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Erster Saisonsieg für Richard Lietz Zum ersten Mal in der Geschichte gastiert Porsche in Spanien Zum ersten Mal in seiner 17jährigen Geschichte gastiert der Porsche Carrera Cup auf einer spanischen Rennstrecke. Vom 22. bis 24. September kamen über 30 Piloten aus acht Nationen auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona gereist, um ihren siebten Lauf in dieser Saison im Rahmen der DTM zu absolvieren. Als Tabellenführer reiste Dirk Werner aus Kissenbrück hier an und wollte seine Führung natürlich weiter ausbauen. Doch dagegen hatte z.B. sein stärkster Widersacher Uwe Alzen (Betzdorf) etwas. Mit 27 Punkten Rückstand lag er auf Rang zwei der Tabelle. Da noch insgesamt vierzig Punkte bei den beiden letzten Läufen zu vergeben sind, war die Meisterschaft noch völlig offen. ![]() Uwe Alzen führt eine aussichtsreiche dreier Gruppe an, die alle noch ein Wörtchen in der Meisterschaft mitzureden hatten. Unter ihnen war Chris Mamerow (Waltrop) der mit nur vier Zählern Rückstand auf Ulwe Alzen auf Rang drei lag. Die beiden weiteren Piloten waren der Österreicher Richard Lietz und Jörg Hardt. Wieder mit von der Partie ist der frischgebackene Meister des Porsche Michelin Supercup und Gaststarter Richard Westbrook. Dirk Werners Verfolger Uwe Alzen, Chris Mamerow und Richard Lietz hatten hier beim siebten Lauf einen Vorteil, denn sie kannten die Strecke bereits schon, da sie im Mai auf dem Circuit de Catalunya fuhren. Auch für Richard Westbrook war die Rennstrecke kein Neuland, denn er war im Supercup hier schon im Einsatz. ![]() Im ersten freien Training, welches am Freitag Morgen zunächst bei trockenem Wetter gestartet wurde, waren insgesamt 29 Fahrer mit von der Partie. Da es später an fing zu regnen, kamen die Piloten wieder in die Box gefahren und warteten ab. Einige hatten dann auch auf Regenreifen gewechselt und gingen kurz vor Schluss noch einmal auf die 2,949 Kilometer lange Strecke hinaus. Am Ende dieser Sitzung hatte sich Uwe Alzen (HP Team Herberth) mit 21 gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:09.738 Minuten gegenüber den anderen Fahrern in Szene gesetzt. Hinter ihm lagen der Tabellenführer Dirk Werner (Farnbacher Racing PZ Nürnberg-Fürth-Erlangen) und Richard Westbrook (EMC Buchbinder ARAXA Racing). Jörg Hardt und Chris Mamerow nahmen die Ränge sieben und zehn ein. Der UPS-Porsche Junior Pilot Lance David Arnold platzierte sich auf Rang neun. ![]() Von 16.50 Uhr bis 17.20 Uhr stand nun das zweite freie Training auf dem Programm. In den ersten Minuten waren gegenüber morgens keine Zeitverbesserungen erreicht worden. Zunächst einmal setzte sich Dirk Werner mit einer Zeit von 1:11.152 Minuten in Szene, gefolgt von Dominik Schwager. Es dauerte aber nicht lange und Chris Mamerow schob sich dann auf Rang zwei. Hinter ihm platzierte sich Christian Menzel. Nach vier absolvierten Runden hatte Dirk Werner seine eigene Zeit unterboten. Mit 1:10.290 Minuten war er aber immer noch der schnellste Mann im Feld. Direkt dahinter befand sich nun Lance David Arnold, gefolgt von Christian Menzel. Doch Runde um Runde wechselten nun die Positionen des öfteren. Bei noch 19 Minuten verbleibender Zeit hatte Richard Westbrook das Zepter mit einer Zeit von 1:10.254 Minuten übernommen. Er hatte damit Dirk Werner und Lance David Arnold auf Rang zwei und drei verdrängt. Uwe Alzen lag zudieser Zeit nur auf Platz sieben. ![]() Seinen dritten Platz hatte Lance David Arnold aber nicht halten können,diesen musste er dann wenig später an Chris Mamerow abgeben. Zwischenzeitlich war wohl einer der Fahrer von der Strecke geflogen, denn es wurde eine zeitlang "Gelb" gezeigt. Von einem technischen Defekt war Philipp Wlazik nicht verschont geblieben. Damit konnten zu diesem Zeitpunkt keine schnelleren Zeiten gefahren werden. Bei noch zehn Minuten verbleibender Zeit war die Gelbphase aufgehoben. Zwei Minuten später hatte dann endlich Jörg Hardt die Zeit von Richard Westbrook geknackt und war mit 1:10.238 Minuten der Schnellste im Feld. In der Endphase des Trainings hatte der Brite dann nochmals einiges hinzugelegt und verwies Jörg Hardt mit einer Zeit von 1:10.226 Minuten auf Platz zwei. In der Zwischenzeit war Lance David Arnold bis auf Platz sieben abgerutscht. ![]() Unterdessen war der Österreicher Richard Lietz sehr schnell unterwegs und konnte die Zeit von Richard Westbrook nochmals unterbieten. Doch nicht lange konnte sich Richard Lietz auf Rang eins ausruhen, denn Dirk Werner setzte allen mit einer Zeit von 1:09.619 Minuten die Krone auf. Christian Menzel und Lance David Arnold hatten zu dieser Zeit die Reifen gewechselt. Wiederum wurde "Gelb" geschwenkt. Es standen jetzt noch ungefähr eine Minute auf der Uhr. Die Trainingssitzung konnte dann für die letzten paar Sekunden wieder freigegeben werden. Dirk Werner war nun schon in die Box gekommen. Am Ende hatte Niemand die Zeit von Dirk Werner mit 1:09.619 Minuten unterbieten können. Rang zwei und drei nahmen Richard Lietz und Jan Seyffarth ein. Richard Westbrook, Christian Menzel und Lance David Arnold belegten die Ränge vier, sechs und neun. Uwe Alzen musste sich mit Platz elf zufrieden geben. ![]() Von 14.50 Uhr bis 15.20 Uhr wurde es dann für die Fahrer am Samstag Nachmittag ernst, jetzt stand das entscheidende Zeittraining für die Startaufstellung auf dem Programm. Diesmal fanden die Piloten ganz andere Witterungsbedingungen als am Freitag vor, denn es hatte zuvor sehr heftigst geregnet und regnete immer wieder ganz leicht. Sie mussten nun alle auf Regenreifen hinaus. Es war eine ziemlich rutschige Angelegenheit auf der 2,949 Kilometer langen Strecke. Überall sah man Dreher und Ausrutscher, fast keiner der Piloten war von diesem verschont geblieben. An der Spitze wechselten die Führungspositionen des öfteren. Bei Halbzeit hatte sich Dirk Werner mit einer Zeit von 1:20.002 Minuten auf Rang eins gestellt, gefolgt von Jörg Hardt und Richard Westbrook. Zwischenzeitlich war Kelvin Burt etwas auf Abwgen unterwegs. Lance David Arnold hatte sich schon bis auf Platz sechs vorgearbeitet, war dann aber wieder bis auf Platz zwölf abgerutscht. Danach kam er dann auch in die Box, um einige Veränderungen vorzunehmen. Nach und Nach waren auch alle anderen Fahrer einmal zur Box gekommen. Uwe Alzen, der sich im Mittelfeld befand, legte in der Endphase noch einiges zu und konnte bis auf Platz sieben vorfahren. ![]() Zu dieser Zeit hatte Kelvin Burt einmal völlig den Bremspunkt verpasst und musste danach den Notausgang nehmen. Zwischenzeitlich war Uwe Alzen noch schneller geworden und nahm bei noch vier Minuten verbleibender Zeit Rang zwei hinter Dirk Werner ein. Der Österreicher Richard Lietz fuhr zu diesem Zeitpunkt auf Platz drei. Lance David Arnold der am Anfang sehr gut mit bei der Musik war, lag nur auf Rang 17. Am Ende dieser Sitzung hatte Niemand die Zeit von Dirk Werner unterbieten können. Damit wird er am Sonntag von der Pole-Position aus starten, gefolgt von Richard Lietz und Uwe Alzen. Der Österreicher hatte es noch in den letzten Minuten geschafft Uwe Alzen auf Rang drei zu verweisen. Lance David Arnold konnte sich im nachhinein noch etwas verbessern und wird das Rennen von Startposition dreizehn aus aufnehmen. ![]() Dirk Werner (Startplatz 1): "Keiner von uns konnte hier im Regen testen. Deshalb geriet dieses Training ein wenig zur Lotterie. Wir haben das richtige Los gezogen. Alles passte im richtigen Moment: das Auto, die Strecke, der Fahrer. Gegen Ende der Sitzung lag in den Kurven sehr viel Schmutz vom Streckenrand. Deshalb finde ich Richards schnelle Runde zu diesem Zeitpunkt um so beachtlicher." Richard Lietz (Startplatz 2): "Es hat sehr viel Spaß gemacht, im Regen zu fahren. Ich habe mir zeitweise sogar den Luxus erlaubt, ein wenig zu driften. Startplatz zwei ist optimal. Ich bin happy." Uwe Alzen (Startplatz 3): "Wir haben einen Kompromiss in der Abstimmung des Autos gewählt. Ich weiß, wo und weshalb wir Zeit verloren haben. Das Ergebnis geht für mich völlig in Ordnung. Ich freue mich auf 28 Runden Action." ![]() Der siebte Lauf des Porsche Carera Cups fand am Sonntag Vormittag bei Sonnenschein statt. Die Strecke war, weil es einige Zeit zuvor geregnet hatte teilwiese noch etwas feucht. Sie konnten aber im nachhinein alle auf Sliks hinausgehen. Einige wechselten die Räder noch in der Startaufstellung. Der Start verlief ohne große Probleme und der Pole-Setter kam zunächst einmal gut weg, doch er konnte seine Platzierung nicht behaupten, denn Richard Lietz war noch vor der ersten Schikane an ihm vorbeigezogen. Wenig später ging es schon drunter und drüber. Manfred Ahlden aus dem hinteren Feld drehte sich. Er konnte seine Fahrt aber weiter fortsetzten. Dann schubste Uwe Alzen plötzlich ganz leicht Chris Mamerow an und dieser traf dann den Tabellenführer Dirk Werner, mit der Folge, das beide von der Strecke flogen. ![]() Nach der ersten Runde führte Richard Lietz vor Uwe Alzen und Jörg Hardt. Da noch zwei weitere Piloten (Kelvin Burt und Richard Westbrook) gestrandet waren, schickte die Rennleitung nun das Safety-Car heraus. Auch Nicolas Armindo hatte etwas abbekommen und zwar kam er mit einem beschädigten Fahrzeug im Bereich des linken Vorderrades in die Box gefahren. Zu dieser Zeit hatte Lance David Arnold schon Plätze gut gemacht und befand sich auf Rang sechs. Der Re-Start erfolgte nach fünf Runden und dieser ging zu Gunsten des Österreichers aus. Zwischen Richard Lietz und Uwe Alzen entstand nun sofort auch ein harter Zweikampf. Immer wieder wechselten in der sechsten Runde hier die Führungspositionen. Jörg Hardt auf Rang drei schaute sich dies auf Rang drei in aller Ruhe an und wartete nur auf einen Fehler dieser beiden. Hinter diesem Trio riss das Feld etwas ab. Zur gleichen Zeit war Martin Brückl zu schnell unterwegs, mit der Folge das er sich auf der Strecke drehte. Danach musste er sich auf Platz 18 wieder einreihen. ![]() Zwischenzeitlich hatte sich der Routinier Uwe Alzen an die Spitze gesetzt und führte nun das Feld mit 1,1 Sekunden an. Auch Thomas Messer war von einem Dreher nicht verschont geblieben. Kelvin Burt, der von einem guten fünften Platz aus ins Rennen gegangen war, hatte es etwas übertrieben und schoss von der Strecke durch den Kies. Dies kostete ihm einige Plätze, denn danach befand er sich nur noch auf Platz neun wieder. Zu dieser Zeit hatte Lance David Arnold schon wieder einen Platz gut machen können und versuchte nun Christian Menzel vor sich in Bedrängnis zu bringen. Überall im Feld sah man Ausrutscher, Dreher und Quersteher. Runde um Runde hatte sich der Führende nun weiter abgesetzt. In der elften Runde kamen die ersten Angriffe des UPS-Porsche Junior Piloten auf Christian Menzel. Für Max-Maciej Stanco war zu dieser Zeit das Rennen fast schon gelaufen, denn er musste zu einer Durchfahrtsstrafe in die Box kommen und konnte sich dann nur noch auf Rang 24 einreihen. In diesem Moment hatte Lance David Arnold Christian Menzel niederringen können und war auf Rang vier vorgefahren. Er versuchte nun den Anschluss an Jörg Hardt zu bekommen. ![]() Jan Seyffarth, der Teamkollege von Lance David Arnold war nun im Windschatten von Christian Menzel. Im Schlepptau hatte er dann auch noch Thomas Riethmüller. Im Verlauf der vierzehnten Runde war Philipp Wlazik etwas auf Abwegen unterwegs. Richard Westbrook hatte sich schon weit nach vorne gearbeitet und lag nun auf Rang zehn. Bei noch zehn Minuten verbleibender Zeit stand Christoph Langen quer auf der Strecke und bei ihm stiegen im Heckbereich schwarze Qualmwolken auf. Da Christian Menzel immer noch von Jan Seyffarth beschäftigt wurde, konnte sich Lance David Arnold weiter von dieser Dreier-Gruppe absetzen. Denn Thomas Riethmüller lag immer noch in Lauerstellung hinter Jan Seyffarth. Unterdessen war Richard Westbrook immer noch auf seiner Aufholjagd unterwegs. Ende der Start und Zielgeraden schnappte er sich Dominik Schwager. In der Endphase hatte Lance David Arnold etwas am Vorsprung von Jörg Hardt knabbern können, aber die Zeit würde wohl nicht ausreichen, um aufs Treppchen zu fahren. Wobei man sagen musste, es standen nun die Überrundungen an, die aber alle ohne große Probleme gemeistert werden konnten. ![]() Zu dieser Zeit hatte es einen Führungswechsel gegeben und zwar hatte Richard Lietz wieder das Zepter übernommen vor Jörg Hardt und Uwe Alzen. Wenig später verbremste sich Uwe Alzen auch noch und musste sich danach auf Rang sieben wieder einreihen. Dadurch fuhr nun Lance David Arnold auf Rang drei. Bei noch drei Minuten verbleibender Zeit gerieten Jan Seyffarth und Thomas Riethmüller aneinander und beide schossen von der Strecke ab in den Kies. Nun ging es wieder drunter und drüber. Jan Seyffarth konnte nicht mehr alleine aus dem Kiesbett und Thomas Riethmüller musste nach dieser Aktion die Box ansteuern. An der Spitze hatte sich der Österreicher mit 4,7 Sekunden auf und davon gemacht. Sieger nach 27 Runden wurde Richard Lietz vor Jörg Hardt und Lance David Arnold. Uwe Alzen wurde auf Platz sechs abgewunken. ![]() In der Meisterschaft führt weiter Dirk Werner mit 108 Punkten vor Uwe Alzen mit 93 und Richard Lietz mit 89 Punkten. Richard Lietz (Sieger): "Endlich ein Sieg! Wir haben ja mit schnellsten Rennrunden und Trainingszeiten bereits unsere Speed bewiesen. Aber jetzt hat es funktioniert! Ich hätte Uwe nicht angegriffen, denn neben der Ideallinie war die Strecke noch nass und glatt, das Überholen äußerst riskant. Einen herzlichen Dank an mein Team!" Jörg Hardt (Platz zwei): "Das war Glück! Hinten links spürte ich Vibrationen. Ich vermute, ein Reifen hat im Getümmel der ersten Runden etwas abbekommen. Also hatte ich mich ganz auf Abwarten und vorsichtig Durchfahren eingestellt und mit einem solchen Ergebnis wirklich nicht gerechnet." Lance David Arnold (Platz drei): "Beim Start habe ich sofort zwei Plätze gutgemacht. Dann bin ich vorsichtig aber entschlossen zur Sache gegangen. Nachdem wir gestern im Zeittraining völlig verwachst hatten, ist dieser Podiumsplatz eine wunderbare Überraschung. Für mich persönlich bedeutet er das Ende einer langen Durststrecke. Denn seit Istanbul 2005 war ich nicht mehr auf dem Siegertreppchen. Danke an mein Team!" ![]() Uwe Alzen (Platz sechs): "Das Ergebnis geht leider auf meine Kappe. Gegen Rennende überbremste meine Hinterachse, ich hätte mehr Bremskraft nach vorne geben sollen. Ich drehte mich beim Bremsen – und das so kurz vor dem Ziel. Es tut mir leid, dass ich gleich nach dem Start Chris' Auto berührte – es war keine Absicht. Für mich war das Wochenende trotzdem nicht gänzlich schlecht. Immerhin habe ich meinen Rückstand auf Dirk Werner deutlich verkürzen können." Kelvin Burt (15): "Meine Schuld. Das Team hat über das ganze Wochenende ein Top-Auto hingestellt mit dem man Rennen gewinnen kann. Der Re-Start war eine Katastrophe ich habe alles versucht diesen Fehler wieder gut zu machen und dabei wohl zu viel riskiert. Es tut mir sehr leid für das Team." Karsten Molitor (Teamchef): "Wir sind schon ziemlich enttäuscht, an diesem Wochenende sah alles so gut aus. Kelvin fuhr endlich mal ohne den Nachteil mangelnder Streckenkenntnis, was bei geringer Tracktime schon mal sehr wichtig ist. In allen Sitzungen waren wir vorn dabei und dann ein so verkorkstes Rennen. Wir wissen was in uns steckt und hoffen, dass Kelvin schon beim nächsten Rennen in Le Mans auf das Podium fährt." Chris Mamerow: "Uwe Alzen hat mich hinten links berührt, ich habemich in Dirk Werner hineingedreht. Danach war das Rennen für mich zu Ende. Schade, ich hatte ein richtig gutes Gefühl, es wäre ein gutes Rennen geworden. Ich weiß, ich habe nichts falsch gemacht, denn ich fahre nicht auf Biegen und Brechen. Im Gegenteil: Für mich hat eine Platzierung unter den Top Drei der Gesamtwertung absolute Priorität." ![]()
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