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Start-Ziel-Sieg für Richard Antinucci Sebastian Vettel dominierte in der Regenschlacht Wie auch die DTM und der Porsche Carrera Cup war die Formel 3 Euro Serie zum ersten Mal zu Gast in Spanien. Bei ihrer Premierenfeier mussten die 22 Piloten vom 22. bis 24. September ihren 15 und 16 Lauf absolvieren. Mit 71 Punkten kam der Tabellenführer Paul di Resta (ASM Formula 3) auf die iberische Halbinsel gereist. Die beiden Läufe wurden auf der verkürzten Variante des Circuit de Catalunya in der Nähe von Barcelona ausgetragen. Mit nur vierzehn Zählern Rückstand trat der Teamkollege von Paul di Resta Sebastian Vettel hier an. Dahinter wurde die Lücke schon größer, denn 21 Punkte trennten den Japaner Kohei Hirate auf Rang drei. In dieser Saison standen schon neun verschiedene Fahrer aus sieben Nationen ganz oben auf dem Treppchen. ![]() Richard Antinucci (HBR Motorsport), dem Anfang Juli in Brands Hatch der dritte Platz beim siebten Rennen aberkannt wurde wegen Untergewichts und wegen zu wenig Treibstoff im Tank, hatte nun seinen dritten Rang zurückbekommen. Sein Team HBR Motorsport ging daraufhin in Berufung, der nun endgültig stattgegeben wurde. Ob es für den Spanier Alejandro Nunez vom Prema Powerteam ein Vorteil sein würde, hier im eigenen Land zu fahren, musste zunächst einmal abgewartet werden. ![]() Alejandro Nunez (Prema Powerteam): "Es ist schön, nach vielen Jahren wieder ein Rennen im eigenen Land zu fahren. Wobei ich nicht glaube, dass ich einen Vorteil habe. Die Strecke ist für die Formel 1 gebaut und deshalb sehr breit. Wir fahren die kurze Variante, die mehr Überholmöglichkeiten bietet als die Grand Prix Strecke. Vor allem die Anfahrt zur ersten Kurve, die eine Haarnadel ist, und die Anfahrt zu Kurve fünf sind gute Stellen zum Ausbremsen. Mein persönliches Ziel für das Wochenende ist keine besondere Platzierung, ich möchte einfach einen guten Job machen. Alles andere ergibt sich von selbst." ![]() Im ersten freien Training, welches über eine halbe Stunde ging, war es am Freitag Vormittag zunächst einmal noch recht feucht. Nach und nach trocknete die Strecke dann immer mehr ab. In dieser Sitzung hatte dann der Japaner Kazuki Nakajima (Manor Motorsport) mit 35 gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:01.700 Minuten das Sagen, gefolgt von seinem Teamkollegen und Landsmann Kohei Hirate und einem weiteren Teamkollegen, dem Argentinier Esteban Guerrieri. Paul die Resta nahm zunächst einmal Rang vier ein. Mit dem siebten Platz stellte sich Kamui Kobayashi (ASM Formule 3) als bester Rookie dar. Sebastian Vettel und Tim Sandlter konnten nur auf die Ränge neun und 18 fahren. ![]() Im ersten freien Training, welches über eine halbe Stunde ging, war es am Freitag Vormittag zunächst einmal noch recht feucht. Nach und nach trocknete die Strecke dann immer mehr ab. In dieser Sitzung hatte dann der Japaner Kazuki Nakajima (Manor Motorsport) mit 35 gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:01.700 Minuten das Sagen, gefolgt von seinem Teamkollegen und Landsmann Kohei Hirate und einem weiteren Teamkollegen, dem Argentinier Esteban Guerrieri. Paul die Resta nahm zunächst einmal Rang vier ein. Mit dem siebten Platz stellte sich Kamui Kobayashi (ASM Formule 3) als bester Rookie dar. Sebastian Vettel und Tim Sandlter konnten nur auf die Ränge neun und 18 fahren. ![]() Kazuki Nakajima (Manor Motorsport): "Mein Auto lag sowol auf nasser als auch auf trockener Strecke richtig gut, ich hatte ein gutes Gefühl. Nun hoffe ich, dass ich und meine beiden Teamkollegen das auch im Qualifying wieder umsetzen können." Kohei Hirate (Manor Motorsport): "Alle drei Manor-Autos liefen gut. Es ging sogar schneller als gestern, meine Rundenzeiten waren besser. Wobei ich beim Test gestern am Schluss einen kleinen Fehler machte und deshalb die letzten zehn Minuten nicht mehr gefahren bin. Im freien Training heute wollte ich eigentlich neue Dämpfer ausprobieren, aber die Zeit hat nicht gereicht. Jetzt schaue ich mir die Daten von Esteban an, der diese Dämpfer hatte. Wenn die mich überzeugen, dann benutze ich die vielleicht im Qualifying." Esteban Guerrieri (Manor Motorsport): "Ich bin zufrieden, das freie Training war nicht schlecht. Die Rundenzeiten von uns drei Manor-Teamkollegen sind sehr eng zusammen. Hoffentlich stehen wir auch nach dem Qualifying noch auf diesen Positionen." ![]() Am späten Freitag Nachmittag wurde es dann für die Fahrer ernst, denn nun mussten sie ihr entscheidendes Zeittraining, welches für die Startaufstellung am Samstag Mittag ausschlaggebend ist, hinter sich bringen. Wie schon in der Sitzung davor wechselten die Führungspositionen des öfteren. So hatte in der Anfangsphase Charlie Kimball (Signature Plus) sich in Szene setzen können. Tim Sandtler sein Teamkollege lag direkt hinter ihm. Es dauerte aber nur ein paar Minuten da wurden sie von diesen Plätzen verdrängt. Nach ungefähr fünf Minuten gefahrener Zeit hatte Giedo van der Garde mit einer Zeit von 1:01.664 Minuten das Sagen, gefolgt von Sebastian Vettel und Esteban Guerrieri. Tim Sandtler war nun schon auf Platz elf abgerutscht. Gegenüber Mittags wurden Zeitverbesserungen erreicht. ![]() Sebastian Vettel und Esteban Guerrieri konnten ihre Platzierungen aber auch nicht behaupten. Platz zwei und drei nahmen wenig später Paul di Resta und Kazuki Nakajima ein. Doch so leicht wollte sich Sebastian Vettel nicht geschlagen geben und konnte sich dann bei noch 18 Minuten verbleibender Zeit wieder auf Platz drei schieben. Bei Halbzeit dieser Sitzung waren sie zunächst alle in die Box gekommen um einige Veränderungen vorzunehmen. Als erste waren nun wieder Ronayne O`Mahony (Prema Powerteam) und Paolo Nocera (Prema Powerteam) hinausgegangen. So nach und nach begaben sie sich dann alle wieder auf die 2,949 Kilometer lange Strecke. ![]() Nach einiger Zeit hatte dann Paul di Resta sich mit einer Zeit von 1:01.299 Minuten auf Rang eins schieben können. Rang zwei und drei gingen an Giedo van der Garde und Kohei Hirate. Tim Sandtler lag zu dieser Zeit auf Platz 15. In der letzten Minute hatte Sebastian Vettel dann noch einiges zulegen können und verdrängte den Japaner auf Rang vier. Am Ende dieser Sitzung hatte Niemand die Zeit von Paul di Resta unterbieten können und damit hatte er sich die Pole-Position für das samstägige Rennen gesichert, gefolgt von Giedo van der Garde und Sebastian Vettel. Kohei Hirate wird das Rennen von Rang vier aus aufnehmen. Tim Sandtler musste sich mit Startplatz 15 zufrieden geben. ![]() Am Samstag Mittag gingen dann die vierzehn Piloten hinaus, um ihren 15. Lauf zu absolvieren. Zuvor hatte es geregnet und die Strecke war teilweise noch sehr nass. Es hatte zwar wieder aufgehört, doch der Himmel wurde schon wieder dunkler und als sie sich dann in die Startaufstellung begaben fing es schon wieder an zu regnen. Da nicht alle auf Regenreifen hinausgefahren waren, wechselten sie noch in der Startaufstellung. Beim Ausschalten der Startampel funktionierte dieser ohne große Probleme und der Pole-Setter konnte seine Platzierung nicht verteidigen, denn er wurde von Kohei Hirate schon überholt und dieser führte das Feld in die erste Schikane hinein. Durch diese kamen sie alle sehr diszipliniert hindurch. Hinter ihm ging dann das Hauen und Stechen schon los. Wenig später drehte sich schon einer der Piloten im hinteren Feld. Es war ein sehr schwieriges Rennen, denn die Fahrer hinter dem Führenden konnten so gut wie nichts sehen durch die dichte Gischt. Nach der ersten Runde führte Kohei Hirate mit einem Vorsprung von 2,2 Sekunden vor Giedo van der Garde und Paul di Resta. Tim Sandtler hatte seinen Platz behaupten können. ![]() Runde um Runde setzte sich nun der Führende immer weiter vom Feld ab. Hinter ihm entstand ein harter Kampf zwischen Giedo van der Garde und Paul di Resta. Sebastian Vettel auf Rang vier schaute sich dies in aller Ruhe an und wartete nur auf einen Fehler dieser beiden, um dann gleich an ihnen vorbeiziehen zu können. Nach fünf absolvierten Runden war der Abstand von Sebastian Vettel auf das Duo vor ihm aber größer geworden. Im Mittelfeld wurden harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Von alle dem bekam Kohei Hirate an der Spitze nichts mit, denn er hatte sich schon mit 4,6 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Zu dieser Zeit war Sebastian Vettel wieder an das Duo herangekommen. Der Zweikampf zwischen Giedo van der Garde und Paul di Resta dauerte immer noch an. In der siebten Runde machte der Niederländer dann einen Fehler, den konnte der Brite sofort ausnutzen und zog an ihm vorbei. Da Sebastian Vettel direkt im Windschatten von Paul di Resta fuhr, konnte er auch noch an Giedo van der Garde vorbeiziehen. Damit hatte der Niederländer gleich zwei Plätze in einer Runde verloren. Sofort setzten sich Paul di Resta und Sebastian Vettel mehr und mehr vom übrigen Feld ab und versuchten nun den Vorsprung auf den Führenden zu verkleinern. ![]() Zwischenzeitlich hatte Tim Sandtler bereits zwei Plätze gut machen können und lag nun hinter Alejandro Nunez auf Rang dreizehn. Nach neun absolvierten Runden wurde dann "Gelb" geschwenkt und zur gleichen Zeit erhielt Paul di Resta von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts. Für den Briten war das nun Bitter, denn er lag an zweiter Position. Wenig später trat er dann seine Strafe an und musste sich danach auf Rang zwölf wieder einreihen. Jetzt hatte Sebastian Vettel Platz zwei eingenommen und konnte ohne weiteres seine Aufholjagd auf den Führenden fortsetzen. Aber ob die Zeit ausreichen würde an Kohei Hirate heranzukommen und vorbeizugehen, denn dieser war mit 5,1 Sekunden auf und davon gefahren. Um Platz sieben war nun ein harter Kampf zwischen Charlie Kimball und Kamui Kobayashi entsanden. Sebastian Vettel hatte nun den Abstand auf den Führenden Runde um Runde verkürzen können. Er war nun auf 3,0 Sekunden geschrumpft. Unterdessen lieferte sich Giedo van der Garde und Kazuki Nakajima einen harten Kampf, der zu Gunsten des Niederländers ausging,da der Japaner zu weit nach außen gekommen war. Eine Runde später hatte Giedo van der Garde bei einem Überholmanöver zuviel riskiert, mit der Folge das er sich drehte und dadurch seinen dritten Rang verlor. Danach steuerte er dann auch die Box an und stieg aus dem Fahrzeug aus. Nun rückten die nachfolgenden Piloten alle einen Platz nach vorne. ![]() An der Spitze wurde es nun dramatisch, denn mit 1,1 Sekunden Abstand war Sebastian Vettel an Kohei Hirate dran. Hinter diesen beiden war nun eine große Lücke entstanden. Auf Rang drei fuhr nun Esteban Guerrieri, der ein einsames Rennen fuhr. Er hatte nach vonre und hinten genug Luft, denn der Viertplatzierte Kazuki Nakajima fuhr mit einem Abstand von 8,6 Sekunden hinter ihm her. Von einem Dreher war auch der Spanier Alejandro Nunez zu dieser Zeit verschont geblieben. Dadurch fiel er bis auf Platz zwölf zurück. Zwischenzeitlich fuhr Tim Sandtler auf einem sicheren elften Platz. Runde um Runde knabberte Sebastian Vettel an dem Vorsprung des Japaners. Der Regen war nun stärker geworden und für die Fahrer war es wie ein Eiertanz. Nach 20 gefahrenen Runden sah es so aus, als ob die Plätze alle bezogen wären, denn die Piloten fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Doch eine Runde später konnte Sebastian Vettel sich neben Kohei Hirate setzen und zog dann an ihm vorbei und führte nun das Feld an. Er konnte sich direkt mit einigen Wagenlängen absetzen.Er baute seinen Vorsprung sofort auf 4,9 Sekunden aus. ![]() In diesem Moment war der Tscheche Filipe Salaqurda viel zu schnell unterwegs, mit der Folge, das er durch den Dreck musste. Wenig später war auch Alejandro Nunez von einem weiteren Dreher nicht verschont geblieben. Überall im Feld waren nun Dreher und Ausrutscher zu verzeichnen, so geriet auch Richard Antinucci in einen Dreher, nachdem er zuvor über die Wiese schoss. Die nachfolgenden Piloten konnten ihm noch rechtzeitig ausweichen. Sebastian Vettel fuhr unterdessen in einer anderen Welt, denn mit 14,7 Sekunden bekam er von diesen Dingen nichts mit. Auch Guilliaume Moreau war zwischenzeitlich auf Abwegen unterwegs. Das Rennen wurde dann bei drei Minuten und 16 Sekunden mit der roten Flagge abgebrochen, da das Wetter immer schlechter wurde und die Gefahr für die Piloten nun zu groß war. Das Wasser stand nämlich schon einige Zentimeter auf der Strecke. Sieger nach 26 Runden wurde Sebastian Vettel mit einem Vorsprung von 13,8 Sekunden, gefolgt von Kohei Hirate und Esteban Guerrieri. Tim Sandtler beendete das Rennen auf Rang elf. ![]() In der Meisterschaft führt weiterhin Paul di Resta mit 72 Punkten vor Sebastian Vettel mit 69 und Kohei Hirate mit 46 Punkten. In der Rookiewertung liegt der Japaner Kamui Kobayashi mit 105 Zählern auf Rang eins vor Tim Sandtler mit 74 und Jonathan Summerton mit 72 Zählern. Mit 73 Punkten steht in der Trophy-Wertung Julian Theobald auf Platz eins, gefolgt von Cemil Cipa mit 41 und Anthony Janiec mit 38 Punkten. ![]() Sebastian Vettel (ASM Formule 3): "Das Rennen hat richtig Spaß gemacht. Es war sehr schwierig, in diesem Wetter zu fahren, da man fast nichts sehen konnte. Insbesondere bei den Überholmanövern war es problematisch. Gegen Rennende wurde der Regen so stark, dass das Auto sogar auf den Geraden fast nicht mehr zu kontrollieren war. So etwas habe ich noch nie erlebt. Das Überholmanöver gegen Kohei Hirate war etwas seltsam. Ich schwamm schon auf der Geraden und sah plötzlich irgendetwas Schwarzes. Ich konnte gerade noch an Kohei vorbeiziehen, aber es hätte auch leicht einen Unfall geben können. Jetzt bin ich zurück im Kampf um den Titel und will ihn auch gewinnen." Kohei Hirate (Manor Motorsport): "In der Mitte des Rennens fing es auf einmal extrem stark zu regnen an. Sebastian Vettel kam immer näher. Als ich auf einmal beim Anbremsen Aquaplaning hatte, nutzte er seine Chance und war vorbei. Ich bin etwas traurig, dass ich nicht gewonnen habe. Aber mit Platz zwei bin ich auch zufrieden." Esteban Guerrieri (Manor Motorsport): "Endlich stehe ich nach so langer Zeit mal wieder auf dem Podium. Das ist ein schönes Gefühl, ich bin sehr zufrieden. Gegen Ende des Rennens wurde der Regen so stark, dass das Auto fast nicht mehr fahrbar war." ![]() Der zweite Lauf an diesem Wochenende fand bei herrlichen Sonnenschein statt und die Piloten konnten alle auf Slicks hinausgehen. Da die ersten acht in umgekehrter Reihenfolge des Zieleinlaufs vom Vortag starten, stand nun Richard Antinucci auf der Pole-Position vor Sebastien Buemi und Charlie Kimball. Auch dieser Start funktionierte ohne weitere Probleme. Weit gefächert ging es auf die erste Schikane zu. Richard Antinucci, der von Startplatz eins aus ins Rennen gegangen war, konnte seine Position behaupten, da sich die hinter ihm fahrenden Piloten schon vor der ersten Schikane bekriegten. Wenig später ging es dort drunter und drüber. Von einem Ausrutscher war auch Sebastian Vettel nicht verschont geblieben. Kurz zuvor hatte sich Kamui Kobayashi von der Strecke gedreht. Sebastian Vettel der sich im Kiesbett eingegraben hatte, musste dort mit dem Bagger geborgen werden. Ein paar Meter weiter waren sich Michael Herck und Ronayne O`Mahony nicht ganz einig, mit der Folge, das beide neben der Strecke landeten. Nun schickte die Rennleitung das Safty-Car heraus. ![]() Nach der ersten Runde führte Richard Antinucci vor Charlie Kimball und Kazuki Nakajima. Zwischenzeitlich war Michael Herck in die Box gekommen. Selbst in der Safety-Car-Phase waren sich Esteban Guerrieri und Filip Salaquarda nicht ganz einig. Die Folge war, das der Tscheche mit abgeknickten vorderen rechten Rad im Kies landete. Sebastian Vettel war nachdem man ihn geborgen hatte, in die Box gekommen und wurde wenig später wieder auf die Reise geschickt. Es suchten auch Paolo Nocera und Kamui Kobayashi, nachdem er zuvor die schwarz/orange Flagge gezeigt bekommen hatte die Box auf. Nach fünf gefahrenen Runden erfolgte dann der Re-Start, der zu Gunsten von Richard Antinucci ausging. Wie an der Perlenschnur aufgezogen gingen sie nun alle durch die erste Schikane hindurch. Sebastian Vettel, der dem Feld hinterher fuhr, vesuchte dieses nun von hinten aufzuräumen. ![]() In den ersten Runden fuhren sie nun sehr gesittet hintereinander her. Im Verlauf der achten Runde entstand dann ein harter Kampf zwischen Sebastien Buemi und Kohei Hirate. An der Spitze hatte sich der US-Amerikaner mit 1,0 Sekunden auf und davon gemacht. Die ersten vier Piloten fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Im Verlauf der elften Runde machte der Italiener Paolo Nocera auf der Start und Zielgeraden einen Fehler. Er kam zu weit nach außen, schoss erst etwas in den Kies und flog dann quer über die Strecke und knallte in die Boxenmauer. Er konnte aber unverletzt aus dem Fahrzeug steigen. An dieser Stelle wurde nun "Gelb" geschwenkt, so das zunächst keine schnelleren Zeiten gefahren werden konnten. Danach kam Sebastian Vettel langsam wieder in die Box hinein und stieg völlig frustriert aus dem Auto aus. Runde um Runde hatte sich nun der Führende weiter vom Feld absetzen können. ![]() Der Japaner Kohei Hirate hatte unterdessen den Schweizer niederringen können und fuhr nun auf Platz vier. Bei noch elf Minuten verbleibender Zeit war Kazuki Nakajima näher an Charlie Kimball herangekommen. Tim Sandtler, der sich aus allem herausgehalten hatte, konnte bereits drei Ränge gut machen und wurde nun hart von Giedo van der Garde attackiert. Auch Paul di Resta war in einen harten Zweikampf mit Sebastien Buemi verstrickt. In den letzten sechs Minuten war Richard Antinucci mit 3,4 Sekunden allen anderen enteilt. Kohei Hirate auf Rang vier hatte der Abstand auf seinen Landsmann verkürzen können. Zur gleichen Zeit wurde Tim Sandtler unsanft von Giedo van der Garde angeschubst, stieg mit den Vorderrädern etwas auf, stand dann zunächst quer auf der Strecke und hatte dadurch gleich drei Plätze verloren, denn die nachfolgenden Piloten zogen nun auch noch an ihm vorbei. ![]() Nun wurde der Niederländer aber von Romain Grosjean arg unter Druck gesetzt. Immer wider versuchte der Franzose an Giedo van der Garde vorbeizuziehen, doch dieser schlug ihm jedes Mal die Tür vor der Nase zu. Sieger nach 26 Runden wurde Richard Antinucci mit einem Vorsprung von 3,9 Sekunden vor Charlie Kimball und Kazuki Nakajima. Kohei Hirate und Tim Sandtler wurden auf den Rängen vier und elf abgewunken. Mit dieser Platzierung beendete Tim Sandtler als bester Rookie das Rennen. ![]() In der Meisterschaft führt weiterhin Paul di Resta mit 73 Punkten vor Sebastian Vettel mit 69 und Kohei Hirate mit 49 Punkten. Die Rookiewertung konnte Kamui Kobayashi auf 105 Zählern weiter ausbauen vor Tim Sandtler mit 80 und Jonathan Summerton mit 72 Zählern. In der Trophy-Wertung liegt weiterhin Julian Theobald mit 73 Punkten auf Rang eins, gefolgt von Cemil Cipa mit 41 und Anthony Janiec mit 38 Punkten. Um 14.27 Uhr erhielt Sebastian Vettel von den Stewards eine Strafe, die sich wie folgt äußert: Er muss beim nächsten Rennen fünf Plätze weiter hinten starten, weil er sich nicht an die Anweisungen der Marschalls gehalten hatte. Die gleiche Strafe erhielt um 14.30 Uhr auch der Japaner Kamui Kobayashi. ![]() Richard Antinucci (HBR Motorsport): "Ich bin total glücklich, das ist der erste Sieg für mein Team und für mich in der Formel 3 Euro Serie. Es dauerte richtig lange, bis es endlich soweit war. Umso schöner ist es nun. Ich wusste schon gar nicht mehr, wie sich ein Sieg anfühlt. Im Rennen gab es auf der Strecke nur eine trockene Spur. Allerdings war diese aufgrund der Schatten manchmal schwierig zu sehen." Charlie Kimball (Signature-Plus): "Ich konzentrierte mich anfangs nur auf den Start. Nach der ersten Kurve sah ich hinter mir eine Kollision und war einfach nur froh, dass ich gut durchgekommen bin. Danach war es für mich nur noch Ergebnisverwaltung. Mein Auto war zwar schnell, aber es reichte nicht, um an Richard Antinucci heranzukommen." Kazuki Nakajima (Manor Motorsport): "Ich startete außen, was vielleicht ein Vorteil war. Dort war die Strecke weniger feucht als auf der Innenbahn. Nach dem Start versuchte ich, Charlie Kimball zu überholen. Gleichzeitig musste ich mich aber auch gegen Kohei Hirate hinter mir verteidigen. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, denn ich bin vom fünften Startplatz aufs Podium gefahren." ![]() Tabellen:
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