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Erster Sieg für Sebastien Buemi Mit nur einem Punkt führt Guerrieri die Meisterschaft an Der fünfte und sechste Lauf der Formel 3 Euro Serie fand wiederum im Osten statt. Diesmal ging es vom 19. bis 21. Mai ihm Rahmen der DTM in die Magdeburger Börde in die Motorsport Arena Oschersleben. Der Brite Paul di Resta kam mit 19 Punkten als Tabellenführer hierher angereist. Sebastian Vettel und der Argentinier Esteban Guerrieri, beide punktgleich trennten nur zwei Zähler auf den Führenden. In der Rookie-Wertung geht es ähnlich knapp zu, dort führt der Japaner Kamui Kobayashi mit zwei Punkten Vorsprung vor dem Portugiesen Joao Urbno. ![]() Von 11.45 Uhr bis 12.45 Uhr fand das freie Training bei abgetrockneter Strecke statt. 25 Piloten gingen am Freitag Vormittag hinaus auf die 3,667 Kilometer lange Strecke. Der Niederländer Giedo van der Garde vom ASM Formule 3 Team setzte mit 1:19.149 Minuten für alle anderen die Meßlatte. Rang zwei und drei nahmen der Franzose Romain Grosejan (Signature-Plus) und Paul di Resta ein. Dieser hatte erst in der Schlussphase den Briten, der lange Zeit Rang zwei einnahm, von dort verdrängt. Sebastian Vettel und Esteban Guerrieri lagen auf den Rängen fünf und dreizehn. Auf Platz sieben stellte sich als bester Rookie der Portugiese Joao Urbano. Dominik Schraml, der für den verletzten Bruno Rudolf Fechner einspringt und bei SMS Seyffarth fährt hatte in dieser Sitzung ein Aha-Erlebnis, denn bei ihm blieb plötzlich das Gaspedal stecken. Er behielt aber die Nerven und schaltete die Zündung aus und konnte so das Fahrzeug abfangen. Er fuhr aber trotzdem in der Trophy-Serie mit 1:23.658 Minuten die schnellste Zeit. Tim Sandtler konnte sich auf Rang 16 platzieren. ![]() Giedo van der Garde (ASM Formule 3): "Am Anfang übersteuerte mein Auto etwas, doch das konnten wir im Laufe des freien Trainings beheben. Es war eine ordentliche Session, aber wirklich wichtig wird es erst heute Nchmittag im Qualifying." Romain Grosjean (Signature-Plus). "Es lief ziemlich gut, wenn man bedenkt, dass ich erst einmal vor zwei Jahren mit der Formel Renault hier fuhr. Mein Auto fühlt sich gut an, es gibt nur noch Kleinigkeiten, an denen wir arbeiten müssen. Im Moment bin ich zufrieden." Paul di Resta (ASM Formule 3): "Wir probierten verschiedene Abstimmungen für das Qualifying heute Nachmittag aus.Das Ergebnis müssen wir nun analysieren, wobei ich ein gutes Gefühl habe. Die Rundenzeiten waren nicht schlecht." ![]() Das entscheidende Zeittraining für die Startaufstellung am Samstag Mittag stand dann am späten Freitag Nachmittag auf dem Programm. Gegenüber dem Vormittag konnten Zeitverbesserungen erreicht werden. Diesmal waren aber nur 24 Piloten mit von der Partie, denn Kevin Fank (SMS Seyffarth Motorsport) hatte sich nach dem freien Training plötzlich das dem Staub gemacht. Keiner wusste wohin und warum. Die Vermutung liegt nahe, das er mit seiner Leistung nicht zufrieden war und außerdem war er von der Rennleitung um zehn Plätze nach hinten gesetzt worden, weil er mit Regenreifen das Training aufgenommen hatte, ohne das dieses als Regentraining deklariert worden war. ![]() Zunächst einmal wechseltn die Positionen an der Spitze. In der Schlussphase hatte Kohei Hirate sich mit einer Zeit von 1:18.716 Minuten auf Rang eins geschoben, gefolgt von Sebastian Vettel, der zuvor Romain Grosjean niedergerungen hatte. Doch der Gegenkonter von dem Franzosen ließ nicht lange auf sich warten und er holte sich seinen zweiten Platz zurück. Bei noch drei Minuten verbleibender Zeit hatte dann Paul di Resta das Zepter übernommen. Tim Sandtler lag zu dieser Zeit auf Rang 15. Als dann die Uhr Null anzeigte, hatte sich der Argentinier Esteban Guerrieri mit einer Zeit von 1:18.445 Minuten die Pole-Position gesichert, gefolgt von Paul di Resta und Rosmain Grosjean. Als bester Rookie platzierte sich Jonathan Summerton auf Rang sechs. Tim Sandtler wird das Rennen am Samstag von Startplatz 15 aus aufnehmen. In der Trophy-Serie steht Julian Theobald in der elften Startreihe. ![]() Esteban Guerrieri (Manor Motorsport): "Es war nicht einfach. Ich hatte wegen der vielen Autos am Schluss des Qualifyings nur eine freie Runde. Die reichte dann auch zur Pole Position. Heute Vormittag hatten wir noch Probleme mit der Balance des Autos, die konnten wir für das Qualifying lösen." Paul di Resta (ASM Formule 3): "Meine zweite Position ist in Ordnung. Ich hätte aber die Pole Position schaffen können, wenn mir nicht einige der langsamen Trophy-Autos im Weg standen. Es ärgert mich sehr, weil ich dadurch den einen Punkt für die Pole Position verloren habe." Romain Grosjean (Signature-Plus): "Ich freue mich über die dritte Startposition. Mein Team machte einen tollen Job, das Auto lag richtig gut. Mit dem ersten Reifensatz hatte ich viel Verkehr, danach ging es etwas besser. Mein Ziel für das morgige Rennen ist nun ein Podestplatz." ![]() Den ersten Lauf an diesem Wochenende nahmen die Fahrer am Samstag Mittag bei trockener Strecke unter die Räder. Der Start funktionierte ohne Probleme. Nach der ersten Runde führte Paul di Resta vor Esteban Guerrieri und Romain Grosjean. Zwischenzeitlich war Michael Herck von der Strecke gerutscht und landete im Kies. Wenig später hatte der Führende sich schon mit 1,0 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Zu dieser Zeit war auch für Anthony Janiec das Rennen schon zu Ende, denn er war heftig von der Strecke abgekommen und dann in die Reifenstapel gelandet. ![]() In der vierten Runde wurde Dominik Schraml von seinem Teamkollegen Julian Theobald angegriffen und umgedreht. Hier ging es um Platz 17. An der Spitze war der Argentinier wieder näher an den Führenden heran gekommen. Tim Sandtler befand sich nach seinem Ausrutscher in der Anfangsphase auf Rang 17 wieder. Zwischenzeitlich bekam Julian Theobald und auch Dominik Schraml von der Rennleitung eine Verwarnung wegen der vorherigen Aktion. Die ersten sechs Piloten hatten alle zueinander einen gewissen Respektabstand. Danach war eine sehr große Lücke entstanden. Im Mittelfeld sah man harte aber faire Zweikämpfe. Nach neun gefahrenen Runden war die Spitze nun näher zusammen gerückt. Kohei Hirate war nun an Romain Grosjean dran. Hier ging es um Platz drei, also einen Platz auf dem Treppchen. ![]() Genauso war auch Tim Sandtler an Ronayne O`Mahony auf Platz 16 dran. Um die Plätze sieben, acht und neun zwischen Sebastien Buemi, Guillaume Moreau und Richard Antinucci ging es auch hart zur Sache. Unterdessen war Peter Elkman, der seine Durchfahrtsstrafe schon angetreten hatte, von der Strecke geflogen, damit war für ihn das Rennen früher gelaufen als geplant. Fast zeitgleich hatte es auch Giedo van der Garde auf Rang sieben es übertrieben. Er war zu schnell unterwegs und schoss danach von der Strecke und schlug zum Schluss rückwärts in die Mauer ein. Damit rutschen nun die nachfolgenden Fahrer alle einen Platz nach vorne. Tim Sandtler saß immer noch hinter dem Irländer fest. Der Abstand war nun etwas größer geworden. ![]() An der Spitze hatte sich bislang nichts getan, außer das die ersten sechs Fahrer sich mit 19,7 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt hatten. Doch Kazuki Nakajima hatte etwas später den Anschluss ein wenig an das vor ihm fahrende Feld verloren. Er arbeitete sich aber nun so langsam wieder an die vor ihm fahrenden Fahrer heran. Nach 23 Runden machte Sebastian Vettel ein Fehler, er kam sehr weit nach außen, konnte das Fahrzeug aber wieder abfangen und seine Fahrt weiter fortstzen. Dies hatte nun aber der Japaner ausnutzen können, denn er war jetzt an dem Red Bull-Piloten dran. Auch der Führende war einem großen Druck ausgeliefert, denn im Nacken saß ihm Esteban Guerrieri, der nur auf einen kleinen Fehler lauerte. ![]() In der Schlussphase des Rennens fing es dann ein wenig an zu regnen. Zwei Runden vor Schluss zogen die Führenden das Tempo noch einmal an. Doch Niemand konnte Paul di Resta noch einholen, so dass dieser nach 30 gefahrenen Runden mit einem Vorsprung von 0,5 Sekunden das Rennen gewann. Rang zwei und drei nahmen Esteban Guerrieri und Romain Grosjean ein. Als bester Rookie überquerte Kamui Kobayashi die Ziellinie. Tim Sandtler wurde als Sechzehnter abgewunken. In der Trophy-Wertung kam als bester Pilot Julian Theobald ins Ziel. ![]() In der Meisterschaft führt weiterhin Paul di Resta mit 30 Punkten vor Esteban Guerrieri mit 25 und Sebastian Vettel mit 21 Punkten. Mit 33 Punkten führt Kamui Kobayashi die Rookiewertung an, gefolgt von Joao Urbano mit 30 und Jonathan Summerton mit 23 Punkten. Auf Platz eins steht in der Trophy-Wertung Julian Theobald mit 22 Zählern. Rang zwei und drei gehen an Cemil Cipa mit 14 und Anthony Janiec mit 13 Zählern. ![]() Paul di Resta (ASM Formule 3): "Der Start hier in Oscherleben ist sehr wichtig, da das Überholen im Rennen schwierig ist. Nachdem ich am Start Esteban Guerrieri überholte, fuhr ich mein Rennen souverän nach Hause. Ich wusste: Wenn ich keinen Fehler mache, kann mich hier keiner überholen." Esteban Guerrieri (Manor Motorsport): "Ich bin glücklich, dass ich mit den zweiten Platz wichtige Punkte gemacht habe. Obwohl ich micht etwas über mich selbst ärgere, da ich den Start verpatzte. Ich versuchte dann, Paul in einen Fehler zu hetzten, was mir aber nicht gelang. Glückwunsch an Paul." Romain Grosjean (Signature-Plus): "Ich hatte ein tolles Rennen und freue mich, auf dem Podium zu stehen. Punkte sollten auch im morgigen Rennen möglich sein." ![]() Der Start zum zweiten Lauf an diesm Wochenende fand am Sonntag Mittag bei trockener Strecke statt. Er funktionierte wie schon am Vorag ohne Probleme und der Pole-Setter Guillaume Moreau, es starten die ersten acht in umgekehrter Reihenfolge des Zieleinlaufs vom Vortag, konnte seine Platzierung nicht behaupten, denn nach der ersten Runde hatte bereits Sebastien Buemi die Führung übernommen vor Sebastian Vettel und Guillaume Moreau. Wenig später fing es leicht an zu tröpfeln und dann schoss Sebastian Vettel nachdem er den Druck auf den Führenden erhöht hatte von der Strecke und schießt durchs Kiesbett. Dabei hatte er noch Glück, das er nicht in die Reifenstapel einschlug. Danach musste er sich auf Rang 19 wieder einreihen. Rang zwei hatte nun Guillaume Moreau eingenommen, gefolgt von Kohei Hirate. ![]() In der fünften Runde war Ronayne O`Mahony auch nicht von einem Dreher verschont geblieben. Anscheinend wurde die Strecke nun rutschig, denn fast zur gleichen Zeit ging auch Charlie Kimball von der Strecke fliegen und schlug rückwärts in den Reifenstapel ein. An der Spitze hatte sich der Schweizer mit 2,5 Sekunden auf und davon gemacht. Die ersten drei Piloten fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Danach fuhr Guillaume Moreau und der hatte noch Kazuki Nakajima, Kamui Kobayashi und Romain Grosjean im Schlepptau. Tim Sandtler hatte unterdessen schon Plätze gut machen können und lag nun auf Rang dreizehn. Er hatte es nun mit Paul di Resta zu tun, der ihn schon arg unter Druck setzte. ![]() Als bester Rookie befand sich Kamui Kobayashi auf Rang sechs. Nach elf gefahrenen Runden wurde Gelb geschwenkt, weil Jonathan Summerton von der Strecke gesegelt war und ebenfalls rückwärts in die Reifenstapel eingeschlagen war. Unterdessen war Romain Grosjean etwas auf Abwegen unterwegs. Er hatte das Fahrzeug aber abfangen können und kaum an Abstand auf Kamui Kobayashi verloren. Von alle dem bekam der Führende nichts mit, denn er baute Runde um Runde seinen Vorsprung weiter aus. Dieser betrug nun schon 3,3 Sekunden. Das Tröpfeln hatte nun aufgehört und die Piloten hatten Glück, sie konnten das Rennen im Trockenen beenden. Von dem Ausfall von Jonathan Summerton profitierte auch Tim Sandtler, der nun auf Platz zwölf lag. Sechs Runden vor Schluss war Romain Grosjean in die Punkte gefahren und zwar hatte er den Japaner niederringen können und lag auf Rang sechs. Sebstian Vettel hatte sich wieder einige Plätze nach vorne gearbeitet, hing aber im Moment auf Platz 15 fest. ![]() Nach 18 gefahrenen Runden standen die ersten Überrundungen an, die aber ohne Probleme von statten gingen. In der Schlussphase machte Guillaume Moreau einen Fehler, er rutschte hinaus und musste sich danach auf Rang vier weiter fahren. Dadurch rutschten Kohei Hirate und Esteban Guerrieri auf Rang zwei und drei. Sieger nach 22 Runden wurde Sebastien Buemi mit einem Vorsprung von 6,9 Sekunden vor Kohei Hirate und Esteban Guerrieri. Tim Sandtler beendete das Rennen auf Rang zwölf.Im nachhinein hatte Tim Sandtler von der Rennleitung eine 60ig Sekunden Strafe erhalten wegen push another car. Danach befand er sich nur auf Rang 17 wieder. ![]() Mit 30 Punkten führt Esteban Guerrieri die Meisterschaft an, gefolgt von Paul di Resta mit 29 und Kohei Hirate mit 23 Punkten. Kamui Kobayashi baute die Führung in der Rookiewertung auf 43 Zählern aus, gefolgt von Joao Urbano mit 38 und Tim Sandtler mit 27 Zählern, Julian Theobald steht in der Trophy-Wertung mit 32 Punkten auf Rang eins vor Cemil Cipa mit 22 und Anthony Janiec mit 16 Punkten. ![]() Sebastien Buemi (Mücke Motorsport): "Ich bin glücklich über meinen ersten Sieg in der Formel 3 Euro Serie. Heute lief alles perfekt. Ich hatte ein super Auto, super Reifen und einen super Start. Es war optimal." Kohei Hirate (Manor Motorsport): "Ich bin sehr zufrieden mit dem zweiten Platz. Die Arbeit über Nacht hat sich bezahlt gemacht, mein Auto war wesentlich besser als gestern. Guillaume Moreau war schneller als ich, ohne seinen Fehler wäre für mich nur der dritte Rang möglich gewesen." Esteban Guerrieri (Manor Motorsport): "Platz drei und die Führung in der Gesamtwerung sind ein toller Abschluss des Wochenendes. Entscheidend war hier der Start. In der ersten Kurve machte ich direkt zwei Plätze gut und profitierte dann von den Fehlern der anderen." ![]() Tabellen:
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