Oschersleben
22.04. - 23.04.2006

EuroSpeedway
13.05. - 14.05.2006

Nürburgring
27.05. - 28.05.2006

Nürburgring
15.06. - 17.06.2006

Assen / NL
15.07. - 16.07.2006

Salzburgring / A
16.09. - 17.09.2006

Oschersleben
29.09. - 01.10.2006


Tabellen

Starterlisten

Serien-Infos



Tabellenführer Carsten Seifert baute diese weiter aus
Enorme Aufholjagd von Harald Hennes und Marcel Leipert

Nach einer kurzen Pause machten sich die Fahrerinnen und Fahrer des Ford Fiesta ST Cup sich vom 15. bis 16. Juli im Rahmen der BERU Top 10 auf dem Weg zu ihrem achten und neunten Lauf im niederländischen Assen. Auf der in den letzten Monaten umgebauten Motorradkurs, der jetzt 4,555 Kilometer Länge beträgt und zwischen Groningen und Emmen liegt, wollten die Flitzer aus Köln wieder für atemberaubende Fights auf der Strecke und für gute Laune im Fahrerlager sorgen. Als Tabellenführer reiste der Dresdner Carsten Seifert mit 121 Punkten vor seinem stärksten Rivalen dem Österreicher Harald Proczyk mit 100 Punkten hier nach Assen an. Harald Proczyk wollte sich nach der Nullrunde auf dem Nürburgring in den Niederlanden wieder in Szene setzen und versuchen, den Anschluss an Carsten Seifert nicht zu verlieren. Die einzige fest eingeschriebene Dame im Feld, Nicole Müllenmeister ist auf dem Vormarsch, denn die Wermelskirchenerin konnte beim letzten Lauf über die Nordschleife auf dem Nürburgring einige ihrer männlichen Mitbewerber hinter sich lassen. Damit sammelte sie ihre ersten Zähler in dieser Saison. Sie hofft nun auf eine Fortsetzung, denn im Jahre 2005 konnte sie in beiden Rennen im niederländischen Assen in die Punkteränge fahren.


34 Pilotinnen und Piloten nahmen am Qualifying, welches am Samstag Vormittag bei sonnig warmen Wetter statt fand, teil. Hier konnte sich direkt Sebastian Grunert in Szene setzen und platzierte sich direkt auf Rang eins, gefolgt von Patrick Winter und Thomas Kappeler. Zu dieser Zeit lagen Harald Proczyk und Carsten Seifert auf den Rängen sieben und acht. Vor diesen beiden konnte sich die einzige Dame im Feld Nicole Müllenmeister schieben. Nach einiger Zeit wechselten die Platzierungen um Rang drei des öfteren. In der Schlussphase hatte sich Carsten Seifert zwar um neun Hundertstel verbessert, aber mehr als der neunte Rang war nicht drin. Von dort aus wird er auch das Rennen am Nachmittag aus aufnehmen.


YS

Die schnellen Zeiten waren direkt am Anfang gefahren worden. Am Ende hatte keiner die Zeit von Sabastian Grunert mit 2:00.301 Minuten unterbieten können und damit wird er von der Pole aus starten. Startplatz zwei und drei nahmen Patrick Winter und Wolfgang Klein ein. Einen sehr guten Startplatz hatte sich Nicole Müllenmeister mit Rang sieben heraus gefahren. Carsten Seifert und Harald Proczyk mussten sich mit den Startplätzen neun und elf zufrieden geben. Die Fahrer vom Team Bohnhorst Mario Koch, Thomas Gerling und Berthold Bermel hatten sich auch mehr als die Ränge 19, 20 und 30 versprochen. Berthold Bermel konnte nur drei Runden absolvieren und musste dann wegen technischer Probleme aufgeben.


YS

Berthold Bermel: "Das war bis jetzt nicht mein Wochenende. Bei der Testfahrt am Freitag brach die Antriebswelle. Beim entscheidenden Zeittraining am Samstag brach bereits nach drei Runden die Kupplung incl. Schwungscheibe und schon stand ich am Ende des Startfeldes zum ersten Rennen."


Der Start zum achten Lauf fand am Samstag Nachmittag ohne größere Probleme statt. Der Pole-Setter Sebastian Grunert hatte einen guten Start. Weit gefächert fuhren sie auf die erste Kurve hinzu. Dort sortierten sie sich alle wieder ein und sie kamen dort gut hindurch. Der Führende hatte nach dem Start direkt etwas Vorsprung herausfahren können. Drei Autos waren in der ersten Runde bereits im Kies gelandet. Davon betroffen waren Nicole Müllenmeister, Marcel Leipert und Thomas Gerling. Nach der ersten Runde führte Sebastian Grunert vor Patrick Winter und Wolfgang Klein. Carsten Seifert konnte zwei Plätze gut machen und befand sich nun auf Rang sieben. Auch Harald Hennes konnte einen Platz gut machen. Einen großen Sprung hatte Berthold Bermel gemacht, denn er war von Startplatz 30 gekommen und lag nach der ersten Runde bereits auf Rang 17. Da die drei Havaristen nun in Ruhe geborgen werden musste, schickte man das Safety Car heraus.


YS

Nach drei gefahrenen Runde wurde das Rennen wieder frei gegeben und am besten kam wieder der Führende Sebastian Grunert weg. Zwischenzeitlich war Marcel Leipert in die Box gekommen. Unterdessen musste sich Thomas Kappeler Carsten Seifert geschlagen geben. Dieser hatte nun Rang fünf eingenommen und versuchte nun Harald Hennes unter Druck zu setzen. Thomas Kappeler bekam es jetzt mit Swen Landgraf zu tun. An der Spitze hatte sich der Führende so richtig noch nicht absetzen können. Denn mit einem gewissen Respektabstand folgten ihm Patrick Winter und Wolfgang Klein. Auch die nachfolgenden Piloten bis Rang elf lagen noch relativ dicht beisammen. Nach fünf Runden hatte Berthold Bermel wieder Plätze gut machen können. Er befand sich nun auf Rang 15.


Im Mittelfeld waren sich zwei Fahrer nicht ganz einig, mit der Folge, das der eine umgedreht wurde und dadurch einige Plätze verlor. In der Zwischenzeit hatte sich der Führende Sebastian Grunert nun von seinen Verfolgern lösen können und zwar führte er das Feld mit einem Vorsprung von 1,9 Sekunden an. Unterdessen war Wolfgang Klein bis auf Platz fünf zurückgefallen. Rang drei nahm nun Daniel Hadorn ein. Carsten Seifert hatte sich nun auch Wolfgang Klein zurecht gelegt und war an diesem vorbeigezogen. Harald Hennes, der bis zu dieser Zeit unter den ersten fünf Piloten lag, kam in langsamer Fahrt in die Box gefahren. Um Platz drei entstand nun ein harter Kampf zwischen Daniel Hadorn und dem Tabellenführer. Wenig später musste Daniel Hadorn diesen ziehen lassen. Harald Proczyk, der stärkste Konkurrent von Carstein Seifert hing auf Rang acht fest.


Von alle dem bekam der Führende nichts mit, denn er baute Runde um Runde seinen Vorsprung immer weiter aus. Patrick Winter auf Platz zwei fahrend, war sich seiner Sache noch nicht sicher, denn Carsten Seifert saß ihm mit 0,3 Sekunden schon arg im Nacken. In der Endphase hatte sich hinter dem Führenden drei Trios gebildet. Nach zehn gefahrenen Runden konnte Patrick Winter dem Druck von Carsten Seifert nicht mehr stand halten und musste diesen ziehen lassen. Damit war er auf Rang zwei vorgefahren. Doch der Gegenkonter ließ nicht lange auf sich warten und Patrick Winter holte sich seinen zweiten Rang wieder zurück. Sieger nach zwölf Runden wurde Sebastian Grunert, der damit einen Start-Ziel-Sieg nach Hause fuhr, gefolgt von Patrick Winter und Carsten Seifert. Berthold Bermel und Mario Koch überquerten die Ziellinie auf den Rängen vierzehn und 26. Harald Proczyk wurde als Achter abgewunken.


YS

In der Meisterschaft führt weiterhin Carsten Seifert mit 136 Punkten vor Harald Proczyk mit 108 und Sebastian Grunert mit 95 Punkten.

Sebastian Grunert, Sieger: "Nach einem sehr gut gelungenem Start war mein Vorsprung durch die Safety-Car-Phase dahin. Aber danach hatte ich keine Mühe, vorneweg zu fahren. Danke an das Team Panhuis für meinen optimal abgestimmten Ford Fiesta ST."

Patrick Winter, Zweiter: "Letztes Jahr freute ich mich auch schon an gleicher Stelle über mein erstes, perfektes Rennen und den zweiten Platz. Die letzten beiden Runden waren im Kampf mit Carsten Seifert hart, aber fair. Nach der letzten Kurve hatte ich Glück, mit wenigen Hundertstelsekunden den Vorteil auf der Ziellinie zu haben. Beim Team Vizethum bedanke ich mich für das perfekt vorbereitete Auto."

Carsten Seifert, Dritter: "Ich bin es ja hier in Assen gewohnt, nach dem Training nicht ganz vorne zu sein. Dafür lief es im Rennen umso besser. Allerdings beanspruchte ich meine Reifen bei der Aufholjagd vom neunten Platz. So schob mein Auto in der letzten Runde ziemlich über die Vorderräder, und Patrick Winter nutzte das zu seinem Vorteil. Das Racing Team East hat mir wieder einen bestens vorbereiteten Ford Fiesta ST an den Start gestellt."


Das zweite Rennen an diesem Wochenende stand für den Ford Fiesta ST Cup am Sonntag Mittag auf dem Programm. An diesem waren zwei Piloten nicht mehr mit von der Partie. Zum einen war es Nicole Müllenmeister und Thomas Gerling, denn beide Autos waren nach dem Crash vom Vortag unreparabel vor Ort in die Tracks eingepackt worden. Für den Salzburgring war bis dahin erst einmal viel Arbeit angesagt. Marcel Leipert, der am Vortag der Kollision von Nicole Müllenmeister und Thomas Gerling ausweichen wollte, hatte sich im nachhinein einen Schaden am Auto zugezogen und wird daher wie auch Harald Hennes, der schon nach sieben Runden aufgeben musste, von ganz hinten starten.


Da die ersten sechs Fahrer in umgekehrter Reihenfolge des Zieleinlaufs vom Vortag starten, stand diesmal Swen Landgraf auf der Pole-Position, gefolgt von Wolfgang Klein und Daniel Hadorn. Auch dieser Start erfolgte wie schon am Vortag ohne größere Probleme und am besten kam Wolfgang Klein weg, denn er hatte vor der ersten Kurve die Führung übernommen. Dahinter folgte Swen Landgraf und Carsten Seifert. Sebastian Grunert war unterdessen an Patrick Winter vorbeigezogen. Kurz vor Start und Ziel konnte Carsten Seifert Swen Landgraf ausbremsen und zog an ihm vorbei auf Rang zwei. Daniel Hadorn lag zu dieser Zeit auf dem vierten Platz. Wolfgang Klein führte immer noch das Feld an, mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,6 Sekunden. Bereits in der zweiten Runde kam der erste ernsthafte Angriff von Carsten Seifert auf den Führenden. Es dauerte auch nicht lange und Wolfgang Klein musste sich geschlagen geben.


Die ersten drei Piloten hatten sich ein wenig vom übrigen Feld absetzen können. Hinter ihnen war das übrige Feld noch dicht beieinander. Aus dem hinteren Mittelfeld rutschte Norman Rexin über die Körbs hinaus ins Kiesbett. Nach drei gefahrenen Runden hatte auch Swen Landgraf Wolfgang Klein niedergerungen und ihn auf Rang drei verwiesen. Zwischenzeitlich war Daniel Hadorn von der Strecke gerutscht, kam aber wieder auf diese zurück und hatte dabei noch Glück, das er Niemanden traf. Er musste sich dann auf Rang elf wieder einreihen. Sebastian Grunert, der das Rennen am Vortag gewann, lag auf der vierten Position und versuchte nun den Anschluss an Wolfgang Klein zu finden.


YS

Im Verlauf der sechsten Runde hatte er es dann geschafft und war an diesem dran. Er versuchte nun ihn in einen Fehler zu treiben, um dann auf Rang drei vorzufahren. Im Mittelfeld wurden harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Wenig später hatte Sebastian Grunert wohl einen kleinen Fehler gemacht, denn er war plötzlich von Wolfgang Klein weit weg. Der Abstand betrug nun 1,9 Sekunden. Fast zur gleichen Zeit war Harald Proczyk und Moritz Bahlsen in die Box gekommen. Damit war für diese beiden das Rennen früher beendet als geplant. Berthold Bermel hatte sich aus allem herausgehalten und war auf Rang zwölf vorgefahren. Ende der Start und Zielgeraden versuchte man dann zu dritt oder sogar zu viert durch diese Kurve zu gehen. Doch sie mussten sich alle vorher ordentlich wieder sortieren.


Nach acht Runden hatten sich Carsten Seifert und Swen Landgraf etwas von Wolfgang Klein lösen können. Diese beiden waren ihm mit 1,1 Sekunden davon gefahren. Sebastian Grunert auf Platz vier konnte das Tempo nicht mehr mitgehen, anscheinend hatte er wohl die Reifen etwas überfordert. Denn der Abstand zwischen Wolfgang Klein und Sebastian Grunert betrug 1,8 Sekunden. Er war jetzt etwas schneller als Wolfgang Klein unterwegs. Harald Hennes, der von ganz hinten gestartet war, hatte eine enorme Aufholjagd hinter sich, denn er war bis dahin schon bis auf Rang 15 vorgefahren. Marcel Leipert, der auch von ganz hinten kam, lag drei Plätze hinter Harald Hennes. Beide versuchten nun in der Endphase noch etwas weiter nach vorne zu kommen.


In den letzten zwei Minuten hatte sich Harald Hennes noch weiter nach vorne schieben können und zwar nahm er nun Rang dreizehn ein und lag direkt hinter Berthold Bermel. Zu dieser Zeit war Holger Wesselmann in die Box gekommen und gab dort vorzeitig auf. Auch für Mario Koch und Roy Wunderlich war zu dieser Zeit das Rennen schon früher beendet als geplant. Zwischenzeitlich hatte sich Sebastian Grunert wieder bekrabbelt und war näher an Wolfgang Klein herangekommen. Dieser musste nun in der letzten Runde noch aufpassen, das er den dritten Platz nicht an Sebastian Grunert verliert. Sieger nach dreizehn Runden wurde Carsten Seifert, der sich zwichenzeitlich auch von Swen Landgraf lösen konnte. Zweiter und Dritter wurde Swen Landgraf und Wolfgang Klein. Berthold Bermel, Harald Hennes und Marcel Leipert kamen auf den Plätzen zwölf, dreizehn und vierzehn ins Ziel.


In der Meisterschaft führt weiterhin Carsten Seifert mit 156 Punkten vor Sebastian Grunert mit 109 und Harald Proczyk mit 108 Punkten.

Carsten Seifert, Sieger: "Nach meine dritten Platz von gestern heute ein Sieg. Das Racing Team East hat mir wieder einen bestens vorbereiteten Ford Fiesta ST an den Start gestellt und so lief alles perfekt."

Swen Landgraf, Zweiter: "Nach misslungenem Start von der Pole musste ich Wolfgang Klein passieren lassen, konnte aber im Windschatten locker folgen. Dann konnte ich überholen und sah Carsten Seifert in meinem Windschatten. Beim Angriff meines Teamkollegen vom Racing Team East wehrte ich mich nicht, danach lief alles perfekt."

Wolfgang Klein, Dritter: "Mir gelang einer meiner besten Starts überhaupt. Dann waren aber Carsten Seifert und Swen Landgraf nicht zu halten. Sebastian Grunert konnte in der Folge zu mir aufschließen, aber im Rückspiegel sah ich, wie er immer wieder im Drift zu kämpfen hatte. So konnte ich auf dem dritten Platz ungefährdet bis ins Ziel fahren."


YS