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Auch der zweite Lauf ging an Bernd Schneider Zwei Runden vor Schluss das Aus für Mattias Ekström auf Rang zwei liegend Der zweite Lauf in der Saison 2006 stand für die Pilotinnen und Piloten der DTM vom 28. bis 30. April auf dem EuroSpeedway Lausitz statt. Da beim letzten Rennen Bernd Schneider einen Sieg erzielte, bekommt er und seine Teamkollegen Jamie Green, Mika Häkkinen und Bruno Spengler je fünf Kilogramm zusätzlich in ihre 2006 Fahrzeuge. Hingegen werden die Fahrer von Audi, die ein 2006 Fahrzeug pilotieren um fünf Kilo leichter. Dies ergibt ein Gewichtsvorteil von zehn Kilogramm. Insgesamt sieben Mal war die DTM schon zu Gast auf dem EuroSpeedway. Das erste Rennen wurde von starkem Regen beeinflusst und nach acht Runden abgebrochen. Von den nachfolgenden sechs Rennen gewann zwei Bernd Schneider. Peter Dumbreck und Gary Paffett waren die nächsten Mercedes-Piloten die hier ganz oben auf dem Treppchen standen. ![]() In diesem Jahr werden als heiße Titelaspiranten Mattias Ekström und Jamie Green gehandelt. Diese beiden blieben aber beim Saisonauftakt noch ohne Punkte. Daher stehen sie nun an diesem Wochenende arg unter Druck und müssen punkten, um nicht den Anschluss an den Titelkampf zu verlieren. Dies spricht für viel Action, denn innerhalb der Audi-Mannschaft werden Heinz-Harald Frentzen und Tom Kristensen alles daran setzen, ihre guten Leistungen von Hockenheim zu wiederholen. Da ihnen die Strecke liegt, haben sie hier also auch gute Chancen aufs Treppchen zu kommen. Vier weitere Audi Piloten (Christian Abt, Pierre Kaffer, Timo Scheider und Frank Stippler) kommen sehr motiviert zum Euro-Speedway, denn alle vier konnten in der Vergangenheit hier schon punkten. Absolutes Neuland ist es für die Belgierin Vanina Ickx. Sie will versuchen, sich beim zweiten DTM-Rennen zu steigern, keine einfache Aufgabe, denn die Strecke hat es mit ihren schnellen und langsamen Passagen in sich. ![]() Bernd Schneider (Vodafone AMG-Mercedes C-Klasse): "Auf dem Lausitzring habe ich schon zweimal gewonnen. Ich hätte gern Sieg Nummer drei, aber das Gewichtshandicap macht`s im wahrsten Sinne des Wortes schwerer." Jamie Green (Salzgitter AMG-Mercedes C-Klasse): "Drei Pole Positions habe ich schon, einen Sieg noch nicht. Vielleicht probier ich es mal von einem anderen Startplatz aus." Susie Stoddart (AutoScout24 AMG-Mercedes C-Klasse): "Die Kulisse mit der riesigen Haupttribüne beeindruckt mich sehr. Es muss toll sein, hier vor vollen Rängen ein Rennen zu fahren." ![]() Mercedes-Benz Motorspsortchef Norbert Haug: "Der DTM-Auftakt vor gut zwei Wochen lässt auf eine sehr spannende Saison hoffen, in der nicht nur Autos des aktuellen Jahrgangs auf den Podiumsplätzen zu erwarten sein werden. Alleine in Deutschland brachte es das Auftaktrennen in Hockenheim mit Vor- und Nachberichterstattung auf eine kumulierte Quote von rund 50 Millionen TV-Kontakten und nur drei Sendungen überhaupt - die Tagesschau inklusive - erreichten an jenemen Sonntag bei der ARD einen höheren Marktanteil als die DTM Live-Übertragung. Gute Voraussetzungen für den Lausitzring also, wo wir es auf der Strecke dank der Handicap-Gewichtsregelung wahrlich "schwerer" haben werden als beim Auftakt in Hockenheim. Aber: Wir haben hier im Vorjahr mit gleicher Gewichtsdifferenz gewonnen und nichts anderes ist erneut unser Ziel." Mattais Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline): "Ich freue mich schon auf den EuroSpeedway. Es ist eine meiner Lieblingsstrecken, denn dort habe ich 2001 mein erstes Podium in der DTM erreicht und das bislang letzte Rennen, das ich dort fuhr, im vergangenen Jahr gewonnen. Nach dem Ausfall in Hockenheim komme ich mit einer Extraportion Motivation zum EuroSpeedway. Ich weiß, dass ich dort ein gutes Ergebnis benötige." ![]() Heinz-Harald Frentzen (Audi Sport Team Abt Sportline): "Platz drei in Hockenheim war ein guter Einstand, der mich auch für das Rennen auf dem EuroSpeedway positiv stimmt. Ich habe die Audi Mannschaft kennen gelernt und bin dabei, mich richrig gut einzuleben. Der EuroSpeedway ist für die Zuschauer sehr schön, denn sie sehen von den meisten Plätzen große Teile der Strecke. Ich bin neugierig, wie sich mein Audi A4 DTM auf dem Kurs anfühlen wird. Eine ausgeglichene Balance ist dort besonders wichtig." Vanina Ickx (Futurecom TME): "Wir haben in Hockenheim sehr viele Informationen gesammelt, viel analysiert, und wollen diese Erkenntnis natürlich umsetzen. Ich möchte mich weiter vorn qualifizieren als beim ersten Lauf, einen besseren Rennrhythmus finden und mit dem Team effizientere Boxenstopps erreichen, um mich im Endergebnis zu verbessern. Ich bin gespannt, ob uns das gelingt, denn der EuroSpeedway ist die zweite neue Rennstrecke für mich in diesem Jahr." ![]() Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsprotchef): "Wir haben den EuroSpeedway vom vergangenen Jahr in guter Erinnerung und seit unserem werksseitigen Comeback in der DTM zwei von drei Rennen gewonnen. Die Strecke sollte unserem Audi A4 DTM noch etwas besser liegen als der Kurs in Hockenheim, deshalb ist unser Ziel natürlich ein Sieg. Wenn unsere neuen Teams weiter Fortschritte machen, dann sollte eine starke Mannschaftsleistung möglich sein." ![]() Ihren ersten Test am Freitag Morgen nahmen die 20 Fahrerinnen und Fahrer bei Regen und nasser Strecke unter die Räder. Mit 39 gefahrenen Runden fuhr Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) mit 1:35.432 Minuten die schnellste Zeit, gefolgt von Timo Scheider (Audi Sport Team Rosberg) und Frank Stippler (Audi Sport Team Rosberg). Als bester Mercedes-Pilot nahm Bernd Schneider zunächst einmal Rang fünf ein. Unter den ersten zehn Rängen befanden sich sieben Audi-Piloten. Susie Stoddart (AutoScout24 AMG-Mercedes) und Vanina Ickx (Futurecom TME) belegten die Plätze 18 und 19. ![]() Von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr gingen die Pilotinnen und Piloten nochmals zu ihrem zweiten Test hinaus. Da diesmal die Strecke trocken war, konnten schnellere Zeiten gefahren werden. Die schnellste Runde hatte nun Bruno Spengler (DaimlerChrysler Bank AMG-Mercedes)mit 1:17.628 Minuten gefahren. Rang zwei und drei nahmen Bernd Schneider und Mattias Ekström ein. Unter den ersten zehn Fahrern befanden sich nun sechs Mercedes-Piloten. Vanina Ickx hatte sich in dieser Sitzung um vier Plätze verbessern können. Hingegen sah es bei Susie Stoddard nicht so gut aus, denn sie fiel um zwei Plätze zurück. ![]() Das einstündige freie Training fand am Samstag Vormittag bei trockener Strecke statt. An der Spitze wechselten zunächst einmal die Positionen. Gegenüber den Tests vom Vortag konnten Zeitverbesserungen erreicht werden. In der Endphase hatte Mattias Ekström das Zepter übernommen, doch es dauerte nicht lange und Tom Kristensen löste ihn mit einer Zeit von 1:17.085 Minuten ab. Rang drei ging an Martin Tomczyk. In der Zwischenzeit hatte es auch ein paar Dreher gegeben. Bei ungefähr fünf Minuten verbleibender Zeit waren sich Vanina Ickx und Jamie Green nicht ganz einig, mit der Folge das sie sich leicht berührten und auf der Strecke drehten. Für Bruno Spengler war es ein etwas heißes Training, denn bei ihm fing es plötzlich im Cockpit an zu kokeln im Bereich des Fußraums. Er steuerte daraufhin dann ganz schnell sein Fahrzeug neben der Strecke und zwar noch auf einen Feuerwehrmann zu, der sofort Hilfe leisten konnte. Am Ende des Trainings hatte Bernd Schneider die Nase vorne, denn er hatte mit 1:16.791 Minuten die schnellste Zeit gefahren, gefolgt von Heinz-Harald Frentzen und Tom Kristensen. Mattias Ekström nahm Rang sechs ein. Die beiden Damen Vanina Ickx und Susie Stoddart belegten die Ränge 17 und 18. ![]() Im Zeittraining ging es nun schon zur Sache. Als Mattias Ekström mit einer Zeit von 1:17.413 Minuten Rang eins eingenommen hatte, gefolgt von Martin Tomczyk und Jamie Green, hatte Olivier Tielemans einen Dreher, den gerade einmal Christian Abt noch ausweichen konnte. Dabei schoss aber der Abt-Pilot quer durch die Wiese. Danach kam er erst einmal in die Box gefahren. Jetzt wurde das Zeittraining erst einmal mit der roten Flagge abgebrochen, weil man Olivier Tielemans aus dem Kies befreien musste. Nach kurzer Zeit ging es dann in die zweite Session. ![]() Hier gingen sie dann alle sehr schnell hinaus. Pierre Kaffer konnte sich zunächst einmal mit 1:19.503 Minuten in Szene setzen. Er wurde dann aber wenig später von Bernd Schneider verdrängt. Auch er konnte sich nicht an der Spitze halten, denn Jamie Green setzte noch einiges drauf und so wechselten die Plätze immer wieder. Die Plätze neun bis 19 waren sowie so schon aus dieser Session raus. Bei noch zwölf Minuten verbleibender Zeit waren fast alle wieder in die Box gekommen, außer Bernd Schneider Pierre Kaffer und Heinz-Harald Frentzen. Zu dieser Zeit waren nur Jamie Green, Bernd Schneider, Mika Häkkinen, Tom Kristensen, Bruno Spengler, Jean Alesi, Timo Scheider und Mattais Ekström unter die ersten acht gefahren, die in der letzten Session noch mit von der Partie sind. ![]() Bei noch sieben Minuten verbleibender Zeit schoss Heinz-Harald Frentzen durch den Kies und musste danach die Box ansteuern. Mattias Ekström war unterdessen aus der Achter-Gruppe herausgefallen, genauso wie Bruno Spengler, Pierre Kaffer und Timo Scheider. In der Endphase ging der Schwede dann nochmals hinaus auf die Strecke und legte eine Schüppe Kohlen hinzu, so das er am Ende auf Rang drei stand. Als die Uhr auf Null stand hatte Jamie Green mit einer Zeit von 1:16.451 Minuten Rang eins eingenommen, gefolgt von Bruno Spengler, Tom Kirstensen, Mattias Ekström, Bernd Schneider, Mika Häkkinen, Jean Alesi und Alexandros Margaritis. Diese acht Fahrer gingen nun noch einmal hinaus in die dritte Session. Dort wurden nun die Startaufstellung der ersten acht ausgefahren. ![]() Als die acht Piloten nun nach ca. drei Minauten wieder auf die Strecke hinaus gingen, fing es an zu regnen. Für das Ausfahren ihrer Startaufstellung hatten sie nun ganze sieben Minuten Zeit. Zunächst einmal fuhr Mattias Ekström mit 1:26.753 Minuten die schnellste Zeit. Er wurde aber wenig später von Tom Kristensen und Jamie Green auf Rang drei verdrängt. Bei noch zwei Minuten hatte sich dann Tom Kristensen mit 1:22.347 Minuten Rang eins geholt. Aber dabei blieb es nicht, denn Jamie Green hatte noch einiges zugelegt. Trotz des Regens purzelten weiter die Zeiten, so das Positionen an der Spitze immer noch wechselten. Am Ende hatte sich der Brite Jamie Green die Pole-Position mit einer Zeit von 1:19.390 Minuten geholt, gefolgt von Mika Häkkinen und Mattias Ekström. Die nachfolgenden Piloten waren Bernd Schneider, Tom Kristensen, Jean Alesi, Bruno Spengler und Alexandros Margaritis. Die beiden Damen Susie Stoddart und Vanina Ickx werden das Rennen von Rang 18 und 20 aus aufnehmen. ![]() Jamie Green (1. Startplatz, Salzgitter AMG-Mercedes): "Die letzte Session war aufgrund des Wetters besonders schwierig. Bei diesen Bedingungen weißt du vor jeder Kurve nie, wie rutschig es ist. Ich bin glücklich, dass mich das Team so früh rausgeschickt hat, dadurch hatte ich recht warme Reifen und konnte auf Pole fahren." Mika Häkkinen (2. Startplatz, AMG-Mercedes): "Die Bedingungen im Qualifying waren sehr schwierig. Gerade dann darf man sich keinen einzigen Fehler erlauben. Glücklicherweise fuhr ich rechtzeitig raus, so dass meine Reifen einigermaßen warm waren. Das Rennen morgen wird hart. Ich bin gkücklich mit dem Ergebnis." Mattias Ekström (3. Startplatz, Audi Sport Team Abt Sportline): "Diese wechselhaften Bedingungen reichen für den Rest der Saison. Aber es hat das Qualifying interessant gemacht. Manchmal gewinnt man bei solchen Bedingungen, manchmal verliert man. Der dritte Platz ist für mich okay." Vanina Ickx (20. Startplatz, Futurecom TME): "Nachdem mein Wochenende im freien Treaining gut begonnen hat, lief es leider im Qualifying gar nicht nach Wunsch, so dass ich das Rennen von ganz hinten aufnehme. Ich werde mich bemühen, den Rückstand vom Samstag auszugleichen." Susie Stoddart (18. Startplatz, AutoScout24 AMG-Mercedes C-Klasse): "Leider lief es im Qualifying nicht so gut wie heute morgen im freien Training. Ich werde mich morgen darauf konzentrieren gut zu starten und im Rennen alles geben, um wieder gut abzuschneiden." ![]() Am Sonntag Morgen stand zunächst einmal das Warm up auf dem Programm. Dieses fand noch bei etwas feuchter Strcke statt. Die Ideallinie trocknete aber in dieser Sitzung immer mehr ab. Zunächst einmal wechselte die Positionen an der Spitze. Bei noch elf Minuten verbleibender Zeit hatte Bruno Spengler mit 1:18.215 Minuten die schnellste Zeit gefahren, gefolgt von Mika Häkkinen und Tom Kristensen. Bernd Schneider und Mattias Ekström lagen auf den Rängen sieben und acht. Susie Stoddart und Vanina Ickx belegten die Plätze 18 und 19. Wenig später setzte dann der Pole-Setter Jamie Green die Bestzeit. Es dauerte nicht lange und er wurde von Daniel La Rosa von Rang eins verdrängt. Er hatte eine Zeit von 1:18.050 Minuten gefahren. Doch bis zum Schluss des Warm ups wechselten die Positionen. Am Ende hatte dann Bernd Schneier mit 1:17.650 Minuten die schnellste Zeit gefahren, gefolgt von Jean Alesi und Jamie Green. Susie Stoddart und Vanina Ickx lagen auf den Rängen 18 und 20. ![]() Den zweiten Lauf nahmen die Fahrerinnen und Fahrer am Sonntag Mittag bei trockenem Wetter in Angriff. Der Start funktionierte ohne Probleme und der Pole-Setter kam zwar gut weg, aber er konnte das Feld nicht in die erste Kurve führen. Denn dort hatte er gleich drei Plätze verloren. Die Führung hatte nun Mika Häkkinen übernommen, gefolgt von Mattias Ekström und Bernd Schneider. Duch die erste Kurve kamen sie alle sehr diszipliniert hindurch. Mika Häkkinen hatte nach der ersten Runde bereits einen Vorsprung von 0,9 Sekunden. Susie Stoddart konnte ihre Platzierung behaupten. Hingegen hatte Vanina Ickx einen Platz gut gemacht. Christian Abt war bis auf Platz vierzehn zurück gefallen. Nach zwei weiteren Runden hatte Mika Häkkinen seinen Vorsprung wieder etwas weiter ausbauen können. Da sich Mattias Ekström und Bernd Schneider arg um Platz zwei bekriegten, konnte sich Mika Häkkinen weiter absetzen. ![]() Hinter dem Führenden lagen die Fahrer bis Platz neun sehr dicht beisammen. Nach fünf Runden durften zum ersten Mal die Reifen gewechselt werden. Bei Audi machten sich die Mechaniker in der Box schon zurecht. Als erster kam Heinz-Harald Frentzen und Christian Abt hinein. Hier kam deutlich besser Christian Abt heraus. Bei Heinz-Harald Frentzen gab es vorne links etwas Problme beim Wechseln des Reifens. Als erste Mercedes-Piloten kamen Jamie Green und Bruno Spengler herein. Bei beiden ging alles glatt und sie gingen schnell wieder auf die Reise. An der Spitze hatte sich Mika Häkkinen mit 1,9 Sekunden auf und davon gemacht. Hinter ihm hatte sich ein Duo gebildet mit Mattias Ekström und Bernd Schneider. Diese beiden trennten nur 0,1 Sekunden. Immer wieder versuchte Bernd Schneider den Schweden in einen Fehler zu treiben, doch so leicht ließ sich dieser nicht aus der Ruhe bringen. ![]() Da sich diese beiden immer noch nicht einig waren, konnte Mika Häkkinen sich Runde um Runde weiter vom Feld absetzen. Nach zehn Runden kam Susie Stoddart herein. Auch sie legte einen schnellen Boxenstopp hin. Im Verlauf der zwölften Runde bekam Vanina Ickx von Olivier Tielemans einen kleinen Schubser, mit der Folge das sie sich drehte. Fast zur gleichen Zeit kam Bernd Schneider in die Box. Auch er hatte einen guten Boxenstopp. An der Spitze führte nun Mattias Ekström vor Tom Kristensen und Alexandros Margaritis. Denn Mika Häkkkinen war in der Zwischenzeit hereingekommen und musste sich danach auf Rang sieben wieder einreihen. Kurz darauf kam auch Tom Kristensen zu seinem ersten Pflichtboxenstopp herein. Sein Boxenstopp war bis dahin der Schnellste. ![]() Einen harten Kampf lieferten sich nun Mika Häkkinen und Frank Stippler. Doch dieser schlug dem ehemaligen Formel-1-Fahrer immer die Tür vor der Nase zu. Die ersten drei Piloten Mattias Ekström, Alexandros Margaritis und Martin Tomczyk waren noch nicht in der Box gewesen. Als erster von diesen drei kam nach 16 Runden Martin Tomczyk herein. Unterdessen hatte Bernd Schneider Jamie Green niedergerungen und Platz sechs eingenommen. Mattias Ekström hatte zu dieser Zeit einen Vorsprung von 5,1 Sekunden herausgefahren. Nach 17 Runden kam der Schwede hinein, damit hatte nun wieder Mika Häkkinen die Führung übernommen. Auf Platz zwei konnte sich Mattias Ekström wieder einreihen, gefolgt von Bernd Schneider. Die beiden Damen bildeten zu diese Zeit das Schlusslicht. ![]() An der Spitze lieferten sich jetzt der Finne und der Schwede ein heißes Duell. Diese beiden konnte man mit dem berühmten Handtuch zudecken. Immer öfter scherrte Mattias Ekström aus, um ihn etwas aus dem Tritt zu bringen. Aber er steckte jedes Mal zurück, um eine Kollision zu vermeiden. Runde um Runde kam der auf Rang drei fahrende Bernd Schneider immer näher heran. Nach 21 gefahrenen Runden hatte sich an der Spitze nun ein Trio gebildet. Danach riss das Feld erst einmal ab. Zur gleichen Zeit kam Heinz-Harald Frentzen zu seinem zweiten Stopp herein. Aber auch dieser klappte nicht optimal. Man konnte Sagen, das er das Rennen in der Box verloren hatte. Denn danach musste er sich auf Rang 18 wieder einreihen. Der Führende hatte bei Halbzeit sich etwas Luft verschaffen können. Kurze Zeit war Bernd Schneider, nachdem er zuvor an Mattias Ekström vorbeigegangen war, in die Box. Beim Herausfahren aus der Boxengasse wurde er dann auf Rang vier gesichtet. ![]() Als Christian Abt in der Boxengasse war und hinausfuhr, waren die Mechaniker noch nicht so weit, denn sein rechts vorderes Rad löste sich und damit war das Rennen für ihn bereits früher und zwar am Ende der Boxengasse beendet, als er es geplant hatte. Wenig später kam der Führende in die Box. Aber bei ihm klemmte es auch am hinteren linken Rad. Er hat in der Box ungefähr zwei Sekunden verloren. An der Spitze führte nun Alexandros Margaritis vor Bernd Schneider und Mattias Ekström. Zwischen diesen beiden wurde mit harten Bandagen gekämpft. Nach 33 gefahrenen Runden wurde Daniel La Rosa von den Mechanikern in diese hinein geschoben. Damit war das Rennen für ihn auch gelaufen. Bernd Schneider der das Feld nun mit 1,3 Sekunden anführte konnte sich immer weiter von Mattias Ekström absetzen. Dieser wurde nun von Tom Kristensen beschäftigt. Der hatte im Schlepptau Mika Häkkinen. Die beiden Damen bewegten sich auf den Rängen 16 und 17. ![]() Vanina Ickx musste im nachhinein eine Durchfahrtsstrafe antreten, weil sie die blauen Flaggen missachtet hatte. Bei noch acht zu fahrenden Runden war Bernd Schneider dem Feld mit 1,8 Sekunden auf und davon gefahren. Hinter ihm hatte sich ein Quintett gebildet mit Mattias Ekström, Tom Kristensen, Mika Häkkinen, Jamie Green und Bruno Spengler. In der 42 Runde drückte Jamie Green Mika Häkkinen etwas weit nach außen und dann zog er vorbei. Damit lag er nun auf Rang vier. In der Endphase machte Jamie Green einen kleinen Fehler, den versuchte Mika Häkkinen zu nutzen. Doch er musste zurück stecken. Zwei Runden vor Schluss bekam Mattias Ekström ein Problem mit dem Sprit, denn er wurde immer langsamer und die ganze Truppe, die hinter ihm lag, zogen an ihm vorbei. Er wurde immer weiter nach hinten durchgereicht und musste kurze Zeit später das Auto wegen Spritmangels neben der Strecke abstellen. Damit lag Tom Kristensen auf Rang zwei, gefolgt von Jamie Green. Sieger nach 48 Runden wurde Bernd Schneider, gefolgt von Tom Kristensen und Mika Häkkinen, der auf den letzten Metern noch Jamie Green niedergerungen hatte. Susie Stoddart und Vanina Ickx kamen auf den Rängen 15 und 16 ins Ziel. ![]() In der Meisterschaft führt weiterhin Bernd Schneider mit 20 Punkten vor Tom Kristensen mit 16 und Mika Häkkinen mit 11 Punkten. Norbert Haug, Mercedes-Benz-Motorsportchef: "Es war ein sehr spannendes Rennen. Der verpatze Boxenstopp, bei dem eine Radmutter klemmte, hat Mika letztendlich den Sieg gekostet. Bernd Schneider war ein sehr cooler und souveräner Kämpfer. Wenn man mit einem Auto ein Problem hat, ist es gut, wenn ein zweites zur Stelle ist. Insgesamt haben wir hier ein bisschen besser agiert als Audi." Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef): "Wir sind wie in Hockenheim von zwei nicht ganz so tollen Startplätzen in die Position gekommen, um den Sieg fahren zu können. Leider ist Mattias (Ekström) der Sprit ausgegangen. Das letzte Betanken hat nicht so funktioniert, wie es sein sollte. Auch Tom (Kristensen) hatte die Pace, ganz vorne mitzufahren. Entscheidend war am Ende, wer beim letzten Boxenstopp ganz neue oder angefahrene Reifen montieren konnte. Es gefällt uns natürlich nicht, dass am Ende nur einer unserer A4 ganz vorne dabei war." Bernd Schneider (Sieger, Vodafone AMG-Mercedes): "Es war heute ein hartes Stück Arbeit. Aber insgesamt ein wunderschönes Rennen. Mir hat es viel Spaß gemacht und unsere Strategie ging auf. Das ist ein optimales Ergebnis." Tom Kristensen (2. Platz Audi Sport Team Abt Sportsline, Siemens Audi A4 DTM): "Das war ein gutes Rennen für mich, auch die Strategie und die Boxenstopps waren perfekt. Das zeigt mir, dass ich mich auf mein Team verlassen kann. Mein A4 war sehr schnell, ich konnte einige andere Fahrer überholen – das hat mächtig Spaß gemacht. Leider hatten wir für das Rennen nur noch einen frischen Reifensatz, mit dem wir spielen konnten. Mit zwei neuen Sätzen hätte wir heute gewinnen können. Auch so war ich am Ende schneller als die Spitze und Mattias, der direkt vor mir lag. Ich habe nicht versucht, ihn zu überholen, doch dann wurde er plötzlich langsamer. Das war natürlich Glück für mich und bedeutet wichtige Punkte. Zwei zweite Plätze sind kein schlechter Saisonstart." Mika Häkkinen (3. Platz, AMG-Mercedes): "Es war ein herausforderndes Wochenende und keine leichte Arbeit. Wir haben das bestmögliche Setup gefunden. Im Rennen hatte ich einige leichte Probleme, deshalb bin ich über das Podium und die Punkte glücklich." ![]() Tabellen:
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