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Kollision in der Spitzkehre entschied Meisterschaft Florian Gruber holt sich den Titel Vom 27. bis 29. Oktober standen die beiden letzten Läufe des Seat Leon Supercopa im Rahmen der DTM im Badischen Hockenheim auf dem Programm. Gefahren wurde auf der 4,574 Kilometer langen Grand Prix-Strecke. Mit 177 Punkten kam Rene Rast nach den beiden Läufen in Le Mans (Frankreich) als Tabellenführer vor Florian Gruber (164 Punkte) und Fredy Barth (163 Punkte) hierher angereist. Da insgesamt noch 40 Punkte plus zwei Zusatzpunkte zu vergeben sind, hatten diese drei Piloten noch die Chance auf den Titel. ![]() Foto: YS Die Strecke im freien Training am Freitag Morgen war nach naß, da es zuvor geregnet hatte. Es fing auch immer wieder etwas an zu tröpfeln. Diese Sitzung nahmen die 19 Fahrer bei dunklem Himmel unter die Räder. Drei der Piloten Jimmy Johansson (SEAT Deutschland GmbH), Mikael Jansson (GAG Racing Team) und Ivan Kodric (Colak Motorsport) waren zum ersten Mal mit von der Partie. Die ersten beiden Fahrer hatten an diesem Wochenende eine Doppelbelastung, denn sie waren noch im VW Polo Cup am Start. ![]() Foto: YS Der Tabellenführer Rene Rast (GAG Racing Team) konnte sich gegenüber seinen Konkurrenten durchsetzen und hatte mit elf gefahrenen Runden und einer Zeit von 2:05.079 Minuten die schnellste Zeit gefahren. Hinter ihm lagen der Tscheche Erik Janis (Team LogiPlus powered by Konrad Motorsport) und Fredy Barth (TLM Team Lauderbach). Die beiden Fischer Racing-Piloten Florian Gruber und Thomas Marschall lagen auf den Rängen fünf und elf. Jimmy Johansson, Mikael Jansson und Ivan Krodic schlugen sich in dem starken Feld tapfer und platzierten sich auf den Plätzen neun, 16 und 19. ![]() Foto: YS Am Samstag Morgen wurde es nun für die Fahrer Ernst, denn jetzt stand das entscheidende Qualifying für die Startaufstellung am Samstag Nachmittag auf dem Programm. Diese Sitzung wurde bei nasser Strecke abgehalten. Mit einer Zeit von 2:03.324 Minuten holte sich Christian Hohenadel (Team LogiPlus powered by Konrad Motorsport) die Pole-Position. Startplatz zwei und drei gingen an Fredy Barth und Rene Rast. Florian Gruber und Thomas Marschall werden das Rennen von den Startpositionen sechs und 15 aus aufnehmen. Die Gaststarter Mikael Jansson, Jimmy Johansson und Ivan Kodric nahmen die Ränge vier, sieben und 18 ein. ![]() Ihren 15. Lauf in dieser Saison nahmen die Fahrer am Samstag Nachmittag bei trockenem aber kühlem Wetter unter die Räder. Der Start funktionierte ohne Probleme und der Pole-Setter kam sehr gut weg und führte das weit gefächerte Feld in die erste Kurve hinein. Dort krachte es dann schon und zwar kam Jose Joao Magalhaes plötzlich etwas quer und drehte sich. Dabei hatte er noch viel Glück, das die nachfolgenden Piloten dadurch ausweichen konnten, das sie den Notausgang nahmen. Philip Leisen musste eine absolute Vollbremsung hinlegen und kam dann auch noch quer. Die ersten beiden hatten sich nun schon mit einigen Wagenlängen absetzen können. Einen schlechten Start hatte Rene Rast. Zwischenzeitlich war Sebastian Asch ins Kiesbett abgeflogen. Im hinteren Feld wurden harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. ![]() Nach der ersten Runde führte weiterhin Christian Hohenadel vor Fredy Barth und Florian Gruber. Jimmy Johansson lag nach zwei absolvierten Runden auf Rang vier. Rene Rast war zu dieser Zeit auf Platz zwölf zurückgefallen. Thomas Marschall hatte einige Plätze gut machen können und lag auf Rang elf. Die ersten drei Piiloten hatten sich etwas vom übrigen Feld absetzen können. Im Verlauf der vierten Runde wurden die Attacken von Florian Gruber auf Fredy Barth immer härter. Dieser musste schon absolute Kampflinie fahren. Hinter diesem Trio an der Spitze hatte sich nun ein Duo gebildet mit Jimmy Johansson und Damian Sawicki. In der fünften Runde hatte Mikael Jansson einen Schubser bekommen, was zur Folge hatte, das er von der Strecke flog und sich danach am Ende des Feldes wieder einreihen musste. Rene Rast hatte schon wieder einige Plätze gut machen könnn und lag nun auf Platz sieben hinter Patrick Hirsch. Mikael Jansson steuerte nach dem Schubser die Box an, wo man zunächst einmal das Auto hoch bockte. Wenig später musste er dort aber aufgeben. ![]() An der Spitze hatte es Jimmy Johansson geschafft, den Anschluss an das Trio zu finden. Thomas Marschall erhielt nun von der Rennleitung eine Verwarnung. Genauso war auch Daniel Bauer auf Rang fünf unter Beobachtung der Rennleitung. Nach sieben gefahrenen Runden versuchte der Schwede sich Florian Gruber zurecht zu legen. Zunächst einmal konnte er vorbei gehen. Doch der Gegenkonter kam sofort vor der Spitzkehre und dieser ging wieder zu Gunsten von Florian Gruber aus. Damit hatte er sich seinen dritten Rang wieder zurückgeholt. Für Jose Joao Magalhaes war es kein gutes Rennen, denn er war viel zu schnell unterwegs und landete danach im Kiesbett. In einem harten Zweikampf zwischen Erik Janis und Thomas Marschall zog der Fischer Pilot den Kürzeren und zwar wurde er in die Wiese geschickt und schlug danach in die Mauer ein. Danach kam er in die Box gefahren. Kurz darauf hatte Erik Janis eine Durchfahrtsstrafe erhalten wegen der Aktion mit Thomas Marschall. ![]() Die ersten fünf Piloten fuhren alle mit einem ganz geringen Abstand hintereinander her. Danach riss das Feld mit 3,0 Sekunden ab. Thomas Marschall hatte zu dieser Zeit schon sehr wütend das Fahrzeug verlassen. Florian Gruber hatte nun vor der Spitzkehre versucht Fredy Barth niederzuringen, doch er musste zunächst zurückstecken, da dieser auf der besseren Innenbahn war. Er musste nun auch noch aufpassen, denn durch diese Aktion waren Jimmy Johansson und Damian Sawicki schon wieder näher an ihn herangekommen. In der elften Runde setzte sich Florian Gruber neben Fredy Barth, so ging es einige Meter zusammen mit etwas Lackaustausch sehr fair zur Sache. Doch dann konnte sich Fredy Barth wieder durchsetzen und seinen zweiten Platz behaupten. ![]() Es blieben nun noch neun Minuten für Florian Gruber um weiter aufs Treppchen zu kommen. Rene Rast hing immer noch auf Platz sieben hinter Patrick Hirsch fest. Einen Fehler in der Spitzkehre kostete Jimmy Johansson den vierten Platz, dieser nahm nun Damian Sawicki ein. Nachdem man Jose Joao Magalhaes aus dem Kies befreit hatte, war er in die Box gekommen und hatte dort das Rennen früher beendet als geplant. In der Endphase hatten sich die ersten drei Piloten gegenüber dem Viert und Fünftplazierten wieder Luft verschaffen können. Nachdem Erik Janis seine Durchfahrtsstrafe angetreten hatte, musste er sich auf Platz zwölf wieder einreihen. In der letzten Runde auf den letzten Metern ging es dann zwischen Christian Hohenadel und Fredy Barth noch einmal mächtig zur Sache. Nebeneinander versuchten sie durch die Kurve zu gehen, doch am Ende wurde nach vierzehn absolvierten Runden Christian Hohenadel als Erster abgewunken vor Fredy Barth und Florian Gruber. Jimmy Johansson und Ivan Kodric beendeten das Rennen auf den Rängen fünf und dreizehn. ![]() Foto: YS In der Meisterschaft führt weiterhin Rene Rast mit 183 Punkten vor Fredy Barth mit 180 und Florian Gruber mit 178 Punkten. Christian Hohenadel (Sieger): "Das war ein ungemein hartes Rennen. Der Start war wieder mitentscheidend. Allerdings habe ich diesmal den Zug hinter mit offenbar ein wenig aufgehalten. Aber die Aktion von Fredy Barth vor der Sachskurve war in meinen Augen unnötig. Ich war doch viel zu weit weg. Zum Glück hat er mich nicht gedreht." Fredy Barth (Zweiter): "Mit dem zweiten Platz bin ich im Nachhinein zufrieden. Leider konnte ich Christian nicht entscheidend angreifen, weil ich ständig auf Florian Gruber aufpassen musste, der auf der Geraden deutlich schneller war als ich. Die Aktion in der Sachskurve sehe ich ein wenig anders. Die Lücke war da. Hinsichtlich der Gesamtwertung mache ich mir jetzt keinen Stress. Schlechter als Dritter können wir nicht mehr werden." Florian Gruber (Dritter): "Mein Start war super. Auf der Geraden war ich in der Tat deutlich schneller als Fredy und auch schneller als Hohenadel. Aber sowohl Barth als auch Hohenadel haben ihre Positionen mit Händen und Füßen verteidigt. Zu viel wollte ich nicht riskieren, schließlich winkt ja noch der Meistertitel." ![]() Das letzte Rennen für die Fahrer stand am Sonntag Vormittag auf dem Programm. Als sie sich in die Startaufstellung begaben, hatte sich das Wetter gebessert und die Ideallinie wurde nun immer trockener, so das nun die Slicks aufgezogen wurden. Da die ersten acht Fahrer in umgekehrter Reihenfolge des Zieleinlaufs vom Vortag starten, hatte nun Daniel Bauer die Pole-Position inne, gefolgt von Rene Rast und Patrick Hirsch. Florian Gruber und Thomas Marschall werden das Rennen von den Rängen sechs und 15 aus in Angriff nehmen. Jimmy Johansson der neue Champion im Polo-Cup wird als Gsatstarter von Platz vier aus starten. Der Start funktionierte ohne Probleme und am besten kam Daniel Bauer weg. Er führte das Feld in die erste Kurve hinein. Dort mussten schon zwei Piloten etwas weit nach außen. In der Nordkurve konnte sich Florian Gruber auf Rang drei schieben, wurde danach aber von Rene Rast leicht touchiert. Er konnte seine Fahrt aber weiter fortsetzen. In der Spitzkehre ging es dann zur Sache. Rene Rast, der Tabellenführer musste dort mit einem Schaden am Wagen aufgeben. Auch Florian Gruber war mit Problemen unterwegs und zwar schliff das linke Rad am Kotflügel. ![]() Nach der ersten Runde führte Daniel Bauer vor Patrick Hirsch und Damian Sawicki. Auch Fredy Barth kam mit technischen Problemen in die Box gefahren, nachem er zuvor touchiert wurde. Dort wurde fieberhaft gearbeitet. Thomas Marschall war auch in die Kollision in der Spitzkehre verwickelt, denn er hatte seinen Vorderbau beschädigt. Er befand sich auf Rang 16. Wenig später konnte man dann Fredy Barth wieder auf die Reise schicken. Unterdessen ging es im Feld wieder zur Sache und zwar lieferten sich Marin Colak, Sebastian Asch und Mikael Jansson einen harten Kampf um Rang sechs, sieben und acht. Zu dieser Zeit kam Christian Hohenadel in langsamer Fahrt in die Box. Im Verlauf der vierten Runde war Fredy Barth mit einem Reifenschaden vorne links unterwegs. Erik Janis war in diesem Moment etwas auf Abwegen unterwegs. Florian Gruber befand sich auf Rang fünf und man sah bei ihm nichts mehr schleifen. Einen sechsten Platz würde ihm reichen, um den Meistertitel zu holen. ![]() Nach vier absolvierten Runden erhielt Marin Colak von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe. An der Spitze führte Daniel Bauer vor Jimmy Johansson und Damian Sawicki. Diese drei hatten sich mit 5,9 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Zur gleichen Zeit lieferten sich Patrick Hirsch und Florian Gruber einen harten Zweikampf. Dieser ging zu Gunsten von Florian Gruber aus. Er hatte nun aber Marin Colak im Nacken sitzen. Mit dem Niederringen von Patrick Hirsch war Florian Gruber nun auf Rang vier vorgefahren. Einen Führungswechsel hatte es nun an der Spitze gegeben und zwar hatte sich der Gaststarter aus Schweden Daniel Bauer zurecht gelegt und damit die Führung übernommen. Zwischenzeitlich hatte Florian Gruber Marin Colak ziehen lassen. Auch für Erik Janis war nach sechs gefahrenen Runden das Rennen zu Ende, denn er war in die Box gekommen und wurde dort dann hineingeschoben. ![]() Foto: YS Eine kleine Touchierung gab es zwischen Sebastian Asch und Jose Joao Magalhaes. Beide konnten aber ihre Fahrt fortsetzen. Rundenlang dauerte nun der Zweikampf zwischen Sebastian Asch und Jose Joao Magalhaes. Hier wechselten immer wieder die Positionen. Zwischenzeitlich hatte Marin Colak seine Strafe angetreten und danach musste er sich auf Rang elf wieder einreihen. Zu dieser Zeit waren insgesamt sieben Piloten schon nicht mehr mit von der Partie. Bei noch fünf zu fahrenden Runden führte Florian Gruber eine Dreiergruppe an. Hinter ihm lauerten nun Sebastian Asch und Jose Joao Magalhaes. Immer wieder versuchte der Sohn von Roland Asch an Florian Gruber vorbeizugehen, doch dieser schlug ihm jedes Mal die Tür vor der Nase zu. Drei Runden vor Schluss kam der Angriff vor der Spitzkehre, doch Florian Gruber war auf der besseren Bahn und konnte seinen vierten Platz behaupten. Von alle dem bekam der Führende nichts mit, denn er hatte sich mit 1,6 Sekunden auf und davon gemacht. ![]() ![]() Mit 188 Punkte holte sich Florian Gruber die Meisterschaft vor Rene Rast mit 185 und Fredy Barth mit 180 Punkten. Jimmy Johansson (Sieger): "Die noch feuchte Strecke war sehr schwierig zu fahren. Neben der Ideallinie war die Straße noch richtig nass. Aber nach einigen Runden habe ich mich an die Bedingungen gewöhnt und konnte mit einem perfekt eingestellten Auto Platz für Platz gut machen. Die letzten Runden habe ich richtig genossen." Daniel Bauer (Zweiter): "Der Start auf der linken, trockenen Seite war entscheidend für mich. Gegen Johansson war allerdings kein Kraut gewachsen. Für meinen Teamkollegen René Rast tut es mir sehr leid, dass die Meisterschaft so entschieden worden ist." Damian Sawicki (Dritter): "Mein Start war hervorragend, so dass ich gleich Rast kassieren konnte. In der Spitzkehre bin ich dann mit Fredy Barth aneinander geraten, aber Fredy gab mir keine Schuld an dieser Kollission." Florian Gruber (Gesamtsieger): "Damit, dass ich den Titel noch gewinne, habe ich überhaupt nicht gerechnet. Die Geschehnisse in der ersten Runde habe ich zum Teil mitbekommen. Ich konnte gerade noch dem heraus rutschenden Rast ausweichen. Trotzdem bin ich getroffen worden. Danach habe ich nur noch gezittert, dass der Reifen, der ja am Kotflügel schliff, durchhält." ![]() Foto: YS Thomas Marschall: "Das Training lief nicht gut, haben aber die Gründe gefunden und muss nun von hinten Plätze gutmachen. Der Start beim ersten war in Ordnung und konnte gleich Plätze gutmachen. Dann ist mir Erik Janis ins Auto gefahren und eingeschlagen. Er erhielt für die Aktion wohl eine Durchfahrtsstrafe aber die nutzt mir nichts denn ich stehe dadurch hinten. Am Sonntag hatte ich einen Super Start und habe mit Slicks gleich vier Plätze gutgemacht. In der Spitzkehre hat mich Janis seitlich stark getroffen. Das Fahrzeug war außer Kontrolle und ich traf Rene Rast. Das tut mir leid aber ich konnte nichts dafür. Der Schuldige war ganz klar Janis. Für mich war das Rennen auch gelaufen. Glückwunsch an Florian, der als Teamkollege jetzt mein Nachfolger ist und dem ganzen Team." Teamchef H. Fischer: "Natürlich bin ich zufrieden. Nach Thomas hat Florian den Titel für das Team geholt bzw. verteidigt und im nächsten Jahr werden wir auf ein Neues angreifen um die Meisterschaft wieder zu gewinnen. Für Rene Rast und dem GAG Team tut mir der Ausfall leid, aber die Schuld liegt ganz klar bei Janis." ![]() Foto: YS Tabellen: | ||||||||||||||||||||||