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Dirk Werner behält die Tabellenführung Uwe Alzen holte sich in der letzten Sekunde die Pole-Position Le Mans ist für Prosche ein gutes Plaster, konnten doch die Sportwagen aus Stuttgart bei den 24-Stunden-Rennen auf dem weltberühmten Straßenkurs bereits 16 Gesamtsiege einfahren. Jetzt gastiert Porsche, die dort ihr letztes Rennen 2000 absovierten, mit einer Sprint-Rennserie an der Sarthe: Piloten aus sieben Ländern bringen 30 Sportwagen vom Typ 911 GT3 Cup zum achten und vorletzten Lauf des Carrera Cup Deutschland an den Start. Gefahren wird auf einer 4,180 Kilometer langen Kurzversion der Strecke. ![]() Als Tabellenführer reist Dirk Werner nach Frankreich mit einem 15-15-Punkte-Vorsprung vor Uwe Alzen. Sollte es Werner gelingen, den Abstand zu Alzen auf 21 Punkte zu vergrößern, so ist ihm beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring am 29. Oktober der Titel nicht mehr zu nehmen. Alzen wird alles daran setzen, die Entscheidung auf das Finale zu verschieben. Seine Aussichten sind nicht schlecht: Der Meister von 1992 holte 2006 bereits dreimal die Maximalpunktzahl. Erneut mit an dem Start ist der Meister des Porsche-Michelin-Supercup der Brite Richard Westbrook. ![]() Ebenfalls mit an den Start wird der niederländischen Rekordmeister der Porsche Markenpokale, Patrick Huisman für das MRS Team sein. Patrick Huisman wird den schwarzen DELL-Intel Porsche mit der Startnummer 14 pilotieren. Mit seinem Teamkollegen Kelvin Burt, stehen die Chance auf gute Platzierungen nicht schlecht. Kelvin Burt kennt den kleinen Kurs in Le Mans, den so genannten Bugatti Circuit durch Test- und Renneinsätze bestens. Huisman fühlt sich durch verschiedene Einsätze bei den 24- Stunden von Le Mans zumindest auf einem Drittel der Strecke heimisch. ![]() Karsten Molitor (Teamchef): "Ich denke, dass wir in dieser Saison bereits mehrfach bewiesen haben, zu welchen Leistungen wir als Team fähig sind. Oft fehlte, gerade auch im Bezug auf das vergangene Rennen in Barcelona, ein wenig das Rennglück. Es ist an der Zeit die gute Teamleistung mit zählbaren Ergebnissen zu untermauern." ![]() Insgesamt 29 Fahrer nahmen am Freitag Morgen bei herrlichem Spätsommerwetter ihr erstes freies Training unter die Räder. Hier konnte sich der aus Betzdorf stammende Uwe Alzen vom HP Team Herberth gegenüber seinen Konkurrenten durchsetzen. Mit dreizehn gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:41.222 Minuten war er der Schnellste, gefolgt von dem Österreicher Richard Lietz (Tolimit) und Chris Mamerow (Mamerow Racing PZ-Essen). Lance David Arnold, einer der UPS Porsche Junior-Fahrer konnte sich auf Rang sechs stellen. Sein Teamkollege Jan Seyffarth nahm zunächst Rang acht ein. Die beiden MRS-PC Service Team PZM-Piloten Patrick Huisman und Kelvin Burt setzten ihren Porsche 911 GT3 auf die Plätze fünf und zehn. ![]() Am Freitag Nachmittag machten sich die Piloten noch einmal bereit, um das zweite freie Training auf der 4,180 Kilometer langen Strecke hinter sich zu bringen. Gegenüber morgens konnten Zeitverbesserungen erreicht werden. Diesmal übernahm der Österreicher Richard Lietz mit dreizehn absolvierten Runden und einer Zeit von 1:40.578 Minuten das Steuer. Hinter ihm kamen dann Dirk Werner (Farnbacher Racing PZ Nürnberg-Fürth-Erlangen) und Uwe Alzen herein. Jan Seyffarth hatte seinen achten Platz behaupten können. Hingegen musste sich nun Lance David Arnold mit Rang vierzehn zufrieden geben. Auch bei Patrick Huisman lief es nicht nach Plan. Er stand nur zwei Ränge vor dem UPS-Porsche Junior auf Platz zwölf. Sein Teamkollege Kelvin Burt nahm weiterhin Rang zehn ein. Chris Mamerow hatte sich zeitlich gesehen verbessert, musste sich dann aber mit dem sechsten Platz zufrieden geben. ![]() Das entscheidende Zeittraining für die Startaufstellung nahmen die Fahrer am Samstag Nachmittag in Angriff. Zunächst einmal wechselten die Führungspositionen des öfteren. Ganz am Anfang hatte Richard Westbrook mit einer Zeit von 1:41.334 Minuten das Zepter übernommen, gefolgt von Jörg Hardt und Jan Seyffarth. Lance David Arnold befand sich zu dieser Zeit auf Rang fünf. Nach acht gefahrenen Minuten hatte sich der Duisburger Fahrer dann auf Platz zwei geschoben. Es dauerte aber nicht lange und da wurden beide UPS-Porsche Junior Piloten auf die Ränge vier und fünf verwiesen. Rang zwei und drei nahmen nun Dominik Schwager und Jörg Hardt ein. Kelvin Burt hatte sich in der Zwischenzeit auf den dritten Rang platziert. Bei noch 17 Minuten verbleibender Zeit hatte Adam Lacko einen heftigen Abflug. Er konnte sein Fahrzeug aber im nachhinein wieder abfangen und setzte nun seine Fahrt wieder fort. ![]() Auch Chris Mamerow war von einem Dreher nicht verschont geblieben. Runde um Runde konnten nun einige der Piloten einiges zu legen und so gab es hinter Richard Westbrook immer wieder einen Platzwechsel. Als die Fahrer noch 15 Minuten Zeit hatten, eine schnelle Runde hinzulegen, hatte Dirk Werner und Uwe Alzen die Plätze zwei und drei eingenommen. Christian Menzel und Richard Lietz schossen beide quer durch den Kies. Damit war ihre schnelle Runde erst einmal futsch. Doch eine Runde später hatte der Österreicher es geschafft, sich auf die Pole-Position zu stellen. Es war aber nur für eine ganz kurze Zeit, denn plötzlich zeigte der Monitor Dirk Werner mit einer Zeit von 1:40.270 Minuten auf Rang eins. Sehr viele Fahrer hatten ihre Probleme mit der S-Kurve vor dem Dunlop Bogen, denn diese fiel schräg leicht nach außen ab. Wenn man dort zu spät auf der Bremse war, ging es ab ins Kiesbett. Um dort nicht stecken zu bleiben, mußte das Lenkrad gerade gestellt werden und die Piloten mussten auf dem Gas stehen bleiben, ansonsten gruben sie sich dort ein. ![]() In der Endphase waren Lance David Arnold und Jan Seyffarth bis auf die Ränge zwölf und dreizehn abgerutscht. Zu dieser Zeit hatte Manfred Ahlden seinen zweiten Dreher fabriziert. Eingangs Start und Ziel war Timm Sandmeyer etwas zu schnell unterwegs, er rutschte nach links raus und kam dann in einen Dreher, der damit endete, das er ganz leicht in die Boxenmauer einschlug. Er konnte aber weiter fahren. Am Ende dieser Sitzung hatte Uwe Alzen in der letzten Sekunde die Zeit von Dirk Werner mit 1:40.270 Minuten unterbieten können, damit wird er am Sonntag mit 1:40.217 Minuten von der Pole-Position starten, gefolgt von Dirk Werner und Richard Westbrook. Jan Seyffarth und Lance David Arnold werden das Rennen von den Rängen elf und zwölf aus aufnehmen. Kelvin Burt und Patrick Huisman mussten sich mit den Startplätzen sechs und zehn zufrieden geben. ![]() Ihren achten und damit vorletzten Lauf in dieser Saison nahmen die 29 Fahrer am Sonntag Vormittag bei kühlem aber trockenem Wetter unter die Räder. Beim Ausschalten der Startampel ging es zunächst weit gefächert auf die erste Kurve zu. Den besten Start erwischte Uwe Alzen. Er wurde aber direkt von Dirk Werner attackiert und zusammen versuchte man durch die ersten Kurven zu gehen. Aber im nachhinein behielt Uwe Alzen die Oberhand und konnte sich nach einigen Metern bereits mit einigen Wagenlängen vom übrigen Feld absetzen. Unterdessen wurde Dirk Werner nun von Richard Westbrook unter Druck gesetzt. Wie an der Perlenschnur aufgezogen war das Feld in der ersten Runde unterwegs. Nach dieser Runde führte Uwe Alzen vor Dirk Werner und Richard Westbrook. Lance David Arnold und Jan Seyffarth hatten bereits Plätze gut machen können. Sie lagen nun auf Rang neun und zehn. ![]() Unterdessen war Richard Lietz mit einem Reifenschaden hinten links in die Box gekommen. Nachdem man den Reifen gewechselt hatte, konnte er wieder am Rennen teilnehmen. Zu dieser Zeit war Ian Baas auf Abwegen unterwegs und für Lance David Arnold war das Rennen bereits gegessen, denn er verlor im Frontbereich Flüssigkeit. Er steuerte nun auch die Box an und musste dort das Rennen frühzeitig beenden. Auch Chris Mamerow war mit etwas Schwierigkeiten unterwegs, denn bei einem Überholmanöver touchierte er seinen Vordermann. An der Spitze hatte sich Uwe Alzen schon mit 1,6 Sekunden auf und davon gemacht. Hinter ihm lag dann das Duo Dirk Werner und Richard Westbrook. Nun riss das Feld erst einmal ab. Auf Platz vier fuhr Chris Mamerow. Dieser hatte aber einen Abstand von über drei Sekunden auf das Duo vor ihm. Kelvin Burt und Patrick Huismann hatten zwischenzeitlich Boden gut machen können und fuhren auf den Rängen fünf und acht. ![]() Einen harten Kampf lieferten sich Jörg Hardt und Nicolas Armindo. Hier ging es um den sechsten Platz. Diesen Zweikampf sah sich der Niederländer Patrick Huisman in aller Ruhe an und wartete nur auf eine Chance gleich an beiden vorbeigehen zu können. Runde um Runde baute der Führende nun seinen Vorsprung immer mehr aus. In der siebten Runde hatte Jörg Hardt es dann endlich geschafft, den Franzosen niederzuringen und nahm nun Platz sechs ein. Fast zur gleichen Zeit hatte es einen Wechsel auf Platz zwei gegeben und zwar war Richard Westbrook an Dirk Werner vorbeigezogen. Im Verlauf der siebten Runde waren einige Piloten aus dem Mittelfeld etwas auf Abwegen unterwegs. Ian Baas, der in der Box gewesen war, hatte diese nun wieder verlassen und musste sich am Ende des Feldes wieder einreihen. Im mittel und hinteren Feld wurde genauso hart um jeden Platz gefightet wie an der Spitze. Bei Halbzeit des Rennens erhielt Chris Mamerow von der Rennleitung eine Verwarnung. ![]() Die ersten drei Piloten fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. In der Zwischenzeit hatte sich Chris Mamerow auf Rang vier frei schwimmen können, denn hinter ihm waren Kelvin Burt und Jörg Hardt in einen harten Zweikampf verwickelt. Richard Westbrook auf Rang zwei verringerte nun den Abstand zum Führenden immer mehr. Bei noch 17 Minuten verbleibender Zeit war der Abstand von Uwe Alzen auf 0,8 Sekunden geschrumpft. Immer wieder versuchte Jörg Hardt an Kelvin Burt vorbeizugehen, doch dieser schlug ihm jedes Mal die Tür vor der Nase zu. In der zwölften Runde musste Kelvin Burt dann Jörg Hardt ziehen lassen. Dieser war auch schneller unterwegs, denn er setzte sich auch direkt etwas ab. An der Spitze blieb der Abstand zunächst gleich. Doch jetzt standen die Überrundungen an, die immer etwas Zeit kosteten. Das war jetzt die Chance für Richard Westbrook den Anschluss an Uwe Alzen zu finden. ![]() Uwe Alzen passierte aber Richard Lietz besser als gedacht und konnte sinen Vorsprung nun doch wieder auf 1,4 Sekunden ausbauen. Unterdessen geriet Kelvin Burt nun unter Druck von Nicolas Armindo. Rundenlang musste er absolute Kampflinie fahren, um den Franzosen in Schach zu halten. Zwischenzeitlich hatte sich Thomas Messer im Kiesbett eingegraben. Wenig später war auch Thomas Riethmüller auf Abwegen unterwegs. Martin Brückl büste nach einem Verbremser einige Plätze ein. Er konnte seine Fahrt wieder aufnehmen, kam dann aber mit einem beschädigten Auto im Frontbereich in langsamer Fahrt in die Box gefahren. In der Endphase hatte Manfred Ahlden etwas Schwierigkeiten, denn er drehte sich mehrmals auf der Strecke. Zu dieser Zeit lag er auf Rang 18. Zur gleichen Zeit war Richard Westbrook an Uwe Alzen dran. Jetzt mussten noch drei Runden absolviert werden. Diese beiden waren dem Feld mit 6,6 Sekunden auf und davon gefahren. Sieger nach 20 Runden wurde Uwe Alzen vor Richard Westbrook und Dirk Werner. Die beiden MRS-PC Service Team PZM-Piloten Kelvin Burt und Patrick Huisman beendeten das Rennen auf den Plätzen sechs und acht. ![]() In der Meisterschaft führt weiterhin Dirk Werner mit 126 Punkten vor Uwe Alzen mit 113 und Chris Mamerow mit 93 Punkten. Uwe Alzen (Sieger): "Das war am Limit vom ersten bis zum letzten Meter. Dirk Werner blieb immer in Schlagdistanz. Richard Westbrook machte mir Dampf. Ich hätte ihn keinesfalls einfach so vorbei gelassen, obwohl er ja keine Punkte bekommen kann. Aber schließlich bin ich nicht nach Le Mans gekommen, um hier Zweiter zu werden." Dirk Werner (Platz drei): "Dieses Rennen stand für mich ganz klar unter der Prämisse, mit Blick auf die Meisterschaft kein unnötiges Risiko einzugehen. Deshalb habe ich beim Start Uwe nicht mit allen Mitteln angegriffen. Für mich bildet dieser zweite Punkterang die ideale Ausgangsbasis für das Finale." ![]() Chris Mamerow (Platz vier): "Die Strecke lag mir von Anfang an. Wenn man hier den richtigen Rhythmus gefunden hat, macht der Kurs unheimlich Spaß. Nach der Kollision musste ich ziemlich aufpassen, dass der Reifen nicht von der Felge gesprungen ist. Doch ich wollte unbedingt Punkte holen, daher bin ich relativ verhalten gefahren und habe nicht mehr angegriffen, obwohl ich die Zeiten der Piloten an der Spitze gut mitgehen konnte." Kelvin Burt (Platz sechs): "Ja, es war ein harter Kampf. Ich hatte keine Verschnaufpause und war ständig damit beschäftigt das Auto zu kontrollieren. Zwar war ich schnell unterwegs, konnte die guten Rundenzeiten jedoch nicht konstant fahren. Es gab einfach nicht genug Grip. Mit dem Ergebnis bin ich trotzdem sehr zufrieden." Patrick Huisman (Platz acht): "Es war sicher nicht das, was wir alle erwartet haben, aber es hat einfach am Speed gefehlt. Ich konnte der Spitzengruppe nicht über die ganze Distanz folgen. Mit zunehmender Renndauer wurde das Übersteuern immer schlimmer. Also ganz zufrieden bin ich nicht, aber die Plätze 6 und 8 sind für das Team sicher ein schönes Ergebnis." Karsten Molitor (Teamchef): "Klar haben wir mehr erwartet aber auch nicht damit gerechnet, dass es hier so eng zugeht. Also, 10 Fahrer innerhalb von einer halben Sekunde machen einem die Arbeit schon richtig schwer. Beide Fahrer haben sehr gute Leistungen abgerufen, mehr war einfach nicht möglich. Dennoch freuen wir uns über das Ergebnis und schauen zuversichtlich in Richtung Saisonfinale in Hockenheim." Lance David Arnold (Ausfall): "Huisman hat mich schon einmal im Rennen zwei Plätze gekostet und dabei ist er nur Gaststarter. Ich war einfach schneller wie er und war schon zwei dreimal neben ihm und er hat voll rein gehalten. Dann gab er nach einem Fahrfehler kein Gas und ich habe ihn hinten an der Abschleppöse getroffen und mein linker Kühler war hin und damit das Rennen nach zwei Runden gelaufen." ![]()
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