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Rennfahrzeug wie bei der WTCC Reglement sorgt für Spannung Die Procar Division 1 präsentiert sich in diesem Jahr als das Zugpferd der BERU Top 10 und bietet Tourenwagensport par excellence. Wie schon in der Vorgängerserie, der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft, ist die ADAC PROCAR die Plattform für alle Fahrer und Tuner, die sich auf der Rundstrecke dem Wettbewerb stellen wollen. Das Konzept ist einfach, aber überzeugend. Die Basis bilden seriennahe Produktionswagen. Das ausgeklügelte Reglement der ADAC PROCAR sorgt dafür, dass unterschiedliche Fahrzeuge im gleichen Rennen starten können. So werden die Fans in der Division 1 Zweiliter-Fahrzeuge, wie sie in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft an den Start gehen. Unter der Motorhaube ist trotz der bulligen Optik die Technik weitestgehend reglementiert, so sind zum Beispiel in der Division 1 aufwändige Turbomotoren und Allrad verboten. Das Mindestfahrzeuggewichte inklusive Fahrer mit Ausrüstung betragen für Fronttriebler 1.110 kg und für Hecktriebler 1.140 kg. Modifikationen an Motor, Getriebe, Fahrwerk und Bremsen sind in begrenztem Maße zulässig. Um die Chancengleichheit und Budgetfreundlichkeit zu gewährleisten, rollen alle Fahrzeuge einheitlich auf Dunlop-Rennreifen und ATS-Felgen, die Katalysatoren kommen von HJS, getankt wird Shell-V-Power-Kraftstoff. Da auch die Leistungseckdaten der Motoren innerhalb der Divisionen nahezu identisch sind, entscheidet allein das Können des Fahrers. Platzierungsgewichte sind bei den Produktionswagen ein weiteres Mittel zur Chancengleichheit. In allen Divisionen gelten Handicapgewichte für die besten Drei, die nach jeder Veranstaltung gemäß den Platzierungen beider Rennen zugeteilt und – bei Platzierungen ab Platz 6 – ab der nächsten Veranstaltung wieder abgebaut werden. Neben zwei freien Trainingssitzungen und einem halbstündigen Qualifying müssen die Fahrer pro Wochenende jeweils zwei 20-minütige, direkt aufeinanderfolgende Rennen am Rennsonntag absolvieren – wie in der WM nur unterbrochen von einer 15-minütigen Reparaturpause. Es bleibt dabei keine Zeit für taktisches Geplänkel, die Kontrahenten müssen von der ersten Minute an auf Angriff fahren. Um noch mehr Spannung ins Spiel zu bringen, werden die Bestplatzierten mit Handicap-Gewichten bestraft. Schon wenige Kilo Unterschied sind deutlich spürbar, Seriensiege sind da kaum machbar. Fast noch wichtiger als der Einzelerfolg ist aber das regelmäßige Punktesammeln. Bei jedem Rennen werden jeweils die Plätze 1 bis 8 mit Punkten sowohl in der Fahrerwertung als auch in der Teamwertung belohnt. Wer nur ein einziges Mal ausfällt, könnte im dichtgedrängten Feld der Produktionswagen womöglich schon fast den Anschluss verpasst haben. | ||||||||||||||||||||||