Oschersleben
22.04. - 23.04.2006

EuroSpeedway
13.05. - 14.05.2006

Nürburgring
27.05. - 28.05.2006

Oschersleben
02.06. - 04.06.2006

Nürburgring
15.06. - 17.06.2006

Assen / NL
15.07. - 16.07.2006

Salzburgring / A
16.09. - 17.09.2006

Oschersleben
29.09. - 01.10.2006


Tabellen

Starterlisten

Serien-Infos



Im ersten Lauf musste das Safety-Car hinaus
Doppelsieg für Kai Jordan

Nach dem Saisonauftakt in Oschersleben, wo es schon heiß her ging, man sieht es am Meisterschaftsstand, dieser sorgt schon für Aufsehen, denn punktgleich reisten gleich drei Piloten (Tobias Pfister, Michael Bohrer und Guido Thierfelder) vom 13. bis 14. Mai im Rahmen der BERU Top 10 zu ihren beiden nächsten Läufen zum EuroSpeedway Lausitz an. Das garantiert reichlich für Action und Spannung auf der 3,442 Kilometer langen Strecke, die 60 Kilometer nördlich von Dresden liegt. Thomas Mühlenz, der nur zwei Punkte hinter diesen Fahrern liegt, wird hier alles versuchen, ihnen das Leben schwer zu machen, um dann in der Tabelle weiter nach vorne zu kommen. Doch so einfach werden die drei es ihm nicht machen. Als Neuzugang wird nun der Russe Anfrey Romanov auf einem von Neitzel Motorsport eingestzen Citroen Saxo VTS ins Lenkgrad greifen.


CS

Für die neun Pilotinnen und Piloten ging es am Samstag Morgen zum ersten freien Training bei trockenem Wetter zum ersten Mal hinaus auf die 3,442 Kilometer lange Strecke. Hier fuhr Thomas Mühlenz mit 1:38.247 Minuten die schnellste Zeit, gefolgt von Guido Thierfelder (MSC Langenfeld e.V.) und Kai Jordan (H & R Spezialfedern). Marc-Uwe von Niesewand-Reich musste sich zunächst mit Rang fünf zufrieden geben. Platz sechs nahm die einzige Dame Stephanie Neitzel ein. Da Michael Bohrer neue Teile und neue Hinterreifen erst einmal eingefahren hatte, platzierte er sich mit zehn gefahrenen Runden auf dem achten Platz. Der Neueinsteiger Andrey Romanov bildete in dieser Trainingssitzung das Schlusslicht.


CS

Im zweiten freien Training am Samstag Mittag dominierte fast bis zum Schluss Guido Thierfelder vor Thomas Mühlenz und Michael Bohrer. Marc-Uwe von Niesewand Reich befand sich zu dieser Zeit auf Rang vier. Bei noch vierzehn Minuten verbleibender Zeit hatte sich Kai Jordan auf Rang drei schieben können. Michael Bohrer, Marc-Uwe von Niesewand Reich und Stephanie Neitzel lagen auf den Plätzen vier, fünf und acht. Platz fünf konnte Marc-Uwe von Niesewand Reich dann bei sechs Minuten verbleibender Zeit nicht mehr halten unf fiel um einen zurück. Am Ende dieser Sitzung hatte Thomas Mühlenz dann Guido Thierfelder mit einer Zeit von 1:39.049 Minuten auf Platz zwei verwiesen. Rang drei ging an Kai Jordan. Michael Bohrer, Marc-Uwe von Niesewand Reich und Stephanie Neitzel mussten sich mit den Plätzen vier, sieben und acht zufrieden geben. Auf Rang neun kam der Russe Andrey Romanov.


CS

Für die Fahrerin und die Fahrer wurde es dann am Samstag Abend ernst, denn nun ging es hinaus zum Qualifying. Als sie erst kurze Zeit auf der Strecke war, wurde diese Sitzung mit der roten Flagge unterbrochen und zwar befand sich Öl auf der Strecke. Diese musste nun erst einmal gereinigt werden. Zu dieser Zeit lag Thomas Mühlenz auf Rang eins, gefolgt von Kai Jordan und Michael Bohrer. Marc-Uwe von Niesewand Reich lag auf Platz fünf. Als nach einiger Zeit das Training wieder aufgenommen wurde, konnte zunächst einmal Thomas Mühlenz seinen ersten Platz verteidigen und zwar mit einer Zeit von 1:38..701 Minuten. Rang zwei hatte nun Guido Thierfelder eingenommen, gefolgt von Kai Jordan. Stephanie Neitzel und Marc-Uwe von Niesewand Reich lagen auf den Rängen sieben und acht.


Bei noch fünf Minuten verbleibender Zeit wurde wiederum rote Flaggen geschwenkt, denn es befand sich eine hauchdünne Ölspur auf der Strecke. Diese war diesmal verursacht worden von Wolfgang Treml aus der Division 1. Die erste Spur am Anfang der Trainingssitzung kam von Daniel Keilwitz aus der Division 3. Nach einiger Zeit hatte die Rennleitung beschlossen, das Qualifying nicht wieder aufzunehmen und damit hatte sich Thomas Mühlenz mit einer Zeit von 1:38.311 Minuten die Pole-Position geholt. Von Startplatz zwei und drei werden Kai Jordan und Guido Thierfelder starten. Michael Bohrer, Marc-Uwe von Niesewand Reich und Stephanie Neitzel mussten sich mit den Startplätzen vier, sechs und sieben zufrieden geben.


Defektes Auto nach der Kollision mit Daniel Keilwitz im Rennen

In der Division 2 der ADAC Procar nahmen sechs Fahrer am Sonntag Morgen von 9.00 Uhr bis 9.20 Uhr teil, Mit seinem Lupo GTI fuhr hier Kai Jordan mit 1:39..900 Minuten die schnellste Zeit. Hinter ihm lagen Stephanie Neitzel und Marc-Uwe von Niesewand Reich. Da bei Michael Bohrer im Qualifying alles glatt lief, schonte er das Material und nahm nicht am Warm up teil.


Ihren vierten Lauf nahmen die Fahrerinnen und Fahrer am Sonntag Mittag unter die Räder. Beim Start gab es dann ein Problem. Aus der Division 1 blieb Philip Geipel stehen, er versuchte zwar noch anzufahren, doch das Fahrzeug zuckte nur und die nachfolgenden Piloten hatten fast alle Glück im ausweichen zu können. Nur der Ukrainer Andriy Kruglik hatte wohl etwas Pech, denn er stand plötzlich hinter Philip Geipel und musste danach die Box ansteuern. Man konnte nicht sehen, ob er diesen getroffen hatte. Nach der ersten Runde schickte die Rennleitung das Safety Car hinaus, um den Havaristen auf Start und Ziel in aller Ruhe bergen zu können. Zu dieser Zeit führte Kai Jordan das Feld an vor Michael Bohrer und Thomas Mühlenz. Marc-Uwe von Niesewand Reich lag auf Rang fünf.


Nach fünf gefahrenen Runden erfolgte dann der Re-Start. An der Spitze hatte sich unterdessen nichts getan. Jeder konnte seine Position behaupten. Nach einiger Zeit war Kai Jordan schon mit 1,6 Sekunden dem Feld auf und davon gefahren. Unterdessen war Guido Thierfelder an Thomas Mühlenz vorbeigegangen und befand sich auf Platz drei. Zur gleichen Zeit geriet Marc-Uwe von Niesewand Reich arg unter Druck von Tobias Pfister. Diesem konnte er dann nach neun Runden nicht mehr stand halten und musste ihn ziehen lassen. Unterdessen fuhr Kai Jordan an der Spitze ein einsames Rennen. Die drei nachfolgenden Piloten trennten jeweils nur eine halbe Sekunde voneinander. In der letzten Runde musste Michael Bohrer dann seinen zweiten Platz an Thomas Mühlenz abgeben. Sieger nach zwölf Runden wurde Kai Jordan vor Thomas Mühlenz und Michael Bohrer. Guido Thierfelder, Marc-Uwe von Niesewand Reich und Stephanie Neitzel kamen auf den Rängen vier, sechs und sieben ins Ziel.


Nach einer kurzen Reparaturpause verleif der Start zum zweiten Lauf an diesem Wochenende diesmal ohne Komplikationen. Zunächst einmal waren Kai Jordan und Guido Thierfelder eng beieinander. Thomas Mühlenz auf Rang drei schaute sich dies in aller Ruhe an und wartete nur auf einen Fehler dieser beiden, um dann gleich an beiden vorbeizugehen. Wenig später entsand um die Führung ein harter Kampf zwischen Kai Jordan und Guido Thierfelder. Zwischenzeitlich war Stephanie Neitzel in die Box gekommen. Nach Hälfte der Renndistanz hatte Kai Jordan einen ordentlichen Vorsprung von 2,2 Sekunden herausgefahren. Unterdessen setzte nun Thomas Mühlnz Guido Thierfelder arg unter Druck. Marc-Uwe von Niesewand Reich befand sich zu dieser Zeit auf Platz fünf. Michael Bohrer belegte den vierten Rang. Sieger nach zwölf Runden wurde Kai Jordan vor Guido Thierfelder und Thomas Mühlenz.


In der Meisterschaft führt Guido Thierfelder mit 27 Punkten vor Thomas Mühlenz mit 26 und Michael Bohrer mit 25 Punkten.

Kai Jordan: "Nach dem ersten Start hatte ich einen schönen Kampf und zuletzt das bessere Ende für mich – ab da lief es sehr rund. Im zweiten Rennen konnte ich ganz kontrolliert mein Tempo fahren und hätte sogar noch Reserven gehabt."

Thomas Mühlenz: "Für mich zählt die Meisterschaft mehr als einzelne Rennsiege, insofern kann ich mit dem Ausgang des Wochenendes gut leben."

Guido Thierfelder: "Der EuroSpeedway war immer eine Lupo-Strecke. Deshalb bin ich hier von vorneherein mit dem Ziel angetreten, zwei zweite Plätze zu machen. Das hat zumindest im zweiten Lauf funktioniert und ich habe jetzt die Tabellenführung übernommen – was will ich mehr!"