Bahrain
10.03. - 12.03.2006

Imola
21.04. - 23.04.2006

Nürburgring
05.05. - 07.05.2006

Barcelona
12.05. - 14.05.2006

Monaco
26.05. - 28.05.2006

Silverstone
09.06. - 11.06.2006

Indianapolis
30.06. - 02.07.2006

Magny Cours
14.07. - 16.07.2006

Hockenheim
28.07. - 30.07.2006

Budapest
04.08. - 06.08.2006

Monza
08.09. - 10.09.2006


Tabellen

Starterliste

Serien-Infos



Uwe Alzen gewinnt das Eröffnungsrennen mit einem neuen Team
UPS Porsche Junioren auf neun und zehn

Für den Porsche-Michelin-Supercup stand am zweiten Märzwochenende der erste von zwölf Wertungsläufen auf dem Programm. Für 30 Piloten aus zwölf Nationen ging es in Bahrain in die neue Rennsaison beim Formel 1 Gulf Air Grand Prix. Mit am Start der amtierende Meister Alessandro Zampedri aus Italien, der wie im vergangenen Jahr für das Lechner Racing School Team ins Lenkrad greift. Auch der Niederländer Patrick Huisman tritt wieder an. Der vierfache Champion und Rekordsieger sitzt in einem Porsche des Farnbacher Racing-Teams.

Mit zu den Favoriten in diesem Jahr zählt der Belgier David Saelens und die Deutschen Uwe Alzen und Christain Menzel der als amtierenden Meister des Carrera Cup Deutschland nach Bahrain anreiste. Als Vorjahressieger in Bahrain ist Richard Westbrook aus London auch 2006 einer der Favoriten. Er fuhr die schnellste Trainingszeit von 2:04.269 min, erzielte den Rundenrekord mit 2:05.650 min und gewann das Rennen vor Patrick Huisman. Dritter wurde Christian Menzel.

Georg Braun (MRS Team): "Sehr kurzfristig habe ich das Angebot bekommen, hier in Bahrain meinen ersten Porsche-Einsatz für das Team MRS zu bestreiten und freue mich riesig darüber. Ich hoffe auf einen Platz im Mittelfeld, das Teilnehmerfeld ist schon extrem stark besetzt. Mein Ziel ist es, diese Zeit hier optimal als Vorbereitung für den Carrera-Cup zu nutzen."

Iris Dorr (Teamchefin MRS Team): "Mit den Tests hier in Bahrain sind wir sehr zufrieden und gehen zuversichtlich in unser erstes Rennen. Wir freuen uns sehr, dass Georg Braun diese ausgezeichnete Gelegenheit zur Saisonvorbereitung genutzt hat und hoffen, schon bald auch den zweiten Supercupfahrer präsentieren zu können. Entsprechende Verhandlungen sind in der entscheidenden Phase."


Foto: Porsche

Bei Außentemperaturen von über 40 Grad Celsius bedeutete das 2005 in dem geschlossenen Porsche 911 einen echten Konditionstest. Etwas kühler geht es 2006 mit Sicherheit, denn bereits am Freitag eröffnete der Porsche-Michelin-Supercup die 14. Rennsaison als Rahmenrennen der FIA Formel 1 Weltmeisterschaft mit einem Showtraining in der späten Abenddämmerung, die den Pressefotografen und den Fans noch nie dagewesene Ansichten des Porsche 911 GT3 Cup vermittelte. Nach dem Ende des Trainings nahmen zahlreiche Motorsport-Enthusiasten am Freitag die Gelegenheit wahr, die Rennsportwagen in der Boxengasse aus nächster Nähe zu sehen.


Foto: Porsche

Das entscheidende Qualifikationstraining auf Bahrain International Circuit endete sehr knapp. Der Belgier David Saelens (Kadach Racing Team) drehte auf dem 5,412 Kilometer langen Kurs mit 2:03.864 Minuten die schnellste Runde. Damit verwies der Wahlmonegasse Uwe Alzen (PZ Koblenz - Team SPS) auf den zweiten Startplatz. Der Abstand zwischen den beiden betrug eine Hundertstel Sekunde. Nur vier Hundertstel Sekunden hinter Saelens qualifizierte sich der Brite Richard Westbrook (Racing Team Morellato PZ Essen) für den dritten Platz in der Startaufstellung. Richard Lietz (tolimit Motorsport) sicherte sich den vierten Platz mit 24 Hundertstel Sekunden Vorsprung vor Patrick Huisman (Farnbacher Racing), den auf Platz fünf lediglich neun Tausendstel von Jan Seyffarth (UPS Porsche-Junior Team) als dem Sechstschnellsten trennen. Seyffarth ist mit 19 Jahren der jüngste Fahrer im Feld. Sein Teamkollege, der Duisburger Lande David Arnold fuhr auf Startplatz zwölf und hatte einen Rückstand von 0.515 Sekunden auf den Polesetter.

In dem Starterfeld von 30 Porsche qualifizierten sich 14 Piloten innerhalb von 0,8 Sekunden. Zu ihnen gehört der Ex Formel 1-Fahrer Luciano Burti (Morellato Stars Team), den auf Startplatz zehn vier Zehntel von dem Spitzenreiter trennen. Pech hatte Christian Menzel (tolimit Motorsport). Mit einem defekten Schaltkraftsensor gab der amtierende Meister des Carrera Cup Deutschland nach neun Runden die Zeitenjagd auf: Platz neun mit vier Zehntel Rückstand auf Saelens. Nicolas Armindo (Prioriy Racing Team Lechner) rollte ebenfalls nach neun Runden mit defekter Schaltkraftsensor aus. Nach vier Runden musste der amtierende Meister Alessandro Zampedri (Lechner Racing School Team) den Porsche mit einem Getriebeschaden in der Box abstellen und stand nur auf Startplatz 26.


Foto: Porsche

David Saelens, Kadach Racing Team (Startplatz eins): "Ich bin mit meiner schnellsten Runde nicht wirklich zufrieden, es wäre noch besser gegangen. Aber wir sind bisher über das gesamte Wochenende die Schnellsten. Mit 30 Autos auf der Strecke fährt man natürlich ständig im dichten Verkehr herum. Für die Rennserie und für die Zuschauer ist das prima, aber für uns ist es nicht ganz einfach."

Uwe Alzen, PZ Koblenz - Team SPS (Startplatz zwei): "Mit meinem Platz in der ersten Reihe bin ich hochzufrieden. Nach meiner schnellsten Runde habe ich nur noch meinen frischen Reifensatz für morgen angefahren und dann abgewartet. Wir werden sehen, was morgen über die Distanz gegen David möglich ist."

Richard Westbrook, Racing Team Morellato PZ Essen (Startplatz drei): "Wir sind ein neues Team, wir lernen. Das Auto war noch nicht wirklich perfekt, mehr war deshalb heute nicht möglich. Die Strecke wurde mit zunehmender Trainingsdauer langsamer, weil der Gummiabrieb, den die Formel 1 auf die Fahrbahn gelegt hatte, von uns runtergefahren wurde."

Richard Lietz, tolimit Motorsport (Startplatz vier): "Wir haben unsere Taktik bis jetzt perfekt umsetzen können, was mich optimistisch macht. Der Supercup ist dieses Jahr unheimlich stark besetzt. Ich denke, mehr als zehn Fahrer können Rennen gewinnen. Im Qualifying liegen die schnellsten acht innerhalb einer Zehntel Sekunde. Das alles ist toll für die Fans. Aber für die Fahrer ist es sehr hart."

Lance David Arnold, UPS Porsche-Junior Team (Startplatz zwölf): "Eigentlich bin ich nach dem freien Training mit dem Resultat des Zeittrainings zufrieden, denn ich verbesserte mich um 1,5 Sekunden. Zwei drei Zehntel und damit Startplatz sechs oder sieben wäre möglich gewesen, doch mir unterliefen zwei kleine Fehler und die werden gnadenlos mit Sicht auf die Uhr bestraft."


Foto: Porsche

Der erste Lauf des Porsche-Michelin-Supercup auf dem Bahrain International Circuit war auf zwölf Runden angesetzt. Der Start erfolgte zunächst ohne Problem, doch in der ersten Kurve kam es im vorderen Mittelfeld zu einer Kollision, bei der das Heck vom Duisburger Junior-Pilot Lance David Arnold unverschuldet beschädigt wurde. In der dritten überholte Alzen den Belgier David Saelens, der von der Poleposition gestartet war. Für Alzens Mannschaft vom Porsche Zentrum Koblenz - Team SPS war der Saisonauftakt auf der 5,412 langen Grand Prix-Strecke in dem arabischen Königreich zugleich das erste Rennen in dem internationalen Markenpokal.

David Saelens hielt bis zur neunten Runde dem Druck des Vorjahressiegers Richard Westbrook stand, musste dem Briten dann aber den zweiten Platz überlassen, um als Dritter die Zielflagge zu sehen. Auch Westbrook ist für ein neues Team im Einsatz: Das monegassische Racing Team Morellato und das Porsche Zentrum Essen starten erstmals gemeinsam im Porsche-Michelin-Supercup. Vierter wurde der Franzose Fabrice Walfisch (Kadach Racing Team), der sich vom siebten Startplatz aus nach vorne kämpfte und seine Position bis in das Ziel gegen die Angriffe von Patrick Huisman verteidigen konnte. Richard Lietz startete von Position vier, beendete das Rennen aber auf Rang acht. Der Österreicher berichtete von in der Endphase nachlassenden Reifen. Er führte dies darauf zurück, dass die Slicks mit der für das Rennen gewählten Fahrwerkseinstellung nicht harmonierten.


Foto: Porsche

Der Pechvogel des Rennens war Olivier Maximin (Racing Team Morellato PZ Essen), der sich bei seiner Supercup-Premiere für den elften Startplatz qualifizierte, um in Runde sechs schon auf Position sieben aufzutauchen. Dann nahm der Franzose auf der Geraden einen Schluck aus der Trinkflasche. Beim Anbremsen der Spitzkehre aus über 250 Stundenkilometer schoss ein Schwall Wasser aus der Flasche, Maximin verschluckte sich heftig. Die Folge waren ein Dreher und ein Hustenanfall. Von Position 14 konnte der GT-Spezialist bis zum Ziel wieder auf Position elf vorfahren. Bereits in der ersten Runde musste der Ex Formel 1-Fahrer Luciano Burti mit einem Kupplungsschaden aufgeben. Mit Probelmen hatte auch Tim Bergmeister (Konrad Motorsport) zu kämpfen. Er verlor Kühlwasser und stellte dem ihn dicht folgenden Lance David Arnold vor Problemen beim Anbremsen. Mit steigenden Temperaturen musste dann der Langenfelder den Duisburger ziehen lassen, der dadurch den Anschluß an die Vorderleuten verlor.


Foto: Porsche

Uwe Alzen (Sieger): "Ich dachte schon, ich hätte die Rennerei verlernt! Das ist ein prima Anfang für unser Team SPS und mich. Ich setzte David sofort unter Druck, er zeigte Fehler, wehrte sich aber hart. Als ich an ihm vorbei war, tauchte Richard Westbrook groß in meinen Spiegeln auf. Erst ganz kurz vor dem Ziel merkte ich, dass sein Druck nachließ."

Richard Westbrook (Zweiter): "Ein fantastischer Start für ein neues Team und für mich! Wir stimmten meinen Porsche sehr konservativ ab, vielleicht ein wenig zu vorsichtig, um Uwe anzugreifen. Dem Uwe half auch, dass er im Gegensatz zu mir frische Slicks unter dem Auto hatte, während ich meinen zweiten Satz im Qualifikationstraining schon gebraucht hatte. Aber ich war im Vorteil gegenüber David Saelens, dessen Auto mit jeder Runde nervöser wurde. Ich hatte über das ganze Rennen immer ein Auge auf die Meisterschaft und fuhr bei weitem nicht volles Risiko. Denn dieses Jahr haben wir ein so unglaublich starkes Feld, dass jeder Punkt wirklich zählt."

David Saelens (Dritter): "Ich bin mit diesem Wochenende sehr glücklich. Im Qualifying waren wir die Besten. Im Rennen habe ich das Maximum herausgeholt. Am Ende wurde das Auto leider auf der Hinterachse zu nervös."


Foto: Porsche

Fabrice Walfisch (Vierter): "Ich danke Patrick Huisman für diesen großartigen Kampf. Es war hart aber fair. Schon nach vier, fünf Runden ließen meine Reifen nach. Daher hatte ich keine Möglichkeit, meinen Rückstand auf das Trio an der Spitze zu verkürzen. Ich musste mich darauf beschränken zu beobachten und zu hoffen, dass die einen Fehler machen."

Patrick Huisman (Fünfter): "Mit Walfisch ging es hoch her. Einmal hat er mich berührt, ich geriet von der Strecke. Schade, ich hätte den Speed der Spitze halten können. Aber die Punkte sind wichtig."

Lance David Arnold, UPS Porsche-Junior Team (Zehnter): "Ich dachte zunächst, dass ich die Vierergruppe noch überholen könnte. Doch Tim blockte extrem und lies mich auflaufen. Zu allem Überfluss verlor er dann noch Kühlwasser und ich musste teilweise zik-zak fahren um nicht abzufliegen. Als ich ihn dann passieren konnte, waren die anderen schon zu weit weg und in der verbleibenden Zeit geht es nicht, bei gleichen Fahrzeugen mal so eben das Loch zu zufahren. Irgendwie hatte ich das Gefühl, das alle sehr nervös waren beim Saisonauftakt."