|
||||||||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||||||||
|
Erster Sieg für Dirk Werner Stark dezimiertes Feld am Norisring Ihren vierten Lauf nahmen die Fahrer des Porsche Carrera Cup vom 21. bis 23. Juli im Rahmen der DTM auf dem einzigen Stadtkurs der im Rennkalender steht und zwar dem Norisring in Nürnberg unter die Räder. Der berühmt-berüchtigte Stadtkurs der zwischen Dutzendteich und Frankenstadtion liegt wird auch als das "Deutsche Monaco" bezeichnet. Als Tabellenführer reiste Dirk Werner hier ins Badische. Seinen beiden stärksten Konkurrenten Uwe Alzen und der Franzose Nicolas Armindo lagen mit jeweils 40 Punkten in der Meisterschaft auf Rang zwei und drei. Sie werden natürlich versuchen, im das Leben hier zu schwer wie möglich zu machen. Doch die kurze Strecke hat es in sich, denn hier treffen viele verschiedene Faktoren aufeinander. Zum einen gibt es nur vier Kurven, unterschiedliche Beläge und viele Bodenwellen. ![]() Am Freitag Morgen nahmen die insgesamt 29 Piloten des Porsche Carrera Cups am ersten freien Training, welches bei sehr hohen Temperaturen stattfand, teil. Mit 25 gefahrenen Runden und einer Zeit von 53,731 Minuten setzte sich der Fanzose Nicolas Armindo (EMC Buchbinder ARAXA Racing) in Szene, gefolgt von Chris Mamerow (Mamerow Racing PZ-Essen) und dem HP Team Herberth-Pilot Uwe Alzen. Die beiden UPS Porsche Junior-Fahrer Jan Seyffarth ud Lance David Arnold belegten die Ränge vier und sieben. Der Brite Kelvin Burt und der Österreicher Norbert Schratter, beide starten für MRS-PC Service Team PZM lagen auf den Plätzen zwölf und 24. Die ehemaligen Clio-Fahrer Manfred Ahlden (Car Salon Ahlden) und Hannes Plesse (Tolimit) mussten sich zunächst mit den Rängen 20 und 23 zufrieden geben. ![]() Als letzte Serie ging am Freitag Abend noch eimnal der Porsche Carrera Cup hinaus auf die 2,3 Kilometer lange Strecke. Diesmal stand das zweite freie Training auf dem Programm. Trotz das immer noch sehr hohe Temperaturen herrschten, konnten schnellere Zeiten gefahren werden. In der Endphase hatte Uwe Alzen dann das Sagen. Am Schluss hatte Niemand die Zeit von ihm mit 53,055 Sekunden unterbieten können. Hinter ihm lagen Dirk Werner (Farnbacher Racing PZ Nürnberg-Fürth-Erlangen) und Richard Lietz (Tolimit). Lance Advid Arnold und Jan Seyffarth nahmen nun die Ränge neun und zehn ein. Der Franzose Nicolas Armindo musste sich nun mit Platz vier zufrieden geben. Kelvin Burt hatte sich in der letzten Minute noch von Rang 15 auf Platz elf verbessert. Norbert Schratter konnte sich nicht verbessert, er rutschte einen Platz nach hinten. Um einen Platz verbesserte sich aber Manfred Ahlden. Hannes Plesse konnte seinen 23igsten Rang behaupten. Philipp Wlazik (Land-Motorsport PZ Koblenz), der im ersten freien Training auf Rang 14 lag, fuhr nun einen Rang nach vorne. ![]() Das entscheidende Qualifying stand für die Fahrer von 10.25 Uhr bis 11.10 Uhr am Samstag Vormittag auf dem Programm. In der Anfangsphase waren die Zeiten gegenüber dem Vortag noch nicht schneller geworden. Zunächst hatte sich Hannes Plesse an die Spitze gesetzt. Es dauerte aber nicht lange und er wurde dann von Jan Seyffarth und Adam Lacko auf Rang drei verdrängt. Nach vier gefahrenen Runden hatte sich der zweite Porsche Junior Pilot Lance David Arnold auf Rang zwei geschoben. Zu dieser Zeit waren aber noch nicht alle auf der Strecke, so z.B. Nicolas Armindo und Uwe Alzen. Philipp Wlazik war zwischenzeitlich gut unterwegs, denn er hatte mit einer Zeit von 53,989 Sekunden Rang vier eingenommen. Jetzt waren die Zeiten auch gegenüber dem Freitag Abend schneller geworden, denn Jan Seyffarth, bei dem man den Heckflügel wieder in Ordnung gebracht, diesen hatte er im freien Training etwas an der Mauer eingestutzt, lag mit einer Zeit von 53,199 Sekunden auf Rang eins. ![]() Bei noch 32 Minuten verbleibender Zeit hatte Richard Lietz das Zepter übernommen. Nun war auch Uwe Alzen hinaus gegangen. Zwischenzeitlich waren einige der Fahrer in die Box gekommen. An der Spitze hatte es wiederum einen Wechsel gegeben und nun setzte Chris Mamerow mit 53,069 Sekunden eine neue Bestzeit. Mit nur 24 Tausendstel lag Richard Lietz hinter ihm. Nach einem Drittel gefahrener Zeit hatte sich der Routinier Uwe Alzen auf Platz eins gefahren. Als Chris Mamerow auf einer schnellen Runde unterwegs war, konnte er das Fahrzeug nicht mehr abfangen und stand dann im Dutzendteich plötzlich quer auf der Fahrbahn. Zu dieser Zeit lag er auf Rang drei. Auch Timm Sandmeyer war von einem Dreher nicht verschont geblieben. Er kam wie auch Chris Mamerow danach in die Box gefahren. Chris Mamerow hatte in dieser Sitzng richtig Glück, dass ihm der Getriebedefekt nicht heute erwischte, sondern im freien Training am Vortag. So konnten die Mechaniker sofort reagieren und hatten ihm wieder ein perfektes Auto hingestellt. Als die Uhr noch siebzehn Minuten anzeigte, waren fast alle hineingekommen und warteten ab, bevor sie dann in der Endphase noch einmal hinausgingen. ![]() Kelvin Burt kam nach 18 gefahrenen Runden mit aufsteigenden Rauch am Fahrzeug in die Box gefahren. Er befand sich zu dieser Zeit auf Platz vierzehn. An der Spitze führte immer noch Uwe Alzen vor Dirk Werner und Chris Mamerow. Diese drei Piloten befanden sich in der Box und warteten ab, ob ihre Zeit in Gefahr war und sie dann noch einmal hinaus mussten. Jan Seyffarth und Lance David Arnold waren auf den Rängen sechs und neun abgerutscht. Im Bereich der Dutzendteich Kehre hatte Christoph Langen einen Dreher zu verzeichnen. Fast zur gleichen Zeit ratschte Thomas Riethmüller ganz leicht an der Mauer entlang. In den letzten Minuten war Uwe Alzen noch einmal hinausgegangen um die neuen Reifen einmal kurz auf Temperatur zu bringen und sie dann wieder abkühlen zu lassen, damit sie Morgen länger halten. Manfred Ahlden hatte es in der Grundig Kehre etwas übertrieben, denn er konnte den Porsche nicht mehr abfangen und kam plötzlich quer. Er setzte danach seine Fahrt weiter fort und hatte wenig später auch eine leichte Feindberührung mit der Mauer. ![]() Nach 45 Minuten hatte die Zeit von Uwe Alzen keiner unterbieten können und somit wird er mit einer Zeit von 52,770 Sekunden von der Pole-Position starten, gefolgt von Dirk Werner und Chris Mamerow. Jan Seyffarth und Lance David Arnold werden von den Rängen sechs und zehn aus ins Rennen gehen. Kelvin Burt und Norbert Schratter mussten sich mit den Rängen elf und 28 zufrieden geben. Nicolas Armindo, der in der Meisterschaft auf Rang zwei liegt, wird von Rang neun aus das Rennen aufnehmen. Gegenüber dem Vortag konnten sich Manfred Ahlden und Hannes Plesse verbessern, sie stehen in den Startreihen acht und elf. Philipp Wlazik geht von Startplatz 18 aus ins Rennen. ![]() Uwe Alzen (Startplatz 1): "Meine Reifen sind gut vorbereitet. Ich bin überzeugt, damit den richtigen Weg gewählt zu haben. Was die Kondition des Fahrers und mein Auto angeht, habe ich keine Probleme. Ich freue mich auf Sonntag." Dirk Werner (Startplatz 2): "Ich bin erleichtert, in der ersten Reihe zu stehen. Denn der Start mit dem Anbremsen der Grundig-Kehre im Pulk ist sehr riskant. Und danach kommt es eben darauf an, die Reifen und die Ausdauer gut einzuteilen. Uwe ist ein enorm starker Gegner." Chris Mamerow (Startplatz 3): "Entscheidend ist, nach dem Start sofort eine Lücke zwischen mich und das Feld zu bringen. Dazu habe ich den frischen Reifensatz aufgespart. Mit der Hitze habe ich kein Problem. Ich fahre viele Langstreckenrennen. Da ist so ein 35-Minuten-Sprint im Vergleich doch eher erholsam." ![]() Beim vierten Lauf in dieser Saison waren die Temperaturen nicht mehr so hoch, wie am Vortag. Uwe Alzen, der von der Pole-Position gestartet war, kam beim Ausschalten der Startampel sehr gut weg. Aber auch Dirk Werner setzte sich gut in Bewegung. Zu dritt ging es nun auf die Grundigkehre zu. Hier musste einer der drei sehr weit nach außen fahren und hier bekam Uwe Alzen einen Schlag aufs rechte Rad. Er war nun in langsamer Fahrt unterwegs und steuerte dann die Box an. Nach der ersten Runde führte Dirk Werner vor Richard Lietz und Chris Mamerow. Jetzt ging es im Feld drunter und drüber. Denn Nicolas Armindo war mit Jan Seyffahrt aneinander geraten, drehte sich und schlug in die Mauer ein. Manfred Ahlden war mit einem havarierten Auto unterwegs, nachdem er zuvor mit einem anderen Konkurrenten aneinander geraten war und schlug dann rücklinks in die Leitplanken ein. ![]() Zwischenzeitlich waren auch Thomas Messer und Thomas Riethmüller aneinander geraten. Überall im Feld sah man harte aber faire Zweikämpfe. Manche wurden nicht zimperlich ausgetragen, denn dort wurde der Lack auch ausgetauscht. Man schenkte sich hier einmal gar nichts. Lance David Arnold hatte sich aus allem herausgehalten und lag nun schon auf Rang sieben. An der Spitze hatte sich Dirk Werner mit 1,7 Sekunden absetzen können. Die ersten vier Piloten fuhren mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. In der neunten Runde rutschte Oliver Meyer in der Grundigkehre geradeaus und hatte noch Glück, das er keinen anderen Piloten traf. Zu dieser Zeit war Philipp Wlazik sehr gut unterwegs, denn er befand sich auf Rang zehn und hatte damit schon acht Plätze gutgemacht. Auch Christoph Langen war weit nach vorne gespült worden. Er kam von Startplatz 26 und hatte sich am Anfang aus allem herausgehalten. Er fuhr auf Rang dreizehn. ![]() Unterdessen waren beide Fahrer vom Team MRS-PC Service Team PZM in die Box gekommen. Norbert Schratter hatte sich mit Martin Brückl angelegt. Kelvin Burt war auch an einer Kollision beteiligt. Zwischenzeitlich war auch Thomas Riehtmüller in die Box gekommen. Zu dieser Zeit war auch Christian Menzel nicht mehr mit von der Partie. Fast das halbe Starterfeld hatte sich schon so langsam verabschiedet. Von dem Ausfall von Christian Menzel hatte nun Lance David Arnold profitiert, denn er lag nun auf Rang sechs. Von dem bekam der Führende nichts mit, denn sein Vorsprung betrug nach 16 Runden schon 1,9 Sekunden. Uwe Alzen, der nach seinem Reifenwechsel wieder hinaus gegangen war, hatte in der 19. Runde einen Dreher zu verzeichnen. Er lag auf Platz 20. Kelvin Burt war unterdessen auch wieder auf die Reise geschickt worden. Bei ihm hing nun ein Stück der hintern Stoßstange herunter. ![]() Ausgangs der Dutzendteichkehre hatte Dominik Farnbacher auf Platz vier einen Fehler gemacht. Sofort versuchte Jörg Hardt sich neben ihn zu setzen, um dann vorbeizugehen. Doch er musste zunächst einmal zurückstecken. In diesem Moment war Kelvin Burt zum zweiten Mal in die Box gekommen. Den Zweikampf zwischen Dominik Farnbacher und Jörg Hardt schaute sich Lance David Arnold auf Rang sechs in aller Ruhe an und wartete ab, ob beide einen Fehler machen würden, um dann gleichzeitig an beiden vorbeizugehen. Uwe Alzen auf Rang elf kämpfte verzweifelt um jeden Platz, um wenigstens noch ein paar Pünktchen zu bekommen. In der Schlussphase bremste sich Jörg Hardt neben Dominik Farnbacher, kam aber zu weit nach außen und Dominik Farnbacher konnte seine Position behaupten. Hiervon profitierte sofort Lance David Arnold, denn er war jetzt an Jörg Hardt dran. Doch er konnte noch nicht an ihm vorbeigehen. ![]() Einen harten Kampf lieferte sich dieses Trio um die Plätze vier, fünf und sechs. Trotz eines sehr starken Verbremsers hatte Dominik Farnbacher seinen vierten Platz behauptet. Die ersten drei Plätze waren zu dieser Zeit schon bezogen. Bei noch drei zu fahrenden Runden hatte sich Dominik Farnbacher etwas Luft verschaffen können. Jetzt berührten sich ganz leicht Jörg Hardt und Lance David Arnold. In der 34. Runde hatte Lance David Arnold Jörg Hardt in der Grundigkehre ausgebremst. Er zog nach innen und ging an ihm vorbei. Nach wenigen Metern kam der Gegenkonter und der ging zu Gunsten von Jörg Hardt aus. Doch dann scherrte Lance David Arnold wieder aus dem Windschatten und er ging abermals vorbei. Er konnte sich jetzt aber auch mit einigen Wagenlängen absetzen. Sieger nach 35 Runden wurde Dirk Werner, gefolgt von Richard Lietz ud Chris Mamerow. Lance David Arnold wurde als Fünfter abgewunken. Uwe Alzen kam nur auf Rang vierzehn über Start und Ziel mit einer Runde Rückstand. Einen guten zehnten Platz fuhr Philipp Wlazik nach Hause ![]() In der Meisterschaft führt Dirk Werner mit 72 Punkten vor Richard Lietz mit 57 und Jörg Hardt mit 44 Punkten. Dirk Werner, Sieger: "Nur der Start war kritisch. Uwe, Richard und ich beschleunigten nebeneinander auf die Grundig-Kehre zu. Uwe berührte mein Auto, hinten rechts schob mich jemand so stark an, dass mein Porsche kurz aufstieg. Aber ich blieb in Führung. Die nächsten vier, fünf Runden wartete ich nervös darauf, dass nach den Kollisionen etwas kaputt ging. Aber alles fühlte sich gut an. Mein Wagen war perfekt eingestellt. Wann immer Richard etwas näher herankam, hatte ich noch eine kleine Reserve." Richard Lietz, Zweiter: "Wir bauten unser Fahrwerk vergangene Nacht komplett um, weil ich mit den Bremsen im Qualifying nicht zufrieden war. Wir haben es perfekt getroffen. Im Rennen kosteten mich nur die Überrundungen etwas Zeit." Chris Mamerow, Dritter: "Mein Start war gigantisch. Leider ging ich dann die erste Spitzkehre etwas zu schnell an und verlor einige Plätze. Aber die machte ich gleich beim Rausbechleunigen wieder gut. Durch meine ganz frischen Reifen konnte ich anfangs ein sehr hohes Tempo gehen. Nach den ersten Überrundungen gegen Ende des ersten Drittels ließen die Reifen etwas nach. Ich entschloss mich, nicht mehr anzugreifen und auf einen Fehler meiner Gegner zu warten. Die taten mir den Gefallen leider nicht." Lance David Arnold: "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Von Startplatz zehn konnte es nur nach vorne gehen. Ich hatte einen guten Start, ließ es im nach hinein im Anfang zu ruhig angehen. Ich wollte die Reifen schonen, denn in den Trainingssitzungen sah man, wie sie abbauten und das Heck ausbrach oder das Auto untersteuerte. Doch im Rennen funktionierten sie besser als gedacht. Ich konnte gut pushen und bis auf Rang fünf vorfahren und die Zeiten der Spitze fahren. Vielleicht hätte ich eher angreifen sollen, dennoch erhalte ich für die Meisterschaft die Punkte für Platz vier, da Dominik Farnbacher als Gaststarter unterwegs war." ![]()
|
| ||||||||||||||||||||||||||