Hockenheim
07.04. - 09.04.2006

EuroSpeedway
28.04. - 30.04.2006

Oschersleben
19.05. - 21.05.2006

Norisring
21.07. - 23.07.2006

Nürburgring
18.08. - 20.08.2006

Zandvoort / NL
01.09. - 03.09.2006

Barcelona / E
22.09. - 24.09.2006

Le Mans / F
13.10. - 15.10.2006

Hockenheim
27.10. - 29.10.2006


Tabellen

Starterliste

Serien-Infos



Wettergott spielte Zünglein an der Waage
Start-Ziel-Sieg für Dirk Werner

Nach der heißen Schlacht (Wetter über 30 Grad Celsius) vor vier Wochen in Nürnberg auf dem legendären Stadtkurs, dem Norisring nahmen nun die Piloten des Porsche Carrera Cups ihren fünften Lauf im Rahmen der DTM vom 18. bis 20. August bei kühlerem Wetter 90 Kilometer südwestlich von Köln und 60 Kilometer nordwestlich von Koblenz gelegenen permanenten Rennstrecke und zwar dem Nürburgring in Angriff. Der Sieger des letzten Laufes Dirk Werner reiste auch hier als Tabellenführer mit 72 Punkten an. Er wollte diese hier natürlich weiter auszubauen, doch das würden die Konkurrenten versuchen zu vereiteln. Dazu zählten besonders der Österreicher Richard Lietz, der mit 15 Punkten Abstand auf Rang zwei und Jörg Hardt mit 44 Punkten auf Rang drei liegend in Tabelle sich hinter Dirk Werner befinden.


YS

Ihr erstes freies Training nahmen die insgesamt 30 Fahrer am Freitag Morgen bei Regen unter die Räder. Mit vierzehn gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:44.656 Minuten konnte sich Uwe Alzen (HP Team Herberth) gegenüber seinen Konkurrenten durchsetzen. Rang zwei und drei gingen an Jörg Hardt (Schnabl Engieneering/PZ Koblenz) und den Briten Richard Westbrook (EMC Buchbinder ARAXA Racing). Dieser fährt ansonsten beim Porsche Super Cup und hatte sich dort die Meisterschaft schon vorzeitig mit dem dritten Platz im Rahmen der Formel 1 beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim gesichert. Die beiden UPS-Porsche Junioren Jan Seyffarth und Lance David Arnold lagen auf den Rängen sechs und dreizehn. Dirk Werner (Farnbacher Racing PZ Nürnberg-Fürth-Erlangen) hatte mit Problemen zu kämpfen, denn er konnte nur zwei Runden absolvieren.


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Am Freitag Nachmittag war dann das zweite freie Training angesetzt. Dieses fand bei besseren Witterungsbedingungen statt, denn es war trocken und auch etwas wärmer geworden. Dadurch konnten nun auch schnellere Zeiten gefahren werden und diesmal fuhr mit einer Zeit von 1:31.921 Minuten und dreizehn gefahrenen Runden Dirk Werner die schnellste Zeit, gefolgt von dem Österreicher Richard Lietz (Tolimit) und Uwe Alzen. Lance David Arnold konnte sich verbessern und fuhr auf Rang neun. Direkt hinter ihm lag sein Teamkollege Jan Seyffarth. Richard Westbrook musste sich nun mit Rang vier zufrieden geben.


Das entscheidende Zeittraining stand am Samstag Nachmittag von 14.50 Uhr bis 15.20 Uhr auf dem Programm. Zunächst einmal wechselten die Führungspositionen an der Spitze immer wieder. In der Endphase hatte Manfred Ahlden dann einen Dreher zu verzeichnen. Zu dieser Zeit hatte sich Dirk Werner schon an die Spitze gesetzt. Dieses gab er dann bis zum Schluss auch nicht mehr ab. Mit einer Zeit von 1:31.665 Minuten holte er sich die Pole-Position, gefolgt von dem Österreicher Richard Lietz und Christian Menzel. Die beiden UPS-Porsche Junior Fahrer Jan Seyffarth und Lance David Arnold werden das Rennen von den Rängen zehn und elf aus aufnehmen.


Dirk Werner (Startplatz 1): "Es ist schön, hier Uwe Alzen zu schlagen, der als der Hausherr am Ring gilt. Und es hat mir Genugtuung gegeben, schneller als Richard Westbrook zu fahren. Denn Richard war beim Rennen des Porsche-Michelin-Supercup hier der beherrschende Mann. Ich traute meiner Bestzeit nicht wiklich und kreiste bis zum Trainingsschluss um den Kurs, um im Fall der Fälle noch etwas unternehmen zu können. Dies ist meine zweite Bestzeit, und vor drei Wochen gewann ich zum ersten Mal. Vielleicht ist es ja der Beginn einer Glückssträhne?"

Richard Lietz (Startplatz 2): "Mit meinem ersten Reifensatz konnte ich nicht ernsthaft angreifen, denn das Auto war noch nicht perfekt abgestimmt. Also bauten wir um. Ich fuhr wieder raus und verpasste Dirk um sieben Hunderstel. Ich glaube, wir sollten nochmal etwas am Auto umstellen... Für morgen wünsche ich mir Trockenheit. Denn bei Regen wird doch alles eher zur Lotterie."

Christian Menzel (Startplatz 3): "Ein gutes Teamergebnis für Richard und mich. Ich wusste bereits vor einiger Zeit, dass wir in die richtige Richtung arbeiten. Ich hoffe auf Regen."

Richard Westbrook (Startplatz 4): "Oh, Boy! Das schlechteste Trainingsergebnis des Jahres für mich! Wir haben heute Abend Arbeit vor uns. Die Strecke fühlt sich mit dem Gummiabrieb der DTM völlig anders an, als mit dem Abrieb der Formel 1, auf dem wir im Supercup fahren."


Ihren fünften Lauf absolvierten die 30 Fahrer am Sonntag Vormittag bei trockenem aber kühlem Wetter. Als sie aus der Einführungsrunde heraus kamen, fing es an zu tröpfeln. Der Pole-Setter Dirk Werner konnte beim Ausschalten der Startampel seine Platzierung halten. Er wurde dann aber von Richard Lietz attackiert. Im Bereich der Mercedes-Arena ging es nun zur Sache, denn es war nun richtig am Schütten und die Autos rutschten nur so hin und her. Davon betroffen waren auch die beiden Teamkollegen Arkin Arka und Josef Strobl. Diese beiden stießen dann auch noch zusammen. Es rutschten aber auch noch andere Piloten dort von der Strecke. Wenig später wurde auch Lance David Arnold von einem anderen Piloten angeschubst und drehte sich. Danach stand er erst einmal quer neben der Strecke.Er verlor dadurch einige Plätze. Nun schickte die Rennleitung das Safety-Car heraus.


YS

Es hatte nicht lange gedauert und der Regen hatte aufgehört. Es hatte nur einen ganz kurzen Schauer gegeben, denn nach zwei absolvierten Runden hatte das Safety-Car die Rundumleuchten schon wieder ausgeschaltet. Lance David Arnold hatte sich unterdessen auf Rang 18 wieder eingereiht. Es hatte nur um die Mercedes-Arena und um die Conti-Spange geregnet. Die anderen Streckenabschnitte waren trocken. Nach drei Runden war das Rennen wieder freigegeben. Dirk Werner war beim Re-Start mit 1,1 Sekunden schon wieder auf und davon gefahren. Dominik Schwager, auf Platz sieben hingegen hatte den Re-Start total verpennt, denn der Abstand zum Vordermann betrug 2,3 Sekunden. Damit war das Feld weit auseinander gezogen. In der vierten Runde hatte Bernd Mayländer einen Dreher zu verzeichnen. Zu dieser Zeit lag er auf Rang 22. Der vorzeitige Meister im Porsche Super-Cup Richard Westbrook befand sich auf Rang fünf und versuchte nun den Anschluss an Uwe Alzen zu bekommen.


An der Spitze fuhr immer noch Dirk Werner, gefolgt von Richard Lietz und Christian Menzel. Lance David Arnold war nun auf einer Aufholjagd unterwegs. Er hatte nun auf dem dreizehnten Rang Kelvin Burt vor sich. An der Spitze waren sich nun der Zweit- und Drittplatzierte nicht ganz einig, mit der Folge, das Christian Menzel seinen Teamkollegen leicht anschubste und dieser dann nach rechts in die Ford-Kurve abflog. Danach kam Richard Lietz in die Box gefahren, weil sein hintere linker Reifen beschädigt war. Nun ging es zwischen Christian Menzel und Uwe Alzen um Platz zwei zur Sache. Diese beiden tauschten dann auch etwas den Lack aus. Nach sieben gefahrenen Runden wurde Richard Lietz wieder auf die Reise geschickt. Zur gleichen Zeit war Christian Menzel auf Rang vier zurückgefallen.


Rang zwei und drei nahmen nun Uwe Alzen und Richard Westbrook ein. Lance David Arnold hatte nun den Abstand zu seinem Vordermann verringern können. Sein Teamkollege Jan Seyffarth befand sich auf Rang sieben. Nach neun gefahrenen Runden war Jörg Hardt mit Problemen unterwegs, denn das Fahrzeug zackte plötzlich hin und her und er wurde danach nach hinten durchgereicht. Zwischenzeitlich hatte sich auch Arkin Arka gedreht. Wenig später suchte auch Jörg Hardt die Box auf und stieg aus dem Fahrzeug aus. Bei ihm war hinten rechts der Querlenker gebrochen. Im Bereich der NGK-Schikane war Philipp Wlazik nach einem Dreher von der Strecke gekommen. Er lag auf Rang 22. Die ersten fünf Piloten fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Auf den Rängen fünf, sechs und sieben ging es eng zwischen Dominik Schwager, Nicolas Armindo und Jan Seyffahrt zu. Nach dreizehn Runden erhielt Lance David Arnold eine Drive Trough Strafe wegen Verlassens der Strecke. Er hatte sich schon bis auf Platz neun vorgearbeitet.


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In diesem Moment waren sich Kelvin Burt und Ian Baas nicht ganz einig, mit der Folge, das Kelvin Burt den Amerikaner touchierte und dieser sich danach drehte. Nach dieser Aktion wurde das Fahrzeug von Ian Baas von den Streckenposten von der Strecke geschoben. In der Endphase drehte sich auch Timm Sandmeyer. Er konnte aber seine Fahrt weiter fortsetzen. An der Spitze lauerte immer noch Uwe Alzen auf einen Fehler von Dirk Werner. Doch so leicht ließ sich dieser nicht aus der Ruhe bringen. Immer wieder schlug er dem Routinier die Tür vor der Nase zu. Nachdem Lance David Arnold seine Strafe angetreten hatte, musste er sich auf Rang 15 wieder einreihen. Für Alexander Roloff war das Rennen schon längst beendet, denn sein Fahrzeug wurde beschädigt auf dem Abschleppwagen ins Fahrerlager zurück gebracht. In den letzten vier Minuten holte dann Uwe Alzen das Messer raus.


Er setzte sich mal rechts mal links neben den Führenden. Es ging nebeneinander in der Mercedes-Arena mächtig zur Sache. Doch Dirk Werner konnte hier die Oberhand behalten und plötzlich verbremste sich Uwe Alzen dann auch noch und im nu war nun Richard Westbrook an ihm dran. Mit aufgeblendeten Scheinwerfer versuchte nun der Brite in den letzten zwei Runden Uwe Alzen niederzuringen. Von den Fehlern des Uwe Alzen hatte nun Dirk Werner profitiert, denn er hatte sich mit 1,9 Sekunden wieder etwas absetzen können. Unterdessen hatte Lance David Arnold schon wieder zwei Plätze gut machen können. Eine Runde vor Schluss war Chrtistian Menzel mit einer beschädigten Aufhängung hinten rechts auf dem zwölften Platz liegend in langsamer Fahrt unterwegs. Sieger nach 21 Runden wurde Dirk Werner vor Uwe Alzen und Richard Westbrook. Lance David Arnold wurde auf em elften Rang abgewunken.


In der Meisterschaft führt Dirk Werner mit 92 Punkten vor Uwe Alzen mit 61 und Chris Mamerow mit 59 Punkten.

Dirk Werner (Sieger): "Die letzten Runden waren spannend für mich, als Uwe unheimlich Druck machte. Jetzt bin ich doppelt froh, ihn hier auf seiner Leib- und Magenstrecke besiegt zu haben. Er ist ein harter Brocken, aber wir waren beide fair. An den Titel denke ich überhaupt noch nicht. Unser nächstes Rennen ist in Zandvoort, dort fuhr ich zuletzt vor sieben Jahren ein Formel-Auto. In Barcelona war ich auch längere Zeit nicht, während Richard Lietz und Uwe Alzen dort 2006 schon starteten. Es kann noch viel geschehen."

Uwe Alzen (Platz zwei): "Vielen Dank an mein Team für ein tolles Auto. Ich hatte den schnellsten Porsche im Feld, wie die beste Rennrunde zeigt. Am Schluss hat Dirk für meinen Begriff ein wenig zu hart agiert."

Richard Westbrook (Platz drei): "Ich bin happy! Jedes Rennen 2006 auf dem Podium! Mein Auto war okay, aber wir haben noch Arbeit vor uns. Denn das Auto ist etwas zu kritisch zu fahren, es könnte leichter gehen. Der Carrera Cup Deutschland ist eine erstklassige Rennserie. Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Läufe."

Lance David Arnold (Platz elf): "Der Startplatz war schon bescheiden. Kurz nach dem Start wurde ich von Riethmüller umgedreht und verlor viele Plätze. Konnte dann wieder nach vorne fahren, wurde dann zunächst wieder von Riethmüller umgedehrt und zum Schluss erhielt ich noch eine Drive-Trough-Strafe. Ich weis nicht warum ich die Durchfahrtsstrafe erhalten habe. Somit war ich wieder hinten, konnte dann noch auf Rang elf vorfahren. Das war ein Rennen zum vergessen und ich habe viele wichtige Punkte verloren."


Kelvin Burt: "Ich habe im Qualifying zu viele Fehler gemacht, sonst wäre ein vorderer Startplatz möglich gewesen. Grundsätzlich geht unter diesen Umständen ein neunter Platz in Ordnung."

Jimmy Jacobsson: "Ich bin sehr enttäuscht. Ich habe keinen Fehler gemacht und musste trotzdem ausscheiden. Bei den Bedingungen hätte der Start auf Slicks nicht freigegeben werden dürfen. Gerne hätte ich gezeigt, dass ich mich noch weiter steigern kann."

Karsten Molitor (Teamchef): "Wir hatten uns alle ein wenig mehr erhofft und sind daher auch dementsprechend enttäuscht. Allerdings sind wir sehr darüber verärgert, dass die Rennleitung den Start überhaupt freigegeben hat. Bei solch starkem Regen ist es unverantwortlich das Starterfeld auf Slicks auf die Reise zu schicken. Der Unfall von Jimmy war unnötig und vermeidbar, zumal die Rennleitung über genügend Instrumentarien verfügt, das Startprozedere den äußeren Umständen anzupassen. Mit dem neunten Rang von Kelvin Burt können wir leben und freuen uns über wichtige Punkte für die Teamwertung."

Alex Roloff: "In der ersten Kurve fuhr ein anderer Teilnehmer auf, ich drehte mich, danach kollidierte ich mit einem weiteren Fahrzeug – irgendwie liegt mir der Nürburgring einfach nicht."

Chris Mamerow: "Ich hatte mal wieder einen richtig guten Start und konnte gleich zwei Plätze Gutmachen dann kollidierten einige Piloten und anderen mein Teamkolleg. Nach dem Re-Start war ich kurz an Richard Westbrook dran, habe mich allerdings zurückgehalten, weil er mir ja keine Punkte wegnimmt. Der vierte Platz von der achten Startposition aus ist eine Super-Ausbeute."


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