Oschersleben
22.04. - 23.04.2006

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13.05. - 14.05.2006

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27.05. - 28.05.2006

Nürburgring
15.06. - 17.06.2006

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15.07. - 16.07.2006

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16.09. - 17.09.2006

Oschersleben
29.09. - 01.10.2006


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Mathias Luger am Sonntag auf der Pole
Carsten Seifert baut Tabellenführung weiter aus

Als Tabellenführer kam der Dresdner Carsten Seifert zu seinem vorletzten Rennwochenende im Rahmen der BERU Top 10 nach Österreich gereist. Im zehnten und elften Lauf vom 16. bis 17. September sollte es auf dem Hochgeschwindigkeitskurs, dem Salzburgring in der Nähe der Mozartstadt wieder hoch her gehen. Nur einen einzigen Punkt trennen die Verfolger Sebastian Grunert und der Lokalmatador Harald Proczyk vom Tabellenführer. Aus dem großen Starterfeld (über 30 Pilotinnen und Piloten) rechnen sich insgesamt fünf Fahrer einen Heimvorteil aus. So will zum Beispiel Patrick Winter die Führung in der Juniorwertung weiter ausbauen und Harald Proczyk kann die Basis zum dritten Vizetitel in Folge schaffen. Die drei Neueinsteiger Mario Dablander, Walter Terler und Patrick Tiller wollen sich hier gut in Szene setzen und mit einem guten Ergebnis nach Hause fahren.


YS

Von 9.45 Uhr bis 10.15 Uhr stand für die 31 Fahrerinnen und Fahrer am Samstag Morgen das entscheidende Zeittraining für das Rennen am Mittag auf dem Programm. In dieser Sitzung hatte Ralf Martin vom TLM Team Lauderbach Motorsport mit vierzehn gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:39.078 Minuten das Sagen. Startplatz zwei nahm sein Teamkollege Matthias Luger ein, gefolgt von dem Österreicher Patrick Winter (Ford Racing Club). Der Tabellenführer Carsten Seifert wird das Rennen von Rang vier aus aufnehmen. Einzige Dame im Feld Nicole Müllenmeister (Automobilclub Mülheim an der Ruhr e.V.) belegt Startplatz 24. Die stärksten Widersacher von Carsten Seifert Sebastian Grunert und Harald Proczyk mussten sich mit den Rängen vier und zehn zufrieden geben.


Der Start zum zehnten Lauf des Ford Fiesta ST Cups fand am Samstag Mittag statt. Beim Ausschalten der Startampel hatte der Pole-Setter Ralf Martin einen guten Start, er konnte aber das weit gefächerte Feld nicht in die Schikane führen, da Matthias Luger auf der besseren Innenseite war und er nun als Erster hineinzog. Wenig später hatte Roy Wunderlich eine Berühung mit Michael Ruh. Für Michael Ruh, der nun abgeflogen war, war damit das Rennen gelaufen. Sofort schickte die Rennleitung das Safety-Car hinaus, um den Havaristen in aller Ruhe bergen zu können. Nach dieser Runde führte Matthias Luger vor Ralf Martin und Carsten Seifert. Berthold Bermel hatte zwischenzeitlich schon zwei Plätze gut machen können. Zu dieser Zeit war Roy Wunderlich in die Box gekommen. Harald Proczyk, der von Startposition zehn aus gestartet war, war nach der ersten Runde nicht mehr über Start und Ziel gekommen.


Nach zwei Runden wurde das Rennen wieder frei gegeben. Einen sehr guten Re-Start hatte Matthias Luger, er hatte sich bereits mit einigen Wagenlängen absetzen können. Sebastian Grunert hatte zu dieser Zeit gleich zwei Plätze gut machen können und lag auf Rang vier hinter Carsten Seifert. Im Mittelfeld wurden harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Im Verlauf der dritten Runde hatte Sebastian Grunert Carsten Seifert niederringen können. Die ersten fünf Piloten konnten sich zwischenzeitlich etwas vom übrigen Feld absetzen. Eine Runde später hatte Sebastian Grunert wieder einen Platz gut gemacht und lag nun auf Rang zwei hinter Ralf Martin. Dieser hatte nun wieder die Führung übernommen. Matthias Luger befand sich nur auf Rang vier, denn bei ihm hatte sich plötzlich der vierte Gang verabschiedet. Carsten Seifert auf Rang drei setzte immer wieder Sebastian Grunert unter Druck.


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In der vierten Runde war Patrick Winter zu weit nach außen gekommen, mit der Folge, das er durch das Kiesbett schoss und am Schluss heftigtst in die Leitplanken einschlug. Dabei stieg das Fahrzeug etwas auf. Er hatte noch Glück, das er nicht wieder auf die Strecke zurück schoss. Stark havariert blieb er im Kiesbett liegen und musste dort dann nach einiger Zeit geborgen werden. Unverletzt konnte er aber alleine aus dem Fahrzeug steigen. An der Spitze führte Ralf Martin mit nur 0,4 Sekunden vor Sebastian Grunert und Carsten Seifert. Zwischenzeitlich war Matthias Luger bis auf Platz sechs zurückgefallen. Auch Berthold Bermel konnte seinen zehnten Platz nicht behaupten, er befand sich auf Rang fünfzehn. Da sich die ersten drei Piloten nicht einig waren, konnten die nachfolgenden Fahrer wieder näher heran kommen.


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Sebastian Grunert griff dann in der neunten Runde Ralf Martin an. Dieser versuchte zwar dagegen zu halten, musste diesen aber am Ende ziehen lassen. Somit hatte es nun einen Führungswechsel gegeben. Carsten Seifert konnte im gleichen Moment auch noch an Ralf Martin vorbeigehen. Damit hatte dieser gleich zwei Plätze verloren. Wenig später waren sich ausgangs der Nockstein-Kehre Ralf Martin und Thomas Kappeler nicht einig, mit der Folge, das beide sich berühten und dort abflogen. Zur gleichen Zeit hatte einer der Piloten aus dem Mittelfeld auch einen Abflug zu verzeichnen. Die Rennleitung schickte zunächst einmal das Safety-Car wieder hinaus.


Doch da alle drei Fahrzeuge an einer sehr ungünstigen Stelle lagen, wurde das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen. Zu dieser Zeit lag Sebastian Grunert auf Rang eins, gefolgt von Carsten Seifert und Swen Landgraf. Berthold Bermel hatte sich auf Rang dreizehn wieder nach vorne gearbeitet. Im nachhinein wurde das Rennen nicht wieder aufgenommen, denn es waren 75 % absolviert worden. Damit wurde das Rennen nach neun gefahrenen Runden gewertet. Das bedeutete, das Sabastian Grunert ganz oben auf dem Treppchen stand, gefolgt von Carsten Seifert und Ralf Martin. Berthold Bermel beendete das Rennen auf Rang 16. Nicole Müllenmeister überquerte das Ziel auf Platz 21.


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In der Meisterschaft führt weiterhin Carsten Seifert mit 174 Punkten vor Sebastian Grunert mit 129 und Harald Proczyk mit 108 Punkten.

Sebastian Grunert, Sieger: "Klar, ich freue mich über den Sieg, denn mehr als gewinnen kann man nicht. Carsten Seifert lieb aber geschickt in meinem Windschatten, so hat er alle Vorteile in der Meisterschaft auf seiner Seite behalten. Da Harald Proczyk schon nach dem Start am Streckenrand stand, bin ich dem Vizetitel einen Schritt näher gekommen."

Carsten Seifert, Zweiter: "Für mich lief fast alles nach Plan. Es war nicht schwer, Sebastian Grunert zu folgen. Der Rennabbruch kam mir ungelegen, denn vielleicht hätte ich in der letzten Runde aus dem Windschatten überholen können. Natürlich freue ich mich über den zweiten Platz und die Chance, morgen vorzeitig Meister zu werden."

Ralf Martin, Dritter: "Der dritte Platz ist nach dem Unfall ein kleiner Trost. Ich fuhr außen neben Thomas Kappeler die gesamte Nocksteinkehre. Keiner gab nach, so passierte der Rennunfall. Wer hier am Kurvenausgang bremst, verliert locker bis zu zehn Positionen."


Ihren zweiten Lauf an diesem Wochenende nahmen die Pilotinnen und Piloten am Sonntag Mittag bei Sonnenschein und sehr warmen Wetter unter die Räder. Als sie in die Startaufstellung fuhren war Ralf Martin nicht mehr mit von der Partie, denn man hatte das Fahrzeug nach dem Unfall von gestern nicht mehr rechtzeitig fertig bekommen. Wie schon am Vortag gab es beim Start keine Probleme und das weit gefächerte Feld fuhr auf die Schikane zu. Da auch hier die ersten sechs Plätze vom Zieleinlauf des Vortages wechseln, hatte sich Matthias Luger auf Startplatz eins stellen können, gefolgt von Swen Landgraf und Thomas Kappeler. Er konnte seine Startposition nicht behaupten, denn Swen Landgraf ging als Erster in die Schikane hinein. Nach der ersten Runde führte Swen Landgraf vor Matthias Luger und Carsten Seifert.


Wie an der Perlenschnur aufgezogen fuhr das Feld hintereinander her. Im Verlauf der zweiten Runde hatte Carsten Seifert Matthias Luger niedergerungen und befand sich nun auf Rang zwei. Die ersten drei Piloten versuchten sich nun vom übrigen Feld abzusetzen. Berthold Bermel konnte seine Position nicht behaupten, er war um einen Platz nach hinten gefallen und lag nun auf Rang 17. Im Verlauf der dritten Runde hatte Patrick Henke einen Abflug zu verzeichnen und hatte sich im Kies eingegraben. Zu dieser Zeit hatte Carsten Seifert die Führung übernommen vor Sebastian Grunert und Matthias Luger. Harald Proczyk und Patrick Winter, die von hinten gestartet waren, befanden sich auf den Rängen 19 und 17.


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An der Spitze hatte es einen Führungswechsel gegeben und zwar war Sebastian Grunert an dem Dresdner vorbeigegangen. Die ersten vier Piloten konnten sich vom übrigen Feld absetzen. Bei noch 15 Minuten verbleibender Zeit musste sich Carsten Seifert harten Attacken von Matthias Luger erwehren. Doch er konnte sich wenig später wieder etwas Luft verschaffen, da nun Matthias Luger in Bedrängnis von Thomas Kappeler geriet. Zu dieser Zeit war Swen Landgraf in die Box gekommen. Nach Beendigung der siebten Runde konnte man die ersten fünf Piloten mit dem berühmten Handtuch zudecken. Eine Runde später hatte sich nun Carsten Seifert Sebastian Grunert zurecht gelegt und konnte an ihm vorbeiziehen. Damit führte nun wieder der Tabellenführer. Es dauerte aber nicht lange und der Gegenkonter von Sebastian Grunert kam und er ging zu dessen Gunsten aus.


Unterdessen erheilt Christian Kosbu von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe. Zu dieser Zeit lag er auf Rang zwölf. Nach neun Runden trat er dann seine Strafe auch an. Berthold Bermel war zu dieser Zeit auf Platz 19 abgerutscht. Eine Runde später setzte sich Thomas Kappeler neben Matthias Luger, er musste aber zurückstecken. Zwischenzeitlich war Roland Schmid mit geöffneter Heckklappe in die Box gekommen. Nicole Müllenmeister, die das Rennen von Rang 21 aus aufgenommen hatte, konnte sich auf Platz 17 fahren. In der Endphase war Thomas Kappeler zurückgefallen. An der Spitze hatten sich die ersten beiden mit 1,2 Sekunden vom übrigen Feld absetzen können. Rang vier hatte nun Marcel Leipert eingenommen. In der vorletzten Runde versuchte Matthias Luger außen in der Fahrerlagerkurve an Carstein Seifert vorbeizugehen. Er musste aber zurück stecken und hatte durch diese Aktion etwas an Boden verloren.


Wenig später hatte sich Carsten Seifert die Führung wieder zurück geholt, Er hatte sich auch mit einigen Metern direkt absetzen können. Nun half Marcel Leipert aber Sebastian Grunert, denn er schob ihn näher an den Dresdner heran und er konnte im nachhinein wieder die Führung übernehmen. Sieger nach 15 Runden wurde Sebastian Grunert, gefolgt von Carsten Seifert und Marcel Leipert. Berthold Bermel wurde als Achtzehnter gewertet. Nicole Müllenmeister überquerte die Ziellinie auf Platz 17.


In der Meisterschaft führt weiterhin Carsten Seifert mit 191 Punkten vor Sebastian Grunert mit 149 und Harald Proczyk mit 108 Punkten.

Sebastian Grunert, Sieger in beiden Rennen: "Klar freue ich mich über die Siege, denn mehr als gewinnen kann man nicht. Carsten Seifert blieb am Samstag geschickt im Windschatten, und Sonntag machte er sehr fair Platz, als ich in der letzten Runde mit Überschuss aus dem Windschatten überholte. Da Harald Proczyk punktelos blieb, bin ich dem Vizetitel einen Riesenschritt näher gekommen."

Carsten Seifert, Zweiter in beiden Rennen: "Für mich lief fast alles nach Plan. Es war nicht schwer, Sebastian Grunert zu folgen. Der Rennabbruch im ersten Rennen kam mir ungelegen, denn vielleicht hätte ich in der letzten Runde aus dem Windschatten überholen können. Natürlich freue ich mich über die beiden zweiten Plätze, denn in Oschersleben brauche ich nur noch maximal drei Punkte zum Titel. Deshalb bin ich auch in der letzten Runde keine Kampflinie gefahren, da in der schnellen Fahrerlagerkurve das Unfallrisiko sehr groß ist."

Marcel Leipert, Dritter im zweiten Rennen: "Nach meinem Ausfall in Assen freue ich mich besonders, dass ich mit nur vier Punkten Rückstand nun wieder alle Chancen in der Juniorwertung habe. Nach einem Schaltfehler von Luger konnte ich zwei widchtige Plätze gutmachen. Dank an alle im rhino`s Team Leipert, denen nach den Testfahrten vor einigen Wochen eine optimale Abstimmung meines Autos gelang."


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