Hockenheim
07.04. - 09.04.2006

EuroSpeedway
28.04. - 30.04.2006

Oschersleben
19.05. - 21.05.2006

Norisring
21.07. - 23.07.2006

Nürburgring
18.08. - 20.08.2006

Zandvoort / NL
01.09. - 03.09.2006

Barcelona / E
22.09. - 24.09.2006

Le Mans / F
13.10. - 15.10.2006

Hockenheim
27.10. - 29.10.2006


Tabellen

Starterliste

Serien-Infos



Uwe Alzen holte sich den ersten Sieg
Harter Kampf ziwschen Arnold und Menzel

Im Rahmen der DTM geht wie schon seit Jahren der Porsche Carrera Cup als einer der Rahmenrennen vom 07.04. bis 09.04. im Badischen Hockenheim auf der 4,574 Kilometer langen Strecke in die Saison 2006. Dieser Cup wird bis auf Brands Hatch an allen Rennstrecken der DTM mit von der Partie sein. An diesem Wochenende werden etliche Teams mit dem Porsche-Michelin-Supercup in Indianapolis an den Start gehen. In dieser Saison kommt der je stärkste gebaute 911 zum Einsatz. Mit seinen 400 PS und jetzt 3,6 Liter-Sechszylinder-Boxermotor hat er das Zeug alle Rekorde zu brechen. Mit der speziell modifizierten Aerodynamik erzeugt er noch mehr Abtrieb und weist dabei einen geringen Luftwiderstand als das Vorgängermodell auf. Die sequentielle Sechsgang-Schaltung sowie die Bremse sind neu. Für den Renneinsatz hat Prosche auf ABS verzichetet.


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Insgesamt 30 Fahrer werden an diesem Wochenende in Hockenheim ins Lenkrad greifen. Gegenüber dem Vorjahr sind auch einige Neugänge zu verzeichnen. so wechselten z.B. Manfred Ahlden, Hannes Plesse und Philip Wlazik aus dem Clio Cup der BERU Top 10 in den stärksten Markenpokal Deutschlands. Genauso versucht Timm Sandmeyer, ehemaliger Polo-Cup-Pilot hier sein bestes zu geben. Auch alt bekannte Namen wie Uwe Alzen und Oliver Mayer geben sich im Porsche Carrera Cup ein stell-dich-ein.


Bei strahlendem aber noch kühlem Wetter absolvierten dann die Piloten am frühen Freitag Morgen ihr erstes freies Training. Hier setze sich der Franzose Nicolas Armindo (EMC Buchbinder ARAXA Racing) mit einer Zeit von 1:43.611 Minuten gegenüber allen anderen durch und fuhr damit am Schnellsten, gefolgt von Uwe Alzen (HP Team Herberth) und dem Österreicher Richard Lietz (Tolimit). Die beiden UPS-Porsche-Junioren Lance David Arnold und Jan Seyffarth belegten die Ränge acht und neun. In dem stark besetzten Starterfeld konnten sich Philipp Wlazik (Land Motorsport PZ Koblenz), Manfred Ahlden (Car Salon Ahlden) und Hannes Plesse (Tolimit) auf den Rängen 15, 21 und 23 platzieren. Timm Sandmeyer (Car Salon Ahlden) musste sich zunächst mit Platz 30 zufrieden geben.


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Als letzte Serie ging am frühen Freitag Abend der Porsche Carrera Cup nochmals auf die Strecke hinaus und absolvierte sein zweites freies Training an diesem Wochenende. Wie schon im ersten freien Training dominierte auch hier wiederum der Franzose Nicolas Armindo. Zeitverbesserungen konnten zwar nicht erreicht werden, trotzdem behielt er bis zum Schluss die Oberhand, Nach fünfzehn Minuten fuhr er die schnellste Zeit, gefolgt von Uwe Alzen und Richard Lietz. Jan Seyffarth und Lance David Arnold befanden sich auf den Rängen fünf und acht. Zu dieser Zeit lagen Philipp Wlazik, Manfred Ahlden, Hannes Plesse und Timm Sandmeyer auf den Plätzen vierzehn, 18, 27 und 29. Bei noch acht Minuten verbleibender Zeit hatte sich Lance David Arnold um einen Platz verbessern können. Hingegen war Philipp Wlazik und Manfred Ahlden auf Rang 15 und 20 zurück gefallen. Hannes Plesse und Timm Sandmeyer behaupteten ihre Positionen. In den letzten zwei Minuten wurde gelb geschwenkt, damit war die Möglichkeit schnellere Zeiten zu fahren nicht mehr gegeben. Am Ende hatte niemand die Zeit von Nicolas Armindo mit 1:43.739 Minuten unterbieten können. Hinter ihm lag nun aber Dirk Werner (Farnbacher Racing), gefolgt von Uwe Alzen. Richard Lietz belegte Rang vier. Jan Seyffarth und Lance David Arnold wurden auf den Plätzen sieben und neun gewertet. Die Ränge vierzehn, 21, 26 und 29 nahmen Philip Wlazik, Manfred Ahlden, Hannes Plesse und Timm Sandmeyer ein.


Im entscheidenden Zeittraining, welches am Samstag Nachmittag auf dem Programm stand, wurden Zeitverbesserungen erreicht. Hier konnte sich zunächst einmal Nicolas Armindo in Szene setzen. Doch wenig später wurde er durch Uwe Alzen von Rang eins verdrängt. Dieser war erst kurz zuvor mit einem Hubschrauber wieder in Hockenheim gelandet, denn er hatte an diesem Wochenende einen Doppeleinsatz und zwar zum einem im Veedol Langenstreckenpokal und zum anderen hier im Porsche Carrera Cup. Am Nürburgring musste er das Fahrzeug leider mit einem Reifenschaden frühzeitig in der Box abstellen. Bei noch 18 Minuten vebleibender Zeit hatte der Niederländer Robert van der Berg in der Parabolika-Schikane einen Dreher zu verzeichnen. Wenig später war auch Timm Sandmeyer zu schnell unterwegs und drehte sich im Bereich der ersten Kurve.


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Unterdessen hatte Dirk Werner nun mit 1:43.354 Minuten die schnellste Zeit gefahren. Zur gleichen Zeit waren nun auch die beiden Porsche Junioren Jan Seyffarth und Lance David Arnold weiter nach vorne gekommen. Sie befanden sich auf den Plätzen acht und neun. Philipp Wlazik schlug sich tapfer in seinem schnellen Gefährt und wurde auf Rang dreizehn gewertet. In der Parabolika-Schikane hatte Andrea Mancin einen Dreher zu verzeichnen. Danach stand er zunächst einmal quer auf der Fahrbahn. Zum Glück konnten die nachfolgenden Piloten alle ausweichen. Zwischenzeitlich hatte sich Jan Seyffarth auf Rang fünf vorgeschoben. Philipp Wlazik behauptete seinen dreizehnten Platz. Manfred Ahlden hatte sich in der Zwischenzeit bis auf Rang 20 nach vorne gearbeiten. Hannes Plesse hatte sich schon unter die ersten 20 vorgearbeiten, war dann aber auf Rang 22 abgerutscht.


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In den letzten drei Minuten wurde gelb geschwenkt, weil Jan Seyffarth innerhalb der Sachskurve abgeflogen war und im Kies fest steckte. Lance David Arnold versuchte unterdessen noch weiter nach vorne zu kommen. Aber er steckte in einem Pulk von anderen Piloten fest und brach dann seine Runde ab und kam in die Box zurück. Am Ende hatte Niemand die Zeit von Dirk Werner mit 1:43.354 Minuten unterbieten können und somit wird er am Sonntag von der Pole-Position aus straten, gefolgt von Uwe Alzen und Richard Lietz. Jan Seyffarth und Lance David Arnold starten von den Rängen fünf und neun. Startplatz 15, 22 und 23 nehmen Philipp Wlazik, Manfred Ahlden und Hennes Plesse ein.


Ihren ersten Lauf nahmen die 30 Piloten am Sonntag Vormittag auf der 4,574 Kilometer langen Strecke bei trockenem Wetter unter die Räder. Als sie sich dann in die Einführungsrunde begaben wurde der Himmel immer dunkler. Nachdem die Startampel ausgeschaltet wurde, hatte Dirk Werner, der Pole-Setter einen sehr guten Start und führte das Feld in die erste Kurve hinein. Dort wurde Lance David Arnold bereits nach einer leichten Berühhrung weit herausgegtragen und verlor dadurch einiges an Boden. In der Spitzkehre kam schon die erste Attacke von Uwe Alzen auf Dirk Werner. Doch dieser konnte die Oberhand behalten. Hinter Lance David Arnold tobte das pralle Leben. Denn dort ging es mächtig zur Sache. Im Bereich der Opel-Kurve hatte sich Uwe Alzen Dirk Werner zurecht gelegt und konnte diesen dort niederringen. Damit hatte er die Führung übernommen, gefolgt von Dirk Werner und Richard Lietz. Lance David Arnold befand sich nach der ersten Runde auf Platz neun.


Die ersten acht Fahrer konnten sich etwas vom übrigen Feld lösen. Philipp Wlazik hatte in der Startphase seinen Platz behaupten können. Um Platz sieben ging es zwischen Chris Mamerow und Duncan Huisman zur Sache. In der dritten Runde war für Hannes Plesse das Rennen bereits früh zu Ende, denn er stand im Kiesbett, wo er sich eingegraben hatte. Zwischenzeitlich hatte Chris Mamerow gleich zwei Plätze verloren und zwar war Duncan Huisman und auch Lance David Arnold an ihm vorbeigezogen. Zur gleichen Zeit waren Jörg Hardt und Thomas Riethmüller aneinander geraten und standen beide beschädigt im Kiesbett. An der Spitze hatte sich unterdessen noch nichts getan. Uwe Alzen, der Führende versuchte sich abzusetzen, doch Dirk Werner blieb mit 0,6 Sekunden an ihm dran.


Unterdessen setzte Lance David Arnold Duncan Huisman immer mehr unter Druck. Immer wieder versuchte der Porsche Junior Fahrer an dem Niederländer vorbeizugehen, doch dieser schlug ihm jedes Mal die Tür vor der Nase zu. Im Verlauf der fünften Runde hatte Manfred Ahlden in der Parabolika-Schikane etwas Probleme, denn dort drehte er sich und verlor dadurch einige Plätze. Da sich Richard Lietz und Nicolas Armindo auf den Rängen drei und vier nicht ganz einig waren, konnten sich die ersten beiden etwas mehr absetzen. Wenig später musste Richard Lietz dann den Franzosen ziehen lassen. Der Führende Uwe Alzen hatte zwei Zehntel Sekunden gut machen können. Der Jüngste im Feld, Martin Brückl war in der Zwischenzeit etwas auf Abwegen unterwegs. Er konnte das Fahrzeug aber abfangen und setzte seine Fahrt weiter fort. Einen zweiten Dreher hatte wiederum Manfred Ahlden zu verzeichnen. Philipp Wlazik hatte nach sieben gefahrenen Runden zwei Plätze gut machen können und lag nun auf Rang dreizehn. Er versuchte nun den Anschluß auf Robert van den Berg zu bekommen.


Von einem Dreher blieb auch Andrea Mancin nicht verschont. Bei Halbzeit des Rennens hatte Uwe Alzen sich mit 1,0 Sekunden von Dirk Werner etwas befreien können. Hinter diesen beiden riss dann das Feld erst einmal etwas ab. Mit stehenden Rädern war Ian Baas zu dieser Zeit unterwegs. Der Österreicher Richard Lietz hatte nun alle Hände voll zu tun, denn Jan Seyffarth versuchte immer wieder ihn niederzuringen. Es ging hier um den vierten Platz. Martin Brückl hatte wiederum einen Dreher, aber für ihn ist es ja das Lehrjahr und so einfach ist der Porsche nicht zu pilotieren. Zwischenzeitlich hatte Duncan Huisman Christian Menzel überholen können und Rang sechs eingenommen. Der Kampf zwischen Richard Lietz und Jan Seyffarth dauerte immer noch an. Lietz musste absolute Kampflinie fahren.


Im Zweikampf zwischen Arkin Aka und Manfred Ahlden, zog Ahlden den Kürzeren und zwar drehte er sich zum dritten Mal. Im Verlauf der dreizehnten Runde hatte Jan Seyffarth eine kleine Lücke ausnutzen können, weil sich Lietz verbremst hatte und zog vorbei. Doch kurz darauf verbremste sich Seyffarth und somit zog wiederum Lietz vorbei. Damit war wieder alles beim Alten. Für Ian Baas war nun das Rennen durch einen Reifenschaden früher beendet als geplant, denn er schoß von der Bahn und landete im Reifenstapel. Zwischen Christian Menzel und Lance David Arnold wurde etwas der Lack ausgetauscht. An der Spitze bekam Uwe Alzen von alle dem nichts mit, denn er hatte seinen Vorsprung auf 1,2 Sekunden ausgebaut. Hinter ihm war immer noch Dirk Werner. Diese beiden waren mit 6,3 Sekunden auf und davon gefahren. Nicolas Armindo auf Rang drei fuhr ein ruhiges Rennen, denn hinter ihm waren die Kampfhähne Lietz und Seyffarth. Diese beiden hatten genug mit sich zu tun.


Zwei Runden vor Schluß war der Vorsprung von Uwe Alzen etwas geschrumpft und zwar betrug dieser nur noch 0,7 Sekunden und Dirk Werner kam nun in den Kurven immer näher heran. In der letzten Runde hatte Martin Brückl seinen dritten Dreher hingelegt und zwar fast immer an der gleichen Stelle. Für Lance David Arnold war es ein ereignisreiches Rennen, denn er hatte bis zum Schluß gekämpft wie ein Löwe und konnte dann doch noch auf den letzten Metern Christian Menzel niederringen. Kurz vor Start und Ziel schoß er mit stehenden Rädern in die Kurve hinein. Christian Menzel war so fair und machte etwas Platz, denn ansonsten wären wohl beide von der Strecke geflogen. An der Spitze wurde es auch noch einmal sehr spannend, denn Uwe Alzen hatte sich etwas verbremst und er konnte den Sieg nur mit einem knappen Vorsprung von 0,2 Sekunden erringen, gefolgt von Dirk Werner und Nicolas Armindo. Lance David Arnold wurde als Siebter abgewunken. Ein gutes Rennen hatte auch Philipp Wlazik hinter sich, denn er überquerte auf Rang dreizehn den Zielstrich.


In der Meisterschaft führt Uwe Alzen mit 20 Punkten vor Dirk Werner mit 18 und Nicolas Armindo mit 16 Punkten.

Uwe Alzen (Sieger): "Das war ein harter Kampf vom Start bis zum Ziel. Zwischendurch dachte ich, es wär prima, wenn jetzt nur noch zwei Runden zu fahren wären. Aber es waren noch elf! Mein Team hat einen perfekten Job gemacht. Ich freue mich auf das Jahr."

Wirk Werner (Platz zwei): "Zum Saisonauftakt geht das Ergebnis in Ordnung. Ich schätze, ich habe die Reifen für die Renndistanz nicht optimal eingeteilt. Und darüber hinaus fuhr Uwe ein wirklich tolles Rennen..."

Nicolas Armindo (Platz drei): "Ich bin glücklich über meinen Sieg im Duell mit Richard Lietz, den ich klassisch aus dem Windschatten heraus mit einem tollen Manöver ausbremsen konnte. Nicht so zufrieden bin ich natürlich damit, dass ich den zwei an der Spitze nicht folgen konnte. Das lag daran, dass beide frische Reifen fuhren, während ich meinen zweiten Satz bereits im Zeittraining gebraucht hatte. Egal, der Saisonstart war prima."

Richard Lietz (Platz vier): "Mir fehlte aus den Kurven heraus Drehmoment und Grip. Ich musste deshalb sehr hart fahren, um den Anschluss nicht zu verlieren. Das ging auf die Reifen, die ab Runde fünf spürbar nachließen."


Menno Kuus (Platz vierzehn): "Zwar hatte ich mir eine bessere Platzierung erhofft, bin aber unter den Umständen zufrieden das Ziel erreicht zu haben. Nach der Kollision ging das Auto nicht mehr so gut, es reichte gerade noch meine Position zu halten. An diesem Wochenende habe ich viel gelernt und meine Rundenzeiten kontinuierlich verbessert. Eine gute Vorbereitung für den Porsche Supercup."

Duncan Huisman (Platz fünfzehn): "Grundsätzlich bin ich zufrieden, ein sechster Rang ist absolut O.K. Natürlich wäre ich gerne aufs Podium gefahren aber die Zweikämpfe haben zu viel Zeit gekostet. Wir müssen im Qualifying schneller werden, dann sind wir ganz vorn dabei."

Karsten Molitor (Teamchef): "Das Ergebnis ist eine gute Basis für eine hoffentlich erfolgreiche Saison. Natürlich ist man mit einem sechsten Rang nicht rundum glücklich, ein bisschen weiter nach vorn hätte es schon gehen können. Es war ein extrem schnelles Rennen mit konstanten Rundenzeiten. Da auch die anderen keine Fehler machen, müssen wir weiter sehr hart arbeiten um unser Saisonziel zu erreichen. Menno Kuus hat sich für sein erstes Rennen im 997 GT3 achtbar geschlagen und sich bis ins Mittelfeld vorgekämpft. Die Rundenzeiten wurden immer besser, schon beim nächsten Lauf zum Porsche Michelin Supercup in Imola, wird er unter die besten zehn fahren können."