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Packender Dreikampf beim Finale Filipe Albuquerque holte sich vorzeitig den Titel Im Rahmen der BERU Top 10 machten sich die Piloten der Formel Renault NEC vom 16. bis 17. September bereit, ihre beiden letzten Läufe zu absolvieren. In ihrem ersten Jahr hat sich die Zweiliter-Formel als europäische Rennserie als äußerst spannend erwiesen. Zu ihrem Finale kamen die Fahrer nach Österreich, um in der Nähe der Mozartstadt Salzburg auf dem ultraschnellen Kurs ihren Meister auszufahren. Da noch maximal 30 Zähler zu vergeben sind, kamen rein rechnerisch noch drei Fahrer in Frage. Als Tabellenführer hatte der Protugiese Filipe Albuquerque mit 258 Punkten die größten Chancen, gefolgt von dem Neuseeländer Chris van der Drift mit 241 und dem Niederländer Xavier Maassen mit 220 Punkten. ![]() Am Samstag Vormittag machten sich die Fahrerinnen und Fahrer bereit, ihre beiden Zeittrainingssitzungen für die Startaufstellungen am Samstag Nachmittag und Sonntag Mittag hinter sich zu bringen. Das Wetter spielte mit, denn es war trocken und warm. In der ersten Sitzung hatte sich der Schweizer Sebastien Buemi (Motopark Academy) in Szene gesetzt und holte sich mit einer Zeit von 1:21.434 Minuten die Pole-Position, gefolgt von Mihai Marinescu (Petrom District Racing) und dem Tabellenführer Filipe Albuquerque (Motopark Academy). Chris van der Drift (JD Motorsport) und Xavier Maassen (JD Motorsport) musssten sich mit den Startplätzen vier und neun begnügen. Einzige Dame im Feld Gwendolyn Hertzberger (van Amersfoort) startet aus der neunten Startreihe. ![]() Nach einer kurzen Pause mussten sie dann alle nochmals hinaus auf die 4,255 Kilometer lange Strecke. Gegenüber dem ersten Qualifying wurden die Zeiten nicht schneller. Hier konnte jetzt der 17jährige Romäne Mihai Marinescu alle seine Konkurrenten abhängen und stellte sich mit einer Zeit von 1:21.528 Minuten auf Startplatz eins. Hinter ihm werden Filipe Albuquerque und Sebastien Buemi stehen. Chris van der Drift und Gwendolyn Hertzberger konnten ihre Positionen aus dem ersten Zeittraining behaupten. Hingegen hatte sich Xavier Maassen um einen Startplatz verbessern können. ![]() Am Samstag Nachmittag fand der vorletzte Lauf der Formel Renault NEC statt. Der Pole-Setter Sebastien Buemi konnte nachdem die Startampel ausgeschaltet wurde, seine Position behaupten und führte das weitgefächerte Feld in die Schikane hinein. Doch im Mittelfeld ging es schon zur Sache. Einer kam zu weit durch den Dreck und bei Chris van der Drift stand plötzlich der Frontflügel schief nach oben, nachdem er zurvor von einem anderen Konkurrenten getroffen worden war. Nach der ersten Runde führte Sebastien Buemi vor Mihai Marinescu und Filipe Albuquerque. Zu dieser Zeit waren drei Piloten in die Box gekommen. Der eine war Brendon Hartley, Chris van der Drift und Duarte Felix da Costa. Nach einiger Zeit hatte man den Portugiesen wieder auf den Weg geschickt. ![]() Zwischenzeitlich hatte Oscar Wilkens eine Durchfahrtsstrafe erhalten. An der Spitze hatte sich der Schweizer mit 0,6 Sekunden absetzen können. Von den Ausfällen hatte Gwendolyn Hertzberger profitiert, denn sie lag nach vier Runden auf Rang dreizehn. Die ersten sechs Piloten fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Auch Kasper Andersen blieb von einer Durchfahrtsstrafe nicht verschont. Zur gleichen Zeit erhielt Oskar Wilkens die schwarze Flagge wegen Nichtantretens der Strafe. Nach sieben absolvierten Runden hatten sich die ersten beiden mit 2,7 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Chris van der Drift, der nun auch wieder auf die Reise geschickt worden war, lag auf Rang 15. Sollte er noch einen Platz nach vorne kommen, so wäre die Meisterschaft immer noch offen. ![]() Nach elf Runden erhielt auch Kasper Andersen die schwarze Flagge. Er hatte seine Strafe auch nicht angetreten. In diesem Moment war auch Duarte Felix da Costa in die Box gekommen und gab dort sein Rennen auf. Damit war die Entscheidung der Meisterschaft auf Sonntag vertagt worden, denn Chris van der Drift wurde nun auf Rang vierzehn gewertet. Einzige Dame im Feld Gwendolyn Hertzberger fuhr souverän ihr Rennen und konnte weiter von den Ausfällen profitieren. Bei noch fünf Minuten zu fahrender Zeit hatte sie sich schon bis auf Platz elf geschoben. Der Tabellenführer lag auf Rang drei und hatte einen Abstand von 0,8 Sekunden auf den Romänen. Zu dieser Zeit war er der schnellste Mann im Feld. ![]() Sollte er noch einmal in den Windschatten von Mihai Marinescu kommen, dann könnte er auf der Gegengeraden an ihm vorbeiziehen und läge damit auf Rang zwei. Würde das Rennen so ausgehen, dann wäre der Portugiese vorzeitig Meister, ansonsten würde die Entscheidung erst am Sonntag fallen. An der Spitze hatte sich der Schweizer Sebastien Buemi mit 1,7 Sekunden von den übrigen absetzen können. Doch um Rang zwei ging es nun mächtig in der letzten Runde zur Sache und zwar unmmittelbar vor der Fahrerlagerschikane ging Filipe Albuquerque dann an dem Romänen vorbei und holte sich nun Rang zwei. Damit war er vorzeitig Meister. Sieger nach 19 Runden wurde Sebastien Buemi vor Filipe Albuquerque und Mihai Marinescu. Chris van der Drift und Gwendolyn Hertzberger beendeten das Rennen auf den Rängen zwölf und elf. ![]() Mit 282 Punkten holte sich Filipe Albuquerque vorzeitig den Meisterschaftstitel, gefolgt von Chris van der Drift mit 250 und Xavier Maassen mit 237 Punkten. ![]() Bei strahlendem Sonnenschein nahmen die Pilotinnen und Piloten am Sonntag Nachmittag ihren letzten Lauf in dieser Saison in Angriff. Auch dieser Start funktionierte schon wie am Vortag ohne große Probleme. Weit gefächert ging es nach dem Ausschalten der Startampel auf die Schikane zu. Der Pole-Setter Mihai Marinescu konnte seine Position behaupten und führte die Meute in die Schikane hinein. Für Brendon Hartley war das Rennen schon beim Start gegessen, denn er blieb stehen. Er musste dann später dem ganzen Feld hinterher eilen. Der Romäne hatte sich unterdessen schon mit einigen Wagenlängen absetzen können. ![]() Nach der ersten Runde führte Mihai Marinescu vor Filie Albuquerque und Sebastien Buemi. Gwendolyn Hertzberger hatte einen Platz gut machen können.Im Verlauf der zweiten Runde waren sich in der Schikane einige nicht einig gewesen, mit der Folge, das einer von ihnen dort von den Streckeposten in den Notausgang geschoben wurde. Die ersten fünf Piloten lagen alle innerhalb einer Sekunde. Der vorzeitige Meister Filipe Albuquerque konnte in der dritten Runde dem Führenden eine Zehntel Sekunde abknabbern. In der fünften Runde bekam Kasper Andersen etwas Arbeit, denn er wurde von Xavier Maassen unter Druck gesetzt. Die ersten vier Fahrer fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand in der Anfangsphase hintereinander her. ![]() Um Platz acht entstand nun ein harter Kampf zwischen John Edwards, Frederic Vervisch und Sergey Afanasiev. In der neunten Runde hatte der Führende einen kleinen Fehler gemacht, dies wurde sofort von dem Portugiesen ausgenutzt und es dauerte auch nicht lange und er konnte den Romänen niederringen. Damit hatte es nun einen Führungswechsel gegeben. Mihai Marinescu musste sich nun harten Attacken des Schweizers Sebastien Buemi erwehren. Eine Runde später war dann der Schweizer vorbeigezogen. Unterdessen war der Führende schon mit 0,9 Sekunden dem Feld davon gefahren. Runde um Runde baute er nun seinen Vorsprung weiter aus. ![]() Auf der Start und Zielgeraden geriet Xavier Maassen arg in Bedrängnis, denn er kam zu weit nach außen, fuhr in den Dreck, konnte das Fahrzeug nicht mehr gerade lenken und schleuderte quer wieder auf die Strecke zurück. Dabei hatten die nachfolgenden Piloten Glück, das sie ihm noch rechtzeitig ausweichen konnten. Am Ende hatte er dann das Fahrzeug wieder im Griff und setzte seine Fahrt weiter fort auf Rang sechs. In der vierzehnten Runde waren sich drei Piloten nicht ganz einig, mit der Folge, das sie von der Strecke flogen und einschlugen. Davon betroffen waren Sergey Afanasiev, John Edwards und Frederic Vervisch. Der Letztgenannte musste sich wohl mehrfach gerollt und überschlagen haben. Es konnten aber alle unverletzt aus dem Fahrzeug steigen. Nun schickte die Rennleitung sofort das Safety-Car heraus. Es standen noch fünf Minuten auf der Uhr. ![]() Zu dieser Zeit führte immer noch der vorzeitige Meister Filipe Albuquerque vor Sebastien Buemi und Mihai Marinescu. Gwendolyn Hertzberger befand sich auf Platz dreizehn. Bei einer Zeit von einer Minute und dreizehn Sekunden wurde das Rennen mit der roten Flagge in der 15. Runde abgebrochen. Damit wurde nach vierzehn absolvierten Runden Filipe Albuquerque als Sieger abgewunken vor Sebastien Buemi und Mihai Marinescu. Gwendolyn Hertzberger überquerte den Zielstrich auf Rang dreizehn. ![]() Der vorzeitige Meister Filipe Albuquerque baute mit 312 Punkten seinen Vorsprung weiter aus, gefolgt von Chris van der Drift mit 267 und Xavier Maassen mit 252 Punkten. ![]() Tabellen:
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