen Crash zu riskieren. Es war auf jeden Fall toll hier zu fahren. Der Stadtkurs ist großartig und die Chance für einen Start in Monaco gibt es nicht oft."


Foto: Porsche