Hockenheim
07.04. - 09.04.2006

EuroSpeedway
28.04. - 30.04.2006

Oschersleben
19.05. - 21.05.2006

Brands Hatch / GB
30.06. - 02.07.2006

Norisring
21.07. - 23.07.2006

Nürburgring
18.08. - 20.08.2006

Zandvoort / NL
01.09. - 03.09.2006

Barcelona / E
22.09. - 24.09.2006

Le Mans / F
13.10. - 15.10.2006

Hockenheim
27.10. - 29.10.2006


Tabellen

Starterlisten

Serien-Infos



Mercedes holt auch die Vizemeisterschaft
Erste Pole-Position für Heinz-Harald Frentzen

Im Badischen Hockenheim sollte es vom 27. bis 29. Oktober im Rahmen der DTM noch einmal spannend werden. Trotz das die Meisterschaft schon vorzeitig durch Bernd Schneider (Mercedes) vor vierzehn Tangen in Le Mans (Frankreich) entschieden wurde, war die Vizemeisterschaft noch völlig offen. Diese führt mit 54 Zählern Bruno Spengler (DaimlerChrysler Bank AMG Mercedes) vor Tom Kristensen (Audi) mit 50 Zählern an. Auf der 4,574 Kilometer langen Grand Prix Strecke werden die Audi-Piloten beim zehnten und letzten Lauf in dieser Saison alles daran setzen, um mit dem fünften Saisonsieg im Prestigeduell gegen Mercedes-Benz gleichzuziehen.


YS

Tom Kristensen (Audi Sport Team Abt Sportline): "Nachdem ich in Le Mans den zweiten Platz an Bruno Spengler verloren habe, will ich ihn mir beim Finale in Hockenheim zurückholen. Mein A4 war dort schon im April, als ich Zweiter wurde, sehr gut, und seitdem ist das Auto noch besser geworden. Es wird bestimmt wieder ein harter Fight mit Mercedes auf deren Heimstrecke. Aber genau das wollen die Fans ja sehen - und es werden wohl sehr viele sein, die nach Hockenheim kommen."

Vanina Ickx (Futurecom TME): "Hockenheim ist das letzte Rennen einer ganz besonderen Saison für mich. Auch wenn sie bisher nicht so erfolgreich war, wie ich mir das gewünscht hätte, werde ich alles versuchen, sie mit einem guten Ergebnis zu beenden."

Pierre Kaffer (Audi Sport Team Phoenix, Castrol Audi A4 DTM): "Es macht immer viel Spaß, beim Saisonabschluss in Hockenheim zu fahren. Wir werden versuchen, mit möglichst vielen Audi in die Punkteränge zu fahren. Mein Ziel ist es, im letzten Rennen des Jahres noch einmal den einen oder anderen Punkt zu ergattern."


YS

Frank Stippler (Audi Sport Team Rosberg, S line Audi A4 DTM): "Hockenheim wird der letzte Versuch, die Saison 2006 schön abzuschließen. In Barcelona hat das ja schon ganz gut geklappt, mein Rennen in Le Mans war dagegen sehr früh beendet. Beim ersten Lauf in Hockenheim waren wir gut dabei, deshalb blicke ich zuversichtlich auf das Finale."

Timo Scheider (Audi Sport Team Rosberg, Gebrauchtwagen:plus Audi A4 DTM): "Mit der besonderen Atmosphäre im Motodrom ist Hockenheim immer ein toller Saisonabschluss. Ich habe noch die Aussicht, der beste Fahrer eines 05er Autos zu werden. Das ist zwar relativ schwierig, weil ich im Augenblick fünf Punkte Rückstand auf Jean Alesi habe. Aber in der DTM ist nichts unmöglich!"

Nicolas Kiesa (Futurecom TME, Futurecom Audi A4 DTM): "Das Rennen in Le Mans musste ich wegen meiner Beinverletzung leider auslassen. Ich hoffe, dass ich in Hockenheim die Genehmigung vom Rennarzt erhalte, wieder an den Start gehen zu dürfen. Fit genug fühle ich mich."

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): "Unsere Ziele für das DTM-Finale sind klar. Wir wollen in Hockenheim unseren fünften Saisonsieg einfahren, Tom (Kristensen) auf den zweiten Platz in der Meisterschaft nach vorne bringen und uns vor zahlreichen Audi Fans mit einer guten Vorstellung in die Winterpause verabschieden. Über das Jahr hinweg haben wir gezeigt, dass wir mit unseren Autos siegfähig sind."


Bernd Schneider (Vodafone AMG-Mercedes): "Mein letzter Sieg in Hockenheim war mein 13. hier, doch die Zahl hat mir offensichtlich Glück gebracht, denn er war der Grundstein zu meinem fünften DTM-Meistertitel. Die Atmosphäre beim Saisonfinale ist immer etwas ganz Besonderes, es wäre toll, dieses Rennen zum dritten Mal in Folge zu gewinnen."

Bruno Spengler (DaimlerChrysler Bank AMG-Mercedes): "Ich fahre gern in Hockenheim. Ich will um meinen zweiten Platz in der Meisterchaft kämpfen und meinen Drei-Punkte-Vorsprung vor Tom Kristensen ins Ziel bringen."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: "Auf der Strecke wird es auch bei bereits entschiedener Meisterschaft alles andere als ein "Schaulaufen" geben, denn das Hockenheim-Rennen vor Rekord-Zuschauerkulisse war stets ein Prestige-Duell und wer gewinnt nicht besonders gerne vor ausverkauftem Haus? Für uns wird dies auch bei unserer guten Hockenheim-Bilanz nicht leicht, Audi hat sich viel vorgenommen und möchte die Saison auf einem Hoch abschließen. Aber in unserem Team ist nach dem Titelgwinn von Bernd Schneider der Ehrgeiz und die Konzentration nur gestiegen: Leichter als bei allen Rennen bisher werden wir uns in Hockenheim sicher nicht geschlagen geben."


Für die 20 Fahrerinnen und Fahrer ging es am Freitag Morgen bei nasser Strecke zum ersten Mal hinaus. Hier hatte sich beim ersten Test der Finne Mika Häkkinen (AMG Mercedes) mit 28 absolvierten Runden und einer Zeit von 1:48.955 Minuten durchsetzen können. Rang zwei und drei gingen an Bernd Schneider (Vodafone AMG Mercedes) und Christian Abt (Audi Sport Team Phoenix). Tom Kristensen (Audi Sport Team Abt) platzierte sich auf Rang vier. In den Top 10 lagen in dieser Sitzung sechs Audi-Piloten. Als beste Dame belegte Susie Stoddart (AutoScout24 AMG Mercedes) den 15. Rang. Auf Platz 20. stand die zweite Dame im Feld Vanina Ickx (Futurecom TME). Auf den zwölften Platz stellte sich der Schwede Thed Björk, der Teamkollege von Vanina Ickx mit seinen Audi A4. Damit war er bester Pilot eines 04er-Fahrzeugs.


YS

Beim zweiten Test am Freitag Mittag hatte der Wettergott ein Einsehen, die Sonne schien und die Strecke war wieder trocken. Damit konnten auch schnellere Zeiten gefahren werden. Zunächst einmal wechselten die Führungspositionen des öfteren. Nach ungefähr einer halben Stunde hatte sich Stefan Mücke (TV Spielfilm AMG-Mercedes) mit einer Zeit von 1:38.234 Minuten an die Spitze setzen können, gefolgt von Christian Abt und Susie Stoddart. Für sie war es das bislang beste Ergebnis. Es standen aber immerhin noch eine zu fahrende Stunde auf der Uhr. Bis dahin würde noch viel passieren. Etwas später konnte sich dann Pierre IKaffer (Audi Sport Team Phoenix) auf Platz eins stellen. Der vorzeitge Meister Bernd Schneider lag zu dieser Zeit auf Rang zehn. Bruno Spengler und Tom Kristensen lagen auf den Rängen dreizehn und vierzehn.


Beim zweiten Test am Freitag Mittag hatte der Wettergott ein Einsehen, die Sonne schien und die Strecke war wieder trocken. Damit konnten auch schnellere Zeiten gefahren werden. Zunächst einmal wechselten die Führungspositionen des öfteren. Nach ungefähr einer halben Stunde hatte sich Stefan Mücke (TV Spielfilm AMG-Mercedes) mit einer Zeit von 1:38.234 Minuten an die Spitze setzen können, gefolgt von Christian Abt und Susie Stoddart. Für sie war es das bislang beste Ergebnis zu dieser Zeit. Es standen aber immerhin noch eine zu fahrende Stunde auf der Uhr. Bis dahin würde noch viel passieren. Etwas später konnte sich dann Pierre Kaffer (Audi Sport Team Phoenix) auf Platz eins stellen. Der vorzeitge Meister Bernd Schneider lag zu dieser Zeit auf Rang zehn. Bruno Spengler und Tom Kristensen lagen auf den Rängen dreizehn und vierzehn. Am Ende dieser Sitzung hatte sich dann Bruno Spengler mit 27 gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:34.992 Minuten gegenüber seinen Konkurrenten behaupten können, gefolgt von Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) und Mika Häkkinen. Bernd Schneider und Tom Kristensen lagen auf den Rängen sechs und dreizehn. Die beiden Damen, Susie Stoddart und Vanina Ickx mussten sich mit den Plätzen 18 und 20 zufrieden geben. Diesmal war das Verhältnis von Mercedes und Audi-Piloten ausgeglichen, denn es befanden sich jweils fünf von ihnen unter den Top 10.


Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline): "Heute Vormittag haben wir unter nassen Bedingungen lediglich bewährte Abstimmungen noch einmal gecheckt. Spannender war der Nachmittag, an dem wir einige neue Wege ausprobiert haben, die gut funktionierten. Deshalb freue ich mich jetzt auf morgen."

Tom Kristensen (Audi Sport Team Abt Sportsline): "Wir haben heute vier Jahreszeiten an einem einzigen Tag erlebt. Deshalb war Teamwork sehr wichtig, um an unseren Autos alle möglichen Abstimmungsvarianten ausprobieren zu können. Weil ich am Ende der Trainingssitzung heute Nachmittag nicht mehr mit neuen Reifen hinausgefahren bin, mache ich mir keine großen Gedanken über meine Position - sehr wohl aber über den Mann ganz oben auf dem Zeitenmonitor: Bruno Spengler, mein Rivale im Kampf um die Vizemeisterschaft."


Das freie Training der DTM nahmen die Pilotinnen und Piloten am Samstag Morgen bei abtrocknender Strecke unter die Räder. Zunächst einmal wechselten wie immer die Führungspositionen. Ungefähr vierzehn Minuten vor Schluss hatte Vanina Ickx in der Spitzkehre einen heftigen Einschlag nachdem sie zuvor mit dem hinteren linken Rad auf die nasse Wiese gekommen war. Ob sie am morgigen Rennen teilnehmen wird, musste erst einmal abgewartet werden, ob das Auto bis dahin wieder aufgebaut werden konnte. Denn im Vorderbau war es schon mächtig zerstört. Ihr persönlich war nichts passiert. Jetzt wurde dieses Training erst einmal mit der roten Flagge unterbrochen. Als dieses Fahrzeug dann geborgen war, wurde diese Sitzung noch einmal für ungefähr fünf Minuten frei gegeben. Am Ende hatte sich Martin Tomczyk durchsetzen können und stand mit einer Zeit von 1:34.821 Minuten auf Platz eins, gefolgt von Christian Abt und Mattias Ekström. Als bester Mercedes-Pilot platzierte sich Mika Häkkinen auf Rang vier. Bernd Schneider befand sich auf Rang acht. Für Tom Kristensen lief es noch nicht so optimal, den er musste sich zunächst einmal mit dem dreizehnten Platz zufrieden geben.


YS

Um 13.40 Uhr wurde es nun ernst für die Pilotinnen und Piloten, denn jetzt stand das Qualifying auf dem Programm. In der ersten Session scheiden insgesamt sechs von ihnen aus. So nach und nach gingen sie dann auch fast alle auf die Strecke hinaus. Zunächst führte Stefan Mücke mit einer Zeit von 1:35.094 Minuten vor Daniel La Rosa und Mathias Lauda. Doch dabei sollte es nicht bleiben, denn es dauerte nicht lange und da hatte er vorzeitige Meister Bernd Schneider Rang eins eingenommen vor Jamie Green und Bruno Spengler. Tom Kristensen war ganz kurz draußen gewesen, dann aber sofort wieder herein gekommen. Er setzte wohl nun alles auf eine Karte. Es blieben ihm nur noch zwei Minuten um unter die ersten vierzehn Fahrer zu kommen. Was ihn dann auch gelang, denn er wurde beim Überfahren der Ziellinie auf Rang fünf gewertet. Zur gleichen Zeit hatte der Franzose Jean Alesi es in der Nordkurve es übertrieben, denn dort war er zu schnell unterwegs und drehte sich von der Strecke. Danach wurde er auf Platz vierzehn gewertet. Dabei blieb es aber nicht, denn in den letzten Sekunden hatte sich Heinz-Harald Frentzen qualifiziert auf Platz vierzehn und hatte damit Jean Alesi hinausgeschmissen und zwar mit einer Tausendsel Sekunde. Als die Uhr Null zeigte waren folgende Fahrer nicht mehr mit von der Partie: Jean Alesi, Alexandros Margaritis, Mathias Lauda, Thed Björk und Susie Stoddart.


Nach einer kurzen Pause ging es dann wieder hinaus, um die zweite Sitzung hinter sich zu bringen. In dieser kamen nur die ersten acht Fahrer weiter. Jetzt hatten sie zehn Minuten Zeit eine ganz schnelle Runde hinzulegen. Als Erster war nun Pierre Kaffer hinausgegangen und legte mit einer Zeit von 1:41.976 Minuten die Meßlatte für die anderen Piloten. Rang zwei und drei nahmen Jamie Green und Timo Scheider ein. Tom Kristensen befand sich auf Rang sieben. Runde um Runde wechselten nun die Führungspositionen. Unterdessen hatte Bruno Spengler beim Anbremsen der Spitzkehre etwas Probleme, denn dort kam er viel zu weit nach außen. Zu dieser Zeit war er nicht mehr mit von der Partie. Nun hatte er noch vier Minuten Zeit sich unter die ersten acht Piloten zu schieben. Er hatte nur dier vierzehn schnellste Zeit gefahren. Kurz vor Schluss hatte Bruno Spengler es dann geschafft sich auf Rang eins zu stellen, doch dabei sollte es nicht bleiben, denn wenig später hatte Bernd Schneider noch einiges zugelegt und übernahm das Zepter. Doch als die Zeit abgelaufen war hatte sich Martin Tomczyk mit einer Zeit von 1:33.781 Minuten auf Platz eins geschoben vor Bernd Schneider und Tom Kristensen. Für Stefan Mücke, Christian Abt, Mattias Ekström, Timo Scheider, Pierre Kaffer und Frank Stippler war der Zug abgefahren, sie hatten sich nicht qualifiziert.


In der letzten Session ging es also um die Startaufstellung für die ersten acht Fahrer. Die erste Zeit legte Jamie Green mit 1:47.536 Minuten hin, gefolgt von Bruno Spengler und Bernd Schneider. Bei noch vier Minuten verbleibender Zeit waren fünf Piloten noch gar nicht hinaus gegangen. Wenig später machte sich dann Tom Kristensen auf den Weg und schob sich auf Rang vier. Bei noch einer Minute Zeit ging erst Daniel La Rosa auf die 4,574 Kilometer lange Strecke hinaus. Zwischenzeitlich hatte es wieder einen Führungswechsel gegeben. Nach Beendigung dieser sechs Minuten hatte sich Heinz-Harald Frentzen mit einer Zeit von 1:33.518 Minuten die Pole-Position geholt, gefolgt von Bruno Spengler und Jamie Green. Tom Kristensen wird das Rennen von Rang fünf aus aufnehmen.


YS

Heinz-Harald Frentzen (1. Startplatz, Audi Sport Team Abt): "Ich freue mich sehr über meine erste Pole-Position. Ich kann meine Gefühle kaum in Worte fassen und bin sehr überrascht über das Ergebnis. Hier ist es durchaus wichtig, auf der Pole zu stehen. Ich bin gespannt, ob wir morgen ein ähnlich gutes Ergebnis erzielen können. In der ersten Qualifying-Session hatten wir ein paar Probleme. Glücklicherweise haben wir am Setup das Richtige geändert, so dass alles gepasst hat."

Bruno Spengler (2. Startplatz, DaimlerChrysler Bank AMG-Mercedes): "Mit Startplatz zwei bin ich zufrieden. Allerdings hatte ich in den letzten beiden Kurven zwei kleine Fehler, was mich wahrscheinlich ein Zehntel gekostet hat. Die Pole Position war auf jeden Fall möglich, aber Heinz-Harald hat wirklich eine super Runde hingelegt."

Jamie Green (3. Startplatz, Salzgitter-AMG-Mercedes): "Startplatz drei ist ein gutes Ergebnis. Mit einem guten Start ist morgen alles möglich. Insgesamt ist das Wochenende nicht einfach, denn die Wetterbedingungen ändern sich ständig. Es wäre toll, wenn ich morgen meinen ersten DTM Sieg feiern könnte."


YS

Das sonntägige Warm up fand bei feuchter Strecke und kühlem Wetter statt. Die Fahrerinnen und Fahrer waren mit Regenreifen draußen. Das Team von Vanina Ickx hatte eine Nachtschicht eingelegt und das Fahrzeug wieder aufgebaut. Sie durfte nun auch am Rennen am Nachmittag teilnehmen. In dieser Sitzung hatte zunächst Jamie Green mit einer Zeit von 1:51.114 Minuten das Sagen vor Bernd Schneider und Alexandros Margaritis. Wenig später war der Finne Mika Häkkinen auf Abwegen unterwegs. Er kam zu weit nach außen und pflügte einmal den Rasen um. Wenig später wechselten dann die Positionen an der Spitze. Bernd Schneider hatte mit einer Zeit von 1:50.172 Minuten das Zepter übernommen. Er hatte zu dieser Zeit sieben Runden absolviert. Er war danach in die Box gekommen. Tom Kristensen befand sich auf Platz sieben. Bruno Spengler sein stärkster Widersacher in der Vizemeisterschaft befand sich auf Rang elf. Heinz-Harald Frentzen fuhr auf Rang zwölf. Die beiden Damen Susie Stoddart und Vanina Ickx fuhren auf den Plätzen 18 und 19. Am Ende dieser Sitzung hatte sich dann Pierre Kaffer mit einer Zeit von 1:47.286 Minuten auf Rang eins gestellt, gefolgt von Tom Kristensen und Christian Abt. Bruno Spengler belegte den zwölften Platz. Als beste Dame platzierte sich Susie Stoddart auf Rang acht.


Um 14.00 Uhr ging es nun zum letzten Mal für die Pilotinnen und Piloten hinaus auf die 4,574 Kilometer lange Strecke. Es stand nun nämlich das Finale der DTM auf dem Programm. Die Meisterschaft war ja seit Le Mans schon für Bernd Schneider längst gegessen. Hier ging es jetzt noch um die Vize-Meisterschaft zwischen Bruno Spengler und Tom Kristensen. Für Jean Alesi war es auch der letzte Lauf in der DTM, denn er hört nach diesem Rennen auf. Der Start wurde bei sonnigem Wetter in Angriff genommen und der Pole-Setter Heinz-Harald Frentzen hatte einen guten Start und führte das Feld in die erste Kurve hinein. Durch diese kamen sie alle gut hindurch. Überall sah man schon harte aber faire Zweikämpfe. In der Spitzkehre waren sie sehr diszipliniert unterwegs. Unterdessen hatte Heinz-Harald Frentzen sich schon mit einigen Wagenlängen abgesetzt. Wenig später wurde Frank Stippler von einem anderen Konkurrenten angeschubst und musste danach mit einem havarierten Fahrzeug neben der Strecke zunächst stehen bleiben. nach einiger Zeit hoppelte er langsam in den Notausgang. Nach der ersten Runde führte Heinz-Harald Frentzen vor Jamie Green und Martin Tomczyk. Bruno Spengler und Tom Kristensen befanden sich auf den Rängen vier und fünf. In der Zwischenzeit war Frank Stippler in die Box gekommen. Er hatte sich einen Reifenschaden zugezogen und musste das Rennen früher als geplant beenden. Als beste Dame war Susie Stoddart auf dem 15.Platz unterwegs.


An der Spitze wurde Heinz-Harald Frentzen arg unter Druck gesetzt. Jamie Green wollte in der Spitzkehre an ihm vorbeiziehen, musste dann aber zu weit nach außen und dies nutzte sofort Martin Tomczyk aus. Damit hatte Audi nun eine Doppelführung. Bruno Spengler hatte sich auch auf Rang drei vorgearbeitet. Tom Kristensen wurde von dem Meister Bernd Schneider beschäftigt. Zwischen Christian Abt und Mika Häkkinen auf Rang Sieben wurde zu dieser Zeit der Lack ausgetauscht. Auch für Stefan Mücke war nach vier gefahrenen Runden das Rennen zu Ende. Er war in die Box gekommen und musste dort mit technischen Problemen aufgeben. Die ersten sechs Piloten waren dicht beieinander. Danach riss das Feld mit 3,2 Sekunden ab. Eine Runde später hatte Bernd Schneider sich gleich Jamie Green und Tom Kristensen geschnappt und lag nun auf Platz vier. Die beiden Führenden Heinz-Harald Frentzen und Bruno Spengler hatten sich etwas absetzen können. Martin Tomczyk befand nur noch auf Rang fünf wieder. Unterdessen waren Tom Kristensen und Mika Häkkinen sowie Timo Scheider schon zum Pflichtboxenstopp herein gekommen. Nach sechs Runden lag der Meister Bernd Schneider schon auf Platz drei mit einem Rückstand von 1,5 Sekunden auf Bruno Spengler.


Runde um Runde kam Bernd Schneider näher an das Führungsduo herein. Nach neun Runden konnte man die Spitzengruppe mit dem berühmten Handtuch zudecken. Wenig später kam dann Bernd Schneider herein. An der Spitze hatte sich Bruno Spengler nun Heinz-Harald Frentzen zurecht gelegt und setzte sich neben ihm. Einige Meter fuhren sie so zusammen, bevor Bruno Spengler dann vorbeizog und damit die Führung übernommen hatte. Nach elf Runden kam Heinz-Harald Frentzen herein, gefolgt von Martin Tomczyk und Jean Alesi. Bernd Schneider hatte sich nun hinter Tom Kristensen auf Rang zwölf wieder eingereiht. Bruno Spengler führte mit 2,6 Sekunden vor Jamie Green und Christian Abt. Kurze Zeit später gab es eine Verwarnung für Bernd Schneider, weil er bei Tom Kristensen zu hart angeklopft hatte. Bernd Schneider versuchte nun an Heinz-Harald Frentzen und Tom Kristensen vorbeizukommen. Doch diese beiden schlugen ihm jedes Mal die Tür vor der Nase zu. Es ging hier um die Plätze acht, neun und zehn. Martin Tomczyk sah sich dies in aller Ruhe an, denn er lag direkt hinter Bernd Schneider. Der Führende Bruno Spengler hatte nun einen Vorsprung von 3,3 Sekunden. Bernd Schneider der hinter diesen beiden Audi-Piloten fest hing, sah nur eine Chance freie Fahrt zu bekommen, indem er zu seinem zweiten Pflichtboxenstopp herein kam.


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Nach 18 Runden kamen nun auch die beiden Führenden Bruno Spengler und Jamie Green rein. Tom Kristensen legte nun seinen zweiten Stopp ein. Damit fürhte nun Mattias Ekström vor Daniel La Rosa und Alexandros Margaritis. Nach 20 Runden war in der Boxengasse wieder Arbeit angesagt und zwar fuhren nun Mattias Ekström und Daniel La Rosa herein. Für den Finnen Mika Häkkinen war zu dieser Zeit die Fahrt schon zu Ende, denn er war in die Box gekommen und dort ausgestiegen. Die Führung hatte nun wieder Bruno Spengler mit einem Vorsprung von 3,3 Sekunden inne, gefolgt von Jamie Green und Heinz-Harald Frentzen. Tom Kristensen befand sich zu dieser Zeit auf dem achten Rang. Zwischenzeitlich hatte Mattias Ekström sich Christian Abt zurecht gelegt und zog an ihm vorbei auf Platz drei. Pierre Kaffer musste mit einem technischen Problem hereinkommen. Bruno Spengler hatte sich einen Vorsprung von 10,4 Sekunden erarbeitet, als er zu seinem zweiten Stopp herein kam. Es reichte aber nicht vor Mattias Ekström herauszugehen, doch dieser musste seinen zweiten Stopp noch absolvieren. Bei einem Zweikampf zwischen Alexandros Margaritis und Daniel La Rosa zog La Rosa den Kürzeren, denn danach war sein Fahrzeug beschädigt und er musste die Box ansteuern. Mattias Ekström hatte mit 3,5 Sekunden an der Spitze vor Bruno Spengler und Jamie Green das Sagen, aber er war bis dahin nur einmal in der Box gewesen.


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Tom Kristensen lag mit 7,7 Sekunden Rückstand hinter Jamie Green auf Rang vier. Ihm im Nacken saß schon wieder Bernd Schneider. Bei noch acht zufahrenden Runden hatte Bruno Spengler sich wieder in Führung setzen können, weil Mattias Ekström seinen zweiten Boxenstopp eingelegt hatte. In diesem Moment war Christian Abt auf Abwegen unterwegs. Zur gleichen Zeit war auch für Thed Björk das Rennen in der Box früher zu Ende als gedacht. Anscheinend hatte er sich nach seinem Dreher einen Schaden zugezogen. In der Endphase hatte Alexandros Margaritis auf Rang zehn liegend ein technisches Problem. Wenig später drehte sich dann auch noch Heinz-Harald Frentzen als er auf dem sechsten Platz fuhr, nachdem er zuvor von Mattias Ekström angeschubst wurde. Nach 35 Runden hatte Mattias Ekström in der Box mit einem beschädigten Fahrzeug im Bereich der Frontpartie auch aufgeben müssen. Sieger nach 37 Runden wurde Bruno Spengler, der sich mit seinem vierten Sieg auch die Vizemeisterschaft sicherte, gefolgt von Jamie Green und Tom Kristensen. Bernd Schneider beendete das Rennen auf Rang vier. Als beste Dame kam Susie Stoddart auf Rang neun herein. Von den 20 gestarteten Piloten waren nur zwölf ins Ziel gekommen.


Mit 71 Punkten beendete Bernd Schneider die Meisterschaft 2006 vor Bruno Spengler mit 63 und Tom Kristensen mit 56 Punkten.

Bruno Spengler (Sieger, DaimlerChrysler Ank AMG-Mercedes): "Heute ging es um die Wurst. Es waren fünf Autos sehr nah beieinander, das war wie bei einem Kart-Rennen und hat viel Spaß gemacht. Mein Team hatte eine hervorragende Strategie. Heute war einfach mein Tag. Ich bin mit meinem Jahr total zufrieden, auch wenn es noch besser hätte sein können. Mein Ziel war, unter die ersten Fünf zu kommen, also bin ich jetzt sehr happy."

Jamie Green (2. Platz, Salzgitter-AMG-Mercedes): "Ich hatte einen guten Start und war anfangs sehr viel schneller als Hreinz-Harald Frentzen. Platz zwei ist ein gutes Ende der Saison. Nächstets Jahr will ich meinen ersten DTM-Sieg holen."

Tom Kristensen (3. Platz, Audi Sport Team Abt): "Das war heute ein DTM Rennen vom Feinsten, und ich bin froh, auf dem Podium zu stehen. Wir hatten in der Saison Highlights, aber erst am Ende wird abgerechnet. Das war leider nicht genug. Bernd war dieses Jahr einfach nicht zu schlagen. Hut ab! Bernd ist ein verdienter Champion. Ich habe großen Respekt vor seiner einmaligen Leistung in diesem Jahr."


Norbert Haug (Mercedes-Benz-Motorsportchef): "Ich möchte mich zunächst bei Audi bedanken, es war eine ganz tolle Saison. Jetzt steht es nach Siegen sechs zu vier, weil wir heute einfach das bessere Ende hatten. Das war Tourenwagensport auf höchstem Level. Die vier Siege des jungen Bruno Spengler sind beeindruckend. Noch beeindruckender ist natürlich der fünfte Titel für Bernd Schneider, der in der ganzen Saison einen großen und guten Kampf mit Tom Kristensen hatte. Der Kampf auf der Strecke war nie enger als in dieser Saison. Man muss dafür nur einen Blick auf die gefahrenen Zeiten werfen und sieht, wie eng die Autos beieinander liegen. Vor allem die Rennen im Ausland haben mich in diesem Jahr sehr beeindruckt. Die Premiere in Barcelona war ein toller Start in einem Land, in dem die Serie bis dahin nicht bekannt war. Direkt danach hatten wir ein ebenfalls sehr erfolgreiches erstes Rennen in Le Mans. Für einen möglichen dritten Hersteller habe ich eine Botschaft: Audi und Mercedes-Benz haben in der abgelaufenen Saison das Publikum mit gutem und tollem Sport unterhalten, und uns sind Gegner immer willkommen."

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): "Wir haben beim Finale tollen Tourenwagen-Sport gesehen. Die Duelle rund um Tom (Kristensen) haben allerdings auch dazu geführt, dass Bruno Spengler und Jamie Green vorne frei fahren und sich vom Feld absetzen konnten. Tom hat einen weiteren Podiumsplatz für Audi geholt. In der Gruppe, in der er gekämpft hat, hatte er immer die Nase vorne. Enttäuscht bin ich über den Unfall zwischen Mattias (Ekström) und Heinz-Harald (Frentzen), der völlig unnötig war. Wir haben es in diesem Jahr leider nicht geschafft, den Titel zu holen, obwohl wir alles gegeben haben. Wir sind ab Brands Hatch wegen einer Nullrunde hinterhergelaufen. Jetzt gilt es, den Titel im nächsten Jahr zurückzuholen."


Heinz-Harald Frentzen (14. Platz, Audi Sport Team Abt Sportsline): "Ich bin sehr enttäuscht. Von der Pole Position aus hätte ich mir natürlich mehr erwartet. Leider kam ich immer als Letzter an die Box, konnte die Reifen so nicht ausnutzen und wurde sukzessive nach hinten gereicht. Und dann werde ich noch vom eigenen Teamkollegen umgedreht."

Pierre Kaffer (Audi Sport Team Phoenix): "Das war ein Super-Rennen bis zum Ausfall. Der Start war etwas turbulent. Ich war zur falschen Zeit am falschen Platz und habe einige Zeit verloren. Als ich frei fahren konnte, hat man gesehen, dass mein Tempo gut war, ebenso wie das von Christian (Abt). Leider bekamen wir nach dem zweiten Boxenstopp ein Problem mit den Bremsen. Heute wäre es möglich gewesen, in die Punkte zu fahren. Jeder sieht, dass unsere Leistungskurve stark nach oben gezeigt hat."

Frank Stippler (Audi Sport Team Rosberg): "Ich hatte einen guten Start, musste mich aber so orientieren, dass ich der Gruppe von Audi Fahrern vor mir nicht zu nahe komme. Gleichzeitig drückten von hinten Mercedes-Piloten. Das Auto war gut, doch dann bekam ich einen Treffer. Ich hoffe, gestärkt aus diesem schwierigen Jahr hervorzugehen."