Oschersleben
22.04. - 23.04.2006

EuroSpeedway
13.05. - 14.05.2006

Nürburgring
27.05. - 28.05.2006

Oschersleben
02.06. - 04.06.2006

Nürburgring
15.06. - 17.06.2006

Assen / NL
15.07. - 16.07.2006

Salzburgring / A
16.09. - 17.09.2006

Oschersleben
29.09. - 01.10.2006


Tabellen

Starterlisten

Serien-Infos



Erster Lauf ging an Claudia Hürtgen
Doppelsieg für die einzige Dame im Feld

In der Saison 2006 tritt die ADAC Procar die Nachfolge der Produktionswagen Meisterschaft an. In dieser Serie bilden seriennahe Produktionswagen die Basis. In der Division 1 gehen die gleichen Zweiliter-Fahrzeuge wie in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft sowie die Produktionswagen in der Gruppe-N-Spezifikation an den Start. In der Division 1 und 2 sind teure Turbomotoren verboten. Allradantrieb ist für alle drei Divisionen untersagt. In begrenztem Maße sind Modifikationen an Motor, Getriebe, Fahrwerk und Bremsen zulässig. Für Chancengleichheit und Budgetfreundlichkeit ist durch einheitliche Dunlop-Reifen und ATS-Felgen gesorgt. HJS liefert die Katalysatoren und getankt wird Shell-V-Power-Kraftstoff.


CS
Hier entscheidet allein das Können des Fahrers, da auch die Leistungseckdaten der Motoren der Divisionen nahezu identisch sind. Für das Feintuning in Sachen Chancengleichheit sorgen zudem Platzierungsgewichte. In zwei direkt aufeinander folgende 20-Minuten-Rennen wird hier gepunktet. Wie in der WM liegt auch hier eine 15-minütige Reparaturpause. Zum Auftakt kamen daher die Fahrerinnen und Fahrer im Rahmen der BERU Top 10 vom 22. bis 23.04 in die Magdeburger Börde in die Motorsport Arena gereist um ihren ersten beiden Läufe zu absolvieren.


CS

Im ersten freien Training, welches am frühen Samstag Morgen bei nasser Strecke stattfand, gingen insgesamt sieben Piloten hinaus auf die 3,667 Kilometer lange Strecke. Hier konnte sich Rainer Bastuck (Maurer Motorsport) gegenüber seinen Konkurrenten durchsetzen und fuhr mit 1:49.648 Minuten die schnellste Zeit, gefolgt von Philip Geipel, der im Vorjahr noch einen Toyota Yaris pilotierte und dem Schweizer Mathias Schläppi. Karsten Frensch von Frensch Power Motorsport musste sich zunächst mit seinem Peugeot 206 GTI mit Rang sieben zufrieden geben.


CS

Am Samstag Mittag absolvierten wiederum sieben Piloten ihr zweites freies Training. Diesmal aber auf trockener Strecke. Dadurch konnten auch Zeitverbesserungen erreicht werden. Nun fuhr der Belgier Vincent Radermecker (Maurer Motorsport) mit 1:35.882 Minuten die schnellste Zeit. Rang zwei und drei nahmen Philip Geipel und Rainer Bastuck (Maurer Motorsport) ein. Karsten Frensch konnte zwar eine Zeitverbesserung erreichen, lag aber wiederum auf Rang sieben.


Beim entscheidenden Zeittraining für die Startaufstellung am Sonntag Mittag war morgens die Strecke noch feucht. Gegenüber dem zweiten freien Training vom Vortag konnten keine Zeitverbesserungen erreicht werden. Diesmal waren alle Pilotinnen und Piloten anwesend. Mit einer Zeit von 1:47.739 Minuten holte sich Marc Hennerici (Motorsport Arena Oschersleben) die Pole-Position. Startplatz zwei und drei gingen an Vincent Rademecker und an Claudia Hürtgen (Motorsport Arena Oschersleben). Sie konnte an den Trainingssitzungen nicht teilnehmen, weil sie zu dieser Zeit auf dem Nürburgring beim Langstreckenpokal im Einsatz war.


Um 14.00 Uhr am Sonntag Mittag ging es dann für die Fahrerinnen und Fahrer rund. Einen sehr guten Start hatte Claudia Hürtgen, sie hatte die Führung übernommen. Nach der ersten Runde führte aber wieder Marc Hennerici mit einem Vorsprung von 1,4 Sekunden, gefolgt von Claudia Hürtgen und Mathias Schläppi. Im Verlauf der dritten Runde hatte Claudia Hürtgen sich Marc Hennerici zurecht gelegt und zog an diesem vorbei, damit hatte sie die Führung übernommen. Claudia Hürtgen hatte sich mit 1,8 Sekunden auf und davon gemacht. Rang zwei und drei nahmen Marc Hennerici und Vincent Rademecker ein.


In der siebten Runde hatte sich der Belgier Vincent Rademecker Marc Hennerici zurecht gelegt und war an ihm vorbei gezogen auf Rang zwei. Beim Überrunden musste Claudia Hürtgen voll in die Eisen steigen, um eine Kollision zu vermeiden. Der Vorsprung von Claudia Hürtgen war wenig später auf 1,2 Sekunden geschrumpft. In der letzten Runde war Vincent Rademecker bis auf 0,7 Sekunden an Claudia Hürtgen herein gekommen. Sieger nach dreizehn Runden wurde Claudia Hürtgen, gefolgt von Vincent Rademecker und Marc Hennerici.


Nach einer kurzen Reparaturpause ging es dann in die zweite Runde. Nun startete Claudia Hürtgen von der Pole-Position. Die Platzierung konnte sie nach dem Ausschalten der Startampel behaupten. Marc Hennerici hatte keinen so guten Start. Nach der ersten Runde führte Claudia Hürtgen, gefolgt von Mathias Schläppi und Vincent Rademecker. Marc Hennerici lag auf Rang fünf. Im Verlauf der zweiten Runde hatte Marc Hennerici sich Vincent Rademecker zurecht gelegt und ging an ihm vorbei auf Rang drei. Wenig später hatte der Belgier wohl ein Problem bekommen, denn Philip Geipel war auch noch an ihm vorbei gegangen.


Volker Lange

Nach vier Runden kam Peter Rikli herein um seine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts abzusitzen. Claudia Hürtgen hatte sich einen Vorsprung von 2,0 Sekunden nach sechs gefahrenen Runden erarbeitet. Mathias Schläppi und Marc Hennerici, hier ging es um Rang zwei, wurde ein harter aber fairer Kampf ausgetragen. Rainer Bastuck, der schon im ersten Lauf ein kleines Feuerproblem in seinem Cockpit hatte war nach einiger Zeit auch nicht mehr mit von der Partie. In der Endphase hatte sich der Vorsprung von Claudia Hürtgen wieder verringert und zwar lag es daran, das die Überrundungen anstanden. Marc Hennerici versuchte nun immer wieder an ihr vorbei zu gehen, doch sie schlug ihm jedes Mal die Tür vor der Nase zu. Sieger nach dreizehn Runden wurde Claudia Hürtgen vor Marc Hennerici und Mathias Schläppi. Claudia Hürtgen und Marc Hennerici haben in der Meisterschaft keine Punkte bekommen, weil sie hier als Gaststarter unterwegs waren.


In der Meisterschaft führt Mathias Schläppi mit 18 Punkten vor Vincent Rademecker mit 16 und Philip Geipel mit 14 Punkten.

Claudia Hürtgen: "Dieser Sieg sah wahrscheinlich leichter aus, als er wirklich war. Ich habe von einem Super-Start und zwei perfekten Runden zu Rennbeginn profitiert. Ab der Endphase des ersten Rennens hatte ich Vibrationen vorne links, und dachte zuerst an einen Plattfuß. Die wahre Ursache wir nicht finden können. Das kann eben passieren - der 320i lief ja schon eine komplette Renndistanz auf dem Nürburgring."