
Helle Bein verstarb an einer Herzattacke
Im Alter von 74 Jahren ist Helmut Bein am 03. August 2006 verstorben. "Helle" - wie ihn die Szene nannte - starb in seiner Heimatstadt Ludwighafen an einer plötzlichen Herzattacke. Mit ihm verliert die Formel-3-Vereinigung nicht nur einen guten Freund, sondern auch den einzigen Ehrenvorsitzenden.
Von 1995 bis 2002 bekleidetet Helle Bein das Amt des Präsidenten der Formel-3-Vereinigung. In diese Zeit fiel die Anbindung des deutschen Formel-3-Sports an das jeweils höchste Tourenwagen-Prädikat, an die DTM (Deutsche Tourenwagen Meisterschaft), die ITC (Internationale Tourenwagen Championchip) und später an die STW (Super Tourenwagen Meisterschaft). Diese Partnerschaften, mit viel Weitblick und maßgeblich von Helle Bein vorangetrieben, führte die damalige Deutsche Formel-3-Meisterschaft zur erfolgreichsten Formel-3-Nachwuchsserie weltweit. Helle Bein schied Ende der Saison 2002 auf eigenem Wunsch und aus Altersgründen aus dem Vorstandsamt. Er wurde postwendend zum Ehrenvorsitzenden der Formel-3-Vereinigung ernannt.
Helle Bein konnte auf einen immensen Erfahrungsschatz im Motorsport zurückgreifen, seine Karriere reichte vom Rallyepiloten bis hin zum Sportchef. Obwohl der gelernte Steuerberater seinen Sport immer mit einer guten Portion Spaß und Lockerheit betrieben hat, holte er drei Titel im deutschen Rallye-Championat. Von 1969 bis 1971 übernahm Helle Bein als Leiter Breiten- und Rallyesport bei BMW wichtige Management-Aufgaben. Seinen größten Erfolg mit den Münchenern feierte er 1971 mit dem Gewinn des EM-Titels.
Danach folge sein Wechsel als Sportchef der Rallyeabteilung zu Opel. Hier war Helle Bein 1973 für die Gründung des bekannten Opel-Euro-Händlerteams verantwortlich und unter anderem mit Walter Röhrl und dem Opel Ascona A erfolgreich. Unter seiner Regie erfolgte auch der Einstieg mit dem Opel Kadett und dem Opel Omega in die DTM. 1992 verabschiedete sich der Ludwigshafener in den Ruhestand, um sich fortan für weitere sieben Jahre dem Formel-3-Nachwuchs zu widmen.
Die ehrenamtliche Tätigkeit als Präsident der Formel-3-Vereinigung war sein letzter beruflicher Abschnitt. Die Bindung zur Formel 3 blieb jedoch darüber hinaus erhalten. Immer wieder besuchte Helle Bein seine ‚Jungs’, zuletzt den RECARO Formel-3-Cup beim Rennen in Hockenheim Anfang April. Voller Stolz verfolgte er die sehr positive Entwicklung dieser von der Formel-3-Vereinigung 2003 gegründeten Serie.
Mit Helle Bein verliert der Motorsport einen wichtigen, prägnanten Menschen mit weit reichenden Verbindungen, die Formel-3-Vereinigung allerdings verliert viel mehr - einen Freund.
|