Hockenheim
07.04. - 09.04.2006

EuroSpeedway
28.04. - 30.04.2006

Oschersleben
19.05. - 21.05.2006

Norisring
21.07. - 23.07.2006

Nürburgring
18.08. - 20.08.2006

Zandvoort / NL
01.09. - 03.09.2006

Le Mans / F
13.10. - 15.10.2006

Hockenheim
27.10. - 29.10.2006


Tabellen

Starterliste

Serien-Infos



Doppelsieg für Sebastian Asch
Thomas Marschall sammelt seine ersten Punkte

Der dritte und vierte Lauf des Seat Leon Supercopa stand vom 28. bis 30. April im Rahmen der DTM auf dem EuroSpeedway Lausitz auf dem Programm. Mit einem Punktestand von 21 Zählern kam Rene Rast als Tabellenführer auf die 60 Kilometer nördlich von Dresden gelegene Rennstrecke gereist. Florian Gruber der mit nur vier Punkten Rückstand auf Platz zwei liegt, wird hier versuchen, die Tabellenführung zu übernehmen. Sein Teamkollege und der amtierende Meister Thomas Marschall versucht hier auf der 3,442 Kilometer langen Strecke wieder den Anschluss an die Spitze zu finden, da er zur Zeit noch ohne Punkte hat, da er beim Saisonauftakt durch einen unverschuldeten Unfall ausfiel.


Foto: CS

Bei ihrem freien Training am Freitag Morgen fanden die Fahrerinnen und Fahrer eine nasse Strecke und Regen vor. Daran nahmen 21 Pilotinnen und Piloten teil. Mit von der Partie war diesmal Cora Schumacher, Ehefrau von Ralf Schumacher. Sie wurde in dieser Trainingsitzung als 20igste gewertet. Mit 15 gefahrenen Runden und einer schnellen Zeit von 1:45.509 Minuten platzierte sich Christian Hohenadel (Team LogiPlus powered by Konrad Motorsport) Rang eins. Hinter ihm lagen sein Teamkollege Marcus Steinel und der Fischer Racing Pilot Thomas Marschall. Florian Gruber und Axel Goebel, die Teamkollegen von Thomas Marschall lagen auf den Rängen vier und dreizehn. Rene Rast, der Tabellenführer musste sich zunächst einmal mit Platz fünf zufrieden geben.


Foto: CS

Die Nähe des Eurospeedway Lausitz zu Dresden brachte die Crew von Yokohama, exklusiver Reifenpartner des SEAT Leon Supercopa auf eine besondere Idee. Nach dem freien Training am Freitag besuchte das Team um den Motorsportverantwortlichen Gero Gerber die sächsische Rezidenzstadt. Im Mittelpunkt des Yokohama-Kulturprogramms: Eine Stipvisite in der im Krieg zerstörten und seit kurzem wieder aufgebauten Frauenkirche.


Foto: CS

Bevor die Pilotinnen und Piloten am frühen Samstag Morgen zu ihrem entscheidenden Zeittraining hinaus gingen, wurde dieses Qualifying zum Wet-Pratice erklärt. Gegenüber dem Vortag konnten trotzdem schnellere Zeiten gefahren werden. Diesmal konnte sich der GAG Racing Pilot Rene Rast in Szene setzen und holte sich mit 1:37.591 Minuten die Pole Position, gefolgt von Christian Hohenadel und Sebastian Asch (TLM Team Lauderbach). Die Fahrer von Fischer Racing Florian Gruber, Thomas Marschall und Axel Goebel mussten sich mit en Startplätzen vier, fünf und 19 zufrieden geben. Cora Schumacher wird das Rennen von Rang 20 aus aufnehmen.


Das erste Rennen des Seat Leon Supercopa fand am späten Samstag Nachmittag bei Regen statt. Die Rennleitung ordnete nun an, dass das Feld unter dem Safety Car starten sollte. Zuerst einmal wurden zwei Einführungsrunden gefahren. In der zweiten Einführungsrunde drehte sich Rene Rast. Sebastian Asch führte nun das Rennen an, gefolgt von Thomas Marschall und Florian Gruber. Wenig später dauerte die Freude von Thomas Marschall nicht lange an, denn er rutschte von der Strecke und grub sich ins Kiesbett ein. Christian Hohenadel, der neben Rene Raast auf Startplatz zwei stand, musste dem Feld hinterher fahren, da er beim Anfahren in die Einführungsrunde stehen geblieben war.


An der Spitze hatte sich unterdessen Sebastian Asch mit 3,1 Sekunden absetzen können. Auf Rang drei lag nun Fredy Barth,der damit vier Plätze gut gemacht hatte. Cora Schumacher lag auf Platz 20. Im Verlauf der fünften Runde war Patrick Hirsch zu schnell unterwegs und segelte in der Anfangsphase des Rennens ins Kiesbett. Einen harten Kampf lieferten sich Rene Rast und Marcus Steinel. Hier ging es um Platz fünf. Es dauerte auch nicht lange und er konnte ihn niederringen und Rang fünf einnehmen. Axel Goebel, ein weiterer Fischer Pilot hatte zwei Plätze gut machen können und befand sich auf Rang 17. Für ihn war es das erste Rennen im Seat Leon Supercopa. Er war erst in dieser Saison eingestiegen. Zwischenzeitlich hatte der Portugiese Jose Joao Magalhaes einen Dreher, mit der Folge, das auch er im Kiesbett landete, an der gleichen wie Thomas Marschall und damit frühzeitig aufgeben musste. Dabei hatte Philipp Leisen noch Glück, denn er hätte ihn fast mit ins Aus genommen.


Der Vorsprung des Führenden war auf 3,4 Sekunden geschrumpft. Im Mittelfeld lieferten sich Marko Hartung und Marcel Lasèe einen harten Zweikampf. Willy Welles und Christian Hohenadel bekamen nach sieben Runden von der Rennleitung eine Drive-Trough Strafe wegen Überholens des Safety Cars. Unterdessen war Kenneth Heyer auf Rang zwölf unterwegs. Er hatte bis dahin schon fünf Plätze gut machen können. Nach acht absolvierten Rennrunden hatte Sebastian Asch sich wieder weiter absetzen können. Zur gleichen Zeit war Marko Hartung auf Abwegen unterwegs. Florian Gruber auf Rang zwei hatte nach vorne und hinten genug Luft. Auch Stefan Neuberger grub sich nach einem Ausritt tief ins Kiesbett ein. Wenig später erhielt Christian Hohenadel nochmals eine Drive Trough Strafe wegen Überschreitens des Tempolimits in der Boxengasse. Mit einem Fahrfehler war auch Cora Schumacher unterwegs. Sie konnte aber die Fahrt weiter fortsetzen. Von den Drehern und Ausfällen profitierte Axel Goebel, der sich aus allem herausgehalten hatte und kontinuierlich sein Rennen auf Rang vierzehn fuhr.


Nach elf gefahrenen Runden zeigte die Rennleitung Christian Hohenadel die schwarze Flagge wegen Nichtantretens der Drive Trough Strafe. Auf der Start und Zielgeraden hatte unterdessen Philipp Leisen versucht an Marcus Steinel vorbeizugehen, doch dieser musste zunächst einmal zurückstecken. Patrick Hirsch war nach einiger Zeit aus dem Kiesbett befreit worden und setzte nun seine Fahrt mit drei Runden Rückstand fort. Rene Rast, der von der Pole-Position aus gestartet war, verzeichnete einen Dreher. Er hatte dabei noch Glück, das er seinen fünften Platz behaupten konnte. Zu dieser Zeit dauerte der Zweikampf zwischen Marcus Steinel und Philipp Leisen immer noch an. In der Endphase konnte Philipp Leisen endlich an Marcus Steinel vorbeigehen und lag auf Platz sieben. Sofort kam aber der Gegenkonter von Marcus Steinel. Aber Philipp Leisen war auf der besseren Bahn, so das er sich im nachhinein etwas absetzen konnte. Sieger nach 16 Runden wurde Sebastian Asch vor Florian Gruber und Fredy Barth. Axel Goebel überquerte die Ziellinie auf Rang dreizehn. Als Fünfzehnte mit einer Runde Rückstand kam Cora Schumacher ins Ziel.


In der Meisterschaft führt Florian Gruber mit 35 Punkten vor Rene Rast mit 32 und Sebastian Asch mit 24 Punkten.

Sebastian Asch, TLM Team Lauderbach (Sieger): "Das ist einfach unglaublich. Vor allem nach dem verkorksten freien Training am Freitag. Aber schon im Qualifying hat mein Team super gearbeitet. Nach dem Pech von René Rast musste ich nur noch die Nerven behalten. Als sich Thomas Marschall auch noch rausdrehte, war der Weg frei."

Florian Gruber, Fischer Racing Team (Zweiter): "Als Thomas Marschall sich raus gedreht hatte, konnte ich gerade noch vorbei fahren. Danach war mir das Risiko, näher an Sebastian Asch heran zu fahren, einfach zu groß. Mit dem zweiten Platz bin ich hoch zufrieden."

Fredy Barth, TLM Team Lauderbach (Dritter): "Nach meinem Nuller in Hockenheim war der Podestplatz Gold wert. Bei den Drehern am Anfang des Rennens bin ich mit ein wenig Glück ohne Probleme durchgekommen. Ich freue mich besonders für das Team Lauderbach Motorsport. Platz eins und drei ist nicht so schlecht."


Beim Rennen am Sonntag Morgen waren die Wetterbedingungen besser. Denn es regnete nicht und die Strecke war nun wieder trocken. Da die ersten acht Piloten des ersten Durchlaufs in umgekehrter Reihenfolge starten, stand nun Marcel Lasèe auf der Pole-Position, gefolgt von Philipp Leisen und Daniel Bauer. Thomas Marschall wird das Rennen von Rang 20 aus aufnehmen, da er gestern bereits in der ersten Runde ausgeschieden war. Beim Ausschalten der Startampel kam der Pole-Setter einen guten Start. Dafür hatte Philipp Leisen etwas Probleme, denn er verlor einen Platz. Hingegen hatte Florian Gruber schon Plätze gut machen können. Wenig später bekam Cora Schumacher einen Schubser, daraufhin drehte sie sich und musste die Fahrt am Ende des Feldes fortsetzen.


Zur gleichn Zeit war Kenneth Heyer zu weit nach außen gekommen, schoß über die Wiese und als er dann auf die Strecke zurückkam traf er noch Marin Colak. Er musste das Rennen neben der Strecke mit einem stark havarierten Fahrzeug im Frontbereich beenden. Nach der ersten Runde führte Marcel Lasèe mit einem Vorsprung von 1,6 Sekunden gefolgt von Daniel Bauer und Sebastian Asch. Er hatte auch einen sehr guten Start hingelegt. Wenig später hatte er Daniel Bauer niederringen können und nahm nun Rang zwei ein. Thomas Marschall fuhr nach zwei Runden bereits auf Rang vierzehn und hatte nun Stefan Neuberger vor sich. Seine Teamkollegen Florian Gruber und Axel Gobel befanden sich auf den Rängen vier und 16. Im Verlauf der dritten Runde hatte Rene Rast Florian Gruber niedergerungen. Zur gleichen Zeit hatte Cora Schumacher sich zum zweiten Mal gedreht. Die Piloten hinter ihr konnten ihr Gott sei Dank noch ausweichen.


Von einem Dreher war Marin Colak auch nicht verschont geblieben. Einen harten Kampf lieferten sich Florian Gruber und Marcus Steinel um Platz fünf. Florian Gruber konnte diesen nicht halten und musste ihn ziehen lassen. Unterdessen hatte Christian Hohenadel eine Durchfahrtsstrafe von der Rennleitung erhalten wegen Überholens unter gelber Flagge. Von den Drehern und Ausrutschern hatte Thomas Marschall profitiert, denn er befand sich schon auf Rang zehn. An der Spitze war der Abstand zwischen Marcel Lasèe und Sebastian Asch auf 0,6 Sekunden geschrumpft. Zu diesen beiden gesellten sich nun Daniel Bauer und Rene Rast. Dieses Quartett hatte sich etwas vom übrigen Feld abgesetzt.


Im Verlauf der siebten Runde setzte sich Sebastian Asch neben Marcel Lasèe und konnte dann mit viel Schwung noch vor der ersten Kurve an ihm vorbeizeihen. Damit hatte es nun einen Führungswechsel gegeben. In der Zwischenzeit war Christian Hohenadel in die Box gekommen, um seine Strafe abzusitzen. Da sich die ersten vier Piloten imer wieder bekriegten, konnten die nachfolgenden Fahrer näher herankommen. Florian Gruber war wohl mit Problemen unterwegs, denn er war bis auf Platz sieben zurückgefallen. An der Spitze konnte sich Rene Rast, nachdem sich Marcel Lasèe und Daniel Bauer auf der Zielgeraden nicht ganz einig waren, an beiden vorbeiziehen und nahm nun Rang zwei ein. Nach acht gefahrenen Runden stand die erste Überrundung an und zwar war es die von Cora Schumacher. Sie machte aber ordentlich Platz und fuhr danach ganz vorsichtig in der ersten Kurve weit nach außen, um die Spitze vorbei zu lassen.


Thomas Marschall hatte wieder einen Platz gut machen können und lag auf Rang neun. Auf der dritten und vierten Position gab es wieder einen Positionswechsel und zwar hatte Marcel Lasèe seinen Platz wieder zurück geholt, den er zuvor verloren hatte. Es dauerte aber nicht lange und der Gegenkonter von Daniel Bauer erfolgte, der zu seinen Gunsten ausging. Die ersten beiden konnten sich nun mit 2,9 Sekunden auf und davon machen. Auf Rang zwei lauerte Rene Rast mit einem Abstand von 0,5 Sekunden, nur auf seine Chance Sebastian Asch in einen Fehler zu treiben, um dann an die Spitze zu fahren. Marcel Lasèe hatte es nun schwer, denn er wurde von Marcus Steinel attackiert. Er konnte ihn nicht halten und zog an ihm vorbei. Nun wurde er unter Druck gesetzt von Fredy Barth und Florian Gruber. Dem Druck konnte er von Fredy Barth nicht stand halten und musste ihn ziehen lassen.


An der Spitze war es nun auch enger geworden. Der Abstand hatte sich auf 0,3 Sekunden verkürzt. Sebastian Asch musste nun absolute Kampflinie fahren. In der vierzehnten Runde kam der erste ernste Versuch von Rene Rast innen an Sebastian Asch vorbeizugehen, doch er musste zurückstecken. Durch diesen Zweikampf kam nun Daniel Bauer auf Rang drei immer näher an dieses Trio heran. Bei noch vier zu fahrenden Runde entledigte Marcus Steinel sich seines rechten Außenspiegels, denn er war zu weit an die Mauer gekommen. Zur gleichen Zeit war nun Daniel Bauer an Rene Rast herangekommen und setzte diesen unter Druck. Zwei Runden vor Schluss konnte man das Trio an der Spitze mit dem berühmten Handtuch zudecken. In der letzten Runde wurde es nochmals sehr eng, denn der Abstand von 0,4 Sekunden schrumpfte immer mehr, aber Sebastian Asch behielt die Nerven und kam nach 19 Runden als Erster über Start und Ziel, gefolgt von Rene Rast und Daniel Bauer. Florian Gruber, Thomas Marschall und Axel Goebel überquerten den Zielstrich auf den Rängen sieben, neun und 16. Mit zwei Runden Rückstand kam Cora Schumacher auf Platz 18 ins Ziel.


In der Meisterschaft führt Rene Rast mit 49 Punkten, gefolgt von Sebastian Asch mit 44 Punkten vor Florian Gruber mit 41.

Sebastian Asch, TLM Team Lauderbach (Sieger): "Ich kann es kaum glauben, dass ich schon wieder gewonnen habe. Mein Superstart von acht auf drei war die halbe Miete. Nachdem sich Marcel Lassé bei meinem Überholmanöver äußerst fair verhalten hat, war ich plötzlich vorne. Danach habe ich mich voll konzentrieren können. Das war wichtig, um die Attacken von René Rast zu parieren."

René Rast, GAG Racing Team (Zweiter): "Im Gegensatz zu Sebastian war mein Start äußerst bescheiden. Danach konnte ich mich allerdings bis auf den zweiten Platz nach vorne arbeiten. Mehr wollte ich nicht riskieren. Die Punkte waren mir wichtiger."

Daniel Bauer, GAG Racing Team (Dritter): "Die Positionskämpfe mit Marcel Lassé haben zu viel Zeit gekostet. Da waren Asch und Rast schon zu weit weg. Außerdem sind Rast und ich Teamkollegen. Da fährt man lieber die Punkte fürs Team sicher nach Hause, als zu viel zu riskieren."

Thomas Marschall, (Fischer Racing Team): "Beim ersten Lauf bin ich bis zu ersten Kurve gekommen, hier beim zweiten bis zu zweiten. Wenn das so weiter geht, kann ich am Ende der Saison eine Runde zu Ende fahren. Nun mal Spass bei Seite. Ich hatte einen guten Start, doch in der besagten zweiten Kuve blieben beim Anbremsen die Räder stehen und ich rutschte raus. War mein Fehler, war wohl ein bischen zu schnell auf der rutschigen Kurve. Dort hat es ja im Verlauf des Rennens noch einige erwischt. Am Sonntag musste ich von hinten Starten, konnte mich schnell nach vorne fahren aber bis an die Spitze reichte es heute nicht."

Axel Goebel, (Fischer Racing Team): "Ich hatte hier einigen Respekt vor den Begrenzungsmauern wo man direkt darauf zu fährt und bei der Nässe passiert es recht schnell das man dran kommt und dann ist alles vorbei. Bis jetzt bin ich noch nicht viel auf dem Auto gefahren. Ich hatte auch die Zugstreben zu hart eingestellt."