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Tom Kristensen ganz oben auf dem Treppchen Tabellenführer kann seinen Vorsprung weiter ausbauen Am ersten Septemberwochenende reist die DTM zum siebten Lauf auf dem niederländischen Dünenkurs von Zandvoort an und der Titelkampf geht in seine entscheidende Phase. Als Tabellenführer wird der Mercedespilot Bernd Schneider das Rennen an der Nordseeküste angehen. Mit zwölf Punkten Rückstand wird sein Markenkollege und Sieger vom Norisring und Nürburgring Bruno Spengler sowie der Punktgleiche Audipilot Tom Kristensen alles daran setzen, den Rückstand zu reduzieren. Eine zweifellos schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe. Die 4,307 Kilometer lange Strecke gilt als eine der anspruchsvollsten im DTM-Kalender – und eine, die den Audi-Piloten und dem Audi A4 DTM gut liegt. Mattias Ekström feierte in Zandvoort 2002 seinen ersten DTM-Sieg und machte 2004 mit einem weiteren Erfolg einen entscheidenden Schritt in Richtung Meistertitel. ![]() Das Rennen in Zandvoort gilt wegen seiner einzigartigen Lage in den Dünen, der schwierigen Strecke und dem großen Zuschauerzuspruch als eines der absoluten Highlights im DTM-Kalender. 77.000 Fans kamen im vergangenen Jahr und machten Zandvoort damit zum erfolgreichsten DTM-Event außerhalb Deutschlands. ![]() Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): "Wir alle bei Audi Sport und den Teams sind voll motiviert, alles dafür zu tun, die Situation in der Meisterschaft in Zandvoort wieder für uns herumzureißen. Wir gehen mit dem Ziel nach Zandvoort, das Podium mit möglichst vielen Audi Fahrern zu besetzen und ein Maximum an Punkten zu holen. Darauf arbeiten wir hin." ![]() Von 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr war der erste Test der DTM am Freitag Morgen angesetzt. Dieser fand bei trockenem Wetter statt. Hier konnte Martin Tomczyk (Audi Sport Team Abt Sportsline) mit 28 absolvierten Runden und einer Zeit von 1:34.758 Minuten seine Konkurrenten in Schach halten. Rang zwei und drei nahmen Christian Abt (Audi Sport Team Phoenix) und Tom Kristensen (Audi Sport Team Abt) ein. Der Tabellenführer Bernd Schneider (Vodafone AMG Mercedes) belegte nur den dreizehnten Rang. Als bester Mercedes-Pilot platzierte sich der Sieger vom Nürburgring Bruno Spengler (DaimlerChrysler Bank AMG Mercedes) auf Rang sechs. Bei diesem Test konnten sechs Audi-Fahrer unter die ersten zehn Piloten fahren. Nicolas Kiesa vom Futurecom TME Team konnte sich mit seinem Audi A4 aus dem Jahr 2004 auf Rang acht schieben. Susie Stoddart (AutoScout24 AMG Mercedes) platzierte sich als beste Dame auf Platz 18. ![]() Im zweiten Test am Freitag Nachmittag wurden die Zeiten gegenüber morgens schneller. Die schnellste Zeit fuhr nun Heinz-Harald Frentzen (Audi Sport Team Abt) mit 1:34.487 Minuten und 28 gefahrenen Runden, gefolgt von Stefan Mücke (TV-Spielfilm AMG-Mrcedes) und Bruno Spengler. Martin Tomczyk der im ersten Test dominierte, befand sich nun auf Rang 15. Auch Christian Abt und Tom Kristensen waren einige Plätze nach hinten gerutscht. Sie lagen nun auf den Rängen vierzehn und sieben. Auf Rang 16 war wiederum Nicolas Kiesa der beste Pilot mit einem 2004er Fahrzeug. Bernd Schneider hatte seinen dreizehnten Platz behaupten können. Diesmal dominierte Mercedes, denn unter den ersten zehn Fahrern befanden sich gleich sechs von ihnen. Susie Stoddart hatte sich um einen Rang verbessert und war damit wieder beste Dame im Feld. ![]() Heinz-Harald Frenzten (Audi Sport Team Abt Sportsline): "Das Wochenende fängt sehr gut an, die Strecke hier in Zandvoort scheint mir offenbar zu liegen. Aber zu viel bedeuten die Zeiten am Freitag in der DTM ja nie. Wir haben heute viel Wert auf Abstimmung für das Rennen gelegt. Auch eine schnelle Runde mit neuen Reifen hat auf Anhieb gut gepasst, obwohl wir es darauf eigentlich gar nicht angelegt haben. Erst müssen wir unsere Hausaufgaben für einen optimalen Renntrimm machen." Christian Abt (Audi Sport Team Phoenix): "Ich bin zufrieden mit dem Freitag. Im ersten Test haben wir versucht, gute Zeiten für das Qualifying zu erreichen. Wir haben eine gute Basis gefunden und sind im zweiten Training nur noch lange Distanzen gefahren. Wir haben gar keine neuen Reifen probiert. Wir sind auch auf gebrauchten Reifensätzen gut dabei." Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Wir hatten zum Glück durchgängig trockenes Wetter und konnten dadurch konsequent arbeiten. Wir haben gute Abstimmungen herausgefahren, die wir nun zusammenführen werden. Auch die Long-runs waren sehr gut. Ich glaube, dass wir für das Wochenende gut vorbereitet sind." ![]() Am Freitag Abend um 19.00 Uhr wurde die "1. Audi Dutzendteich Challenge" auf einem See in den Dünen von Zandvoort mit den sogenannten Paper Boats ausgetragen. Trotz aller Befürchtungen ging keines der zehn Boote, die von den Mechanikern er Audi-DTM Teams in Handarbeit aus Pappe erstellt worden sind, unter. Die Zuschauer kamen hier voll auf ihre Kosten, denn hier kam es zu taktischen Manövern, Kollisionen und Tricks jeglicher Art, die an das Geschehen auf der Rennstrecke erinnern. Strahlender Sieger dieser "Seeschlacht" wurde am Ende Martin Tomczyk mit seinem Boot "Abt Allgäu IV". Er war vom letzten Startplatz aus ins Rennen gegangen und gewann die ersten beiden Vrläufe. Im Finale konnte er sich in einem harten Duell mit Pierre Kaffer in seinem "Öli 5W30" durchsetzen. Platz drei ging im nachhinein an Matthias Ekström mit "Abt Allgäu II". ![]() Das freie Training nahmen die Fahrerinnen und Fahrer am Samstag Morgen bei trockenem Wetter unter die Räder. Die Zeiten gegenüber dem Vortag wurden schneller. Bei Halbzeit dieser Sitzung hatte Bruno Spengler es etwas übertrieben, denn er schoss weit nach außen in den Kies. Er schaffte es aber aus eigener Kraft wieder auf die Strecke zu kommen. Zunächst wechselten die Führungspositionen. Als noch sechs Minuten auf der Uhr standen hatte Vanina Ickx es geschafft, sich bis auf Platz vierzehn zu fahren. Dabei sollte es dann aber nicht bleiben. An der Spitze führte nun Christian Abt mit einer Zeit von 1:33.492 Minuten vor Mattias Ekström und Heinz-Harald Frentzen. Als bester AMG-Mercedes-Pilot lag Daniel la Rosa (TrekStor AMG-Mercedes) auf Rang vier. Zu dieser Zeit war Vanina Ickx auf Platz 16 immer noch beste Dame im Feld. Tom Kristensen befand sich nur im Mittelfeld. In der letzten Minute versuchte er dann noch einiges hinzuzulegen und schaffte es dann, sich bis auf Platz acht vorzufahren. Am Ende dieser Trainingssitzung hatte Niemand die ersten drei Piloten von ihren Rängen vertreiben können. Als beste Dame wurde Vanina Ickx auf Rang 17 gewertet. ![]() Von 13.35 Uhr bis 14.20 Uhr nahmen die Fahrerinnen und Fahrer ihre Qualifikationssitzungen unter die Räder. Zunächst einmal gingen alle hinaus auf die Strecke. Dort kamen dann nur die besten vierzehn in die nächste Session. Vom Ausfall betroffen waren hier schon Jean Alesi, Frank Stippler, Stefan Mücke, Daniel la Rosa, Nicolas Kiesa, Vanina Ickx und Susie Stoddart. Stefan Mücke wäre eigentlich in die zweite Session gekommen, doch sein Fahrzeug war nach der Karambolage mit Alexandros Margaritis so beschädigt, das er daran nicht mehr teilnehmen konnte. In der zweiten Session hatte es Jamie Green mit einer Zeit von 1:32.038 Minuten geschafft, sich auf Rang eins zu stellen, gefolgt von Heinz-Harald Frentzen und Tom Kristensen. Bis Rang acht kamen die nächsten Fahrer weiter. Es waren Mattias Ekström, Martin Tomczyk, Bernd Schneider, Pierre Kaffer und Bruno Spengler. Nicht mehr mit von der Partie waren Alexandros Margaritis, Mika Häkkinen, Timo Scheider, Christian Abt und Mathias Lauda. ![]() Nach einiger Zeit machten sich nun die letzten acht Piloten fertig, ihre endgültige Startaufstellung auszufahren. Zunächst einmal gingen Bruno Spengler, Bernd Schneider und Jamie Green auf die Strecke hinaus. Die Audi-Fahrer warteten zunächst einmal ab. Als erster von ihnen fuhr Heinz-Harald Frentzen hinaus, um eine schnelle Runde zu fahren, danach folgten Pierre Kaffer, Martin Tomczyk und Tom Kristensen. Am meisten Zeit ließ sich Mattias Ekström. Beim Abwinken dieser Sitzung hatte sich Jamie Green mit einer Zeit von 1:32.189 Minuten die Pole-Position geholt, gefolgt von Tom Kristensen und Martin Tomczyk. Der Tabellenführer Bernd Schneider musste sich mit Startplatz sieben zufrieden geben. ![]() Jamie Green (1. Startplatz, DaimlerChrysler Bank AMG-Mercedes): "Ich bin sehr glücklich über meine Pole Position, vor allem, da wir 20 Kilogramm mehr haben als die 2006er Audis. Mein Team und ich haben hart gearbeitet, um dieses Resultat zu erreichen. Hoffentlich sind wir im Rennen genauso stark." Tom Kristensen (2. Startplatz, Audi Sport Team Abt): "Es sieht gut aus für uns morgen. Mit vier Wagen unter den ersten sechs haben wir ein gutes Teamergebnis. Leider hat es mit der Pole Position nicht geklappt, aber ich bin sicher, dass wir gut auf das Rennen vorbereitet sind." Martin Tomczyk (3. Startplatz, Audi Sport Team Abt Sportsline): "Ich hatte ein gutes Qualifying. Wir hatten Mercedes-Benz stärker als im freien Training erwartet und so ist es auch gekommen. Wir haben nur einen Mercedes-Benz-Fahrer vor uns, und den packen wir auch noch." ![]() Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug: "Man muss Jamie Green zugestehen, dass er ein Pole-Mann ist. Leider hat es bislang mit einem ersten Sieg noch nicht geklappt. Er hat eine grandiose Leistung gezeigt. Im Hinblick auf die Gesamtsituation für uns hier in Zandvoort habe ich eine solche Zeit nicht für möglich gehalten. Jamie war hier schon in der Formel 3 Euro Serie sehr gut, und ich hoffe, dass das ein gutes Omen für morgen ist. Für Bernd Schneider und Bruno Spengler wird es sicher schwierig, die Audi-Phalanx zwischen ihnen und Jamie Green zu überwinden. Besonders möchte ich die Leistung von Mathias Lauda erwähnen. Platz 13 mit einem 2004er Auto ist eine tolle Leistung, alle Achtung." Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: "Die Mannschaft hat eine ganz tolle Leistung gezeigt, die Autos liegen sehr dicht beieinander. Jamie Green ist eine hervorragende Runde gefahren, dazu kann ich nur gratulieren. Allerdings ist Tom Kirstensen auf seiner schnellen Runde behindert worden. Wir können nicht sagen, wie viel Zeit ihn das gekostet hat, aber für mich sah diese Aktion nicht gut aus. Dennoch bin ich mit dem Gesamtergebnis zufrieden, und wir haben gute Voraussetzungen für das Rennen morgen und werden versuchen, das Beste daraus zu machen." Um 17.05 Uhr wurden die Zeiten von Alexandros Margaritis gestrichen, da er nach seinem Boxenstop beim reinfahren auf die Strecke sofort nach links zog und dabei Stefan Mücke bei seiner fliegenden Runde behindert hat. Somit muss er vom letzten Startplatz aus das Rennen aufnehmen. ![]() Als am Sonntag Morgen die Pilotinnen und Piloten ihr Warm up unter die Räder nehmen wollten, fanden sie ganz andere Wetterbedingungen vor, denn es war heftigst am regnen. Damit konnten gegenüber dem Vortag auch keine schnelleren Zeiten gefahren werden. Jetzt waren sie alle zum ersten Mal auf Regenreifen unterwegs. In der Anfangsphase hatte sich Jean Alesi mit einer Zeit von 1:57.268 Minuten auf Platz eins gesetzt, gefolgt von Alexandros Margaritis und Tom Kristensen. Bei noch zehn Minuten verbleibender Zeit hatte es aufgehört zu regnen und die Ideallinie fing langsam wieder an abzutrocknen. Somit purzelten nun die Zeiten und Mika Häkkinen fuhr nun mit 1:49.817 Minuten die schnellste Zeit. ![]() Hinter ihm lagen Tom Kristensen und Mattias Ekström. Als beste Dame nahm Susie Stoddart Rang 17 ein. Wenig später hatte sich Jean Alesi wieder in Führung setzen können mit einer Zeit von 1:49.703 Minuten. Aber nun fing es auch wieder an zu regnen. Damit waren nun auch keine schnelleren Zeiten mehr drin. Zu dieser Zeit war Vanina Ickx mit Problemen unterwegs, denn sie war von der Strecke gerutscht. Als auf der Uhr Null gezeigt wurde, war der auf Platz 15 platzierte, Pierre Kaffer noch unterwegs und schoss in diesem Moment quer über die Wiese. Am Ende hatte keiner die Zeit von dem Franzosen unterbieten können. Rang zwei und drei gingen am Tom Kristensen und Mika Häkkinen. Susie Stoddart behauptete als beste Dame ihren 17. Platz. ![]() Als die Fahrerinnen und Fahrer sich in ihre Startaufstellung begaben, schien sogar die Sonne wieder. Da die Strecke schon komplett trocken war, waren sie auch alle auf Slicks unterwegs. Der Pole-Setter hatte beim Ausschalten der Startampel einen nicht so guten Start und er führte das weit gefächerte Feld nicht in die Tarzanbocht hinein, denn die Führung hatte Tom Kristensen übernommen. Sehr diszipliniert kam die Meute hier hindurch. Doch etwas später gingen schon bei einigen Piloten ein paar Teile fliegen. Am Ende des Feldes kam es dann zu einer Kollision zwischen den Teamkollegen Vanina Ickx und Nicolas Kiesa. An der Spitze führte Tom Kristensen mit 0,4 Sekunden vor Martin Tomczyk und Mattias Ekström. ![]() Jamie Green war auf Rang vier zurückgefallen. Zwischenzeitlich war Vanina Ickx in die Box gekommen. Dort beendete sie schon sehr frühzeitig das Rennen. Die ersten vier Fahrer hatten sich nach drei absolvierten Runden mit über drei Sekunden absetzen können. Heinz-Harald Frentzen hielt zu dieser Zeit das übrige Feld etwas auf. Bernd Schneider befand sich immer noch auf Rang sieben. Einen harten Kampf lieferten sich Bernd Schneider und Pierre Kaffer. Immer wieder versuchte der Tabellenführer an dem Audi-Piloten vorbeizugehen. Doch dieser schlug ihm die Tür jedes Mal zu. Im Verlauf der sechsten Runde setzte sich Bernd Schneider neben Pierre Kaffer und touchierte ihn ganz leicht, bevor er dann an ihm vorbei ging. Einen sehr frühen Boxenstopp legten Mattias Ekström, Jamie Green, Pierre Kaffer und Alexandros Margaritis hin. Sie alle kamen nach der sechsten Runde herein. ![]() Bei Pierre Kaffer gab es ein Problem, damit war der Stopp völlig versaut. Zur selben Zeit war Mika Häkkinen innen in die Kurve hineingezogen und traf dann Christian Abt. Sie konnten ihre Fahrt zwar fortsetzen, hatten dadurch aber einige Plätze verloren. Mika Häkkinen lag auf Rang acht und Christian Abt auf Platz 16. Er kam dann auch wenig später zu seinem Boxenstopp herein. Dabei stellte man fest, dass das Rennen für ihn gelaufen war, denn anscheinend hatte seine Aufhängung hinten etwas abgekommen. Zwischenzeitlich war Frank Stippler auf Abwegen unterwegs. Was natürlich einiges an Plätze kostete. Zur gleichen Zeit hatte Mika Häkkinen eine Durchfahrtsstrafe wegen push another car bekommen. Bei seinem Ausritt hatte Frank Stippler sich einen Reifenschaden hinten rechts zugezogen, worauf er die Box an steuerte musste, wo man sofort den Reifen wechselte. An der Spitze führte immer noch Tom Kristensen vor Martin Tomczyk, diesmal gefolgt von Bernd Schneider. ![]() Auch bei Heinz-Harald Frenzten gab es ein kleines Problem, bei seinem Pflichtboxenstopp, er würgte den Motor ab, so dass die Mechaniker ihn anschieben mussten. Beim Tabellenführer, der nach elf absolvierten Runden herein kam, lief alles nach Plan. Eine Runde später kam der Zweitplazierte Martin Tomczyk in die Box. Sein Stopp ging genauso schnell von statten, wie der von Bernd Schneider. Unterdessen erhielt Mattias Ekström von der Rennleitung eine Verwarnung wegen Anlehnens an ein anderes Auto. Der Boxenstopp beim Führenden verlief nicht nach Plan, denn im Eifer des Gefechts fuhr er etwas zu früh los, dabei blieb die Tankkanne hängen und auch der Mechaniker wurde noch zu Boden geschleudert. Hinter der Boxenausfahrt konnte er dann die Kanne abschütteln, nun führte Daniel la Rosa das Feld an. Er war aber noch nicht in der Box gewesen. Im Verlauf der 15 Runde musste er dann auch Tom Kristensen ziehen lassen, der führte nun das Feld wieder an. Wenig später ging dann auch Martin Tomczyk an ihm vorbei. ![]() Zwischenzeitlich hatten sich die ersten beiden mit 3,8 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Susie Stoddart hatte sich aus allem herausgehalten und befand sich nach 17 Runden auf Platz dreizehn. Nach 21 gefahrenen Runden waren Martin Tomczyk, Bruno Spengler, Mattias Ekström, Jamie Green, Mika Häkkinen und Pierre Kaffer zum zweiten Mal in der Box gewesen. Alle anderen Fahrer mussten diesen noch hinter sich bringen. An der Spitze führte immer noch Tom Kristensen mit 4,8 Sekunden vor Bernd Schneider. Diese beiden mussten aber noch einmal hereinkommen. Nach 23 Runden kamen die beiden Führenden gleichzeitig herein. Die Audi-Mannschaft schaffte es ihren Piloten vor dem Mercedes-Mann auf die Reise zu schicken. Beim zweiten Boxenstopp von Alexandros Margaritis stellte man fest, dass er sich einen Schaden hinten links zugezogen hatte. Damit war für ihn das Rennen gelaufen. ![]() Überall im Feld sah man jetzt, das hier und da der Lack ausgetauscht wurde. Zwischen Martin Tomczyk und Bernd Schneider ging es in der 26 Runde mächtig zur Sache. Immer wieder versuchte der Mercedes-Pilot an Martin Tomczyk vorbeizugehen, doch dieser schlug ihm jedes Mal die Tür vor der Nase zu. Zur gleichen Zeit wurde Mattias Ekström von Jamie Green getroffen und der drückte ihn weit nach außen. Hier ging es um die fünfte Position. Da Mattias Ekström nun ins Trudeln geriet, verlor er auch Plätze und wurde dann nach hinten durchgereicht. Er kam dann auch in die Box gefahren. Hinten links und vorne rechts gab es Probleme. Man wechslete einmal komplett die Räder. Von dem Zweikampf um Platz zwei profitierte nun der Führende, denn der Däne konnte sich immer weiter absetzen. Susie Stoddart hatte sich bis auf Platz neun vorgearbeitet. Bei ihr stand aber noch der zweite Stopp aus. Der Schneider-Meister versuchte nun den Rosenheimer in einen Fehler zu treiben. ![]() Jamie Green hatte von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe erhalten wegen push another car. Diese Strafe trat er dann auch in der 30 Runde an. In den letzten zehn Runden hatte Martin Tomczyk alle Hände voll zu tun, Bernd Schneider in Schach zu halten. Dieser verteilte nun des öfteren auch kleine Nasenstüber. Doch die ließen Martin Tomczyk unbeeindruckt. Fünf Runden vor Schluß machte Pierre Kaffer machte beim Anbremsen der Tarzanbocht einen Fehler, dies konnte sofort Stefan Mücke ausnutzen um dann an ihm vorbeizuziehen. Er hatte jetzt Rang acht eingenommen. In der Endphase drängte sich dann Bernd Schneider in einer haarigen Situation an Martin Tomczyk vorbei und lag damit auf Rang zwei. Zur gleichen Zeit lieferten sich auch Stefan Mücke und Jamie Green einen harten Zweikampf um Platz sieben. In der letzten Runde war Bernd Schneider immer näher an Tom Kristensen heran gekommen. Es reichte aber am Schluss dann doch nicht. Als Erster überquerte nach 38 Runden Tom Kristensen die Ziellinie, gefolgt von Bernd Schneider und Martin Tomczyk. Susie Stoddart wurde auf Rang zwölf gewertet. ![]() In der Meisterschaft führt weiterhin Bernd Schneider mit 54 Punkten vor Tom Kristensen mit 44 und Bruno Spengler mit 39 Punkten. Tom Kristensen (Sieger, Audi Sport Team Abt): "Perfektes Rennen, perfekter Tag. Ein wunderbarer Sieg für Audi und mich selbst. Am Ende war es ein harter Kampf, denn ich hatte Probleme mit den Bremsen. Aber ein Sieg ist ein Sieg, und ich habe den Rückstand auf Bernd etwas verkürzt. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn mehr Audi-Fahrer zwischen mir und Bernd gewesen wären, aber das hat heute leider nicht funktioniert." Bernd Schneider (2. Platz, Vodafone AMG Mercedes): "Ein großartiges Rennen mit einem perfekten Auto. Bereits ein paar Runden nach dem Start merkte ich, dass mit diesem Wagen einiges geht. Am Ende war es ein toller Kampf und nicht einfacher Kampf mit Martin. Ich hatte den dritten Platz sicher, wollte aber mehr – und hatte am Ende Erfolg." Martin Tomczyk (3. Platz, Audi Sport Team Abt Sportsline): "Ich hatte ein großartiges Rennen und einen fantastischen Kampf mit Bernd. Leider hatte ich gegen Ende Reifenprobleme und konnte Bernd so nicht mehr hinter mir halten. Trotzdem bin ich glücklich mit dem Wochenende und dem dritten Platz." ![]() Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Dieses Rennen war mit Sicherheit die beste Werbung für die DTM. Es war spannend, und es ging sehr eng zu. Ich bin sehr froh, dass Tom Kristensen hier sein Rennen gefahren ist, obwohl er gegen Ende Probleme mit einer der vorderen Bremsscheiben hatte und dadurch das Auto ein wenig aus der Balance geriet. Er ist nun in der Meisterschaft zwei Punkte näher an Bernd Schneider herangerückt, was nicht viel ist. Bernd ist aber auch ein hervorragendes Rennen gefahren und verdient Zweiter geworden. Meiner Meinung nach war die Kollision zwischen Green und Mattias Ekström unnötig. Wir haben hier nicht ganz hundert Prozent gezeigt, die Leistung ist in den nächsten Rennen noch ausbaufähig." Norbert Haug (Mercedes-Benz-Motorsportchef): "Bernd Schneider hat ein großartiges Rennen gezeigt. Von Startplatz sieben aus auf die zweite Position zu fahren, ist toll. Wir haben hier ein strategisches Meisterstück gesehen. Jamie Green hat beim Start leider fünf Plätze verloren, so was hilft natürlich im Rennen nicht. Audi hat eine tolle Teamleistung gezeigt, und Martin Tomczyk ist ein hervorragendes Rennen gefahren. Insgesamt war es ein tolles Wochenende, das die Zuschauer sicherlich begeistert hat. Es war eng, und wir haben Rennfahren der Spitzenklasse gesehen." ![]()
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