|
||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||
|
Schneider-Meister holte sich ersten Sieg Heinz-Harald Frentzen als Dritter auf dem Treppchen Vom 07.04. bis 09.04. startete die DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) in ihre vierte Saison. Das Auftaktrennen findet traditionell wie schon seit Jahren im badischen Hockenheim statt. Diesmal sind nur zwei Herstellermarken und zwar Mercedes-Benz und Audi mit von der Partie. Insgesamt 20 Starterinnen und Starter werden auf der 4,574 Kilometer langen Strecke harte aber faire Fights austragen. Zum zweiten Mal in der Geschichte der DTM gehen gleich zwei Frauen an den Start. Für Mercedes-Benz wird die Engländerin Susie Stoddart und für Audi die Belgierin Vanina Ickx, Tochter des berühmten Jackie Ickx, ehemaliger Formel-1-Weltmeister, ins Lenkrad greifen. Diese Konstellation gab es zum letzten Mal 1991 mit Ellen Lohr auf Mercedes und Annette Meuvissen auf BMW. Mit Jean Alesi (41 Jahre) und Daniel la Rosa (20 Jahre) stellt Mercedes Benz den ältesten und gleichzeitig auch den jüngsten Fahrer im Feld. Die beiden Damen, sowie Olivier Tielemans, Mathias Lauda und Daniel la Rosa bestreiten gleich fünf neue Piloten in Hockenheim ihr erstes DTM-Rennen. ![]() Daniel la Rosa: "Ich bin schon sehr gespannt, wie es in einem DTM-Rennen abgeht. Mein Ziel ist mich in der Serie behaupten und mit guten Leistungen auf mich aufmerksam zu machen." Jean Alesi: "Ich mag den Hockenheimring. Hier habe ich gleich beim ersten Start meine erste DTM-Podiumsplatzierung geholt und im letzten Jahr das Auftaktrennen gewonnen." Susie Stoddart: "Nach den Testfahrten bin ich jetzt gespannt, wo ich im Rennen wirklich stehe. Meine Teamkameraden haben mich sehr nett aufgenommen, aber ich weiß, dass das im Rennen anders sein wird." Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef: "Unser Ziel ist es, mit einem Team aus erfahrenen Profis und talentierten Nachwuchsfahrern die DTM einereits so erfolgreich wie in der Vergangenheit zu bestreiten und andererseits junge Talpente zur Spitze, im Idealfall sogar über die DTM hinaus bis in die Formel 1 zu entwickeln. Ich erwarte große Ausgeglichenheit der Wettbewerber mit den engsten Starterfeldern und den spannendsten Rennen, die Motorsport heute bieten kann." ![]() Im ersten Test am Freitag Morgen, dieser fand bei strahlendem Sonnenschein, aber noch kühlen Temperaturen statt, gingen insgesamt 20 Pilotinnen und Piloten hinaus auf die Strecke. Hier konnte sich der routinierte Fuchs Jean Alesi (Stern AMG Mercedes) gegenüber allen anderen in Szene setzten und fuhr mit 19 gefahrenen Runden mit 1:34.857 Minuten die schnellste Zeit. Hinter ihm lagen Bruno Spengler (DaimlerChrysler Bank AMG-Mercedes) und Pierre Kaffer (Audi Sport Team Phoenix). Unter den ersten zehn Fahrern befanden sich fünf Mercedes und fünf Audi-Piloten, damit hielt sich die Waage gleich. Die Neuzugänge schlugen sich tapfer und lagen auf den hinteren Rängen. Susie Stoddart (AutoScout24) und Vanina Ickx (Futurecom TME), die beiden Damen im Feld lagen auf den Plätzen 17 und 19. ![]() Von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr war der zweite Test angesetzt. Zeitverbesserungen konnten hier nicht erreicht werden. Diesmal aber dominierte Mercedes, denn sie konnten gleich sieben Fahrer auf den ersten zehn Plätzen verbuchen. Mit einer Zeit von 1:34.898 Minuten und 24 Runden hatte Bruno Spengler die schnellste Zeit gefahren, gefolgt von Bernd Schneider (Vodafone AMG-Mercedes) und Mika Häkkinen (AMG-Mercedes). Jean Alesi musste sich diesmal mit Rang acht zufrieden geben. Als bester Audi-Fahrer fuhr Tom Kristensen (Audi Sport Team Abt) auf Platz vier. Die beiden anderen Audi-Piloten, Frank Stippler (Audi Sport Team Rosberg) und Martin Tomczyk (Audi Sport Team Abt Sportsline) platzierten sich auf den Rängen sieben und zehn. Hingegen konnte sich Daniel la Rosa verbessern. Er schob sich gegenüber dem ersten Test von Rang 15 auf Rang zwölf. Susie Stoddardt konnte ihren Platz behaupten. Dafür schob sich Vanina Ickx einen Platz nach vorne. ![]() Tom Kristensen (Audi Sport Team Abt Sportsline): "Der erste Tag in Hockenheim ist natürlich immer noch ein Test. Das Auto fühlt sich aber schon jetzt besser an als im Rennen im vergangenen Jahr. Im Winter sind viele positive Änderungen gemacht worden, die sich wegen des Reglements natürlich nur sehr geringfügig auswirken. Die Tendenz ist, dass es absolut eng wird." Frank Stippler (Audi Sport Team Rosberg): "Heute Vormittag bin ich wegen eines Getriebeproblems nicht viel zum Fahren gekommen - irgendwie scheint mich das ein bisschen zu verfolgen. Der zweite Test war viel besser. Genau daran werden wir mogen anknüpfen und dann das Qualifying angehen." Martin Tomczyk (Audi Sport Team Abt Sportsline): "Das Auto hat genau so auf die Veränderungen reagiert, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich habe meine Runde auf neuen Reifen leider nicht richtig nutzen können, weil ich behindert worden bin. Aber unsere Hochrechnungen der möglichen Rundenzeiten stimmen mich optimistisch. Vanina Ickx (Futurevom TME): "Es ist fantastisch, dass die DTM-Saison jetzt begonnen hat. Mein Tag war etwas hektisch. Im Vergleich zu einem Test ist es doch etwas ganz anderes, an einem Rennwochenende zu starten. Von meiner Leistung bin ich noch nicht überwältigt. Es gibt doch sehr viele Punkte, an denen man arbeiten muss - nicht nur im Auto, sondern auch im gesamten Team." ![]() Ihr freies Training nahmen die Fahrerinnen und Fahrer der DTM am Samstag Vormittag unter die Räder. Gegenüber dem Vortag konnten nun Zeitverbesserungen erreicht werden. Zunächst einmal wechselten die Führungspositionen immer wieder. Martin Tomczyk wurde von einem Dreher nicht verschont, was aber am Ende nicht so schlimm war, denn er hatte danach Rang zwei einnehmen können. Für Vanina Ickx sah es da schon etwas anders aus, denn sie schlug mit der linken Vorderseite ein, so das dort der linke Kotflügel und die Tür beschädigt wurde. Danach wurde sie am Abschleppwagen aus dem Kiesbett geborgen und in die Box gebracht, wo nun einiges an Arbeit für die Mechaniker anstand. ![]() Auch Pierre Kaffer war einmal auf der Start und Zielgeraden etwas zu weit nach außen gekommen, konnte aber danach ungehindert seine Fahrt weiter fortsetzen. Nach Beendigung dieser Trainingssitzung hatte Mattias Ekström die Nase vorne und hatte mit 1:33.618 Minuten die schnellste Zeit gefahren, gefolgt von Martin Tomczyk und Tom Kristensen. Damit standen auf den ersten drei Plätzen gleich drei Audi-Piloten. Auch der vierte Rang ging an einen Audi-Piloten und zwar an Heinz-Harald Frentzen. Als bester Mercedes-Fahrer platzierte sich Jean Alesi auf Rang fünf. Daniel la Rosa wurde auf Rang elf gewertet. Susie Stoddart, Mathias Lauda, Oliver Tielemans und Vanina Ickx mussten sich mit den Rängen 17, 18, 19 und 20 zufrieden geben. ![]() Am Samstag Mittag ging es dann ins entscheinde Zeittraining. Dieses wird in drei Sessions aufgeteilt Im der ersten Session waren alle 20 Fahrerinnen und Fahrer mit von der Partie. Die langsamsten sechs scheiden dann nach vierzehn Minuten aus und werden von hinten starten. Nun gingen sie nach und nach alle auf die Strecke hinaus. Jetzt musste alles passen, die Abstimmung musste perfekt sein. Susie Stoddart war als Erste hinaus gegangen und wurde nun auch als Erste gewertet. Zunächst einmal nahm sie Platz eins ein, doch so nach und nach wechselten die Namen oberhalb der gelben Marke auf dem Zeitenmonitor. Denn wer darunter liegt, fällt aus dem Raster schon einmal raus. Diese Markierung zählt die ersten vierzehn Fahrer. ![]() Bei noch sieben Minuten verbleibender Zeit lag Heinz-Harald Frentzen auf Rang eins, gefolgt von Stefan Mücke und Frank Stippler. Zu dieser Zeit waren aber noch nicht alle Piloten draußen, dazu gehörten Jamie Green, Mattias Ekström, Mika Häkkinen, Bruno Spengler und Vanina Ickx. Diese pokerten ziemlich hoch. Es dauerte aber nicht lange und Green, Ekström, Häkkinen und Spengler waren über die gelbe Linie gehüpft. In der Endphase waren Jean Alesi, Daniel la Rosa, Susie Stoddart, Mathias Lauda, Oliver Tielemans und Vanina Ickx nicht mit von der Partie. Sie müssten bei diesem Stand aus den letzten drei Startreihen starten. Als sich Mika Häkkinen neue Reifen aufziehen ließ, klemmte eines von diesen. Er musste sich besonders beeilen, denn es blieben ihm nur noch knappe zwei Minuten. Da Daniel la Rosa sein Fahrzeug auf die zwölfte Position knallte, war Mika Häkkinen draußen. Das gleiche passierte nun auch Jamie Green, denn er wurde von Jean Alesi verdrängt. ![]() In den letzten Sekunden ging es noch einmal drunter und drüber. Denn Mika Häkkinen hatte es auf Rang vierzehn gerade noch einmal so geschafft in die zweite Session zu rutschen. In der zweiten Session sind nun Martin Tomczyk, Bernd Schneider, Jamie Green, Heinz-Harald Frentzen, Mattias Ekström, Stefan Mücke, Alexandros Margaritis, Frank Stippler, Pierre Kaffer, Daniel la Rosa, Tom Kristensen, Bruno Spengler und Mika Häkkinen mit dabei. Christian Abt, Jean Alesi, Susie Stoddart, Mathias Lauda, Oliver Tielemans und Vanina Ickx werden am Sonntag aus den letzten drei Startreihen starten. ![]() Nach einer Pause von ungefähr sieben Minuten begaben sich die ersten vierzehn Piloten nun in die zweite Runde. Jetzt hatten sie nur noch zehn Minuten Zeit eine sehr schnelle Runde hinzulegen, denn es blieben danach nur acht Fahrer für das letzte Qualifying übrig. Zunächst einmal waren Heinz-Harald Frentzen, Mattias Ekström, Daniel la Rosa, Stefan Mücke, Mika Häkkinen und Bruno Spengler nicht mit von der Partie. In der Endphase sah das Bild schon wieder anders aus und zwar waren nun Alexandros Margaritis, Pierre Kaffer, Timo Scheider, Frank Stippler, Mika Häkkinen und Bruno Spengler die Leittragenden. Nach zehn Minuten hatte sich Jamie Green auf Platz eins gestellt, gefolgt von Martin Tomczyk, Stefan Mücke, Bernd Schneider, Heinz-Harald Frentzen, Mattias Ekström, Bruno Spengler und Mika Häkkinen. Damit waren nun Tom Kristensen, Daniel la Rosa, Frank Stippler, Alexandros Margaritis, Timo Scheider und Pierre Kaffer aus dem zweiten Raster rausgefallen. ![]() Jetzt hatten die letzten acht Piloten nur noch sechs Minuten Zeit um ihre Startaufstellung auszufahren. Zunächst einmal fuhr Martin Tomczyk die schnellste Zeit, gefolgt von Jamie Green und Bernd Schneider. Doch wenig später hatte Jamie Green die Führung übernommen. In der Endphase hatte Heinz-Harald Frentzen es in der Parabolika-Schikane übertrieben und schoß dort geradeaus. Damit war seine schnelle Runde erst einmal futsch. Am Ende hatte sich Jamie Green die Pole-Position mit einer Zeit von 1:33.473 Minuten geholt, gefolgt von Bernd Schneider und Bruno Spengler. Mattias Ekström wird das Rennen von Rang sechs aus aufnehmen. Eine Sensation ist, das Stefan Mücke mit einem Vorjahreswagen von Rang fünf aus ins Rennen gehen wird. ![]() Jamie Green (1. Startplatz, Salzgitter AMG-Mercedes): "Das neue Qualifying-Format ist viel interessanter - besonders für die Zuschauer. Für uns ist es eine neue Herausforderung. Eins ist klar: Das Wichtigste ist immer, in die finale Runde zu kommen und dort schnell zu sein. Heute war ich in der zweiten Session etwas schneller als in der dritten. Deshalb war ich nicht sicher, ob es zur Pole-Position reicht. Es wird morgen im Rennen sicherlich sehr eng. Ich kämpfe nicht nur gegen Audi, sondern auch gegen meine Teamkollegen." Bernd Schneider (2. Startplatz, Vodafone AMG-Mercedes): "Ich habe für morgen eine fast perfekte Ausgangsposition. Wäre ich heute noch 84 Tausendstelsekunden schneller gewesen, wäre es perfekt. Das neue Qualifyingformat ist spannend und eine Herausforderung zugleich. Denn man kann sich nie sicher sein, die nächste Session zu erreichen. Deshalb muss man von Beginn an Gas geben, um weiter zu kommen." Bruno Spengler (3. Startplatz, DaimlerChrysler Bank AMG Mercedes): "Das Beeindruckenste des Wochendens war bisher die Leistung meiner Mechaniker. Nach dem Brand meines Fahrzeugs gestern wurde es über Nacht komplett neu aufgebaut. Als ich gestern um 22 Uhr die Strecke verließ, hätte ich nicht gedacht, dass es möglich wäre. Dieser dritte Platz heute gehört meinen Jungs." ![]() Beim sonntägigen Warm-up, welches über eine halbe Stunde ging, wechselten zunächst einmal immer wieder die Führungspositionen. In der Endphase hatte sich Stefan Mücke mit seinem Vorjahresauto auf Rang eins gestellt. Am Ende der Sitzung hatte dann niemand die Zeit von Stefan Mücke mit 1:34.410 Minuten unterboten. Rang zwei und drei nahmen Christian Abt und Bruno Spengler ein. Frank Stippler das Geburtstagskind am Sonntag platzierte sich hier auf Rang 16. Daniel la Rosa fuhr auf Rang zehn. Die Plätze 17, 18, 19 und 20 nahmen Susie Stoddart, Mathias Lauda, Oliver Tielemans und Vanina Ickx ein. ![]() Pünktlich am Sonntag um 14.00 Uhr startete die DTM in ihre Saison 2006. Bereits in der Einführungsrunde hatte Jamie Green Probleme, denn er drehte sich von der Strecke hinaus in den Dreck. Er konnte aber in die erste Startposition wieder fahren. Als die Startampel ausgeschaltet wurde hatte der Pole-Setter Jamie Green einen guten Start, wurde aber noch vor der ersten Kurve überholt. Die Führung hatte nun Bernd Schneider übernommen, gefolgt von Stefan Mücke und Mattias Ekström. In der Parabolika-Schikane hatten so einige etwas ihre Probleme, aber sie kamen sonst ganz gut dort hindurch. Wenig später bekam Christian Abt einen Schubser von hinten, woraufhin er sich drehte und danach am Ende des Feldes wieder einreichen musste. Der Führende Bernd Schneider hatte sich schon nach der ersten Runde mit 1,4 Sekunden absetzen können. ![]() Um den dreizehnten Platz, wo Daniel la Rosa fuhr, flogen schon die Teile durch die Gegend. Frank Stippler hatte einen guten Start und konnte sich direkt bis auf Rang sieben vorarbeiten. Nach zwei gefahrenen Runden kam der Pole-Setter Jamie Green in die Box gefahren. Er war wohl auch in dem Gerangel mit dabei um das Geschehen von Daniel la Rosa. Zu dieser Zeit lag Susie Stoddart auf Rang dreizehn und Vanina Ickx auf Platz 17. Heinz-Harald Frentzen hatte auch schon Plätze gut gemacht und fuhr hinter Mattias Ekström auf Rang vier. Stefan Mücke hatte sich näher an Bernd Schneider heran gearbeitet. Zwischenzeitlich lieferten sich Susie Stoddart und Jean Alesi einen harten Zweikampf. Nach fünf gefahrenen Runden hatte Bernd Schneider seinen Vorsprung wieder ausgebaut. Zur gleichen Zeit war Bruno Spengler an Heinz-Harald Frentzen vorbeigezogen. ![]() Nach sechs Runden machten sich einige schon bereit zum ersten Boxenstopp. Es waren zum einen Stefan Mücke, Mattias Ekström, Heinz-Harald Frentzen, Mika Häkkinen, Alexandros Margaritis, Frank Stippler, und Christian Abt. Auf Rang zwei lag nun Bruno Spengler. Als nächste kamen Bruno Sppengler, Martin Tomczyk und Danie La Rosa hinein. Der Führende blieb immer noch draußen. Sein Vorsprung betrug nun 6,2 Sekunden. Im Mittelfeld kam es zu harten aber fairen Zweikämpfen. Mit einem Vorsprung von 7,7 Sekunden kam Bernd Schneider zu seinem Pflichtboxenstopp herein. Einen schnellen Stopp legte die Crew hin. Er reihte sich dann auf Rang vier hinter Pierre Kaffer ein. Es dauerte eine Runde und danach versuchte Bernd Schneider sich nun Pierre Kaffer zurecht zu legen und dies gelang ihm in der Spitzkehre. Dort ging er an ihm vorbei und lag nun wieder auf Platz drei. ![]() Unterdessen war Vanina Ickx in der Box gekommen. Die Crew hatte etwas mit Schwierigkeiten beim Reifenwechsel zu kämpfen. An der Spitze führte nun Tom Kristensen und Jean Alesi das Rennen an. Diese beiden waren aber noch nicht zum Pflichtboxenstopp gewesen. Zu diesen beiden gesellten sich noch Pierre Kaffer und Oliver Tielemans. Diese vier Fahrer mussten also noch alle in die Box kommen. Nach zwölf gefahrenen Runden kam Christian Abt zu seinem zweiten Stopp herein. Die Reifen waren gewechselt, aber etwas stimmte nicht, denn er stieg nun aus dem Fahrzeug aus und das Fahrzeug wurde in die Box hineingeschoben. Es war nicht das Wochenende des Christian Abt. Zu diesr Zeit befand sich Stefan Mücke auf einem guten siebten Platz und lieferte sich einen spannenden Zweikampf mit Alexandros Margaritis. Nun kam der Führende Tom Kristensen herein. Als dieser herausfuhr, war auch Jean Alesi herein gekommen. Damit hatte nun Bernd Schneider wieder die Führung übernommen. ![]() Bei Pierre Kaffer lief es in der Box nicht ohne Probleme, denn vorne rechts war wohl ein Aufhängungsteil gebrochen und damit war für ihn das Rennen auch gegessen, denn er konnte den Motor ausstellen. Das Feld war nun auf 17 Fahrer geschrumpft. Mit einem Vorsprung von 6,8 Sekunden war Bernd Schneider schon wieder dem Feld auf und davon gefahren, gefolgt von Mattias Ekström und Tom Kristensen. Nach 17 Runden hatte Tom Kristensen Mattias Ektröm überholt und dessen zweiten Platz eingenommen. Irgendetwas stimmte wohl bei Ekström nicht, denn er fuhr eine 1:37iger Zeit und alle anderen fuhren mit einer 1:35iger. Um Platz sieben kämpften Martin Tomczyk und Mika Häkkinen. Kurze Zeit später musste der Audi-Pilot den Finnen ziehen lassen. Unterdessen war der Vorsprung von Bernd Schneider auf 5,5 Sekunden geschrumpft. Die Positionen wechselten nun des öfteren, denn es waren ja noch nicht alle zum zweiten Boxenstopp drin gewesen. ![]() Zwischen Jean Alesi und Martin Tomzcyk wurde etwas der Lack ausgetauscht. Nach 23 Runden hatte Stefan Mücke plötzlich ein Problem, denn das Auto lag ziemlich unruhig und er fuhr dann auch in die Box herein, wo er dann auch aufgab. Bei der Aufhängung war wohl etwas verbogen. dies kam durch die Kollision mit Alexandros Margaritis. Zwischenzeitlich war Bernd Schneider zu seinem zweiten Stopp herein gekommen. Er konnte seine Führung aber behalten. Zur gleichen Zeit war Mattias Ekström vorne rechts mit Problemen unterwegs. Dort sprühten nur so die Funken und es qualmte zunächst mächtig. Nach der Parabolika-Schikane war er nur noch in langsamer Fahrt unterwegs. Kurze Zeit später musste er das Auto neben der Strecke abstellen. Er hatte es nicht mehr geschafft die Box zu kommen. ![]() Von alle dem bekam Bernd Schneider, der mit 2,4 Sekunden führte nichts mit. Hinter ihm lag Daniel la Rosa, gefolgt von Tom Kristensen. Nach 27 Runden kam La Rosa zu seinem zweiten Stopp herein, damit war der Weg für Tom Kristensen auf Bernd Schneider frei. Eine Runde später hatte Bernd Schneider seinen Vorsprung auf 3,4 Sekunden ausgebaut. Daniel la Rosa hatte sich auf Rang acht nach seinem Stopp wieder eingereiht. Die beiden Damen im Feld lagen auf den Rängen zehn und 15. Um die Plätze sechs, sieben und acht kämpften die Piloten Jean Alesi, Martin Tomczyk und Daniel la Rosa. Mit einem Vorjahresauto lag Alexandros Margaritis auf einem sehr guten fünften Platz. Bruno Spengler, der aus der zweiten Startreihe gekommen war, lag in der Endphase nur auf dem elften Platz. Die ersten beiden fuhren ein ruhiges Rennen, denn sie hatten genug Abstand. ![]() Heinz-Harald Frentzen auf Rang drei musste nun aufpassen, denn Mika Häkkinen kam immer näher in Schlagdistanz. Die letzten drei Runden musste Frentzen schon hart kämpfen, denn Runde um Runde knabberte Häkkinen immer mehr an seinem Vorsprung. Doch in der letzten Runde hatte Frentzen noch etwas zulegen können, denn jetzt betrug der Vorsprung wieder 0,7 Sekunden. Sieger nach 37 Runden wurde der Schneider-Meister mit einem Vorsprung von 4,2 Sekunden, gefolgt von Tom Kristensen und Heinz-Harald Frentzen. Alexandros Margaritis, der mit einem Vorjahreswagen unterwegs war, kam als Fünfter ins Ziel. Die Damen Susie Stoddart und Vanina Ickx beendeten das Rennen auf den Rängen zehn und 15. In der Meisterschaft führt Bernd Schneider mit 10 Punkten vor Tom Kristensen mit 8 und Heinz-Harald Frentzen mit 6 Punkten. ![]() Bernd Schneider, Sieger: "Ich freue mich riesig über meinen 40. Sieg. Mein Team hat mir ein perfektes Auto hingestellt und die Boxenstopps liefen optimal. Ich bedanke mich bei allen für die tolle Arbeit. An diesem Wochenende hat einfach alles gepasst und es ist ein schönes Gefühl, hier wieder zu gewinnen." Tom Kristensen, Zweiter: "Natürlich bin ich glücklich, vom neunten Startplatz aus Zweiter geworden zu sein. Das Team hat in den Boxen und mit der Strategie einen tollen Job gemacht. Ich selbst bin absolut volle Kanne gefahren. Ich kam immer näher an Bernd heran und habe mir sogar Chancen auf den Sieg ausgerechnet. Doch etwa elf Runden vor Schluss stand das Lenkrad plötzlich schief, als ich außen über die Randsteine gefahren bin. Ich habe danach nichts mehr riskiert und habe mich von den Randsteinen auf der linken Seite fern gehalten. Deshalb bin ich froh, dass ich Zweiter geworden bin. Danke an das Team, das mich in diese Position gebracht hat." Heinz-Harald Frentzen, Dritter: "Ich bin wirklich zufrieden. Gleich am Anfang in der Meisterschaft vorne dabei zu sein, ist in der DTM sehr wichtig. Ich wusste, wie gut mein A4 ist und dass ich es in ein gutes Resultat umsetzen kann, wenn alles passt. Nach dem Start war ich allerdings etwas skeptisch. Ich hatte stakes Untersteuern, konnte nicht attackieren und muste aufpassen, nicht zu viele Plätze zu verlieren. Deshalb hat mich die Crew früher reingeholt. Mit neuen Reifen war die Balance wieder in Ordnung. Die Strategie, den zweiten Reifenwechsel früh durchzuführen, ging ebenfalls auf - auch wenn mir Mika (Häkkinen) am Ende sehr nahe kam..." ![]() Tabellen:
|
| ||||||||||||||||||||||||||||