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Start-Ziel-Sieg für Uwe Alzen Mit viel Arbeit in der Nacht auf Rang fünf Vom 19. bis 21. Mai fand der dritte Lauf des Porsche Carrera Cup im Rahmen der DTM statt. Mit sechs Punkten Vorsprung kam Dirk Werner vor dem Franzosen Nicolas Armindo in den Osten gereist. Der Holländer Duncan Huisman (MRS-PC Service Team), der auf Rang drei mit 26 Zähler liegt, wird hier versuchen in der Motorsport Arena Oscherleben weiter nach vorne zu kommen. ![]() Am ersten freien Training, welches am Freitag Morgen bei Regen stattfand, gingen insgesamt 29 Fahrer hinaus auf die 3,667 Kilometer lange Strecke. Hier konnte sich Christian Menzel (Tolimit) gegenüber seinen Konkurrenten durchsetzen und fuhr mit 1:45.259 Minuten die schnellste Zeit, gefolgt von Uwe Alzen (HP Team Herberth) und seinem Teamkollegen Richard Lietz. Der Tabellenführer, Dirk Werner (Farnbacher Racing PZ Nürnberg-Fürth-Erlangen) musste sich zunächst mit Rang fünf zufrieden geben. Der UPS Porsche Junior Fahrer Lance David Arnold fuhr mit einer Zeit von 1:46.393 Minuten auf Platz sieben. Zwei Ränge hinter ihm konnte sich Duncan Huisman platzieren. ![]() Das zweite freie Training musste am Freitag Nachmittag absolviert werden. Da diesmal die Strecke trocken war, konnten auch schnellere Zeiten gefahren werden. Die schnellste Zeit mit 1:29.234 Minuten ging nun an den Österreicher Richard Lietz. Hinter ihm kam Nicolas Armindo und Christian Menzel herein. Uwe Alzen musste sich jetzt mit Platz fünf zufrieden geben. Auch Lance David Arnold und Duncan Huisman konnten sich nicht verbessern. Sie lagen auf den Rängen zehn und zwölf. Hingegen rutschte Dirk Werner einen Platz nach vorne und kam als Vierter über Start und Ziel. ![]() Am Samstag Nachmittag stand dann das entscheidende Zeittraining auf dem Programm. Hier wechselten zunächst einmal die Positionen an der Spitze immer wieder. Nach einiger Zeit hatte Tim Sandmeyer einen Dreher zu verzeichnen. Fast zur gleichen Zeit war Christoph Langen zu schnell unterwegs, mit der Folge, das er von der Strecke flog und in die Reifenstapel einschlug. Er konnte das Training aber wieder aufnehmen. Bei noch 20 Minuten verbleibender Zeit wurde Gelb geschwenkt, weil sich Richard Lietz tief ins Kiesbett eingegraben hatte und dort erst einmal mit dem Bagger geborgen werden musste. Zu dieser Zeit lag er mit einer schnellen Zeit von 1:28.686 Minuten auf Rang eins, gefolgt von Uwe Alzen und Jörg Hardt. Christian Menzel befand sich auf Platz vier. Lance David Arnold fuhr auf Rang sechs. ![]() Unterdessen rutschte in der Hotel-Kurve Adam Lacko von der Strecke. Als die Uhr noch 16 Minuten zeigte, kamen sie fast alle in die Box gefahren, denn nun fing es langsam an feucht zu werden. In der Hotelkurve hatte Jörg Hardt mit stehenden Rädern zu kämpfen, schoß auf die Körbs, dabei stieg das Fahrzeug leicht auf und er kam dann auf die Strecke zurück und traf dort Dietmar Haggenmüller auf der A-Säule. Beide rollten nun auf der Wiese aus. Damit war für beide das Training gelaufen. Das Fahrzeug von Jörg Hardt war sehr stark beschädigt, denn bei ihm drehte sich kein Vorderrad mehr. Der Tabellenführer Dirk Werner lag zu dieser Zeit nur auf Rang elf. An der Spitze hatten sich Nicolas Armindo und Duncan Huisman auf die Ränge zwei und drei geschoben. ![]() Zwischenzeitlich war Jiri Janak hoppelnd neben der Strecke unterwegs. In der Schlussphase hatte dann Dirk Werner eine Zeit von 1:28.579 Minuten hingeknallt und stand damit zunächst auf Rang eins. Dabei sollte es aber nicht bleiben, denn Uwe Alzen war noch schneller unterwegs und stand bei noch zwei Minuten zu fahrender Zeit auf Rang eins mit einer Zeit von 1:28.320 Minuten. Auch Thomas Riethmüller war hoppelnd neben der Strecke unterwegs. Am Ende dieser Sitzung hatte niemand die Zeit von Uwe Alzen knacken können und so wird er am Sonntag von der Pole-Position aus starten. Startplatz zwei und drei gingen an Dirk Werner und Richard Lietz. Lance David Arnold wird von Rang vier aus ins Rennen gehen. Christian Menzel musste sich mit Startplatz sechs zufrieden geben. Die Fahrer hatten im nachhinein noch Glück, dass sie dieses Training noch in trockene Tücher bekamen, denn danach fing es an zu regnen. ![]() Uwe Alzen (Startplatz 1): "Durch mein Nullergebnis vom EuroSpeedway sind wir unter Druck geraten. Da heißt es angreifen. Mein Auto war toll vorbereitet, sonst ist eine solche Runde nicht möglich. Dieses Training war nichts für schwache Nerven: Zuerst die lange Gelbphase wegen Richard, dann der Regen, dann mussten wir alles im letzten Moment auf den Punkt bringen. Morgen heißt es, bei dem langen Rennen gut über die Distanz zu kommen." Dirk Werner (Startplatz 2): "Unsere Taktik war, zunächt einmal alle fahren zu lassen und in den Boxen abzuwarten. Wir wollten dann raus, wenn die anderen zum Reifenwechsel reinkommen. Aber dann geschah der Unfall, danach war die Strecke nass. Meinen ersten Reifensatz konnte ich deshalb überhaupt nicht nutzen. Jetzt bin ich heilfroh, so weit vorne zu stehen." ![]() Am Sonntag Vormittag begaben sich dann 29 Piloten in die Startaufstellung um ihren dritten Lauf in dieser Saison zu absolvieren. Doch zuvor hatte die Truppe von Schnabl Engineering eine harte Nacht hinter sich, denn das Fahrzeug von Jörg Hardt war nach dem Unfall fast schrott, doch man hatte hier in Ochersleben eine kleine Werkstatt aufgetan und mit fünf Mann hat man das Auto wieder gerade hingebogen, so dass Jörg Hardt heute auf Statplatz sechs stehen kann. Der Start von Uwe Alzen war nicht besonders, doch er führte das Feld in die erste Kurve hinein. Bereits in dieser Runde drehte sich Philipp Wlazik und musste sich am Ende des Feldes wieder einreihen. Für Thomas Messer war am Ende der Boxengasse das Rennen dort bereits gelaufen. Auch Tim Bergmeister musste das Auto schon bereits in der ersten Runde neben der Strecke abstellen nach einer Berührung. Unterdessen hatte sich Lance David Arnold Nicolas Armindo zurechtgelegt und zog hachdünn an dem Franzosen vorbei auf Rang vier. Sein Start zuvor war nicht besonders, denn er hatte zunächst einen Platz verloren. ![]() An der Spitze führte Uwe Alzen vor Richard Lietz und Dirk Werner. Thomas Messer konnte deswegen nicht weiter fahren, weil Tim Bergmeister beim Start ihm aufs Rad gefahren ist. In der dritten Runde krachte es zwischen Christoph Langen und Arkin Aka. Der Teamkollege von Lance David Arnold hatte beim Start Pech, denn sein Fahrzeug blieb stehen und er musste dem Feld hinterherfahren. Ein harter Kampf entstand nun zwischen Nicolas Armindo und Christian Menzel. Zu dieser Zeit fuhr Timm Sandmeyer mit einem beschädigten Fahrzeug, bei ihm hing ein Teil der hinteren Stoßstange herunter. Zwischenzeitlich hatte man bei Thomas Messer das Rad gewechselt und man schickte ihn nun mit vier Runden Rückstand auf die Reise. Im Verlauf der fünfte Runde räuberte Jiri Janak durchs Kiesbett. Überall im Feld sah man Ausrutscher und Dreher, von so einem war auch Martin Brückl nicht verschont geblieben. ![]() Da sich Richard Lietz und Dirk Werner, es ging um Rang zwei, hier nicht einig waren, konnte der Führende Uwe Alzen sich Runde um Runde weiter absetzen. Sein Vorsprung betrug schon 1,6 Sekunden. Auf Rang vier fuhr Lance David Arnold mit einem gewissen Respektabstand nach hinten und vorne. Zur gleichen Zeit lieferten sich Jörg Hardt und Dominik Schwager einen harten Kampf, wobei Jörg Hardt ihm aufs Rad fuhr und er sich nun drehte. Er musste sich auf Rang dreizehn wieder einreihen, Jörg Hardt befand sich auf Rang sieben. Nach sieben gefahrenen Runden stand Max-Maciej Stanco neben der Strecke, nachdem er zuvor einen Kampf mit Jiri Janak hatte. Wenig später erhielt Philipp Wlazik von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe wegen push another car. ![]() Nach neun Runden war Max-Maciej Stanco mit einem havarierten Auto in die Box gekommen. Im hinteren Feld hatte sich ein Trio gebildet mit Matthias Weiland, Arkin Aka und Dietmar Haggenmüller. Zur gleichen Zeit hatte sich Thomas Riehtmüller im Kiesbett eingegraben und Philipp Wlazik kam herein um seine Strafe anzutreten. Lance David Arnold auf Rang vier fuhr ein einsames Rennen, denn Dirk Werner vor ihm hatte einen Vorsprung von 4,0 Sekunden und Nicolas Armindo lag 2,5 Sekunden hinter ihm. Jan Seyffarth, der beim Start stehen geblieben war, lag nach zwölf Runden auf Rang 16. Mit offener Tür und hoch gehobener Hand kam Christian Menzel in die Box gefahren. Er hatte einen Reifenschaden hinten links. Damit war der sechste Platz weg. Als er wieder auf die Strecke hinaus ging, war er im Bummelzug unterwegs, bei ihm ging einmal überhaupt nichts. Die Ursache lag also nicht am Reifen. Er rutschte dann auch noch von der Strecke und schoss quer durch die Wiese. ![]() Danach kam er in ganz langsamer Fahrt wieder in die Box zurück. Man wechselte nun noch einmal den Reifen und zwar vorne links. Er war zuvor mit einem schleichenden Plattfuß unterwegs und da ist es sehr schwer, sofort zu lokalisieren, ob es vorne oder hinten ist. Jörgt Hardt auf Rang sechs war unterdessen mit starken Schmerzen unterwegs, denn er hatte eine Wirbelsäulenstauchung. Trotzdem pushte er ungemein und machte dem Franzosen vor ihm das Leben schwer. Genauso erging es auch Richard Lietz, denn ihm saß Dirk Werner im Nacken. Im Verlauf der 18 Runde hatte Jörg Hardt denn endlich die Möglichkeit Nicolas Armindo niederzuringen und nahm nun Rang fünf ein. Vier Runden vor Schluss standen dann die ersten Überrundungen an. Diese funktionierten auch ohne Probleme. ![]() Richard Lietz befand sich nun in etwas Schwierigkeiten, denn sein Auto war nicht mehr in Top Form und so war Dirk Werner mit0,0 Sekunden dran. Das Fahrzeug von Richard Lietz rutschte immer mehr. In der letzten Runde machte Dirk Werner einen ganz kleinen Fehler, er kam zu weit nach außen und dies verschaffte Richard Lietz die nötige Luft. Sieger nach 22 Runden wurde Uwe Alzen vor Richard Lietz und Dirk Werner. Lance David Arnold kam als Vierter ins Ziel. Jörg Hardt wurde als Fünfter abgewunken. In der Meisterschaft führt weiterhin Dirk Werner mit 52 Punkten vor Nicolas Armindo mit40 und Uwe alzen ebenfalls mit 40 Punkten. ![]() Uwe Alzen (Sieger): "Mein Auto war perfekt - wie bei jedem Rennen in diesem Jahr. Danke an das Team von Alfred Herberth! Heute musste ich von Anfang bis zum Ende Druck machen, denn ich konnte Richard und Dirk nicht wirklich wegfahren. Beim Überrunden verlor ich dann kurz vor dem Ziel über eine Sekunde, was sehr ärgerlich war." Richard Lietz (Platz zwei): "Die Entscheidung fiel beim Start. Ich konnte Dirk überrumpeln. Dann kämpften wir eigentlich bis in das Ziel. Er war immer dran, ich bremste sehr früh, ging langsam in die Kurven und war früh wieder am Gas. Eine Taktik, die zum Glück über die Distanz aufging." Dirk Werner (Platz drei): "Meinen Start habe ich leider völlig verhauen und den zweiten Platz sofort an Richard verloren. Der machte dann keinen größeren Fehler. Hier in Oschersleben ist das Überholen fast unmöglich und immer mit einem großen Risiko verbunden. Ich entschied mich dagegeben und für die sicheren Punkte." Lance David Arnold (Platz vier): "Der Start war nicht so gut und ich verlor meinen Platz an Armindo doch wenig später konnte ich ihn wieder überholen, aber die Spitze war schon weg. Dennoch bin ich nach meinen Ausfall auf dem EuroSpeedway mit dem Resultat zufrieden." Duncan Huisman: "Zufrieden bin ich natürlich nicht, wir haben verloren und waren auch nicht schnell genug. Wir hatten uns auf jeden Fall mehr erwartet. Wir werden weiter testen und versuchen in den weiteren Rennen alles aus uns rauszuholen." Tim Bergmeister : "Ich hatte mir natürlich mehr erhofft. Die Probleme mit der Bremse im Qualifying haben jedoch schon alles zunichte gemacht. Am Sonntag hatte ich ein gutes Gefühl und war mir sicher in Richtung Top10 fahren zu können, leider hatte ich beim Start eine kleine Berührung, die einen Reifenschaden nach sich zog." Karsten Molitor : "Natürlich sind wir ein wenig enttäuscht. Eigentlich wollten wir unsere Position festigen und nun haben wir etwas verloren. Das mit Tim ist sehr schade, hier hatten wir uns wichtige Punkte für die Teamwertung erhofft. In den letzten sechs Rennen werden wir alles geben um weiter nach vorn zu fahren. Die kleine Sommerpause nutzen wir zum Testen." ![]() Tabellen:
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