Hockenheim
07.04. - 09.04.2006

EuroSpeedway
28.04. - 30.04.2006

Oschersleben
19.05. - 21.05.2006

Brands Hatch / GB
30.06. - 02.07.2006

Norisring
21.07. - 23.07.2006

Nürburgring
18.08. - 20.08.2006

Zandvoort / NL
01.09. - 03.09.2006

Barcelona / E
22.09. - 24.09.2006

Le Mans / F
13.10. - 15.10.2006

Hockenheim
27.10. - 29.10.2006


Tabellen

Starterlisten

Serien-Infos



Doppelerfolg für Mercedes
Zweiter Sieg für Bruno Spengler

Ihren sechsten Lauf nahmen die Fahrerinnen und Fahrer der DTM vom 18. bis 20. August in der Eifel auf dem Nürburgring in Angriff. Nach ihrem letzten Lauf, der auf dem Stadtkurs von Nürnberg, dem Norisring bei sehr heißem Wetter stattfand, ging es nun wieder auf eine permanente Rennstrecke, wo das Wetter auch wieder kühler war. Vor der Halbzeit auf dem Nürburgring reiste die Mannschaft von Audi drei Tage nach Oschersleben, um sich dort inentsiv auf den Endspurt vorzubereiten. Mit acht Punkten Rückstand kam der Däne Tom Kristensen auf den Tabellenführer Bernd Schneider in die Eifel. Nach dem schwierigen Rennen auf dem Norisring will die Audi-Mannschaft auf dem Nürburgring kontern und damit den dritten Saisonsieg einholen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn im vergangenen Jahr holte Mattias Ekström und Tom Kristensen hier einen Doppelsieg für Audi.


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Diese beiden Piloten haben sich intensiv in Oschersleben vorbereitet und hoffen auf Unterstützung ihrer Markenkollengen, von denen es für einige ein Heimspiel ist. Allen voran zählt dazu Heinz-Harald Frentzen, der hier natürlich mit einem guten Ergebnis auftrumpfen will. Auch für das Audi Sport Team Phoenix ist es ein Heimspiel, denn ihr zuhause ist das Industriegebiet von Meuspath. Diese kamen zuletzt immer besser mit dem Audi A4 DTM zurecht. Das gleiche gilt auch für die Teams Audi Sport Team Rosberg und das Kundenteam Futurecom TME, die mit einem 2004er Fahrzeug unterwegs sind.


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Bisher konnte Mercedes-Benz von den elf Rennen der DTM seit dem Jahre 2000 auf dem Nürburgring fünf für sich verbuchen, vier gewann Audi und zweimal konnte Opel hier auftrumpfen. Seit dem Jahre 1984 gab es auf dem Nürburgring insgesamt 61 DTM-Rennen. Seit 1986 ist Mercedes-Benz dabei und gewann 27 von ihnen. Im Premierenjahr holte den ersten Sieg Volker Weidler auf einem 190E vom Team Dr. Helmut Marko. Als erfolgreichster DTM-Fahrer gilt Klaus Ludwig, denn er gewann 13 Mal und davon zwölf Mal auf Mercedes.


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Tom Kristensen (Audi Sport Team Abt Sportsline): "Der Nürburgring ist eine sehr schöne Rennstrecke, die auch unserem A4 gefällt. In der Mercedes-Arena ist unser Auto besonders gut... Nun müssen wir den Speed und die gute Balance, die der A4 in Oschersleben und Brands Hatch hatte, zum Nürburgring mitnehmen. Wir wissen, dass der Norisring eine atypische Rennstrecke war. Wir haben uns gut vorbeitet, um am Nürburgring wieder siegen zu können."

Heinz-Harald Frentzen (Audi Sport Team Abt Sportsline): "Ich freue mich auf den Nürburgring und darauf, die besondere Atmosphäre dort zu genießen. Das ist ja eine Art Heimspiel für mich. Trotzdem ist es eine neue Herausforderung, weil ich erstmals mit dem Audi A4 auf dem Nürburgring fahre."

Vanina Ickx (Futurecom TME): "Ich bin schon am Nürburgring Rennen gefahren, allerdings bisher nur auf der Grand Prix Strecke und nicht auf der Kurzanbindung. Aber prinzipiell ist die Strecike dieselbe, Ich finde, sie hat einen schönen Rhythmus. Ich hoffe, das ist gut für uns."


Dr. Wolfgang Ulrich (Audi Motorsportchef): "Der Nürburgring ist eine Strecke, auf der wir bisher immer gut aufgestellt waren und es auch dieses Mal wieder sein sollten. Wir werden versuchen, ein Ergebnis zu erzielen, das den Norisring ein bisschen vergessen machen lässt und uns vor allem in der Meisterschaft wieder in eine bessere Position bringt. Unser Ziel ist es, wieder so stark zu sein wie in Oschersleben und in Brands Hatch."

Bernd Schneider (Vodafone AMG-Mercedes): "Ich fahre immer gern auf dem Nürburgring. Dorthin kommen viele Saarländer, die mich anfeuern. Das kann ich brauchen, denn mit einem Gewichtsnachteil von zehn Kilo gegenüber den Audi wird es für uns nicht einfach. Aber wir sind optimal vorbereitet und unser technisches Paket ist Spitze."

Bruno Spengler (DaimlerChrysler Bank AMG-Mercedes): "Der Nürburgring ist eine meiner Lieblingsstrecken und ich freue mich auf das Rennen. Ich hoffe, dass mit meinem Sieg in Nürnberg der Knoten geplatz ist. Ich möchte mit einem weiteren Top-Ergebnis den Kampf um die Meisterschaft noch spannender machen."

Susie Stoddart (AutoScout24 AMG-Mercedes): "Der Nürburgring ist wieder eine neue Strecke für mich. Ich habe schon viel über die erfolgreiche Mercedes-Benz Geschichte dort gehört. Es wäre klasse, wenn ich die Beste mit einem 2004er-Auto wäre."

Norbert Haug (Mercedes-Benz Motorsportchef): "Das letzte Rennen am Norisring war große Klasse und stellte neue Rekorde auf. Die Zuschauerränge waren komplett voll, nie gab es mehr Besucher auf der Nürnberger Traditionsstrecke und in der ARD sahen in der Spitze 2,8 Millionen Zuschauer die Live-Reportage. Dieser Trend kann auch am Nürburgring fortgesetzt werden, alles sieht auch dort nach einem neuen Zuschauerrekord aus. Sportlich erwarte ich die mittlerweile bekannt engen und spannenden Auseinandersetzungen. Wir haben nach unserem dritten Sieg im fünften Rennen ein Gewichtshandikap von zehn Kilogramm auf unseren Wettbewerber Audi. Der wird am Nürburgring extrem stark, aber bestimmt nicht unschlagbar sein."


Am Freitag Morgen nahmen die 20 Pilotinnen und Piloten ihren ersten Test bei Regen in Angriff. Hier konnte sich der Finne Mika Häkkinen (AMG-Mercedes) mit 31 gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:35.168 Minuten in Szene setzen, gefolgt von dem Dänen Tom Kristensen (Audi Sport Team Abt) und dem Kanadier Bruno Spengler (DaimlerChrysler Bank AMG-Mercedes). In dieser Sitzung dominierten die Mercedes-Fahrer, denn unter den ersten zehn befanden sich gleich sieben Piloten. Auf den Plätzen sieben und zehn fuhren Heinz-Harald Frenzen (Audi Sport Team Abt) und Timo Scheider (Audi Sport Team Rosberg). Mit einem 2004er-Auto konnte sich der Österreicher Mathias Lauda (Junge Gebrauchte AMG-Mercedes) auf Rang elf fahren. Als beste Dame belegte Susie Stoddart (AutoScout24 AMG Mercedes) Rang 18. Für das Futurecom TME-Team ging diesmal nicht Jeroen Bleekemolen, sondern der Däne Nicolas Kiesa (ehemaliger Formel-1-Pilot) an den Start. Ein weiteres Engagement Bleekemolens scheiterte an der Finanzierung durch den Hauptsponsor.


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Von 13.45 Uhr bis 15.20 Uhr ging es dann das zweite Mal an diesem Tag hinaus, diesmal stand der zweite Test auf dem Programm. Das Wetter hatte sich gebessert, es hörte auf zu regnen und die Strecke war trocken, damit konnten auch Zeitverbesserungen erreicht werden. In dieser Sitzung hatte mit 26 absolvierten Runden und einer Zeit von 1:24.899 Minuten Heinz-Harald Frentzen das Sagen, gefolgt von dem Griechen Alexandros Margaritis (Easy Rent AMG Mercedes) und dem Briten Jamie Green. Bernd Schneider konnte seine vierte Position behaupten. Diesmal platzierten sich vier Audi-Fahrer unter den ersten zehn Piloten. Auf Rang sechs lag Tom Kristensen und die Ränge neun und zehn nahmen Martin Tomczyk (Audi Sport Team Abt Sportsline) und Frank Stippler (Audi Sport Team Rosberg) ein. Als bester Pilot eines 2004er Fahrzeugs setzte der Neuling Nicolas Kiesa seinen Audi auf Platz 16. Susie Stoddart musste sich nun mit Rang 19 zufrieden geben.


Heinz-Harald Frentzen (Audi sport Team Abt Sportsline): "Wir haben heute sowohl im Nassen als auch bei trockenen Bedingungen Erfahrungen gesammelt. Das war gut, weil wir am Wochenende alle möglichen Bedingungen erwarten können. In der trockenen zweiten Session haben wir unser Programm halbwegs durchbekommen. wir haben nur einen neuen Reifensatz benutzt. Das hat auf Anhieb gepasst, jetzt fehlt noch etwas Detailarbeit."

Tom Kristensen (Audi Sport Team Abt Sportsline): "Das war heute typisch Nürburgring. Die erste Session war nass, dabei haben wir viel gelernt. auf der abtrocknenden Strecke wurde es eine Lotterie, die ich als Zweiter hinter Häkkinen beendet habe. Im trockenen zweiten Test lief das Auto recht gut, obwohl die Strecke wenig Grip hatte. Ich lag die meiste Zeit an der Spitze und bin erst ein paar Plätze zurückgefallen, als die anderen frische Reifen aufgezogen haben. Mein Long-run war der Beste, deshalb blicke ich zuversichtlich auf ein Wochenende mit wechselhaften Bedingungen."

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): "Heinz-Harald Frentzen hat die Tagesbestzeit erzielt, Tom Kristensen einen sehr guten Loing-run gefahren. Wir verfügen nun über gute Daten, um alle vier 2006er Autos bis morgen auf ein ähnlich hohes Niveau zu bringen."


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Am Freitag Abend hatte Audi zu einem "Kölsch Abend " eingeladen. Wie es zu einem Kölner Abend gehört, durfte der Karneval nicht im Hintergrund stehen. Neben den entsprechenden Liedern von einem Live Musiker, der die Leute in Stimmung brachte, kam dann unter anderem der Spielmannszug der Prinzengarde von 1906. Desweiteren erschienen noch die Dreigestirne aus den Jahren 2004, 2005 und 2006. Als einer der beiden Gründer der Wige-Media Peter Geishecker erschien, wurde ihm ein Ständchen zu seinem 69. Geburtstag von den vielen Fans und Mitwirkenden erbracht. Der "Kölsch Abend" wurde ein voller Erfolg, denn es dauerte nicht lange und viele der Anwensenden sangen und schunkelten auf den Bänken mit.


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Das freie Training nahmen die Fahrerinnen und Fahrer am Samstag Morgen unter die Räder. Sie hatten Glück, denn die Strecke war wieder abgetrocknet, denn in den frühen Morgenstunde hatte es wieder geregnet.Gegenüber dem Vortag konnten Zeitverbesserungen erreicht werden. Die schnellste Zeit hatte hier Alexandros Margaritis mit 15 absolvierten Runden und 1:24.242 Minuten gefahren, gefolgt von Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) und Bernd Schneider. Tom Kristensen befand sich nur auf Rang elf. Als beste Dame nahm Susie Stoddart Rang 18 ein. Bei Vanina Ickx gab es wohl Probleme, denn sie hatte sich nicht qualifiziert und konnte auch nur zwei Runden abssolvieren. Nicolas Kiesa, der Neuzugang musste sich mit Platz 17 zufrieden geben.


Von 13.35 Uhr bis 14.20 Uhr wurde es nun ernst für die Pilotinnen und Piloten, denn nun mussten sie ihr entscheidendes Qualifying für die Startaufstellung am Sonntag hinter sich bringen. In der ersten Session gingen alle 20 Piloten für vierzehn Minuten hinaus und versuchten nun unter die ersten vierzehn Fahrer zu kommen. Die anderen würden ausscheiden und standen dann in den hintersten Reihen. Bei noch sechs Minuten verbleibender Zeit hatte Bruno Spengler sich mit einer Zeit von 1:24.520 Minuten auf Rang eins gesetzt, gefolgt von Martin Tomczyk und Jamie Green. Zur gleichen Zeit war Bernd Schneider zu spät auf der Bremse und musste danach durchs Grüne. Danach kam er erst einmal in die Box gefahren. Zu dieser Zeit waren Susie Stoddart, Nicolas Kiesa, Vanina Ickx, Stefan Mücke, Bernd Schneider und Mattias Ekström nicht mehr mit von der Partie. Wobei man sagen muss, das Mattias Ekström erst bei vier Minuten verbleibender Zeit auf die Strecke geschickt wurde.


Nach Überqueren der Zeillinie wurde er auf Rang sieben gewertet. Nun machte sich auch Bernd Schneider wieder auf den Weg. Auch er schaffte es unter die ersten vierzehn zu kommen und zwar wurde er auf Platz fünf gewertet. An der Spitze hatte sich Bruno Spengler halten können, aber Rang zwei nahm nun Tom Kristensen, gefolgt von Martin Tomczyk ein. Nun standen nur noch eine Minute auf dem Plan. Martin Tomczyk versuchte nun nochmals eine schnelle Runde hinzulegen und er schaffte es. Er verdrängte Bruno Spenlger von Rang eins. Diesen Platz hatte er mit einer Zeit von 1:24.430 Minuten eingenommen, gefolgt von Bruno Spengler und Tom Kristensen. In der zweiten Session waren nun Jean Alesi, Frank Stippler, Nicolas Kiesa, Mathias Lauda, Susie Stoddart und Vanina Ickx nicht mehr mit von der Partie.


Nach einer kurzen Pause gingen nun die vierzehn Piloten für zehn Minuten in die zweite Sitzung. Hier kamen die ersten acht Fahrer weiter. Bei noch sieben Minuten verbleibender Zeit waren dann fast alle auf der Strecke. Zunächst einmal konnte sich Pierre Kaffer mit einer Zeit von 1:32.806 Minuten auf Rang eins stellen, gefolgt von Martin Tomczyk und Timo Scheider. Es dauerte aber nicht lange und Martin Tomczyk hatte wieder das Zepter übernommen. Hier konnte dann Bernd Schneider noch eins drauf setzen und fuhr sich mit 1:24.322 Minuten auf Rang eins. Dabei sollte es aber nicht bleiben, denn die Führungspositionen wechselten immer wieder. Bei Halbzeit waren Mika Häkkinen, Daniel La Rosa, Timo Scheider, Christian Abt, Pierre Kaffer und Heinz-Harald Frentzen nicht unter den ersten acht.


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Beim Fallen der Zielflagge hatte es Mika Häkkinen geradeso geschafft auf Rang acht hereinzukommen, doch Heinz-Harald Frenzten hinter ihm war schneller und verdrängte ihn von diesem Platz. Am Ende konnten sich dann Mika Häkkinen, Martin Tomczyk, Alexandros Margaritis, Daniel La Rosa, Timo Scheider und Pierre Kaffer verabschieden. An die Spitze hatte sich Bruno Spengler mit einer Zeit von 1:24.129 Minuten geschoben, gefolgt von Tom Kristensen und Jamie Green. Rang vier bis acht gingen an Mattias Ekström, Bernd Schneider, Stefan Mücke, Christian Abt und Heinz-Harald Frentzen.


Diese Top-Acht machten sich nach einiger Zeit zum letzten Mal bereit, nun ihre endgültige Startposition auszufahren.Dafür hatten sie genau sieben Minuten Zeit. Hier konnte sich zunächst Mattias Ekström mit einer Zeit von 1:30.102 Minuten auf Platz eins stellen. Es dauerte aber nicht lange und Bruno Spengler hatte sich wieder an die Spitze geschoben. Aber dabei sollte es auch nicht bleiben, denn er wurde von Bernd Schneider auf Rang zwei verwiesen. Bei noch zwei Minuten verbleibender Zeit kamen sie fast alle herein und wechselten auf einen neuen Satz Reifen. Auf seiner letzten Runde hatte Tom Kristensen es geschafft Bernd Schneider um 93 Tausendstel zu schlagen und nahm nun Rang eins ein. Aber für nur ungefähr 20 Sekunden, denn Bruno Spengler hatte noch eins drauf legen können und holte sich mit einer Zeit von 1:23.462 Minuten die Pole-Positon, gefolgt von Tom Kristensen und Bernd Schneider. Mattais Ekström wird das Rennen von Rang fünf aus aufnehmen.


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Bruno Spengler (DaimlerChyrsler Bank AMG Mercedes): "Es ist toll. Mein erste Pole in der DTM. Es war wichtig für mich. Das Auto war perfekt. Das Team hat einen tollen Job gemacht. Morgen wenn es regnet, wird es schwer. Beim Start wird es mit Tom und Bernd schwer sein. Die Strategie wird sehr wichtig sein. Die Pole ist gut für die Meisterschaft, denn dort bin ich dritter. Ich werde mein Bestes geben und in Hockenheim sehen wir dann wo ich stehen werde."

Tom Kristensen (Audi Sport Team Abt): "Nein ich bin nicht sehr enttäuscht. Ich muß Bruno gratulieren, er hat eine sehr schnelle Runde hingelegt. Ich bin aber mit meiner Runde auch zufrieden. Wir müssen für morgen eine gute Strategie haben und auch ein gutes Set-up. Im Regen haben wir verloren. Beim Abtrocknen der Strecke kamen wir dann besser zurecht. Wir müssen morgen sehen was geht."

Bernd Schneider (Vodafone AMG-Mercedes): "Ich bin sehr zufrieden. Das Auto war sehr sehr gut. Ich war mit dem Qualifying sehr zufrieden. Ich habe keinen Reifenwechsel gemacht, da ich keine mehr hatte. Ich hatte nur einen Satz. Damit musste ich alles hinkriegen. Zunächst war ich etwas vorsichtig. Ich war selber schuld, das ich in der Wiese war. Dort habe ich meine Reifen kaputt gemacht. Ich habe kein Risiko versucht. Im Regen war ich gestern nicht gut. Ich nehme wie es kommt, ob es morgen regnet oder nicht."

Norbert Haug (Mercedes-Benz Motorsportchef): "Es war für mich das spannenste Qualifying der DTM überhaupt. Toll ist, wenn zwei in einem Qualifying jubeln können. Die Steigerung der Rundenzeiten bis zur dritten Session war sehr gut. Die Fahrer waren voll konzentriert. Sie haben nur wenige Fehler gemacht. Es war sehr sehr eng. Es war erste Sahne. So soll eine Steigerung aussehen wie beim Gegenkonter von Bruno. Zwischen Heinz-Harald Frentzen und Mika Häkkinen wird es sehr eng zugehen. Sie stehen nebeneinander. Ich hoffe, das es noch einmal so ein Qualifying geben wird, wo beide Lager im Freudentaumel ausbrechen können."

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): "Es war ein fantastisches Qualifying. Wir haben uns sehr über die Pole gefreut, auch wenn es nur für kurze Zeit war. Wir haben es zuerst gar nicht gemerkt, das Bruno noch schneller war. Ich hatte für kurze Zeit meine Freude. Die Autos liegen alle sehr eng beieinander. Ich freue mich für Christian, das er unter die ersten acht gekommen ist. Er war das ganze Wochenende gut dabei. Bei beiden sind 2006er Fahrzeuge rausgeflogen und bei beiden sind 2005er drin geblieben. Von Martin Tomczyk war ich überzeugt, das er ganz vorne dabei sein würde. Aber er hat dann einen Fehler gemacht. Er war ziemlich quer draußen und hat dadurch für ein so enges Qualifying zuviel Zeit verloren."


Das sonntägige Warm-up fand bei etwas schlechteren Wetterbedingungen statt, als das Qualifying vom Vortag. Denn es war ziemlich dunkel geworden und das Thermometer zeigte nur 13 Grad an. Dadurch konnten nun aber schnellere Zeiten gefahren werden. Zunächst einmal wechselten die Führungspositionen. Bei Halbzeit dieser Sitzung waren sich Martin Tomczyk und Alexandros Margaritis nicht ganz einig, mit der Folge das sie sich leicht touchierten, dabei löste sich am linken Kotflügel von Martin Tomczyk ein wenig die Abdeckung. Bei noch zwölf Minuten verbleibender Zeit fuhr Bernd Schneider mit 1:24.309 Minuten die schnellste Zeit, gefolgt von Alexandros Margaritis und Mattias Ekström. Tom Kristensen lag nur auf dem zehnten Rang. In der Endphase war Jean Alesi etwas zu schnell unterwegs und musste Ende der Start und Zielgeraden weit nach außen fahren. Auf Platz 17 lag Susie Stoddart als beste Dame. Als nur noch vier Minuten auf der Uhr standen, konnte sich Daniel La Rosa auf Rang zwei schieben, gefolgt von Stefan Mücke. Am Schluss hatte Niemand die Zeit von Bernd Schneider toppen können. Nachdem man bei Tom Kristensen noch einmal die Reifen gewechselt hatten, legte er eine schnelle Runde hin und konnte sich auf Rang zwei schieben.Hinter ihm lag dann Daniel La Rosa. Susie Stoddart beendete dieses Sitzung auf Rang 18.


Als am Sonntag Mittag die Fahrerinnen und Fahrer ihren sechsten Lauf in Angriff nehmen wollten und in ihrer Startaufstellung standen fing es wieder einmal an zu regnen. Mercedes hatte nun schon Regenreifen aufgezogen, einige der Audi-Piloten setzten auf Slicks, denn als es in die Einführungsrunde ging, hatte es wieder aufgehört. Es war nur ein kurzer Schauer gewesen. Alexandros Margaritis startete nun vom letzten Platz, denn die Rennleitung hatte im nachhinein ihm alle Zeiten gestrichen, weil er statt in die Boxengasse abzubiegen beim Qualifying, plötzlich das Lenkrad nach links riss und wieder auf die Strecke zurück schoss. Dabei hatte Mattias Ekström noch Glück, das er ihm rechtzeitig noch ausweichen konnte, denn der kam mit viel Speed von hinten angeflogen und rechnete absolut nicht mit so einer Aktion. Beim Ausschalten der Startampel funktionierte dieser ohne große Probleme und am besten kam Jamie Green weg.


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Weit gefächert ging es in die Mercedes-Arena hinein. Sie kamen hier alle sehr gut hindurch. Als Erster ging der Pole-Setter in die Arena hinein. Überall sah man schon Überholmanöver. Nach der ersten Runde führte Bruno Spengler vor Bernd Schneider und Jamie Green. Tom Kristensen befand sich auf Rang fünf. Er hatte in der Startphase Plätze verloren. Im Verlauf der zweiten Runde war Nicolas Kiesa etwas auf Abwegen unterwegs. Einen sehr guten Start hatte auch Frank Stippler hingelegt, denn er war von Rang 16 bis auf Platz zehn vorgefahren. Unterdessen hatte Mika Häkkinen in der NGK-Schikane Probleme, denn dort musste er den Notausgang nehmen und hatte dadurch Plätze verloren. Im Mittelfeld wurden harte aber faire Zweikämpfe ausgetragen. Zu dieser Zeit waren sich Stefan Mücke und ein anderer Pilot nicht ganz einig, mit der Folge, das Stefan Mücke umgedreht wurde. Man musste aber sagen, es war eine sehr rutschige Angelegenheit und durch die Gischt war es nicht einfach, den Bremspunkt genau zu treffen. So kam es das des öfteren mal der Lack ausgetauscht wurde.


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Martin Tomczyk, der einen sensationellen Start hatte, konnte sich in die vierte Position fahren und versuchte nun Jamie Green unter Druck zu setzen. An der Spitze hatte sich Bruno Spengler mit 2,5 Sekunden absetzen können. Unterdessen hatte Frank Stippler Probleme bekommen, denn er war bis auf Rang 9 zurückgefallen. Als beste Dame fuhr Susie Stoddart auf Platz 15. Hinter den ersten beiden Piloten riss das Feld etwas ab. Hier ging es nun rundenlang zwischen Martin Tomczyk und Jamie Green zur Sache. In der sechsten Runde musste dann der Mercedes-Pilot den Audi-Fahrer ziehen lassen. Zu dieser Zeit hatte Alexandros Margaritis eine Durchfahrtsstrafe erhalten wegen push another car, denn er war derjenige, der Stefan Mücke touchierte. Jetzt fing es so langsam an, das die Ideallinie abtrocknete. Tom Kristensen führte, nachdem er Jamie Green niedergerungen hatte, nun eine Armada von fünf Piloten an. Wenig später war Jamie Green bis auf Platz sieben zurückgereicht worden.


Von alle dem bekam der Führende nichts mit, denn er war dem Feld mit 5,4 Sekunden auf und davon gefahren. Bei Mattias Ekström lief es nicht so wie erhofft, denn er war von Platz fünf aus ins Rennen gegangen und war nach neun absolvierten Runden bis auf Rang zwölf zurückgefallen. Runde um Runde setzte sich nun Bruno Spengler immer weiter ab. Auf Start und Ziel fuhr er immer sehr an der Boxenmauer entlang auf die nasse Bahn, um die Reifen zu kühlen, denn die Ideallinie wurde nun immer trockener. Zu dieser Zeit lag auf der Start und Zielgraden im Bereich der Box von Abt Kohlefaserteile auf der Strecke. Auch in der NGK-Schikane waren Teile auf der Strecke. Ausgangs der Mercedes-Arena hatte Vanina Ickx einen Dreher zu verzeichnen. Dabei hatte sie noch wahnsinniges Glück, das sie vom nachfolgenden Piloten nicht getroffen wurde. Dieser konnte haar scharf gerade noch vorbeiziehen.


Nach vierzehn gefahrenen Runden hatte Bruno Spengler sich einen Vorsprung von über zehn Sekunden auf Bernd Schneider erarbeitet. Nun kam der erste Pilot und zwar Pierre Kaffer zu seinem Plfichtboxenstopp herein. Einen harten Kampf lieferten sich Timo Scheider und Jean Alesi. Hier ging es um Rang fünf. Der Kampf dauerte einige Meter an und am Schluss hatte dann der Franzose die Oberhand behalten und ging vorbei. Er machte sich nun auf den Weg zu Tom Kristensen. Im Verlauf der 17 Runde war er dann an dem Dänen dran. Zu dieser Zeit war Mattias Ekström hereingekommen. Eine halbe Runde später hatte Jean Alesi Tom Kristensen niedergerungen und fuhr nun auf Rang vier. Unterdessen hatte Vanina Ickx ihren Bremspunkt verpasst und rutschte weit nach außen. Dort stand sie dann erst einmal. Nach 18 Runden kam nun auch der Führende herein. So nach und nach kamen sie dann alle zu ihrem Pflichtboxenstopp. Auch der Zweit- und Drittplatzierte Bernd Schneider und Martin Tomczyk absolvierten nun ihren Boxenstopp. Mattias Ekström hatte in der NGK-Schikane etwas Probleme, denn dort räuberte er übers Grüne.


Als Mika Häkkinen herein kam, hatte es wieder Probleme gegeben, denn die Tankkanne saß nicht richtig und so floß nicht alles in den Tank. Auch Vanina Ickx hatte keinen guten Boxenstopp. Denn sie stand sehr sehr lange in der Box. Einen fantastischen Boxenstopp hatte Bruno Spengler hinter sich, denn er führte immer noch und zwar mit 15,2 Sekunden vor Bernd Schneider und Martin Tomczyk. Nach 21 Runden hatten alle ihren ersten Stopp absolviert. Susie Stoddart war richtig gut unterwegs, denn sie hatte sich auf Platz 15 einreihen können, nachdem sie vom Boxenstopp wieder auf die Strecke zurück kam. Nach 23 Runden kam Frank Stippler mit einem havarierten Fahrzeug in die Box, denn bei ihm war die Aufhängung vorne rechts gebrochen. Unterdessen musste auch Heinz-Harald Frentzen in der NGK-Schikane den Notausgang nehmen. Pierre Kaffer trat nun seinen zweiten Boxentopp an. Es war ziemlich früh. Würde diese Strategie aufgehen? Wenig später kam auch Mika Häkkinen zum zweiten Mal herein. Diesmal klappte der Stopp besser. Einige der Piloten hatten mit der NGK-Schikane so ihre Probleme, denn dort musste auch Stefan Mücke aufmachen und räuberte durchs Grüne.


Von alle dem bekam der Führende Bruno Spengler nichts mit, denn er baute Runde um Runde seinen Vorsprung weiter aus. Für Vanina Ickx war es nicht das Wochenende, denn nach 27 Runden stand sie im Kiesbett fest. Der Viert-und Fünfplazierte kam nun herein. Tom Kristensen konnte vor Jean Alesi die Boxengasse wieder verlassen. Zwei Runden später erwischte es auch Susie Stoddart, sie rutschte auch von der Strecke und hing dann fest. Zur gleichen Zeit hatte man Vanina Ickx aus dem Kies befreit. Bei noch 22 Minuten verbleibender Zeit kam der Führende hinein und konnte nach 8,9 Sekunden wieder auf die Reise geschickt werden. Damit verkürzte sich nun der Abstand zwischen Bruno Spengler und Bernd Schneider. Um Platz acht wurde nun hart zwischen Mika Häkkinen und Timo Scheider gekämpft. An der Spitze führte Bruno Spengler mit 9,0 Sekunden vor Bernd Schneider und Martin Tomczyk. Nach dem Befreien aus dem Kiesbett lag Vanina Ickx auf Rang 18. Für Susie Stoddart war das Rennen zu dieser Zeit beendet, denn sie war von den Streckenposten neben der Strecke herausgeschoben worden. Sie schaute sich das Rennen von dort aus dann an.


Heinz-Harald Frentzen erhielt eine Verwarnung, wegen Verlassens der Strecke. Tom Kristensen auf Rang vier liegend, war mit einem stehenden Reifen geradeaus geschossen und musste dann im Notausgang wenden. Dadurch hatte er einen Platz verloren. Er fuhr nun hinter Jean Alesi auf Platz fünf. Bruno Spengler hatte zwischenzeitlich seine Führung wieder ausbauen können. Die ersten vier Piloten fuhren ein einsames Rennen, denn sie hatten zueinander genug Luft. Erst um Platz fünf ging es zwischen Jean Alesi und Tom Kristensen zur Sache. Doch Tom Kristensen hatte plötzlich einen Abstand von 4,3 Sekunden zu dem Franzosen. In der Endphase stand dann die Überrundung von Vanina Ickx an. Diese machte dann aber Bernd Schneider und Martin Tomczyk ganz brav Platz. In dieser Phase lieferten sich Mattias Ekström und Timo Scheider noch einen harten Zweikampf um Platz sechs. Mika Häkkinen hatte unterdessen Mathias Lauda niedergerungen und lag nun auf Platz zwölf. Auch Tom Kristensen auf Rang fünf hatte seinen Platz noch nicht sicher, denn ihm saß Heinz-Harald Frentzen im Nacken. Sieger nach 43 Runden wurde Bruno Spengler vor Bernd Schneider und Martin Tomczyk. Tom Kristensen konnte seinen fünften Platz ins Ziel retten. Hingegen musste sich Mattias Ekström Timo Scheider geschlagen geben.


In der Meisterschaft führt weiterhin Bernd Schneider mit 46 Punkten vor Bruno Spengler mit 34 und Tom Kristensen mit ebenfalls 34 Punkten.

Bruno Spengler (Sieger, DaimlerChrysler Bank AMG Mercedes): "Nach meinem Sieg auf dem Norisring schwebte ich auf Wolke sieben, nach meinem Sieg heute noch höher. Es war ein schwieriges Rennen, insbesondere zu Beginn, als es regnete. Mein Auto war im Nassen und im Trockenen einfach großartig. Die Strategie war perfekt, genau im richtigen Moment wechselte ich von Regenreifen auf Slicks."

Bernd Schneider (2. Platz, Vodafone AMG Mercedes): "Mit Platz zwei bin ich sehr zufrieden. Es waren heute sehr harte Bedingungen. Mein Auto und meine Strategie waren zwar sehr gut, aber Bruno war einfach schneller. Jetzt habe ich zwei Verfolger im Kampf um den Titel, das macht es nicht einfacher."

Martin Tomczyk (3. Platz, Audi Sport Team Abt Sportsline): "Es fühlt sich wahnsinnig gut an, wieder einmal auf dem Podest zu stehen. Es war eine lange Durststrecke. Ich hoffe, dass sie vorbei ist und sich das Ergebnis in dieser Saison noch einmal wiederholt. Ich hatte einen guten Start und fuhr einfach mein Rennen, am Ende kam Platz drei dabei heraus."

Tom Kristensen (5. Platz, Audi Sport Team Abt Sportsline): "Das war von dieser Ausgangsposition ein schlechtes Rennen. Ich kam zunächst ganz gut weg, kämpfte dann aber mit durchdrehenden Rädern. Der Zeitpunkt, als wir Slicks aufgezogen haben, war perfekt. So habe ich wieder etwas Boden gutgemacht. Mit dem letzten Reifensatz haben wir das Rennen verloren, denn es traten Vibrationen auf. Die wurden immer schlimmer, und ich hatte blockierende Räder. Deshalb schoss ich über eine Kurve hinaus und verlor einen Platz an Alesi. Das war kein guter Tag – ich hätte gerne mehr Punkte für Audi gesammelt."


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Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: "Für mich war es ein denkwürdiges Rennen am Nürburgring, das vor allem zu Beginn im Regen sehr schwierig war. Ich habe die Strecke selten so glatt erlebt. Daher auch ein Kompliment an das ganze Feld für die problemlose Startrunde. Insgesamt wurde im Rennen sehr fair gefahren und wir haben tolle Überholmanöver gesehen. Ein besonders Lob gilt natürlich Bruno Spengler, der dem Rennen seinen Stempel aufgedrückt hat. Wenn das Rennen auf dem Norisring toll war, war das hier superklasse. Dennoch denke ich nicht, dass das eine Trendwende in der Meisterschaft bedeutet. Das Feld ist immer noch ausgeglichen. Ein großes Lob auch an Jean Alesi, er ist absolut konkurrenzfähig unterwegs gewesen."

Audi-Motorsportchef Dr.Wolfgang Ullrich: "Tom Kristensen und Mattias Ekström haben ihre Chancen beim Start verspielt. Danach noch nach ganz vorne zu fahren, war nicht mehr realistisch. Erfreulich jedoch ist, dass wir sechs Audis unter den ersten zehn Fahrzeugen haben. Das zeugt von einer guten Mannschaftsleistung. Das Ergebnis von Martin Tomczyk ist toll, und es freut mich für ihn. Ebenso hat Timo Scheider mit einem Vorjahresauto ein gutes Resultat eingefahren. Im Kampf um den Titel ist es für uns jetzt natürlich noch schwieriger geworden, aber das motiviert uns nur, jetzt noch stärker zu werden. Tom Kristensen war mit dem zweiten Reifensatz nicht zufrieden und konnte nicht die Zeiten fahren, die er sich erhofft hatte."


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