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Erster Sieg für Schnabl Engineering Lance David Arnold unverschuldet ausgeschieden Ihren zweiten Lauf absolvieren die Fahrer des Porsche Carrera Cups im Rahmen der DTM vom 28.bis 30. April auf dem EuroSpeedway Lausitz. Als Tabellenführer kam Uwe Alzen, der schon 1992 den Porsche Carrera Cup gewann, hierher angereist. Einer seiner Gegner ist der amtierende Meister Christian Menzel, der alles daran setzen wird, hier den Anschluss an die Tabellenspitze zu finden, denn in Hockenheim, beim Saisonauftakt musste er sich durch Handling- und Motorenproblemen mit einem ungewohnten achten Platz zufrieden geben. Seine Vorjahresbilanz auf der 60 Kilometer nördlich von Dresden gelegenen Rennstrecke ist vielversprechend. Er fuhr z.B. die Trainingsbestzeit, die schnellste Rennrunde und gewann den 24-Runden-Sprint vor Jörg Hardt und Richard Lietz. ![]() Christian Menzel: "Ich mag den EuroSpeedway, weil er eine interessante Herausforderung für die Fahrer darstellt. Da sind einerseits schnelle Kurven, die Mut und Agressivität erfordern. Andererseits gibt es die langsamen Ecken, wo ich mich zurücknehmen muss, um nicht die Traktion und damit Zeit zu verlieren." ![]() Als Sieganwärter gehören zu dem Kreis von Uwe Alzen und Christian Menzel auch noch Dirk Werner und Nicolas Armindo, die in Hockenheim den zweiten und dritten Platz belegten. Auch die nachfolgenden Piloten (Richard Lietz aus Österreich, Jan Seyffarth, Duncan Huisman, der vierfache Niederländische Tourenwagenmeister und Lance David Arnold) haben noch gute Chancen. Alexander Roloff aus Berlin, der beim ersten Lauf als Zehnter ins Ziel kam, versucht nun als Fast-Lokalmatador hier natürlich aufs Siegertreppchen zu kommen. ![]() Das mit 28 Fahrern stark besetzte Starterfeld machte sich am Freitag Morgen bei Regen und nasser Strecke auf den Weg, um das erste freie Training zu absolvieren. Hier setzte sich der amtierende Meister Christian Menzel (Tolimit) gegenüber seinen Konkurrenten durch und fuhr mit 1:39.226 Minuten und 17 Runden die schnellste Zeit. Rang zwei und drei nahmen Dirk Werner (Farnbacher Racing PZ Nürnberg-Fürth-Erlangen) und Jörg Hardt (Schnabl Engineering /PZ Siegen) ein. Der Tabellenführer Uwe Alzen musste sich zunächst einmal mit Platz zehn zufrieden geben. Lance David Arnold lag auf Rang dreizehn. ![]() Im zweiten freien Zeittraining herrschten bessere Wetterbedingungen. Die Strecke war trocken und deswegen konnten auch schnellere Zeiten gefahren werden. Hier hatte nun der Österreicher Richard Lietz (Tolimit) mit einer Zeit von 1:24.343 Minuten das Sagen, gefolgt von dem Franzosen Nicolas Armindo (EMC Buchbinder ARAXA Racing) und Dirk Werner. Christian Menzel musste sich mit Rang vier zufrieden geben. Hinter ihm lag der Duisburger Junior-Pilot Lance David Arnold, der sich damit um acht Plätze verbessert hatte. ![]() Im Qualifying des Porsche Carrera Cup am Samstag Nachmittag fing es heftiger an zu regnen. Einige der Piloten dachten, das Wetter würde nicht schlimmer werden und versuchten auf Slicks hinaus zu gehen. Dazu zählten zum einen Uwe Alzen und das Geburtstagskind Manfred Ahlden. Als dann die Startampel auf "Grün" schaltete und die Fahrer aus der Boxengasse hinaus fuhren, waren Uwe Alzen und Manfred Ahlden im Schneckentempo unterwegs, denn bei ihnen ging einmal gar nichts. Bereits in der ersten Kurve drehte sich schon einer heraus. Von einem Dreher betroffen war auch Jan Seyffarth. Er steckte danach im Kies fest. Zwischenzeitlich waren auch Uwe Alzen und Manfred Ahlden in die Box gekommen, um die Reifen zu wechseln. Duncan Huisman war zu dieser Zeit in einem wilden Drift unterwegs. ![]() Von einem Dreher blieben auch Georg Braun, Jörg Hardt und Philipp Wlazik nicht verschont. Bei noch 20 Minuten verbleibender Zeit hatte sich Lance David Arnold mit einer Zeit von 1:39.387 Minuten auf Rang eins geschoben. Thomas Messer hatte nun etwas Pech, denn bei ihm war der Motor abgestorben und hinten traten noch Stichflammen heraus. An der Spitze hatten sich nun Jörg Hardt und Christian Menzel gesetzt, gefolgt von Lance David Arnold. Bei diesen Witterungsbedingungen sah man überall auf der Strecke Dreher und Ausrutscher. Der Österreicher Martin Brückl konnte sein Gefährt bei diesen Witterungsbedingungen auch nicht auf der Strecke halten. Bei zwei Drittel der Trainingssitzung hatte sich Georg Braun so tief ins Kiesbett eingegraben, dass er mit dem Bagger geborgen werden musste. Dort wurde nun Gelb geschwenkt. ![]() Einen unheimlichen Grip hatte Jörg Hardt, denn er hatte sich mit einer Zeit von 1:38.870 Minuten auf Rang eins gesetzt. Bei einem Versuch, sich an die Spitze zu setzen, rutschte Christian Menzel ins Kiesbett. Er hatte aber Glück, das er sich dort befreien konnte. Danach steuerte er erst einmal die Box an. Fast zur gleichen Zeit war Timm Sandmeyer mit einem Verbremser unterwegs, mit der Folge, das er auf der Wiese landete. Der Zweikampf zwischen Lance David Arnold und Duncan Huisman ging so aus, das der Niederländer nach einem kleinen Rempler durch den Kies musste. In der Endphase des Qualifyings sah man auf der Strecke überall Dreher, Ausrutscher und kleine Berührungen. Am Ende der Sitzung hatte die Zeit von Jörg Hardt Niemand unterbieten können, so das er mit 1:38.870 Minuten sich die Pole-Position holte, gefolgt von Christian Menzel und Lance David Arnold. Der Tabellenführer wird das Rennen von Startplatz vier aus aufnehmen. ![]() Jörg Hardt (Startplatz 1): "Ich wusste aus dem Freitagstraining, dass ich hier im Nassen schnell sein würde, denn ich ging kein Risiko ein und erreichte schon eine ganz passable Zeit. Mein Team und ich haben heute noch mal zugelegt und waren exakt zum richtigen Zeitpunkt da. Es ist die erste Pole im Carrera Cup für Schnabl Engineering, und ich freue mich, dass wir das zusammen erreicht haben." Christian Menzel (Startplatz 2): "Die Entscheidung fiel in den ersten Minuten. Leider hatten wir da noch nicht alles optimal aussortiert. Aber P2 ist gut. Ich gratuliere Jörg, er ist ein guter Fahrer. So macht das Ganze richtig Spaß." Lance David Arnold (Startplatz 3): "Eigentlich ist das Qualifikationstraining ja nicht meine Stärke, sondern das Rennen. Aber ich fühle mich eben im Regen richtig wohl." ![]() Ihren zweiten Lauf in dieser Saison nahmen die 29 Fahrer am Sonntag Vormittag bei trockener Strecke, aber sehr kühlem Wetter unter die Räder. Der Start funktionierte ohne Probleme und der Pole-Setter kam am besten weg und führte das Feld in die erste Kurve hinein. Die ersten drei Piloten konnten ihre Platzierungen behaupten. Durch die erste Kurve kamen sie alle gut hindurch. Für Philipp Wlazik war das Rennen bereits gelaufen, bevor es überhnaupt angefangen hatte, denn sein Auto wurde auf Start und Ziel hinaus geschoben. Nach der ersten Runde führte Jörg Hardt, gefolgt von Christian Menzel und Lance David Arnold. ![]() Unter einem enormen Druck wurde Arnold nun schon von Uwe Alzen gesezt. Dieser musste seinen Überholvorgang wegen gelber Flaggen abbrechen. Doch wenig später musste Lance David Arnold Uwe Alzen ziehen lassen. Im Verlauf der dritten Runde hatte Arnold es nun mit Dirk Werner zu tun. Er konnte den Angriff aber gut abwehren. Um die Plätze sieben und acht ging es zwischen Duncan Huisman und Nicolas Armindo mächtig zur Sache, da flogen schon einige Teile. Auch Jiri Janak war zu diese Zeit nicht mehr mit von der Partie. Sein Fahrzeug hatte man auch hinaus geschoben. Die ersten drei Piloten hatten sich mit ein wenig Abstand von den übrigen absetzen können. Hinter diesen hatte sich nun das nächste Trio gebildet. Dieses führte Lance David Arnold an, gefolgt von Dirk Werner und Richard Lietz. ![]() Jan Seyffarth einen ungewöhnlichen Abflug und zwar schoss er durch die Wiese stieg dann plötzlich mit seinem Fahrzeug auf, da er ein Poller im Rasen traf und hätte sich fast noch auf der Strecke überschlagen. Dabei beschädigter er sich den Kühler und saute die Strecke ein. Deshalb rutsche Christian Menzel von der Strecke, neben ihm tat Uwe Alzen das gleiche. Beiden hatten sich zuvor aber nicht berührt. Uwe Alzen kam noch einmal auf die Strecke zurück und traf dann auch noch Lance David Arnold. Dieser konnte aber weiter fahren. Nur für Uwe Alzen war das Rennen frühzeitig bendet. Nach einiger Zeit konnten sich Christian Menzel und Richard Lietz wieder aus der Wiese befreien und das Rennen fortsetzen. Kurz darauf fuhr Safety Car hinaus und die Strecke wurde gereinigt. Für Oliver Mayer war das Rennen bereits nach vier Runden beendet, denn er rollte sehr langsam aus,bei ihm floss Flüssigkeit im vorderen Fahrzeugbereich aus. An der Soitze führte Jörg Hardt vor Dirk Werner und Lance David Arnold. ![]() Der Re-Start nach elf Runden funktionierte ohne weiteres und Jörg Hardt hatte sich direkt mit einigen Metern absetzen können. Lance David Arnold auf Rang drei hatte jetzt einen Kampf mit Duncan Huisman auszutragen. Denn der Niederländer war mit 0,2 Sekunden an ihm dran. Im Verlauf der zwölften Runde fuhr Lance David Arnold auf Start und Ziel ganz nahe an der Boxenmauer und musste sein Fahrzeug wenig später neben der Strecke abstellen. Dieses war durch den Einschlag von Uwe Alzen vorne rechts zu sehr beschädigt. Unterdessen hatten sich die ersten beiden vom übrigen Feld mit 1,9 Sekunden absetzen können. Zu dieser Zeit waren sechs Piloten bereits ausgeschieden. ![]() Der Niederländer auf Rang drei hatte nach vierzehn Runden den Anschluss an die Spitze gefunden. Im Schlepptau hatte er noch Nicolas Armindo. Damit hatte sich nun ein Quartett an der Spitze gebildet. Den Anschluss an diese vier versuchte nun noch Chris Mamerow zu bekommen. In der 16. Runde erhielt der Führende schonen ein zwei Mal einen kleinen Schubser von Dirk Werner. Von dieser Rangelei hatte Chris Mamerow profitiert, denn er war jetzt an dem Quartett dran. Hier ging es nun mächtig zur Sache. Immer wieder versuchten die Piloten sich neben den Vordermann zu setzen, doch jedes Mal wurde die Tür zugeschlagen. Jörg Hardt musste nun absolute Kampflinie fahren. In diesem kleinen Feld stieg bei dem einen oder anderen Fahrer schon mal der Rauch auf beim Anbremsen der Kurven. ![]() Bei vier Minuten verbleibender Zeit versuchte Duncan Huisman nach dem zweiten Platz zu greifen. Aber auf den Geraden war Dirk Werner ihm jedes Mal weggefahren. An der Spitze war Jörg Hardt mit stehenden Reifen unterwegs. Fair zog Dirk Werner zurück, wäre er weiter gefahren, wäre Jörg Hardt in der Mauer gelandet. Auch die nachfolgenden Piloten fuhren alle sehr fair. Zur gleichen Zeit hatte Christoph Langen einen Dreher hingelegt, Thomas Riethmüller touchierte leicht die Mauer auf Start und Ziel. Er lag auf Reng zehn. Selbst in der letzten Runde ging es sehr sehr fair zu. Dirk Werner hatte plötzlich einen kleinen Fehler gemacht und Duncan Huisman versuchte an ihm vorbeizugehen, doch es reichte nicht. Sieger nach 22 Runden wurde Jörg Hardt vor Dirk Werner und Duncan Huisman. ![]() In der Meisterschaft führt Dirk Werner mit 36 Punkten, gefolgt von Nicolas Armindo mit 30 und Duncan Huisman mit 26 Punkten. Jörg Hardt (Sieger): "Das war ein Stück harte Arbeit. Dirk hat unheimlich Druck gemacht, mich ein-, zweimal angestoßen, aber das war alles fair und okay. In Linskurven bekam ich immer stärkeres Übersteuern. Ich bin heilfroh, mal wieder ganz oben zu stehen. Mein Team hat über das ganze Wochenende eine Topp-Arbeit geleistet." Dirk Werner (Platz 2): "Ich bin zufrieden im Hinblick auf die Meisterschaft. Jörg hat ein tolles Rennen gezeigt und seine Position clever verteidigt." Duncan Huisman (Platz drei): "Das war ein spannendes Rennen und endlich war es mir und meinem Team vergönnt aufs Podest zu fahren. Das Fahrzeug war perfekt und es wäre auch noch mehr gegangen, wenn Jörg und Dirk nicht so geblockt hätten. Es war ein harter aber sehr fairer Kampf an der Spitze. In den letzten zwei Runden waren meine Hinterreifen völlig am Ende, ich rutschte nur noch rum. Nicolas machte mächtig Druck. Es war einfach unglaublich, wie spät er bremsen konnte. Ich bin sehr glücklich mit diesem Resultat.Mein Ziel ist es, auf jeden Fall stetig in die vorderen Punkteränge zu fahren um so vielleicht einen der ersten drei Meisterschaftsränge zu erreichen." Nicolas Armindo (Platz vier): "Am Start machte ich schon zwei Plätze gut, dann verlegte ich mich aufs Abwarten. Am Ende hätte ich stärker attackieren können und den Duncan vielleicht auch gebogen. Aber es ist noch früh in der Meisterschaft. Da gehe ich für zwei Punkte mehr kein Risiko ein." Georg Braun: "Obwohl dies mein erstes Rennen im Porsche Carrera Cup war, habe ich mir doch etwas mehr erhofft. Ohne den Ausrutscher wäre ein 12er Platz drin gewesen. Ich werde mich auf den nächsten Lauf in Oschersleben konzentrieren und möchte schon dort in die Top10 fahren." Karsten Molitor (Teamchef): "Wir sind überglücklich nach der harten Arbeit im Carrera Cup endlich einen Podestplatz eingefahren zu haben. Speziell nach dem schlechten Resultat beim Supercup in Imola ist dieser dritte Rang sehr gut für das Selbstvertrauen. Wir wissen um unsere Stärken und werden sehr hart weiterarbeiten um schon bald auch das erste Rennen zu gewinnen." ![]() Tabellen:
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